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    <title>Wer wir sind und warum das nicht klappte ...</title>
    <description>Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.</description>
    <pubDate>Sat, 12 Sep 2026 11:32:35 +0000</pubDate>
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    <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <title>#74 Deutschland: Die Idee einer Nation</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Dieter Langewiesche: Die Ideen der französischen Revolution hatten auch in Deutschland das Denken verändert. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit waren für viele die schillernden Versprechen der Volkssouveränität. Aber: &nbsp;Napoleon hatte mit seinen vielen Siegen über Österreich, Preußen und das Heilige Römische Reich auch gezeigt, wie wenig schlagkräftig das Heilige Römische Reich mit seinen über 300 Klein- und Kleinstaaten war.</p>
<p>Im Widerstand gegen Napoleon entwickelten sich die ersten Ansätze einer nationalen Idee. Friedrich Jahn propagierte 1811 auf der Hasenheide in Berlin das „patriotische Turnen“: Leibesertüchtigungen von jungen Männern für den Kampf gegen Napoleon und für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Allerdings einen Nationalstaat mit bürgerlichen Freiheitsrechten.</p>
<p>Diese politische Strömung kombinierte die bürgerlichen Freiheitsrechte der französischen Revolution mit der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates.</p>
<p>Die Fürsten und Könige waren weder für bürgerliche Freiheitsrechte noch für die nationale Idee zu haben. Wie die Bewegung für Einheit und Freiheit gegen den Widerstand der Obrigkeit trotzdem langsam Fahrt aufnahm. Welche Rolle die Gebrüder Grimm dabei spielten und warum das Fest auf der Wartburg 1817 und das Fest auf dem Hambacher Schloss 1832 so eine Sprengkraft entwickelten, darüber spreche ich mit Dieter Langewiesche. Der emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen ist der führende Experte zu den Themen Nationalismus und Liberalismus in Deutschland.</p>
<p>Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier:</p>
<p><a href="https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/</a></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:46:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Dieter Langewiesche: Die Ideen der französischen Revolution hatten auch in Deutschland das Denken verändert. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit waren für viele die schillernden Versprechen der Volkssouveränität. Aber: &nbsp;Napoleon hatte mit seinen vielen Siegen über Österreich, Preußen und das Heilige Römische Reich auch gezeigt, wie wenig schlagkräftig das Heilige Römische Reich mit seinen über 300 Klein- und Kleinstaaten war.</p>
<p>Im Widerstand gegen Napoleon entwickelten sich die ersten Ansätze einer nationalen Idee. Friedrich Jahn propagierte 1811 auf der Hasenheide in Berlin das „patriotische Turnen“: Leibesertüchtigungen von jungen Männern für den Kampf gegen Napoleon und für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Allerdings einen Nationalstaat mit bürgerlichen Freiheitsrechten.</p>
<p>Diese politische Strömung kombinierte die bürgerlichen Freiheitsrechte der französischen Revolution mit der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates.</p>
<p>Die Fürsten und Könige waren weder für bürgerliche Freiheitsrechte noch für die nationale Idee zu haben. Wie die Bewegung für Einheit und Freiheit gegen den Widerstand der Obrigkeit trotzdem langsam Fahrt aufnahm. Welche Rolle die Gebrüder Grimm dabei spielten und warum das Fest auf der Wartburg 1817 und das Fest auf dem Hambacher Schloss 1832 so eine Sprengkraft entwickelten, darüber spreche ich mit Dieter Langewiesche. Der emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen ist der führende Experte zu den Themen Nationalismus und Liberalismus in Deutschland.</p>
<p>Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
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<p><a href="https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/</a></p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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Im Widerstand gegen Napoleon entwickelten sich die ersten Ansätze einer nationalen Idee. Friedrich Jahn propagierte 1811 auf der Hasenheide in Berlin das „patriotische Turnen“: Leibesertüchtigungen von jungen Männern für den Kampf gegen Napoleon und für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Allerdings einen Nationalstaat mit bürgerlichen Freiheitsrechten.

Diese politische Strömung kombinierte die bürgerlichen Freiheitsrechte der französischen Revolution mit der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates.

Die Fürsten und Könige waren weder für bürgerliche Freiheitsrechte noch für die nationale Idee zu haben. Wie die Bewegung für Einheit und Freiheit gegen den Widerstand der Obrigkeit trotzdem langsam Fahrt aufnahm. Welche Rolle die Gebrüder Grimm dabei spielten und warum das Fest auf der Wartburg 1817 und das Fest auf dem Hambacher Schloss 1832 so eine Sprengkraft entwickelten, darüber spreche ich mit Dieter Langewiesche. Der emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen ist der führende Experte zu den Themen Nationalismus und Liberalismus in Deutschland.

Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

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Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier:

https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#73 Wie Napoleon dem Heiligen Römischen Reich ein Ende machte</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Ute Planert: Bewunderter Revolutionär oder gehasster Usurpator? Wie dachten und lebten die Deutschen unter Napoleon? Das besprechen wir in dieser Folge. Wir sind in unserer chronologischen Erzählung bei der französischen Revolution angekommen. Als 1789 in Paris der Sturm auf die Bastille losbrach, war Napoleon Bonaparte 19 Jahre alt und weit weg vom Geschehen. Ein hochbegabter junger Leutnant auf einer Artillerieschule in der Nähe von Dijon.</p>
<p>Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug &nbsp;nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn &nbsp;Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 - &nbsp;erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien.</p>
<p>Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p></p>
<p>Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier:</p>
<p><a href="https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/</a></p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Ute Planert: Bewunderter Revolutionär oder gehasster Usurpator? Wie dachten und lebten die Deutschen unter Napoleon? Das besprechen wir in dieser Folge. Wir sind in unserer chronologischen Erzählung bei der französischen Revolution angekommen. Als 1789 in Paris der Sturm auf die Bastille losbrach, war Napoleon Bonaparte 19 Jahre alt und weit weg vom Geschehen. Ein hochbegabter junger Leutnant auf einer Artillerieschule in der Nähe von Dijon.</p>
<p>Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug &nbsp;nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn &nbsp;Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 - &nbsp;erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien.</p>
<p>Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
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<p></p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug  nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn  Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 -  erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien.

Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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      <title>#72 Die Deutschen und die Französische Revolution</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Daniel Schönpflug: Am 14. Juli 1789 brach mit dem Sturm auf die Bastille in Paris die Französische Revolution aus. Im &nbsp;August schaffte die Nationalversammlung die Vorrechte des Adels ab. Das Ende des Feudalismus in Frankreich. Das Parlament garantierte jedem Franzosen Menschen- und Bürgerrechte: Gleichheit vor dem Gesetz, Eigentums-, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit. &nbsp;</p>
<p>In Deutschland feierten liberale Intellektuelle Freiheitsfeste. 1790 im "Glücksjahr" der Revolution lud der Hamburger Kaufmann Sieveking zu einem Fest nach Harvesthude anlässlich des ersten Geburtstags der Revolution.</p>
<p>Die anderen europäischen Monarchen blickten zuerst mit Häme, dann mit Entsetzen nach Frankreich. Die französische Revolutionsarmee schlug preußische und östereichische Truppen und besetzte 1792 linksrheinische Gebiete. Revolutionsbegeisterte Mainzer Bürger feierten die Franzosen kurz nach ihrem Einzug als Befreier von alten absolutistischen Unterdrückungsstrukturen. In Mainz wurde ein Jakobinerclub gegründet, der für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit warb. Viele Orte ließen sich von der Begeisterung anstecken. Feierlich pflanzte man Freiheitsbäume und gründete neue Jakobinerklubs. Der größte von ihnen, der Mainzer, zählte 492 Mitglieder.</p>
<p>Im Februar ließen die Franzosen in den besetzten linksrheinischen Gebieten ein Parlament wählen. Die neuen deutschen Volksvertreter trafen sich im März 1793 zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent in Mainz und beschlossen die Angliederung der Mainzer Republik an Frankreich.</p>
<p>Das Terrorregime von Robespierre ließ die Begeisterung deutscher Intellektueller schnell wieder abkühlen. Aber auch nach dem Terror blieb die Revolutionsarmee erfolgreich. 1794 besetzten die Franzosen Köln und das Rheinland. Köln blieb die nächsten 20 Jahre französisch.</p>
<p>1795 ließ Preußen die antirevolutionäre Allianz mit Österreich und dem Heiligen Römischen Reich im Stich und schloss einen Separatfrieden mit Frankreich. </p>
<p>Warum verriet Preußen das Reich, und war diese Aufgabe der Anfang vom Ende des Heiligen Römischen Reiches? Was dachten die Deutschen über die französische Revolution? Darüber spreche ich mit Daniel Schönpflug, Professor für Geschichte an der FU Berlin und Leiter der wissenschaftlichen Programme am Wissenschaftskolleg zu Berlin.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 26 Aug 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
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<p>In Deutschland feierten liberale Intellektuelle Freiheitsfeste. 1790 im "Glücksjahr" der Revolution lud der Hamburger Kaufmann Sieveking zu einem Fest nach Harvesthude anlässlich des ersten Geburtstags der Revolution.</p>
<p>Die anderen europäischen Monarchen blickten zuerst mit Häme, dann mit Entsetzen nach Frankreich. Die französische Revolutionsarmee schlug preußische und östereichische Truppen und besetzte 1792 linksrheinische Gebiete. Revolutionsbegeisterte Mainzer Bürger feierten die Franzosen kurz nach ihrem Einzug als Befreier von alten absolutistischen Unterdrückungsstrukturen. In Mainz wurde ein Jakobinerclub gegründet, der für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit warb. Viele Orte ließen sich von der Begeisterung anstecken. Feierlich pflanzte man Freiheitsbäume und gründete neue Jakobinerklubs. Der größte von ihnen, der Mainzer, zählte 492 Mitglieder.</p>
<p>Im Februar ließen die Franzosen in den besetzten linksrheinischen Gebieten ein Parlament wählen. Die neuen deutschen Volksvertreter trafen sich im März 1793 zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent in Mainz und beschlossen die Angliederung der Mainzer Republik an Frankreich.</p>
<p>Das Terrorregime von Robespierre ließ die Begeisterung deutscher Intellektueller schnell wieder abkühlen. Aber auch nach dem Terror blieb die Revolutionsarmee erfolgreich. 1794 besetzten die Franzosen Köln und das Rheinland. Köln blieb die nächsten 20 Jahre französisch.</p>
<p>1795 ließ Preußen die antirevolutionäre Allianz mit Österreich und dem Heiligen Römischen Reich im Stich und schloss einen Separatfrieden mit Frankreich. </p>
<p>Warum verriet Preußen das Reich, und war diese Aufgabe der Anfang vom Ende des Heiligen Römischen Reiches? Was dachten die Deutschen über die französische Revolution? Darüber spreche ich mit Daniel Schönpflug, Professor für Geschichte an der FU Berlin und Leiter der wissenschaftlichen Programme am Wissenschaftskolleg zu Berlin.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#72 Die Deutschen und die Französische Revolution</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Daniel Schönpflug: Am 14. Juli 1789 brach mit dem Sturm auf die Bastille in Paris die Französische Revolution aus. Im  August schaffte die Nationalversammlung die Vorrechte des Adels ab. Das Ende des Feudalismus in Frankreich. Das Parlament garantierte jedem Franzosen Menschen- und Bürgerrechte: Gleichheit vor dem Gesetz, Eigentums-, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit.  

In Deutschland feierten liberale Intellektuelle Freiheitsfeste. 1790 im "Glücksjahr" der Revolution lud der Hamburger Kaufmann Sieveking zu einem Fest nach Harvesthude anlässlich des ersten Geburtstags der Revolution.

Die anderen europäischen Monarchen blickten zuerst mit Häme, dann mit Entsetzen nach Frankreich. Die französische Revolutionsarmee schlug preußische und östereichische Truppen und besetzte 1792 linksrheinische Gebiete. Revolutionsbegeisterte Mainzer Bürger feierten die Franzosen kurz nach ihrem Einzug als Befreier von alten absolutistischen Unterdrückungsstrukturen. In Mainz wurde ein Jakobinerclub gegründet, der für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit warb. Viele Orte ließen sich von der Begeisterung anstecken. Feierlich pflanzte man Freiheitsbäume und gründete neue Jakobinerklubs. Der größte von ihnen, der Mainzer, zählte 492 Mitglieder.

Im Februar ließen die Franzosen in den besetzten linksrheinischen Gebieten ein Parlament wählen. Die neuen deutschen Volksvertreter trafen sich im März 1793 zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent in Mainz und beschlossen die Angliederung der Mainzer Republik an Frankreich.

Das Terrorregime von Robespierre ließ die Begeisterung deutscher Intellektueller schnell wieder abkühlen. Aber auch nach dem Terror blieb die Revolutionsarmee erfolgreich. 1794 besetzten die Franzosen Köln und das Rheinland. Köln blieb die nächsten 20 Jahre französisch.

1795 ließ Preußen die antirevolutionäre Allianz mit Österreich und dem Heiligen Römischen Reich im Stich und schloss einen Separatfrieden mit Frankreich. 

Warum verriet Preußen das Reich, und war diese Aufgabe der Anfang vom Ende des Heiligen Römischen Reiches? Was dachten die Deutschen über die französische Revolution? Darüber spreche ich mit Daniel Schönpflug, Professor für Geschichte an der FU Berlin und Leiter der wissenschaftlichen Programme am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    </item>
    <item>
      <title>#71 Die Deutschen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Marian Füssel: Was hat der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg in einem Podcast zur deutschen Geschichte zu suchen?</p>
<p>Erstens: Mit der Vermietung von Soldaten für den 3000 Seemeilen entfernten Krieg war viel Geld zu verdienen. Das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zeugt davon.</p>
<p>Zweitens: Die Ideen der Aufklärung wurden das erste Mal politisch umgesetzt. Friedrich der Große war überzeugt, dass das Experiment USA scheitert.</p>
<p>Drittens: Es war ein General aus der Meisterklasse von Friedrich dem Großen, der die Amerikaner militärisch fit für ihren Freiheitskampf machte: Friedrich Wilhelm von Steuben. Steuben wird noch immer jedes Jahr in New York mit der Steubenparade gefeiert. 5000 Marschierende und 150.000 Zuschauer auf der Fifth Avenue gedenken dem preußischen Eliteoffizier, der aus sehr privaten Gründen in den Unabhängigkeitskrieg auswanderte.</p>
<p>Und schließlich wurde dem Bruder von Friedrich dem Großen, Heinrich, die Krone von Amerika angeboten.</p>
<p>Warum er das Angebot ablehnte und wie ernsthaft es gemeint war, darüber spreche ich mit Marian Füssel. Die Militärgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts gehört zu den Forschungsschwepunkten des Professors für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 19 Aug 2026 19:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Erstens: Mit der Vermietung von Soldaten für den 3000 Seemeilen entfernten Krieg war viel Geld zu verdienen. Das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zeugt davon.</p>
<p>Zweitens: Die Ideen der Aufklärung wurden das erste Mal politisch umgesetzt. Friedrich der Große war überzeugt, dass das Experiment USA scheitert.</p>
<p>Drittens: Es war ein General aus der Meisterklasse von Friedrich dem Großen, der die Amerikaner militärisch fit für ihren Freiheitskampf machte: Friedrich Wilhelm von Steuben. Steuben wird noch immer jedes Jahr in New York mit der Steubenparade gefeiert. 5000 Marschierende und 150.000 Zuschauer auf der Fifth Avenue gedenken dem preußischen Eliteoffizier, der aus sehr privaten Gründen in den Unabhängigkeitskrieg auswanderte.</p>
<p>Und schließlich wurde dem Bruder von Friedrich dem Großen, Heinrich, die Krone von Amerika angeboten.</p>
<p>Warum er das Angebot ablehnte und wie ernsthaft es gemeint war, darüber spreche ich mit Marian Füssel. Die Militärgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts gehört zu den Forschungsschwepunkten des Professors für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.</p>
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      <itunes:summary>Mit Marian Füssel: Was hat der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg in einem Podcast zur deutschen Geschichte zu suchen?

Erstens: Mit der Vermietung von Soldaten für den 3000 Seemeilen entfernten Krieg war viel Geld zu verdienen. Das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zeugt davon.

Zweitens: Die Ideen der Aufklärung wurden das erste Mal politisch umgesetzt. Friedrich der Große war überzeugt, dass das Experiment USA scheitert.

Drittens: Es war ein General aus der Meisterklasse von Friedrich dem Großen, der die Amerikaner militärisch fit für ihren Freiheitskampf machte: Friedrich Wilhelm von Steuben. Steuben wird noch immer jedes Jahr in New York mit der Steubenparade gefeiert. 5000 Marschierende und 150.000 Zuschauer auf der Fifth Avenue gedenken dem preußischen Eliteoffizier, der aus sehr privaten Gründen in den Unabhängigkeitskrieg auswanderte.

Und schließlich wurde dem Bruder von Friedrich dem Großen, Heinrich, die Krone von Amerika angeboten.

Warum er das Angebot ablehnte und wie ernsthaft es gemeint war, darüber spreche ich mit Marian Füssel. Die Militärgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts gehört zu den Forschungsschwepunkten des Professors für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

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      <title>#70 Der Siebenjährige Krieg</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Marian Füssel: Friedrich der Große war am Ende. Nach der verlorenen Schlacht von Kunersdorf schrieb er 1759 an einen Freund: „Adieu für immer…Ich werde den Untergang meines Vaterlandes nicht mehr erleben.“. Preußen und Friedrich II. standen am Abgrund.</p>
<p>Elf Jahre zuvor hatte Friedrich der Große Maria Theresia, in zwei Kriegen ihre wohlhabendste Provinz abgenommen: Schlesien. Jetzt schlug die Kaiserin zurück. Sie rüstete sie ihre Habsburger Armee auf und vollzog einen fundamentalen Schwenk in der Bündnispolitik. Sie verbündete sich mit ihrem alten Erzfeind dem König von Frankreich. Um die Allianz gegen Preußen weiter zu stärken, animierte sie auch Spanien und die russische Zarin mobil zu machen. Österreich, Frankreich, Spanien und Russland gegen Preußen: Das war eine erdrückende militärische Übermacht. Sieben Jahre lang wurden regionale, europäische und globale Machtinteressen ausgefochten. Über eine Million Menschen starben weltweit. Friedrich der Große wähnte sich zeitweise am Ende. Seine Rettung war für ihn ein Wunder. Das „Mirakel des Hauses Brandenburg“ und wie es Friedrich am Ende doch gelang, sein Reich und Schlesien für sich zu retten, darüber spreche ich heute mit Marian Füssel, Professor für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 12 Aug 2026 19:30:00 +0200</pubDate>
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<p>Elf Jahre zuvor hatte Friedrich der Große Maria Theresia, in zwei Kriegen ihre wohlhabendste Provinz abgenommen: Schlesien. Jetzt schlug die Kaiserin zurück. Sie rüstete sie ihre Habsburger Armee auf und vollzog einen fundamentalen Schwenk in der Bündnispolitik. Sie verbündete sich mit ihrem alten Erzfeind dem König von Frankreich. Um die Allianz gegen Preußen weiter zu stärken, animierte sie auch Spanien und die russische Zarin mobil zu machen. Österreich, Frankreich, Spanien und Russland gegen Preußen: Das war eine erdrückende militärische Übermacht. Sieben Jahre lang wurden regionale, europäische und globale Machtinteressen ausgefochten. Über eine Million Menschen starben weltweit. Friedrich der Große wähnte sich zeitweise am Ende. Seine Rettung war für ihn ein Wunder. Das „Mirakel des Hauses Brandenburg“ und wie es Friedrich am Ende doch gelang, sein Reich und Schlesien für sich zu retten, darüber spreche ich heute mit Marian Füssel, Professor für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Marian Füssel: Friedrich der Große war am Ende. Nach der verlorenen Schlacht von Kunersdorf schrieb er 1759 an einen Freund: „Adieu für immer…Ich werde den Untergang meines Vaterlandes nicht mehr erleben.“. Preußen und Friedrich II. standen am Abgrund.

Elf Jahre zuvor hatte Friedrich der Große Maria Theresia, in zwei Kriegen ihre wohlhabendste Provinz abgenommen: Schlesien. Jetzt schlug die Kaiserin zurück. Sie rüstete sie ihre Habsburger Armee auf und vollzog einen fundamentalen Schwenk in der Bündnispolitik. Sie verbündete sich mit ihrem alten Erzfeind dem König von Frankreich. Um die Allianz gegen Preußen weiter zu stärken, animierte sie auch Spanien und die russische Zarin mobil zu machen. Österreich, Frankreich, Spanien und Russland gegen Preußen: Das war eine erdrückende militärische Übermacht. Sieben Jahre lang wurden regionale, europäische und globale Machtinteressen ausgefochten. Über eine Million Menschen starben weltweit. Friedrich der Große wähnte sich zeitweise am Ende. Seine Rettung war für ihn ein Wunder. Das „Mirakel des Hauses Brandenburg“ und wie es Friedrich am Ende doch gelang, sein Reich und Schlesien für sich zu retten, darüber spreche ich heute mit Marian Füssel, Professor für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.

Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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      <title>Hinter der Geschichte: Verschwörungstheorien, Ritterschlachten und die Odyssee</title>
      <description><![CDATA[<p>Victoria, Willem und Jan sprechen heute über ihre Verehrung für Theophanu, die größte Ritterschlacht, die je auf deutschem Boden geschlagen wurde und über Verschwörungstheorien von indogermanischen Olympischen Spielen lange bevor es Olympia gab. Willem schildert, wie man als junger Vater Familie und Podcast unter einen Hut bringt; Victoria verrät, warum sie sich keine Skripte schreibt, und Jan bleibt ganz allein mit seiner Begeisterung für den aktuellen Kinofilm „Die Odyssee“ von Christopher Nolan.</p>
<p>Beteiligte Podcasts:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Historia Universalis: <u><a href="https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4</a></u></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Geschichte der Stadt Köln:</p>
<p><u><a href="https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540</a></u></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte:</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55</a></p>
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      <pubDate>Fri, 07 Aug 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Beteiligte Podcasts:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Historia Universalis: <u><a href="https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4</a></u></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Geschichte der Stadt Köln:</p>
<p><u><a href="https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540</a></u></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte:</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55</a></p>
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      <itunes:summary>Victoria, Willem und Jan sprechen heute über ihre Verehrung für Theophanu, die größte Ritterschlacht, die je auf deutschem Boden geschlagen wurde und über Verschwörungstheorien von indogermanischen Olympischen Spielen lange bevor es Olympia gab. Willem schildert, wie man als junger Vater Familie und Podcast unter einen Hut bringt; Victoria verrät, warum sie sich keine Skripte schreibt, und Jan bleibt ganz allein mit seiner Begeisterung für den aktuellen Kinofilm „Die Odyssee“ von Christopher Nolan.

Beteiligte Podcasts:

 

Historia Universalis: https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4

 

Eine Geschichte der Stadt Köln:

https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540

 

Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte:

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      <title>#69 Wie aufgeklärt war Friedrich der Große?</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Barbara Stollberg-Rilinger:</p>
<p>Friedrich der Große war nicht nur ein brutaler Machtpolitiker sondern auch ein Anhänger der Aufklärung. Als er mit 28 Jahren König von Preußen wurde, schaffte er als erster Monarch in Europa die Folter ab.</p>
<p>Selbst Calvinist ließ Friedrich in Berlin eine katholische Kirche bauen als Zeichen seiner Toleranz. Sehr bekannt ist sein Satz: „jeder soll nach seiner façon glücklich werden“ Er hat aber auch gesagt: „ …und wenn die Türken und die Heiden kämen, so wollen wir für sie Moscheen bauen“.</p>
<p>Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde ganz Europa von einer geistig-sozialen Bewegung erfasst, die sich auf viele unterschiedliche Lebensbereiche auswirkte. Auf die Landwirtschaft, die Bildung, das bürgerliche Selbstbewusstsein, die Religion, die Justiz und auch die Geschlechterrollen. Alles wurde auf den Prüfstand gestellt und die Vernunft war der Maßstab.</p>
<p>Warum Toleranz, Vernunft und Logik, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, Wissenschaft, Pressefreiheit und Menschenrechte plötzlich ihren Triumphzug durch Europa antraten. Und ob Friedrich der Große tatsächlich ein Vorreiter dieser Bewegung war oder auf der Welle geritten ist, darüber spreche ich heute mit Barbara Stollberg-Rilinger, Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 18:54:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Barbara Stollberg-Rilinger:</p>
<p>Friedrich der Große war nicht nur ein brutaler Machtpolitiker sondern auch ein Anhänger der Aufklärung. Als er mit 28 Jahren König von Preußen wurde, schaffte er als erster Monarch in Europa die Folter ab.</p>
<p>Selbst Calvinist ließ Friedrich in Berlin eine katholische Kirche bauen als Zeichen seiner Toleranz. Sehr bekannt ist sein Satz: „jeder soll nach seiner façon glücklich werden“ Er hat aber auch gesagt: „ …und wenn die Türken und die Heiden kämen, so wollen wir für sie Moscheen bauen“.</p>
<p>Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde ganz Europa von einer geistig-sozialen Bewegung erfasst, die sich auf viele unterschiedliche Lebensbereiche auswirkte. Auf die Landwirtschaft, die Bildung, das bürgerliche Selbstbewusstsein, die Religion, die Justiz und auch die Geschlechterrollen. Alles wurde auf den Prüfstand gestellt und die Vernunft war der Maßstab.</p>
<p>Warum Toleranz, Vernunft und Logik, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, Wissenschaft, Pressefreiheit und Menschenrechte plötzlich ihren Triumphzug durch Europa antraten. Und ob Friedrich der Große tatsächlich ein Vorreiter dieser Bewegung war oder auf der Welle geritten ist, darüber spreche ich heute mit Barbara Stollberg-Rilinger, Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:title>#69 Wie aufgeklärt war Friedrich der Große?</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Barbara Stollberg-Rilinger:

Friedrich der Große war nicht nur ein brutaler Machtpolitiker sondern auch ein Anhänger der Aufklärung. Als er mit 28 Jahren König von Preußen wurde, schaffte er als erster Monarch in Europa die Folter ab.

Selbst Calvinist ließ Friedrich in Berlin eine katholische Kirche bauen als Zeichen seiner Toleranz. Sehr bekannt ist sein Satz: „jeder soll nach seiner façon glücklich werden“ Er hat aber auch gesagt: „ …und wenn die Türken und die Heiden kämen, so wollen wir für sie Moscheen bauen“.

Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde ganz Europa von einer geistig-sozialen Bewegung erfasst, die sich auf viele unterschiedliche Lebensbereiche auswirkte. Auf die Landwirtschaft, die Bildung, das bürgerliche Selbstbewusstsein, die Religion, die Justiz und auch die Geschlechterrollen. Alles wurde auf den Prüfstand gestellt und die Vernunft war der Maßstab.

Warum Toleranz, Vernunft und Logik, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, Wissenschaft, Pressefreiheit und Menschenrechte plötzlich ihren Triumphzug durch Europa antraten. Und ob Friedrich der Große tatsächlich ein Vorreiter dieser Bewegung war oder auf der Welle geritten ist, darüber spreche ich heute mit Barbara Stollberg-Rilinger, Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>#68 Friedrich der Große und Maria Theresia</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia und Friedrich der Große pflegten eine besonders prominente Feindschaft in der deutschen Geschichte. Maria Theresia war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen. Friedrich II. („genannt der Große“) Markgraf von Brandenburg und König in Preußen. Beide kamen im selben Jahr auf ihren Thron, nämlich 1740. Den europaweiten Streit um Maria Theresias Regierungsantritt nutzte Friedrich aus. Während verschiedene Fürstenhäuser eine Frau an der Spitze des Habsburgerreiches nicht akzeptierten und Anspruch auf Maria Theresias Erbe erhoben, überfiel und besetzte Friedrich Schlesien. Schlesien war eine wirtschaftlich blühende Provinz im Reich von Maria Theresia. Die Okkupation Schlesiens stand am Anfang eines Konflikts, der 23 Jahre dauerte, Europa in Atem hielt und beide Monarchen an den Rand ihrer Existenz brachte.</p>
<p>Barbara Stollberg-Rilinger hat eine lesenswerte Biografie über Maria Theresia geschrieben. Ich spreche mit der Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin über die Anfänge und den Charakter der beiden Kontrahenten.</p>
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<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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<p>&nbsp;</p>
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      <pubDate>Wed, 29 Jul 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia und Friedrich der Große pflegten eine besonders prominente Feindschaft in der deutschen Geschichte. Maria Theresia war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen. Friedrich II. („genannt der Große“) Markgraf von Brandenburg und König in Preußen. Beide kamen im selben Jahr auf ihren Thron, nämlich 1740. Den europaweiten Streit um Maria Theresias Regierungsantritt nutzte Friedrich aus. Während verschiedene Fürstenhäuser eine Frau an der Spitze des Habsburgerreiches nicht akzeptierten und Anspruch auf Maria Theresias Erbe erhoben, überfiel und besetzte Friedrich Schlesien. Schlesien war eine wirtschaftlich blühende Provinz im Reich von Maria Theresia. Die Okkupation Schlesiens stand am Anfang eines Konflikts, der 23 Jahre dauerte, Europa in Atem hielt und beide Monarchen an den Rand ihrer Existenz brachte.</p>
<p>Barbara Stollberg-Rilinger hat eine lesenswerte Biografie über Maria Theresia geschrieben. Ich spreche mit der Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin über die Anfänge und den Charakter der beiden Kontrahenten.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia und Friedrich der Große pflegten eine besonders prominente Feindschaft in der deutschen Geschichte. Maria Theresia war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen. Friedrich II. („genannt der Große“) Markgraf von Brandenburg und König in Preußen. Beide kamen im selben Jahr auf ihren Thron, nämlich 1740. Den europaweiten Streit um Maria Theresias Regierungsantritt nutzte Friedrich aus. Während verschiedene Fürstenhäuser eine Frau an der Spitze des Habsburgerreiches nicht akzeptierten und Anspruch auf Maria Theresias Erbe erhoben, überfiel und besetzte Friedrich Schlesien. Schlesien war eine wirtschaftlich blühende Provinz im Reich von Maria Theresia. Die Okkupation Schlesiens stand am Anfang eines Konflikts, der 23 Jahre dauerte, Europa in Atem hielt und beide Monarchen an den Rand ihrer Existenz brachte.

Barbara Stollberg-Rilinger hat eine lesenswerte Biografie über Maria Theresia geschrieben. Ich spreche mit der Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin über die Anfänge und den Charakter der beiden Kontrahenten.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa







 

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    <item>
      <title>#67 Wie stark war August der Starke?</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Andreas Rutz</p>
<p>August der Starke gründete die erste Porzellanmanufaktur Europas, ließ den Zwinger in Dresden bauen, füllte das Grüne Gewölbe mit seinen  Kostbarkeiten, er gründete die Dresdener Gemäldesammlung, eröffnete als erster Monarch Europas öffentliche Museen und feierte jährlich mindestens 60 überbordende Feste. Dazu ließ er sich zum König von Polen krönen, wofür er mal eben katholisch wurde. Und das ausgerechnet in Sachsen, das Martin Luther geschützt und immer ein Vorkämpfer des protestantischen Glaubens war.</p>
<p>Als polnischer König griff August Riga an und löste den Großen Nordischen Krieg aus. 21 Jahre lang kämpften Russland, Schweden, Dänemark, Polen, und Sachsen um die Vorherrschaft an der Ostsee.</p>
<p>Warum wollte der Kurfürst von Sachsen auch König von Polen werden? Was musste er dafür tun? Was hat ihm die Krone gebracht? Und wie finanzierte er seine ganzen Projekte eigentlich? Darüber spreche ich mit Andres Rutz, Professor Professor für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und Direktor des Institutes für Sächsische Geschichte und Volkskunde.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Andreas Rutz</p>
<p>August der Starke gründete die erste Porzellanmanufaktur Europas, ließ den Zwinger in Dresden bauen, füllte das Grüne Gewölbe mit seinen  Kostbarkeiten, er gründete die Dresdener Gemäldesammlung, eröffnete als erster Monarch Europas öffentliche Museen und feierte jährlich mindestens 60 überbordende Feste. Dazu ließ er sich zum König von Polen krönen, wofür er mal eben katholisch wurde. Und das ausgerechnet in Sachsen, das Martin Luther geschützt und immer ein Vorkämpfer des protestantischen Glaubens war.</p>
<p>Als polnischer König griff August Riga an und löste den Großen Nordischen Krieg aus. 21 Jahre lang kämpften Russland, Schweden, Dänemark, Polen, und Sachsen um die Vorherrschaft an der Ostsee.</p>
<p>Warum wollte der Kurfürst von Sachsen auch König von Polen werden? Was musste er dafür tun? Was hat ihm die Krone gebracht? Und wie finanzierte er seine ganzen Projekte eigentlich? Darüber spreche ich mit Andres Rutz, Professor Professor für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und Direktor des Institutes für Sächsische Geschichte und Volkskunde.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Andreas Rutz

August der Starke gründete die erste Porzellanmanufaktur Europas, ließ den Zwinger in Dresden bauen, füllte das Grüne Gewölbe mit seinen  Kostbarkeiten, er gründete die Dresdener Gemäldesammlung, eröffnete als erster Monarch Europas öffentliche Museen und feierte jährlich mindestens 60 überbordende Feste. Dazu ließ er sich zum König von Polen krönen, wofür er mal eben katholisch wurde. Und das ausgerechnet in Sachsen, das Martin Luther geschützt und immer ein Vorkämpfer des protestantischen Glaubens war.

Als polnischer König griff August Riga an und löste den Großen Nordischen Krieg aus. 21 Jahre lang kämpften Russland, Schweden, Dänemark, Polen, und Sachsen um die Vorherrschaft an der Ostsee.

Warum wollte der Kurfürst von Sachsen auch König von Polen werden? Was musste er dafür tun? Was hat ihm die Krone gebracht? Und wie finanzierte er seine ganzen Projekte eigentlich? Darüber spreche ich mit Andres Rutz, Professor Professor für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und Direktor des Institutes für Sächsische Geschichte und Volkskunde.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#66 Die Türken vor Wien - Wer war der Türkenlouis?</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Dr. Schoole Mostafawy: Am 14. Juli 1683 floh der Kaiser entsetzt aus seiner Wiener Hofburg. Sein schlimmster Albtraum wurde Realität: Die Osmanen standen vor Wien. An diesem Morgen tauchte eine Armee von 120.000 Mann vor den Toren der Stadt auf. Zuvor hatte Sultan Mehmed IV. dem Kaiser schriftlich befohlen, die osmanischen Truppen in seiner Residenzstadt zu erwarten: “damit wir Dich köpfen können“.&nbsp; Der Kaiser weinte mit den Wienern, erlaubte den Ratsherren noch, seine Hand zu küssen und floh dann Hals über Kopf. Seit der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 griffen die Osmanen in vielen Kriegszügen immer wieder nach Europa aus. In diesen rund 200 Jahren zwischen der Eroberung von Konstantinopel und der Belagerung von Wien waren große Gebiete auf dem Balkan und in Ungarn unter osmanischer Kontrolle.</p>
<p>Die "Türkenkriege" waren für die europäischen Mächte erst 1791 endgültig vorbei. Die Phase von Besetzung, Krieg und Frieden mit osmanischen Herrschern in Europa dauerte insgesamt über 300 Jahre. Die Geschichtsschreibung fokussiert häufig die Kriege. Dr. Schoole Mostafawy hat der Großen Landesausstellung "Sultan und Kaiser" im Badischen Landesmuseum 2019 den Untertitel gegeben: "Nachbarn in Europa“. Ich spreche mit ihr darüber, wie sehr sich die Kulturen gegenseitig beeinflusst haben.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 19:30:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Dr. Schoole Mostafawy: Am 14. Juli 1683 floh der Kaiser entsetzt aus seiner Wiener Hofburg. Sein schlimmster Albtraum wurde Realität: Die Osmanen standen vor Wien. An diesem Morgen tauchte eine Armee von 120.000 Mann vor den Toren der Stadt auf. Zuvor hatte Sultan Mehmed IV. dem Kaiser schriftlich befohlen, die osmanischen Truppen in seiner Residenzstadt zu erwarten: “damit wir Dich köpfen können“.&nbsp; Der Kaiser weinte mit den Wienern, erlaubte den Ratsherren noch, seine Hand zu küssen und floh dann Hals über Kopf. Seit der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 griffen die Osmanen in vielen Kriegszügen immer wieder nach Europa aus. In diesen rund 200 Jahren zwischen der Eroberung von Konstantinopel und der Belagerung von Wien waren große Gebiete auf dem Balkan und in Ungarn unter osmanischer Kontrolle.</p>
<p>Die "Türkenkriege" waren für die europäischen Mächte erst 1791 endgültig vorbei. Die Phase von Besetzung, Krieg und Frieden mit osmanischen Herrschern in Europa dauerte insgesamt über 300 Jahre. Die Geschichtsschreibung fokussiert häufig die Kriege. Dr. Schoole Mostafawy hat der Großen Landesausstellung "Sultan und Kaiser" im Badischen Landesmuseum 2019 den Untertitel gegeben: "Nachbarn in Europa“. Ich spreche mit ihr darüber, wie sehr sich die Kulturen gegenseitig beeinflusst haben.</p>
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<p></p>
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Die "Türkenkriege" waren für die europäischen Mächte erst 1791 endgültig vorbei. Die Phase von Besetzung, Krieg und Frieden mit osmanischen Herrschern in Europa dauerte insgesamt über 300 Jahre. Die Geschichtsschreibung fokussiert häufig die Kriege. Dr. Schoole Mostafawy hat der Großen Landesausstellung "Sultan und Kaiser" im Badischen Landesmuseum 2019 den Untertitel gegeben: "Nachbarn in Europa“. Ich spreche mit ihr darüber, wie sehr sich die Kulturen gegenseitig beeinflusst haben.

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    <item>
      <title>It&amp;#039;s a Revolution, Baby! Special zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung (1776)</title>
      <description><![CDATA[<p>In diesem Hinter-der-Geschichte Special diskutieren Jan, Flo, Ralf und Jonas über das Epochenjahr 1776. Wieso kamen dreizehn britische Kolonien in Nordamerika auf den Gedanken, sich von ihrem Mutterland zu lösen? Wie besiegt man eine frühneuzeitliche Supermacht? Und wie baut man einen neuen Staat? Plus: jede Menge Söldner-Talk, ein beinahe Gastauftritt von Friedrich dem Großen (bzw. seines Bruders Heinrich), und die Antwort auf die Frage, warum es Mr. President und nicht "Your August Majesty" heißt. Jan von Wer wir sind und warum das nicht klappte Ralf von Dejavue Geschichte Jonas von Deutschland 33/45 Flo von Historia Universalis</p>
]]></description>
      <pubDate>Sun, 12 Jul 2026 13:34:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <itunes:title>It&amp;#039;s a Revolution, Baby! Special zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung (1776)</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Hinter der Geschichte</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In diesem Hinter-der-Geschichte Special diskutieren Jan, Flo, Ralf und Jonas über das Epochenjahr 1776. Wieso kamen dreizehn britische Kolonien in Nordamerika auf den Gedanken, sich von ihrem Mutterland zu lösen? Wie besiegt man eine frühneuzeitliche Supermacht? Und wie baut man einen neuen Staat? Plus: jede Menge Söldner-Talk, ein beinahe Gastauftritt von Friedrich dem Großen (bzw. seines Bruders Heinrich), und die Antwort auf die Frage, warum es Mr. President und nicht "Your August Majesty" heißt. Jan von Wer wir sind und warum das nicht klappte Ralf von Dejavue Geschichte Jonas von Deutschland 33/45 Flo von Historia Universalis

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    <item>
      <title># 65 Der Große Kurfürst - Preußens Anfänge</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Jürgen Luh:</p>
<p>Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen, sondern er hat den Grundstein für den Aufstieg Preußens gelegt. Für diese Lebensleistung erhielt er den Beinamen: „der Große“ Kurfürst.</p>
<p>Jürgen Luh ist Direktor des Researchcenter Sanssouci und schreibt in seinem Buch über den Kurfürsten: Das war alles nur Glück. Der große Kurfürst hatte keinen Plan, wechselte ständig die Seiten und rettete sein Erbe praktisch durch Zufall.</p>
<p>War es Glück oder doch Ideenreichtum und Durchhaltewille, die Friedrich Wilhelm zum Initiator des Preußischen Aufstiegs machten? Darüber spreche ich mit Jürgen Luh in dieser Folge.</p>
<p>Sein Buch heißt: "Der Große Kurfürst - Friedrich Wilhelm von Brandenburg - Sein Leben neu betrachtet" und ist 2020 im Siedler Verlag erschienen.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 08 Jul 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Jürgen Luh:</p>
<p>Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen, sondern er hat den Grundstein für den Aufstieg Preußens gelegt. Für diese Lebensleistung erhielt er den Beinamen: „der Große“ Kurfürst.</p>
<p>Jürgen Luh ist Direktor des Researchcenter Sanssouci und schreibt in seinem Buch über den Kurfürsten: Das war alles nur Glück. Der große Kurfürst hatte keinen Plan, wechselte ständig die Seiten und rettete sein Erbe praktisch durch Zufall.</p>
<p>War es Glück oder doch Ideenreichtum und Durchhaltewille, die Friedrich Wilhelm zum Initiator des Preußischen Aufstiegs machten? Darüber spreche ich mit Jürgen Luh in dieser Folge.</p>
<p>Sein Buch heißt: "Der Große Kurfürst - Friedrich Wilhelm von Brandenburg - Sein Leben neu betrachtet" und ist 2020 im Siedler Verlag erschienen.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title># 65 Der Große Kurfürst - Preußens Anfänge</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Jürgen Luh:

Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen, sondern er hat den Grundstein für den Aufstieg Preußens gelegt. Für diese Lebensleistung erhielt er den Beinamen: „der Große“ Kurfürst.

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War es Glück oder doch Ideenreichtum und Durchhaltewille, die Friedrich Wilhelm zum Initiator des Preußischen Aufstiegs machten? Darüber spreche ich mit Jürgen Luh in dieser Folge.

Sein Buch heißt: "Der Große Kurfürst - Friedrich Wilhelm von Brandenburg - Sein Leben neu betrachtet" und ist 2020 im Siedler Verlag erschienen.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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      <itunes:season>1</itunes:season>
    </item>
    <item>
      <title>#64 Der Sonnenkönig zerstört die Pfalz</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Sven Externbrink: Wer einmal in Heidelberg gewesen ist, wird sich die Frage gestellt haben, wer denn dieses schöne Schloss zerstört hat. Und prompt sind wir bei Ludwig XIV. Was mich besonders fasziniert: Obwohl er nicht nur Heidelberg, sondern die ganze Pfalz verwüsten ließ, blieb er das Non-plus-Ultra für den deutschen Adel. In der Mode, im Baustil und in der Sprache. Jeder, der etwas auf sich hielt, sprach französisch. Viele deutsche Schlossbauten ahmten Versailles nach und so mancher deutscher Fürst träumte wahrscheinlich auch vom Grand Lever. Der Meisterinszenierung des Sonnenkönigs: Sein Aufwachen im Schlafgemach machte er zum Hofzeremoniell, an dem nur die ranghöchsten Untertanen teilhaben durften.</p>
<p>Aber der Sonnenkönig imponierte nicht nur, er betrieb auch eine kriegerisch aggressive Außenpolitik. Wie seine Vorfahren fühlte sich der französische König durch die Habsburger Familie im Kaiserreich, Spanien und den südlichen Niederlanden, dem heutigen Belgien, bedrängt. Ludwig wollte die Nord- und Ostgrenze Frankreichs so weit ausdehnen, dass Paris für immer sicher sei.</p>
<p>1681 annektierte Ludwig XIV. Straßburg und 1688 ließ er die Rheinpfalz verwüsten. Mannheim, Speyer, Worms und schließlich das Heidelberger Schloss. Für seine Schwägerin Lieselotte von der Pfalz reklamierte er Erbschaftsansprüche, die sie selber strikt ablehnte.</p>
<p>Gegen seine Offensive bildete sich eine große europäische Allianz. Um den anrückenden Truppen der kaiserlichen Koalition keine Deckung, Unterkünfte oder Rastmöglichkeiten zu lassen, brannten die französischen Soldaten weiträumig die ganze Region nieder. Die Ruinen des Heidelberger und des Hambacher Schlosses erinnern noch daran.<strong> </strong>Auch der Bischofshof in Worms, wo Martin Luther auf dem Reichstag seine berühmte Verteidigungsrede gehalten hat, wurde dem Erdboden gleich gemacht.</p>
<p>Mit Sven Externbrink bespreche ich die Motive des Sonnenkönigs und warum so viele deutsche Fürsten seinem Vorbild nacheiferten.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 01 Jul 2026 20:29:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Sven Externbrink: Wer einmal in Heidelberg gewesen ist, wird sich die Frage gestellt haben, wer denn dieses schöne Schloss zerstört hat. Und prompt sind wir bei Ludwig XIV. Was mich besonders fasziniert: Obwohl er nicht nur Heidelberg, sondern die ganze Pfalz verwüsten ließ, blieb er das Non-plus-Ultra für den deutschen Adel. In der Mode, im Baustil und in der Sprache. Jeder, der etwas auf sich hielt, sprach französisch. Viele deutsche Schlossbauten ahmten Versailles nach und so mancher deutscher Fürst träumte wahrscheinlich auch vom Grand Lever. Der Meisterinszenierung des Sonnenkönigs: Sein Aufwachen im Schlafgemach machte er zum Hofzeremoniell, an dem nur die ranghöchsten Untertanen teilhaben durften.</p>
<p>Aber der Sonnenkönig imponierte nicht nur, er betrieb auch eine kriegerisch aggressive Außenpolitik. Wie seine Vorfahren fühlte sich der französische König durch die Habsburger Familie im Kaiserreich, Spanien und den südlichen Niederlanden, dem heutigen Belgien, bedrängt. Ludwig wollte die Nord- und Ostgrenze Frankreichs so weit ausdehnen, dass Paris für immer sicher sei.</p>
<p>1681 annektierte Ludwig XIV. Straßburg und 1688 ließ er die Rheinpfalz verwüsten. Mannheim, Speyer, Worms und schließlich das Heidelberger Schloss. Für seine Schwägerin Lieselotte von der Pfalz reklamierte er Erbschaftsansprüche, die sie selber strikt ablehnte.</p>
<p>Gegen seine Offensive bildete sich eine große europäische Allianz. Um den anrückenden Truppen der kaiserlichen Koalition keine Deckung, Unterkünfte oder Rastmöglichkeiten zu lassen, brannten die französischen Soldaten weiträumig die ganze Region nieder. Die Ruinen des Heidelberger und des Hambacher Schlosses erinnern noch daran.<strong> </strong>Auch der Bischofshof in Worms, wo Martin Luther auf dem Reichstag seine berühmte Verteidigungsrede gehalten hat, wurde dem Erdboden gleich gemacht.</p>
<p>Mit Sven Externbrink bespreche ich die Motive des Sonnenkönigs und warum so viele deutsche Fürsten seinem Vorbild nacheiferten.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Sven Externbrink: Wer einmal in Heidelberg gewesen ist, wird sich die Frage gestellt haben, wer denn dieses schöne Schloss zerstört hat. Und prompt sind wir bei Ludwig XIV. Was mich besonders fasziniert: Obwohl er nicht nur Heidelberg, sondern die ganze Pfalz verwüsten ließ, blieb er das Non-plus-Ultra für den deutschen Adel. In der Mode, im Baustil und in der Sprache. Jeder, der etwas auf sich hielt, sprach französisch. Viele deutsche Schlossbauten ahmten Versailles nach und so mancher deutscher Fürst träumte wahrscheinlich auch vom Grand Lever. Der Meisterinszenierung des Sonnenkönigs: Sein Aufwachen im Schlafgemach machte er zum Hofzeremoniell, an dem nur die ranghöchsten Untertanen teilhaben durften.

Aber der Sonnenkönig imponierte nicht nur, er betrieb auch eine kriegerisch aggressive Außenpolitik. Wie seine Vorfahren fühlte sich der französische König durch die Habsburger Familie im Kaiserreich, Spanien und den südlichen Niederlanden, dem heutigen Belgien, bedrängt. Ludwig wollte die Nord- und Ostgrenze Frankreichs so weit ausdehnen, dass Paris für immer sicher sei.

1681 annektierte Ludwig XIV. Straßburg und 1688 ließ er die Rheinpfalz verwüsten. Mannheim, Speyer, Worms und schließlich das Heidelberger Schloss. Für seine Schwägerin Lieselotte von der Pfalz reklamierte er Erbschaftsansprüche, die sie selber strikt ablehnte.

Gegen seine Offensive bildete sich eine große europäische Allianz. Um den anrückenden Truppen der kaiserlichen Koalition keine Deckung, Unterkünfte oder Rastmöglichkeiten zu lassen, brannten die französischen Soldaten weiträumig die ganze Region nieder. Die Ruinen des Heidelberger und des Hambacher Schlosses erinnern noch daran. Auch der Bischofshof in Worms, wo Martin Luther auf dem Reichstag seine berühmte Verteidigungsrede gehalten hat, wurde dem Erdboden gleich gemacht.

Mit Sven Externbrink bespreche ich die Motive des Sonnenkönigs und warum so viele deutsche Fürsten seinem Vorbild nacheiferten.



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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    </item>
    <item>
      <title>#63 Der Westfälische Frieden</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Herfried Münkler:</p>
<p>Bis es zum Westfälischen Frieden 1648 kam, erlitten die Menschen die verheerendste Phase des Dreißigjährigen Krieges.</p>
<p>Der Krieg tobte bereits seit 16 Jahren. Viele Regionen in Deutschland waren so zerstört, dass keine größeren Truppen zusammengezogen werden konnten. Die niedergebrannte Landwirtschaft konnte keine großen Einheiten ernähren. Viele Landstriche waren verwüstet, und die Menschen hungerten. Die Kleinkrigesführung dominierte den zweiten Teil den Dreißigjährigen Kriegs. Marodierende Söldner durchstreiften das Land. Frauen wurde vergewaltigt, Bauernhöfe geplündert und Felder angezündet. Der Krieg hatte sich verselbstständigt.</p>
<p>Zu einer vorsichtigen Annäherung der Kriegsparteien kam es erst nach über zwanzig Jahren. Im Hamburger Präliminarfrieden von 1641 einigten sich die Kriegsparteien auf einen auf einen Friedensprozess. Friedenskongresse in Osnabrück und Münster sollten sowohl den Krieg in Deutschland als auch den Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden beenden. Also eine europäische Friedensinitiative. Allerdings gab es zwei Haken: Die Friedensverhandlungen dauerten neun Jahre und in dieser Zeit wurde weitergekämpft. Für einen Waffenstillstand reichte das Vertrauen nicht. Man wollte zwar Frieden, kämpfte aber jahrelang weiter.</p>
<p>Wie es schließlich gelang, eine Formel für den Frieden zu finden, und wer am Ende die Gewinner und die Verlierer waren, darüber spreche ich in dieser Episode mit dem Politologen Herfried Münkler.</p>
<p>Herfried Münkler ist Autor des Buches: "Der Dreißigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 24 Jun 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Herfried Münkler:</p>
<p>Bis es zum Westfälischen Frieden 1648 kam, erlitten die Menschen die verheerendste Phase des Dreißigjährigen Krieges.</p>
<p>Der Krieg tobte bereits seit 16 Jahren. Viele Regionen in Deutschland waren so zerstört, dass keine größeren Truppen zusammengezogen werden konnten. Die niedergebrannte Landwirtschaft konnte keine großen Einheiten ernähren. Viele Landstriche waren verwüstet, und die Menschen hungerten. Die Kleinkrigesführung dominierte den zweiten Teil den Dreißigjährigen Kriegs. Marodierende Söldner durchstreiften das Land. Frauen wurde vergewaltigt, Bauernhöfe geplündert und Felder angezündet. Der Krieg hatte sich verselbstständigt.</p>
<p>Zu einer vorsichtigen Annäherung der Kriegsparteien kam es erst nach über zwanzig Jahren. Im Hamburger Präliminarfrieden von 1641 einigten sich die Kriegsparteien auf einen auf einen Friedensprozess. Friedenskongresse in Osnabrück und Münster sollten sowohl den Krieg in Deutschland als auch den Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden beenden. Also eine europäische Friedensinitiative. Allerdings gab es zwei Haken: Die Friedensverhandlungen dauerten neun Jahre und in dieser Zeit wurde weitergekämpft. Für einen Waffenstillstand reichte das Vertrauen nicht. Man wollte zwar Frieden, kämpfte aber jahrelang weiter.</p>
<p>Wie es schließlich gelang, eine Formel für den Frieden zu finden, und wer am Ende die Gewinner und die Verlierer waren, darüber spreche ich in dieser Episode mit dem Politologen Herfried Münkler.</p>
<p>Herfried Münkler ist Autor des Buches: "Der Dreißigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#63 Der Westfälische Frieden</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Herfried Münkler:

Bis es zum Westfälischen Frieden 1648 kam, erlitten die Menschen die verheerendste Phase des Dreißigjährigen Krieges.

Der Krieg tobte bereits seit 16 Jahren. Viele Regionen in Deutschland waren so zerstört, dass keine größeren Truppen zusammengezogen werden konnten. Die niedergebrannte Landwirtschaft konnte keine großen Einheiten ernähren. Viele Landstriche waren verwüstet, und die Menschen hungerten. Die Kleinkrigesführung dominierte den zweiten Teil den Dreißigjährigen Kriegs. Marodierende Söldner durchstreiften das Land. Frauen wurde vergewaltigt, Bauernhöfe geplündert und Felder angezündet. Der Krieg hatte sich verselbstständigt.

Zu einer vorsichtigen Annäherung der Kriegsparteien kam es erst nach über zwanzig Jahren. Im Hamburger Präliminarfrieden von 1641 einigten sich die Kriegsparteien auf einen auf einen Friedensprozess. Friedenskongresse in Osnabrück und Münster sollten sowohl den Krieg in Deutschland als auch den Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden beenden. Also eine europäische Friedensinitiative. Allerdings gab es zwei Haken: Die Friedensverhandlungen dauerten neun Jahre und in dieser Zeit wurde weitergekämpft. Für einen Waffenstillstand reichte das Vertrauen nicht. Man wollte zwar Frieden, kämpfte aber jahrelang weiter.

Wie es schließlich gelang, eine Formel für den Frieden zu finden, und wer am Ende die Gewinner und die Verlierer waren, darüber spreche ich in dieser Episode mit dem Politologen Herfried Münkler.

Herfried Münkler ist Autor des Buches: "Der Dreißigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648

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Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!

https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw

#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa







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    <item>
      <title># 62 Wallenstein und der Dreißigjährige Krieg</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Herfried Münkler: Die zweite Pase des Dreißigjährigen Krieges dominierten zwei Feldherren: Der schwedische König Gustav Adolf und Wallenstein: Ein Söldnerführer, der direkt für den Kaiser kämpfte und einen genialen Plan hatte. Wonach Startups von heute so sehr streben, hat er schon 1625 perfektioniert: das Hochskalieren. Er blähte sein Heer auf eine damals ungekannte Größe auf. 50.000 Mann. Abschreckung war seine beste Waffe. Gegen so eine Armee wollte gar keiner mehr antreten. Zu der Gründungund dem Einsatz des Riesenheeres gehörte eine unglaubliche Logistik. Wallenstein war mehr Manager als Feldherr. Er wich Entscheidungsschlachten aus. Stattdessen schnitt er die gegenerischen Heere von ihren überlebenswichtigen Nachschubwegen ab. Nachdem er den schwedischen König geschlagen hatte, wurde er zu mächtig. Der Kaiser, sein Auftraggeber, ließ ihn umbringen.</p>
<p>Mit Herfried Münkler spreche ich in dieser Folge über Wallenstein, Tilly und Gustav Adolf und die Frage, warum der Krieg nicht früher zu beenden war.</p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Mit Herfried Münkler spreche ich in dieser Folge über Wallenstein, Tilly und Gustav Adolf und die Frage, warum der Krieg nicht früher zu beenden war.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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Mit Herfried Münkler spreche ich in dieser Folge über Wallenstein, Tilly und Gustav Adolf und die Frage, warum der Krieg nicht früher zu beenden war.

Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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      <title>#61 Der Prager Fenstersturz</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Herfried Münkler: Der versuchte Mordanschlag war der Auftakt des Dreißigjährigen Krieges. Zwei Statthalter des böhmischen Königs und ein Sekretär wurden von einer aufgebrachten Menschenmenge aus dem Fenster der Prager Burg in den Burggraben geworfen. Der Misthaufen im Burggraben rettete ihnen das Leben.</p>
<p>Wie es zum Fenstersturz kam und warum der missglückte Mordversuch an den Statthaltern des böhmischen Königs das Potential hatte,&nbsp; das gesamte Heilige Römische Reich und halb Europa in einen verheerenden 30 Jahre dauernden Krieg zu stürzen, darüber reden wir heute.</p>
<p>Herfried Münkler, der prominenteste Politologe unseres Landes, hat ein packendes Buch über den Dreißigjährigen Krieg geschrieben. Seine Grundbotschaft: Er war viel mehr als ein Religionskrieg. Es ging um die Verfassung des Reiches, die Rangfolge der Fürsten, Macht über Territorien und die europäische Hegemonialpolitik. In dieser Folge spreche ich mit ihm über den Anfang des Konfliktes. Den Verlauf des Krieges und die Friedensschluss nach 30 Jahren, besprechen wir in den beiden nächsten Folgen.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Wie es zum Fenstersturz kam und warum der missglückte Mordversuch an den Statthaltern des böhmischen Königs das Potential hatte,&nbsp; das gesamte Heilige Römische Reich und halb Europa in einen verheerenden 30 Jahre dauernden Krieg zu stürzen, darüber reden wir heute.</p>
<p>Herfried Münkler, der prominenteste Politologe unseres Landes, hat ein packendes Buch über den Dreißigjährigen Krieg geschrieben. Seine Grundbotschaft: Er war viel mehr als ein Religionskrieg. Es ging um die Verfassung des Reiches, die Rangfolge der Fürsten, Macht über Territorien und die europäische Hegemonialpolitik. In dieser Folge spreche ich mit ihm über den Anfang des Konfliktes. Den Verlauf des Krieges und die Friedensschluss nach 30 Jahren, besprechen wir in den beiden nächsten Folgen.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Herfried Münkler: Der versuchte Mordanschlag war der Auftakt des Dreißigjährigen Krieges. Zwei Statthalter des böhmischen Königs und ein Sekretär wurden von einer aufgebrachten Menschenmenge aus dem Fenster der Prager Burg in den Burggraben geworfen. Der Misthaufen im Burggraben rettete ihnen das Leben.

Wie es zum Fenstersturz kam und warum der missglückte Mordversuch an den Statthaltern des böhmischen Königs das Potential hatte,  das gesamte Heilige Römische Reich und halb Europa in einen verheerenden 30 Jahre dauernden Krieg zu stürzen, darüber reden wir heute.

Herfried Münkler, der prominenteste Politologe unseres Landes, hat ein packendes Buch über den Dreißigjährigen Krieg geschrieben. Seine Grundbotschaft: Er war viel mehr als ein Religionskrieg. Es ging um die Verfassung des Reiches, die Rangfolge der Fürsten, Macht über Territorien und die europäische Hegemonialpolitik. In dieser Folge spreche ich mit ihm über den Anfang des Konfliktes. Den Verlauf des Krieges und die Friedensschluss nach 30 Jahren, besprechen wir in den beiden nächsten Folgen.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>#60 Kunst, Gewalt und Theologie - Die Gegenreformation</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Klaus Unterburger: „Gegenreformation“ klingt danach, als wollte jemand die Uhr zurückdrehen. Neudeutsch würde man „Backlash“ dazu sagen. Nachdem sich die Reformation in Deutschland in der Mitte des 16. Jahrhunderts behauptet hatte, versuchten die katholischen Kräfte europaweit durch Politik, Kunst, Theologie und Gewalt die Entwicklung umzudrehen. Der Barock sollte die Sinne überwältigen, die Jesuiten appellierten an die Vernunft der Gläubigen und der spanische König setzte auf sein Militär.</p>
<p>Martin Luthers Ideen hatten die Machtverhältnisse in Europa nachhaltig erschüttert. Mit der anglikanischen Kirche nabelte sich der englische König&nbsp; Heinrich VIII. vom Papst ab und machte sich selbst zum Oberhaupt der Kirche Englands. In den Niederlanden, die eigentlich zum katholischen Spanien gehörten, gewannen die Calvinisten die Oberhand.</p>
<p>Auch in Frankreich wuchs der Anteil der Calvinisten in der Bevölkerung stetig. Allerdings wurden sie durch den französischen König in mehreren Glaubenskriegen gnadenlos verfolgt. Der Tiefpunkt war die Bartholomäusnacht: Am 23.August 1572 wurden in Paris 3000 französische Protestanten ermordet.</p>
<p>Und in Spanien regierte der erzkonservative Sohn von Karl V.: Philipp II. Er wollte alles besser machen als sein Vater und gab den Protestanten nicht eine Hand breit nach. Er griff vor allem in seinen &nbsp;Niederlanden durch. Der Krieg zwischen den reformatorischen Niederlanden und dem katholischen Herrscherhaus in Spanien sollte 80 Jahre dauern.</p>
<p>Dagegen waren die Verhältnisse in Deutschland in dieser Zeit fast friedlich. Die protestantischen Landesfürsten hatten mit den katholischen Herrschern den Augsburger Religionsfrieden geschlossen. 1555 war das. Danach konnte jeder Landesherr selbst entscheiden, welcher Glaube in seinem Territorium praktiziert werden soll.&nbsp; Aber auch in Deutschland hielt der Friede nicht ewig. Was führt in den 63 Jahren vom Kompromiss zum Krieg? Wie sich die Glaubensgegensätze in Deutschland langsam hochschaukelten und schließlich im 30jährigen Krieg mündeten, darüber spreche ich mit Klaus Unterburger, Professor für Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Klaus Unterburger: „Gegenreformation“ klingt danach, als wollte jemand die Uhr zurückdrehen. Neudeutsch würde man „Backlash“ dazu sagen. Nachdem sich die Reformation in Deutschland in der Mitte des 16. Jahrhunderts behauptet hatte, versuchten die katholischen Kräfte europaweit durch Politik, Kunst, Theologie und Gewalt die Entwicklung umzudrehen. Der Barock sollte die Sinne überwältigen, die Jesuiten appellierten an die Vernunft der Gläubigen und der spanische König setzte auf sein Militär.</p>
<p>Martin Luthers Ideen hatten die Machtverhältnisse in Europa nachhaltig erschüttert. Mit der anglikanischen Kirche nabelte sich der englische König&nbsp; Heinrich VIII. vom Papst ab und machte sich selbst zum Oberhaupt der Kirche Englands. In den Niederlanden, die eigentlich zum katholischen Spanien gehörten, gewannen die Calvinisten die Oberhand.</p>
<p>Auch in Frankreich wuchs der Anteil der Calvinisten in der Bevölkerung stetig. Allerdings wurden sie durch den französischen König in mehreren Glaubenskriegen gnadenlos verfolgt. Der Tiefpunkt war die Bartholomäusnacht: Am 23.August 1572 wurden in Paris 3000 französische Protestanten ermordet.</p>
<p>Und in Spanien regierte der erzkonservative Sohn von Karl V.: Philipp II. Er wollte alles besser machen als sein Vater und gab den Protestanten nicht eine Hand breit nach. Er griff vor allem in seinen &nbsp;Niederlanden durch. Der Krieg zwischen den reformatorischen Niederlanden und dem katholischen Herrscherhaus in Spanien sollte 80 Jahre dauern.</p>
<p>Dagegen waren die Verhältnisse in Deutschland in dieser Zeit fast friedlich. Die protestantischen Landesfürsten hatten mit den katholischen Herrschern den Augsburger Religionsfrieden geschlossen. 1555 war das. Danach konnte jeder Landesherr selbst entscheiden, welcher Glaube in seinem Territorium praktiziert werden soll.&nbsp; Aber auch in Deutschland hielt der Friede nicht ewig. Was führt in den 63 Jahren vom Kompromiss zum Krieg? Wie sich die Glaubensgegensätze in Deutschland langsam hochschaukelten und schließlich im 30jährigen Krieg mündeten, darüber spreche ich mit Klaus Unterburger, Professor für Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.</p>
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<p></p>
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Martin Luthers Ideen hatten die Machtverhältnisse in Europa nachhaltig erschüttert. Mit der anglikanischen Kirche nabelte sich der englische König  Heinrich VIII. vom Papst ab und machte sich selbst zum Oberhaupt der Kirche Englands. In den Niederlanden, die eigentlich zum katholischen Spanien gehörten, gewannen die Calvinisten die Oberhand.

Auch in Frankreich wuchs der Anteil der Calvinisten in der Bevölkerung stetig. Allerdings wurden sie durch den französischen König in mehreren Glaubenskriegen gnadenlos verfolgt. Der Tiefpunkt war die Bartholomäusnacht: Am 23.August 1572 wurden in Paris 3000 französische Protestanten ermordet.

Und in Spanien regierte der erzkonservative Sohn von Karl V.: Philipp II. Er wollte alles besser machen als sein Vater und gab den Protestanten nicht eine Hand breit nach. Er griff vor allem in seinen  Niederlanden durch. Der Krieg zwischen den reformatorischen Niederlanden und dem katholischen Herrscherhaus in Spanien sollte 80 Jahre dauern.

Dagegen waren die Verhältnisse in Deutschland in dieser Zeit fast friedlich. Die protestantischen Landesfürsten hatten mit den katholischen Herrschern den Augsburger Religionsfrieden geschlossen. 1555 war das. Danach konnte jeder Landesherr selbst entscheiden, welcher Glaube in seinem Territorium praktiziert werden soll.  Aber auch in Deutschland hielt der Friede nicht ewig. Was führt in den 63 Jahren vom Kompromiss zum Krieg? Wie sich die Glaubensgegensätze in Deutschland langsam hochschaukelten und schließlich im 30jährigen Krieg mündeten, darüber spreche ich mit Klaus Unterburger, Professor für Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#59 Buhlschaft und Streckbank - Die Hexenverfolgungen</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Gisela Muschiol: Das ist einer der populären Irrtümer in der deutschen Geschichte: Die Hexenverfolgungen haben nicht im Mittelalter stattgefunden, sie waren ein Phänomen der Neuzeit. 40.000 - 60.000 Menschen wurden in Europa wegen angeblicher Hexerei hingerichtet.</p>
<p>Die Europäer hatten bereits begonnen, Amerika zu kartographieren, auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig traf sich die intellektuelle Elite und Johannes Kepler war schon davon überzeugt, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.</p>
<p>Doch selbst der Begründer der modernen Naturwissenschaften -Johannes Kepler - war vom Hexenglauben betroffen: Seiner Mutter Katharina wurde der Prozess gemacht: wegen Anmischung eines „Hexentranks“ und „Schadenzaubers“. Dabei war ihr Sohn zur Zeit der Anklage der Hofastronom des Kaisers. Aber sein VIP-Status schützte seine Mutter nicht vor der Hexenverfolgung. Eine Nachbarin hatte seine Mutter beschuldigt, ihr einen Zaubertrank verabreicht zu haben. Zusätzlich verspürte ein 8-jähriges Mädchen einen heftigen Schlag, als Katharina Kepler sie im Vorbeigehen berührte. Solche Nebensächlichkeiten reichten, um einen Prozess mit Todesstrafe anzustrengen.</p>
<p>Hexen wurde die „Buhlschaft“, also der Beischlaf mit dem Teufel, unterstellt. Männern auch: Eine tatsächliche sexuelle Beziehung mit dem Teufel. Diese Beziehung, so glaubte man, verleihe ihnen übernatürliche Kräfte. Hexen könnten in der Nacht fliegen, einerseits um nach Kindern zu suchen, denen sie das Blut aussaugen können und andererseits um sich mit anderen Hexen zum Hexensabbat zu treffen. Heute hört sich das nach einer nicht ganz jugendfreien Form von Bibi Blocksberg an. Vor 500 Jahren waren aber viele Menschen davon überzeugt. Auch davon, dass Hexen mit dem sogenannten „Schadenzauber“ jedes Elend über ihre Mitmenschen bringen können.</p>
<p>Mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn, spreche ich über den Wahn, den man damals für völlig logisch hielt und die Frage, warum es 80 Jahre dauerte, bis kritische Gedanken gegen die Hexenprozesse Gehör fanden.</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 27 May 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Gisela Muschiol: Das ist einer der populären Irrtümer in der deutschen Geschichte: Die Hexenverfolgungen haben nicht im Mittelalter stattgefunden, sie waren ein Phänomen der Neuzeit. 40.000 - 60.000 Menschen wurden in Europa wegen angeblicher Hexerei hingerichtet.</p>
<p>Die Europäer hatten bereits begonnen, Amerika zu kartographieren, auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig traf sich die intellektuelle Elite und Johannes Kepler war schon davon überzeugt, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.</p>
<p>Doch selbst der Begründer der modernen Naturwissenschaften -Johannes Kepler - war vom Hexenglauben betroffen: Seiner Mutter Katharina wurde der Prozess gemacht: wegen Anmischung eines „Hexentranks“ und „Schadenzaubers“. Dabei war ihr Sohn zur Zeit der Anklage der Hofastronom des Kaisers. Aber sein VIP-Status schützte seine Mutter nicht vor der Hexenverfolgung. Eine Nachbarin hatte seine Mutter beschuldigt, ihr einen Zaubertrank verabreicht zu haben. Zusätzlich verspürte ein 8-jähriges Mädchen einen heftigen Schlag, als Katharina Kepler sie im Vorbeigehen berührte. Solche Nebensächlichkeiten reichten, um einen Prozess mit Todesstrafe anzustrengen.</p>
<p>Hexen wurde die „Buhlschaft“, also der Beischlaf mit dem Teufel, unterstellt. Männern auch: Eine tatsächliche sexuelle Beziehung mit dem Teufel. Diese Beziehung, so glaubte man, verleihe ihnen übernatürliche Kräfte. Hexen könnten in der Nacht fliegen, einerseits um nach Kindern zu suchen, denen sie das Blut aussaugen können und andererseits um sich mit anderen Hexen zum Hexensabbat zu treffen. Heute hört sich das nach einer nicht ganz jugendfreien Form von Bibi Blocksberg an. Vor 500 Jahren waren aber viele Menschen davon überzeugt. Auch davon, dass Hexen mit dem sogenannten „Schadenzauber“ jedes Elend über ihre Mitmenschen bringen können.</p>
<p>Mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn, spreche ich über den Wahn, den man damals für völlig logisch hielt und die Frage, warum es 80 Jahre dauerte, bis kritische Gedanken gegen die Hexenprozesse Gehör fanden.</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title># Buhlschaft und Streckbank - Die Hexenverfolgungen</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Gisela Muschiol: Das ist einer der populären Irrtümer in der deutschen Geschichte: Die Hexenverfolgungen haben nicht im Mittelalter stattgefunden, sie waren ein Phänomen der Neuzeit. 40.000 - 60.000 Menschen wurden in Europa wegen angeblicher Hexerei hingerichtet.

Die Europäer hatten bereits begonnen, Amerika zu kartographieren, auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig traf sich die intellektuelle Elite und Johannes Kepler war schon davon überzeugt, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.

Doch selbst der Begründer der modernen Naturwissenschaften -Johannes Kepler - war vom Hexenglauben betroffen: Seiner Mutter Katharina wurde der Prozess gemacht: wegen Anmischung eines „Hexentranks“ und „Schadenzaubers“. Dabei war ihr Sohn zur Zeit der Anklage der Hofastronom des Kaisers. Aber sein VIP-Status schützte seine Mutter nicht vor der Hexenverfolgung. Eine Nachbarin hatte seine Mutter beschuldigt, ihr einen Zaubertrank verabreicht zu haben. Zusätzlich verspürte ein 8-jähriges Mädchen einen heftigen Schlag, als Katharina Kepler sie im Vorbeigehen berührte. Solche Nebensächlichkeiten reichten, um einen Prozess mit Todesstrafe anzustrengen.

Hexen wurde die „Buhlschaft“, also der Beischlaf mit dem Teufel, unterstellt. Männern auch: Eine tatsächliche sexuelle Beziehung mit dem Teufel. Diese Beziehung, so glaubte man, verleihe ihnen übernatürliche Kräfte. Hexen könnten in der Nacht fliegen, einerseits um nach Kindern zu suchen, denen sie das Blut aussaugen können und andererseits um sich mit anderen Hexen zum Hexensabbat zu treffen. Heute hört sich das nach einer nicht ganz jugendfreien Form von Bibi Blocksberg an. Vor 500 Jahren waren aber viele Menschen davon überzeugt. Auch davon, dass Hexen mit dem sogenannten „Schadenzauber“ jedes Elend über ihre Mitmenschen bringen können.

Mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn, spreche ich über den Wahn, den man damals für völlig logisch hielt und die Frage, warum es 80 Jahre dauerte, bis kritische Gedanken gegen die Hexenprozesse Gehör fanden.

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    </item>
    <item>
      <title>#58 Hexenhammer und Eulenspiegel - Die Bestseller des frühen Buchdrucks</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit den Epochentrottern: Was waren die Bestseller des beginnenden Buchdrucks? Welche Geschichten haben die Menschen vor 500 Jahren am liebsten gelesen? Und wie kamen die ersten gedruckten Bücher ohne Buchhandlungen oder Versandhandel an ihre Leserinnen und Leser? Nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern hatten sich Druckereien in ganz Europa rasend schnell verbreitet. Sie bedienten viele unterschiedliche Genres und vertrieben Millionen von Druckwerken. Wie konnten sich die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig europaweit durchsetzen? Was ist überhaupt eine Messe und warum rollten die die Bücher in Holzfässern heran?</p>
<p>Diese Fragen kläre ich in dieser Episode mit den Epochentrottern. Katharina ist Literaturwissenschaftlerin und Marvin Historiker. Zusammen blicken sie ihrem Geschichtspodcast hinter die Geschichtsbilder in Popkultur und Medien.</p>
<p>Du willst mehr von ihnen hören? Hier gehts zu ihrem Podcast Epochentrotter:</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/show/29ReW0Vr16BJOLtVOirutA?si=65177e49e2844814" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/29ReW0Vr16BJOLtVOirutA?si=65177e49e2844814</a></p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet meine Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist meine Podcastserie vertreten.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 20 May 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit den Epochentrottern: Was waren die Bestseller des beginnenden Buchdrucks? Welche Geschichten haben die Menschen vor 500 Jahren am liebsten gelesen? Und wie kamen die ersten gedruckten Bücher ohne Buchhandlungen oder Versandhandel an ihre Leserinnen und Leser? Nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern hatten sich Druckereien in ganz Europa rasend schnell verbreitet. Sie bedienten viele unterschiedliche Genres und vertrieben Millionen von Druckwerken. Wie konnten sich die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig europaweit durchsetzen? Was ist überhaupt eine Messe und warum rollten die die Bücher in Holzfässern heran?</p>
<p>Diese Fragen kläre ich in dieser Episode mit den Epochentrottern. Katharina ist Literaturwissenschaftlerin und Marvin Historiker. Zusammen blicken sie ihrem Geschichtspodcast hinter die Geschichtsbilder in Popkultur und Medien.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#58 Hexenhammer und Till Eulenspiegel - Die Bestseller des früher Buchdrucks</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit den Epochentrottern: Was waren die Bestseller des beginnenden Buchdrucks? Welche Geschichten haben die Menschen vor 500 Jahren am liebsten gelesen? Und wie kamen die ersten gedruckten Bücher ohne Buchhandlungen oder Versandhandel an ihre Leserinnen und Leser? Nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern hatten sich Druckereien in ganz Europa rasend schnell verbreitet. Sie bedienten viele unterschiedliche Genres und vertrieben Millionen von Druckwerken. Wie konnten sich die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig europaweit durchsetzen? Was ist überhaupt eine Messe und warum rollten die die Bücher in Holzfässern heran?

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>#57 Karl V. - Das Ende eines Weltenherrschers</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Heinz Schilling: Diese Episode beginnt am Grab Martin Luthers in der Schlosskirche von Wittenberg. Kaiser Karl V. hatte im Schmalkaldischen Krieg die protestantischen Fürsten krachend geschlagen. Nun stand Karl V. am Grab von Martin Luther, der ein Jahr zuvor gestorben war. Auf dem Höhepunkt seiner Macht blickte er auf das Grab seines Kontrahenten. Im Moment des Triumphes schlugen seine Ratgeber vor, Luthers Überreste auszugraben und auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.&nbsp; Aber der Kaiser soll abgelehnt haben.</p>
<p>Karl V. und Luther waren sich zuletzt vor 26 Jahren begegnet auf dem legendären Reichstag in Worms. Damals hatte der junge Kaiser die Reichsacht über den Theologieprofessor verhängt und seine Schriften und seine Lehre verboten. Nur konsequent durchgesetzt hat er dieses Verbot nie.</p>
<p>Karls Reich erstreckte sich über acht Zeitzonen. Er war nicht nur römisch-deutscher König und Kaiser, er herrschte auch über Spanien und die Übersee-Kolonien, er war König von Neapel und Sizilien. Als Habsburger herrschte er zusätzlich über Österreich, Burgund, Lothringen und Brabant. Er führte über 70 europäische Adelstitel.</p>
<p>Als gekrönter römischer Kaiser sah er es als seine Aufgabe an, gemeinsam mit dem Papst ein europäisches Universalreich anzuführen, um umfassenden christlichen Frieden zu schaffen. Doch der König von Frankreich, die Osmanen in Südeuropa und die Protestanten in Deutschland hinderten ihn daran.</p>
<p>Über einen Kaiser, der sich zu viel vorgenommen hatte, die "deutsche Freiheit" und einen untätigen Papst spreche ich mit Heinz Schilling. Der emiritierte Professor lehrte die Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität in Berlin und ist als Autor vieler Sachbücher und Publizist tätig.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 13 May 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Heinz Schilling: Diese Episode beginnt am Grab Martin Luthers in der Schlosskirche von Wittenberg. Kaiser Karl V. hatte im Schmalkaldischen Krieg die protestantischen Fürsten krachend geschlagen. Nun stand Karl V. am Grab von Martin Luther, der ein Jahr zuvor gestorben war. Auf dem Höhepunkt seiner Macht blickte er auf das Grab seines Kontrahenten. Im Moment des Triumphes schlugen seine Ratgeber vor, Luthers Überreste auszugraben und auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.&nbsp; Aber der Kaiser soll abgelehnt haben.</p>
<p>Karl V. und Luther waren sich zuletzt vor 26 Jahren begegnet auf dem legendären Reichstag in Worms. Damals hatte der junge Kaiser die Reichsacht über den Theologieprofessor verhängt und seine Schriften und seine Lehre verboten. Nur konsequent durchgesetzt hat er dieses Verbot nie.</p>
<p>Karls Reich erstreckte sich über acht Zeitzonen. Er war nicht nur römisch-deutscher König und Kaiser, er herrschte auch über Spanien und die Übersee-Kolonien, er war König von Neapel und Sizilien. Als Habsburger herrschte er zusätzlich über Österreich, Burgund, Lothringen und Brabant. Er führte über 70 europäische Adelstitel.</p>
<p>Als gekrönter römischer Kaiser sah er es als seine Aufgabe an, gemeinsam mit dem Papst ein europäisches Universalreich anzuführen, um umfassenden christlichen Frieden zu schaffen. Doch der König von Frankreich, die Osmanen in Südeuropa und die Protestanten in Deutschland hinderten ihn daran.</p>
<p>Über einen Kaiser, der sich zu viel vorgenommen hatte, die "deutsche Freiheit" und einen untätigen Papst spreche ich mit Heinz Schilling. Der emiritierte Professor lehrte die Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität in Berlin und ist als Autor vieler Sachbücher und Publizist tätig.</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Heinz Schilling: Diese Episode beginnt am Grab Martin Luthers in der Schlosskirche von Wittenberg. Kaiser Karl V. hatte im Schmalkaldischen Krieg die protestantischen Fürsten krachend geschlagen. Nun stand Karl V. am Grab von Martin Luther, der ein Jahr zuvor gestorben war. Auf dem Höhepunkt seiner Macht blickte er auf das Grab seines Kontrahenten. Im Moment des Triumphes schlugen seine Ratgeber vor, Luthers Überreste auszugraben und auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.  Aber der Kaiser soll abgelehnt haben.

Karl V. und Luther waren sich zuletzt vor 26 Jahren begegnet auf dem legendären Reichstag in Worms. Damals hatte der junge Kaiser die Reichsacht über den Theologieprofessor verhängt und seine Schriften und seine Lehre verboten. Nur konsequent durchgesetzt hat er dieses Verbot nie.

Karls Reich erstreckte sich über acht Zeitzonen. Er war nicht nur römisch-deutscher König und Kaiser, er herrschte auch über Spanien und die Übersee-Kolonien, er war König von Neapel und Sizilien. Als Habsburger herrschte er zusätzlich über Österreich, Burgund, Lothringen und Brabant. Er führte über 70 europäische Adelstitel.

Als gekrönter römischer Kaiser sah er es als seine Aufgabe an, gemeinsam mit dem Papst ein europäisches Universalreich anzuführen, um umfassenden christlichen Frieden zu schaffen. Doch der König von Frankreich, die Osmanen in Südeuropa und die Protestanten in Deutschland hinderten ihn daran.

Über einen Kaiser, der sich zu viel vorgenommen hatte, die "deutsche Freiheit" und einen untätigen Papst spreche ich mit Heinz Schilling. Der emiritierte Professor lehrte die Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität in Berlin und ist als Autor vieler Sachbücher und Publizist tätig.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    </item>
    <item>
      <title>#56 Bigamie und Apokalypse - Das Täuferreich Münster</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Hiram Kümper: Am 22. Januar 1536 wurden den drei Anführern „alles Fleisch mit glühenden Zangen von den Knochen abgerissen“ danach „Gurgel und Herz mit glühenden Eisen durchstoßen“. So steht es in ihrem Todesurteil. Die schaurige Hinrichtung auf dem Prinzipalmarkt von Münster dauerte mehrere Stunden. Ihre Überreste ließ der Bischof hoch aufhängen. Weit sichtbar. Zur Abschreckung.</p>
<p>Jedem Touristen in Münster werden die Käfige gezeigt. Oben am Südturm der Lambertikirche baumeln drei mannshohe Metallkästen. In Ihnen wurden die Leichen der drei Anführer des Täuferreiches ausgestellt: Bernd Krechting, Bernd Knipperdolling und der "König von Münster": Jan van Leiden.</p>
<p>Obwohl das Täuferreich in Münster nicht lange währte, zeigt es - wie unter einem Brennglas - das chaotische Ringen um den rechten Glauben. Die Ideen Martin Luthers waren noch nicht 10 Jahre alt. Sie hatten die Gläubigen aufgerüttelt, die alten Autoritäten infrage gestellt, aber noch keine feste neue Ordnung geschaffen. Die Menschen waren plötzlich offen für ganz neue Glaubenslehren und Lebensarten. Jan van Leiden, der selbsternannte "König von Münster", hinterließ zum Beispiel 15 Ehefrauen nachdem er seine Frau Elisabeth hatte hinrichten lassen.</p>
<p>Mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim, spreche ich über die Motive der Täufer, ihr Charisma und ob es tatsächlich in Münster 1534 einen "Frauenüberschuss" gab.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
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<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 06 May 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Hiram Kümper: Am 22. Januar 1536 wurden den drei Anführern „alles Fleisch mit glühenden Zangen von den Knochen abgerissen“ danach „Gurgel und Herz mit glühenden Eisen durchstoßen“. So steht es in ihrem Todesurteil. Die schaurige Hinrichtung auf dem Prinzipalmarkt von Münster dauerte mehrere Stunden. Ihre Überreste ließ der Bischof hoch aufhängen. Weit sichtbar. Zur Abschreckung.</p>
<p>Jedem Touristen in Münster werden die Käfige gezeigt. Oben am Südturm der Lambertikirche baumeln drei mannshohe Metallkästen. In Ihnen wurden die Leichen der drei Anführer des Täuferreiches ausgestellt: Bernd Krechting, Bernd Knipperdolling und der "König von Münster": Jan van Leiden.</p>
<p>Obwohl das Täuferreich in Münster nicht lange währte, zeigt es - wie unter einem Brennglas - das chaotische Ringen um den rechten Glauben. Die Ideen Martin Luthers waren noch nicht 10 Jahre alt. Sie hatten die Gläubigen aufgerüttelt, die alten Autoritäten infrage gestellt, aber noch keine feste neue Ordnung geschaffen. Die Menschen waren plötzlich offen für ganz neue Glaubenslehren und Lebensarten. Jan van Leiden, der selbsternannte "König von Münster", hinterließ zum Beispiel 15 Ehefrauen nachdem er seine Frau Elisabeth hatte hinrichten lassen.</p>
<p>Mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim, spreche ich über die Motive der Täufer, ihr Charisma und ob es tatsächlich in Münster 1534 einen "Frauenüberschuss" gab.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <itunes:title>#56 Bigamie und Apokalypse - Das Täuferreich Münster</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Hiram Kümper: Am 22. Januar 1536 wurden den drei Anführern „alles Fleisch mit glühenden Zangen von den Knochen abgerissen“ danach „Gurgel und Herz mit glühenden Eisen durchstoßen“. So steht es in ihrem Todesurteil. Die schaurige Hinrichtung auf dem Prinzipalmarkt von Münster dauerte mehrere Stunden. Ihre Überreste ließ der Bischof hoch aufhängen. Weit sichtbar. Zur Abschreckung.

Jedem Touristen in Münster werden die Käfige gezeigt. Oben am Südturm der Lambertikirche baumeln drei mannshohe Metallkästen. In Ihnen wurden die Leichen der drei Anführer des Täuferreiches ausgestellt: Bernd Krechting, Bernd Knipperdolling und der "König von Münster": Jan van Leiden.

Obwohl das Täuferreich in Münster nicht lange währte, zeigt es - wie unter einem Brennglas - das chaotische Ringen um den rechten Glauben. Die Ideen Martin Luthers waren noch nicht 10 Jahre alt. Sie hatten die Gläubigen aufgerüttelt, die alten Autoritäten infrage gestellt, aber noch keine feste neue Ordnung geschaffen. Die Menschen waren plötzlich offen für ganz neue Glaubenslehren und Lebensarten. Jan van Leiden, der selbsternannte "König von Münster", hinterließ zum Beispiel 15 Ehefrauen nachdem er seine Frau Elisabeth hatte hinrichten lassen.

Mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim, spreche ich über die Motive der Täufer, ihr Charisma und ob es tatsächlich in Münster 1534 einen "Frauenüberschuss" gab.



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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>#55 Wie hält man Martin Luther aus? Ringen um die Reformation</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Volker Leppin: Im zweiten Teil seines Lebens war Luther eingesperrt, 25 Jahre lang. Der Kaiser hatte die Reichsacht über ihn erlassen. Luther war eine rechtlose Person und jedermann war aufgefordert, ihn auszuliefern. Allerdings stand er unter dem Schutz seines Landesherren, dem Kurfürsten von Sachsen. Das heißt, bis zu seinem Tod drohte Martin Luther fast überall im Reich Lebensgefahr, nur nicht in Wittenberg und den dazugehörigen Territorien. &nbsp;</p>
<p>Luthers Beschützer, Friedrich der Weise, rettete Martin nach dem Reichstag von Worms 1521. Er ließ Martin zum Schein entführen und versteckte ihn auf der Wartburg bei Eisenach. Unter dem Decknamen „Junker Jörg“ verbrachte Luther 10 Monate auf der Wartburg. Eine äußerst produktive Zeit. Er übersetzte die Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche.</p>
<p>In der „Luther-Bibel“ finden sich Wortkombinationen, die wir heute noch gebrauchen: die „Herzenslust“, die „Höllenangst“, der „Geizhals“, der „Denkzettel“ oder der „Feuereifer“. Alles Erfindungen von Martin Luther. Durch seine packende Sprache hat er nicht nur Lust auf die Bibellektüre gemacht. Sein Bibeltext war auch ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Hochdeutschen.</p>
<p>Nach einiger Zeit entließ Luther sich selbst aus der Schutzhaft und zog nach Wittenberg, um den Verlauf der Reformation zu steuern. Doch wie geht das, von der Seitenlinie aus?</p>
<p></p>
<p>Darüber spreche ich mit Volker Leppin. Der Theologe lehrt Kirchengeschichte an der Yale University.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Volker Leppin: Im zweiten Teil seines Lebens war Luther eingesperrt, 25 Jahre lang. Der Kaiser hatte die Reichsacht über ihn erlassen. Luther war eine rechtlose Person und jedermann war aufgefordert, ihn auszuliefern. Allerdings stand er unter dem Schutz seines Landesherren, dem Kurfürsten von Sachsen. Das heißt, bis zu seinem Tod drohte Martin Luther fast überall im Reich Lebensgefahr, nur nicht in Wittenberg und den dazugehörigen Territorien. &nbsp;</p>
<p>Luthers Beschützer, Friedrich der Weise, rettete Martin nach dem Reichstag von Worms 1521. Er ließ Martin zum Schein entführen und versteckte ihn auf der Wartburg bei Eisenach. Unter dem Decknamen „Junker Jörg“ verbrachte Luther 10 Monate auf der Wartburg. Eine äußerst produktive Zeit. Er übersetzte die Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche.</p>
<p>In der „Luther-Bibel“ finden sich Wortkombinationen, die wir heute noch gebrauchen: die „Herzenslust“, die „Höllenangst“, der „Geizhals“, der „Denkzettel“ oder der „Feuereifer“. Alles Erfindungen von Martin Luther. Durch seine packende Sprache hat er nicht nur Lust auf die Bibellektüre gemacht. Sein Bibeltext war auch ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Hochdeutschen.</p>
<p>Nach einiger Zeit entließ Luther sich selbst aus der Schutzhaft und zog nach Wittenberg, um den Verlauf der Reformation zu steuern. Doch wie geht das, von der Seitenlinie aus?</p>
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<p>Darüber spreche ich mit Volker Leppin. Der Theologe lehrt Kirchengeschichte an der Yale University.</p>
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<p>Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Volker Leppin: Im zweiten Teil seines Lebens war Luther eingesperrt, 25 Jahre lang. Der Kaiser hatte die Reichsacht über ihn erlassen. Luther war eine rechtlose Person und jedermann war aufgefordert, ihn auszuliefern. Allerdings stand er unter dem Schutz seines Landesherren, dem Kurfürsten von Sachsen. Das heißt, bis zu seinem Tod drohte Martin Luther fast überall im Reich Lebensgefahr, nur nicht in Wittenberg und den dazugehörigen Territorien.  

Luthers Beschützer, Friedrich der Weise, rettete Martin nach dem Reichstag von Worms 1521. Er ließ Martin zum Schein entführen und versteckte ihn auf der Wartburg bei Eisenach. Unter dem Decknamen „Junker Jörg“ verbrachte Luther 10 Monate auf der Wartburg. Eine äußerst produktive Zeit. Er übersetzte die Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche.

In der „Luther-Bibel“ finden sich Wortkombinationen, die wir heute noch gebrauchen: die „Herzenslust“, die „Höllenangst“, der „Geizhals“, der „Denkzettel“ oder der „Feuereifer“. Alles Erfindungen von Martin Luther. Durch seine packende Sprache hat er nicht nur Lust auf die Bibellektüre gemacht. Sein Bibeltext war auch ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Hochdeutschen.

Nach einiger Zeit entließ Luther sich selbst aus der Schutzhaft und zog nach Wittenberg, um den Verlauf der Reformation zu steuern. Doch wie geht das, von der Seitenlinie aus?



Darüber spreche ich mit Volker Leppin. Der Theologe lehrt Kirchengeschichte an der Yale University.



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      <title>#54 Bauernkrieg und Ritteraufstände - Die Verlierer der Neuzeit</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Hiram Kümper:</p>
<p>Zum ersten großen Bauernaufstand kam es 1476 im Taubertal. Der Prediger Hans Böhm scharrte 40.000 Menschen um sich. 17 Jahre später gründete sich im Elsass die „Bundschuhbewegung“. Die Verschwörer wählten ihren einfachen Schnürschuh zum Symbol des Aufstandes. 1514 begehrte in Württemberg der „arme Konrad“ auf. Die Wut über den Landesherren, Herzog Ulrich, war grenzenlos. Der Herzog hatte seine Hochzeit mit einem luxuriösen Fest gefeiert: 7000 Gäste schlemmten, tanzten und vergnügten sich 14 Tage lang in Stuttgart. Und weil sein Lebensstil so teuer war, trieb er neues Geld ein. Er ließ die offiziellen Marktgewichte reduzieren und trieb die Preise und seine Einnahmen in die Höhe. Bis dahin ungekannte Proteste der einfachen Stadtbevölkerung waren die Folge.</p>
<p>Alle diese Aufstände wurden vom Adel brutal niedergeschlagen, die Rädelsführer gevierteilt und an den Landstraßen aufgehängt.</p>
<p>Im Sommer 1524 kommt es zu ersten großen Bauernerhebungen im Süden Württembergs, in der Nähe von Nürnberg und in Mühlhausen in Thüringen. Im Jahr darauf formen sich bewaffnete Bauernhaufen von jeweils mehreren tausend Kämpfern. Im April 1525 dann der Höhepunkt.&nbsp;&nbsp;Ausgerechnet am Ostermontag, dem Hochfest der Auferstehung Christi, ließ der Bauernführer Jäcklein Rohrbach den Grafen Ludwig von Helfenstein und seine Mitstreiter so lange Spießrutenlaufen, bis sie erstochen und erschlagen niedersanken. Die Brutalität der „Weinsberger Bluttat“ schockierte viele Menschen bis ins Mark. Martin Luther wurde danach zum Bauernfeind. In der Flugschrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ rief er die Landesherren auf: „man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss“.&nbsp;</p>
<p>Die Phalanx des Adels stand.&nbsp;&nbsp;In der größten Schlacht des Bauernkrieges im thüringischen Frankenhausen metzelte ein Fürstenheer aus Hessen, Sachsen und Braunschweig 6000 Bauern nieder.</p>
<p>Im Südwesten bekämpfte Georg Truchsess von Waldburg-Zeil mit 9000 Fußsoldaten und 1500 gepanzerten Reitern die Bauern. </p>
<p>Schätzungsweise kamen insgesamt 75.000 Bauern ums Leben.</p>
<p>Nicht nur die Bauern kämpften in dieser Zeit gegen die Obrigkeit, auch die Ritter versuchten ihren Platz in der Gesellschaft mit Gewalt zu verteidigen. Götz von Berlichingen verbündete sich mit den Bauern und wurde im Odenwald ihr Hauptmann. Franz von Sickingen führte einen der größten Ritteraufstände an und überfiel mit 23.000 Kriegern die Reichsstadt Metz. Er überzog Worms und Frankfurt am Main mit Fehden und erpresste den Landgrafen von Hessen um 35.000 Goldgulden. Auch er starb, als der Hochadel zum gemeinsamen Gegenschlag ansetzte.</p>
<p></p>
<p>Was trieb die Bauern und Ritter an? Warum wurden sie zu den Verlieren der Neuzeit? Und wieso hatte Martin Luther kein Mitleid?</p>
<p>Diese Fragen bespreche ich mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim.</p>
<p>Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Hiram Kümper:</p>
<p>Zum ersten großen Bauernaufstand kam es 1476 im Taubertal. Der Prediger Hans Böhm scharrte 40.000 Menschen um sich. 17 Jahre später gründete sich im Elsass die „Bundschuhbewegung“. Die Verschwörer wählten ihren einfachen Schnürschuh zum Symbol des Aufstandes. 1514 begehrte in Württemberg der „arme Konrad“ auf. Die Wut über den Landesherren, Herzog Ulrich, war grenzenlos. Der Herzog hatte seine Hochzeit mit einem luxuriösen Fest gefeiert: 7000 Gäste schlemmten, tanzten und vergnügten sich 14 Tage lang in Stuttgart. Und weil sein Lebensstil so teuer war, trieb er neues Geld ein. Er ließ die offiziellen Marktgewichte reduzieren und trieb die Preise und seine Einnahmen in die Höhe. Bis dahin ungekannte Proteste der einfachen Stadtbevölkerung waren die Folge.</p>
<p>Alle diese Aufstände wurden vom Adel brutal niedergeschlagen, die Rädelsführer gevierteilt und an den Landstraßen aufgehängt.</p>
<p>Im Sommer 1524 kommt es zu ersten großen Bauernerhebungen im Süden Württembergs, in der Nähe von Nürnberg und in Mühlhausen in Thüringen. Im Jahr darauf formen sich bewaffnete Bauernhaufen von jeweils mehreren tausend Kämpfern. Im April 1525 dann der Höhepunkt.&nbsp;&nbsp;Ausgerechnet am Ostermontag, dem Hochfest der Auferstehung Christi, ließ der Bauernführer Jäcklein Rohrbach den Grafen Ludwig von Helfenstein und seine Mitstreiter so lange Spießrutenlaufen, bis sie erstochen und erschlagen niedersanken. Die Brutalität der „Weinsberger Bluttat“ schockierte viele Menschen bis ins Mark. Martin Luther wurde danach zum Bauernfeind. In der Flugschrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ rief er die Landesherren auf: „man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss“.&nbsp;</p>
<p>Die Phalanx des Adels stand.&nbsp;&nbsp;In der größten Schlacht des Bauernkrieges im thüringischen Frankenhausen metzelte ein Fürstenheer aus Hessen, Sachsen und Braunschweig 6000 Bauern nieder.</p>
<p>Im Südwesten bekämpfte Georg Truchsess von Waldburg-Zeil mit 9000 Fußsoldaten und 1500 gepanzerten Reitern die Bauern. </p>
<p>Schätzungsweise kamen insgesamt 75.000 Bauern ums Leben.</p>
<p>Nicht nur die Bauern kämpften in dieser Zeit gegen die Obrigkeit, auch die Ritter versuchten ihren Platz in der Gesellschaft mit Gewalt zu verteidigen. Götz von Berlichingen verbündete sich mit den Bauern und wurde im Odenwald ihr Hauptmann. Franz von Sickingen führte einen der größten Ritteraufstände an und überfiel mit 23.000 Kriegern die Reichsstadt Metz. Er überzog Worms und Frankfurt am Main mit Fehden und erpresste den Landgrafen von Hessen um 35.000 Goldgulden. Auch er starb, als der Hochadel zum gemeinsamen Gegenschlag ansetzte.</p>
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<p>Was trieb die Bauern und Ritter an? Warum wurden sie zu den Verlieren der Neuzeit? Und wieso hatte Martin Luther kein Mitleid?</p>
<p>Diese Fragen bespreche ich mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim.</p>
<p>Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Hiram Kümper:

Zum ersten großen Bauernaufstand kam es 1476 im Taubertal. Der Prediger Hans Böhm scharrte 40.000 Menschen um sich. 17 Jahre später gründete sich im Elsass die „Bundschuhbewegung“. Die Verschwörer wählten ihren einfachen Schnürschuh zum Symbol des Aufstandes. 1514 begehrte in Württemberg der „arme Konrad“ auf. Die Wut über den Landesherren, Herzog Ulrich, war grenzenlos. Der Herzog hatte seine Hochzeit mit einem luxuriösen Fest gefeiert: 7000 Gäste schlemmten, tanzten und vergnügten sich 14 Tage lang in Stuttgart. Und weil sein Lebensstil so teuer war, trieb er neues Geld ein. Er ließ die offiziellen Marktgewichte reduzieren und trieb die Preise und seine Einnahmen in die Höhe. Bis dahin ungekannte Proteste der einfachen Stadtbevölkerung waren die Folge.

Alle diese Aufstände wurden vom Adel brutal niedergeschlagen, die Rädelsführer gevierteilt und an den Landstraßen aufgehängt.

Im Sommer 1524 kommt es zu ersten großen Bauernerhebungen im Süden Württembergs, in der Nähe von Nürnberg und in Mühlhausen in Thüringen. Im Jahr darauf formen sich bewaffnete Bauernhaufen von jeweils mehreren tausend Kämpfern. Im April 1525 dann der Höhepunkt.  Ausgerechnet am Ostermontag, dem Hochfest der Auferstehung Christi, ließ der Bauernführer Jäcklein Rohrbach den Grafen Ludwig von Helfenstein und seine Mitstreiter so lange Spießrutenlaufen, bis sie erstochen und erschlagen niedersanken. Die Brutalität der „Weinsberger Bluttat“ schockierte viele Menschen bis ins Mark. Martin Luther wurde danach zum Bauernfeind. In der Flugschrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ rief er die Landesherren auf: „man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss“. 

Die Phalanx des Adels stand.  In der größten Schlacht des Bauernkrieges im thüringischen Frankenhausen metzelte ein Fürstenheer aus Hessen, Sachsen und Braunschweig 6000 Bauern nieder.

Im Südwesten bekämpfte Georg Truchsess von Waldburg-Zeil mit 9000 Fußsoldaten und 1500 gepanzerten Reitern die Bauern. 

Schätzungsweise kamen insgesamt 75.000 Bauern ums Leben.

Nicht nur die Bauern kämpften in dieser Zeit gegen die Obrigkeit, auch die Ritter versuchten ihren Platz in der Gesellschaft mit Gewalt zu verteidigen. Götz von Berlichingen verbündete sich mit den Bauern und wurde im Odenwald ihr Hauptmann. Franz von Sickingen führte einen der größten Ritteraufstände an und überfiel mit 23.000 Kriegern die Reichsstadt Metz. Er überzog Worms und Frankfurt am Main mit Fehden und erpresste den Landgrafen von Hessen um 35.000 Goldgulden. Auch er starb, als der Hochadel zum gemeinsamen Gegenschlag ansetzte.



Was trieb die Bauern und Ritter an? Warum wurden sie zu den Verlieren der Neuzeit? Und wieso hatte Martin Luther kein Mitleid?

Diese Fragen bespreche ich mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>Martin Luther - Wie wird man Reformator?</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Volker Leppin:</p>
<p>Martin Luther war ein Studienabbrecher. Als der Jurastudent seinen Eltern beichtete, dass er nicht Jurist sondern Mönch werden wolle, wechselte sein Vater vom respektvollen "Sie" wieder zum herablassenden "Du" der Kindertage. Als Novize im Augsutinerkloster in Erfurt war Martin theologisch noch weitgehend unauffällig. Über seinen Beichtvater kam er mit der mittelalterlichen Mystik in Kontakt, die eine Gotteserfahrung nicht von äußeren Taten abhängig machte, sondern innere Versenkung predigte. Nach seinem Studum stieg Martin Luther schnell im Orden auf und ging als Professor der Theologie an die neugegründete Uni Wittenberg. 1517 machte er dort plötzlich mobil. Er nahm Anstoß an einer Ablasstour. Der Dominikaner Johannes Tetzel tourte durch benachbarte Territorien und sammelte Geld für den Bau des Petersdoms in Rom. Tetzel versprach, dass jede Geldspende die Tage im Fegefeuer verkürze. Sein Slogan :“ Wenn die Münz in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“.</p>
<p>Hinter dieser Drückerkolonne verbarg sich ein finanzieller Deal von drei mächtigen Beteiligten. Der Erzbischof von Mainz und Magdeburg schuldete dem Papst 20.000 Goldgulden. Jakob Fugger, der Bänker aus Augsburg, hatte dem Erzbischof das Geld vorgestreckt. Die Ablasstour sollte die Summe wieder einspielen. Papst und Erzbischof hatten vereinbart, die Einnahmen brüderlich teilen.</p>
<p>Luther kannte die Hintergründe nicht und schrieb empört an den Erzbischof, ob er überhaupt wisse, welches Unwesen da getrieben würde. Der Professor hatte in ein Wespennest gestochen. Sein Protest ging viral. Die Drucker schmissen ihre Pressen an und bald war Luther mit seinen 95 Thesen gegen den Ablass eine deutschlandweite Berühmtheit.</p>
<p>Wie sich aus der spontanen Empörung eine bahnbrechende neue Religion entwickelte, darüber spreche ich mit Volker Leppin, Professor für Kirchengeschichte an der Yale University.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p></p>
<p><strong>Zur Anmeldung für den Abend mit Prof. Knut Görich und mir in Würzburg am 22.4.2026 um 18.00 geht es hier lang:</strong></p>
<p><a href="https://eveeno.com/542701555" rel="noopener noreferrer nofollow">https://eveeno.com/542701555</a></p>
<p></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
<p></p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 17:40:00 +0200</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Volker Leppin:</p>
<p>Martin Luther war ein Studienabbrecher. Als der Jurastudent seinen Eltern beichtete, dass er nicht Jurist sondern Mönch werden wolle, wechselte sein Vater vom respektvollen "Sie" wieder zum herablassenden "Du" der Kindertage. Als Novize im Augsutinerkloster in Erfurt war Martin theologisch noch weitgehend unauffällig. Über seinen Beichtvater kam er mit der mittelalterlichen Mystik in Kontakt, die eine Gotteserfahrung nicht von äußeren Taten abhängig machte, sondern innere Versenkung predigte. Nach seinem Studum stieg Martin Luther schnell im Orden auf und ging als Professor der Theologie an die neugegründete Uni Wittenberg. 1517 machte er dort plötzlich mobil. Er nahm Anstoß an einer Ablasstour. Der Dominikaner Johannes Tetzel tourte durch benachbarte Territorien und sammelte Geld für den Bau des Petersdoms in Rom. Tetzel versprach, dass jede Geldspende die Tage im Fegefeuer verkürze. Sein Slogan :“ Wenn die Münz in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“.</p>
<p>Hinter dieser Drückerkolonne verbarg sich ein finanzieller Deal von drei mächtigen Beteiligten. Der Erzbischof von Mainz und Magdeburg schuldete dem Papst 20.000 Goldgulden. Jakob Fugger, der Bänker aus Augsburg, hatte dem Erzbischof das Geld vorgestreckt. Die Ablasstour sollte die Summe wieder einspielen. Papst und Erzbischof hatten vereinbart, die Einnahmen brüderlich teilen.</p>
<p>Luther kannte die Hintergründe nicht und schrieb empört an den Erzbischof, ob er überhaupt wisse, welches Unwesen da getrieben würde. Der Professor hatte in ein Wespennest gestochen. Sein Protest ging viral. Die Drucker schmissen ihre Pressen an und bald war Luther mit seinen 95 Thesen gegen den Ablass eine deutschlandweite Berühmtheit.</p>
<p>Wie sich aus der spontanen Empörung eine bahnbrechende neue Religion entwickelte, darüber spreche ich mit Volker Leppin, Professor für Kirchengeschichte an der Yale University.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p></p>
<p><strong>Zur Anmeldung für den Abend mit Prof. Knut Görich und mir in Würzburg am 22.4.2026 um 18.00 geht es hier lang:</strong></p>
<p><a href="https://eveeno.com/542701555" rel="noopener noreferrer nofollow">https://eveeno.com/542701555</a></p>
<p></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>Martin Luther - Wie wird man Reformator?</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Volker Leppin:

Martin Luther war ein Studienabbrecher. Als der Jurastudent seinen Eltern beichtete, dass er nicht Jurist sondern Mönch werden wolle, wechselte sein Vater vom respektvollen "Sie" wieder zum herablassenden "Du" der Kindertage. Als Novize im Augsutinerkloster in Erfurt war Martin theologisch noch weitgehend unauffällig. Über seinen Beichtvater kam er mit der mittelalterlichen Mystik in Kontakt, die eine Gotteserfahrung nicht von äußeren Taten abhängig machte, sondern innere Versenkung predigte. Nach seinem Studum stieg Martin Luther schnell im Orden auf und ging als Professor der Theologie an die neugegründete Uni Wittenberg. 1517 machte er dort plötzlich mobil. Er nahm Anstoß an einer Ablasstour. Der Dominikaner Johannes Tetzel tourte durch benachbarte Territorien und sammelte Geld für den Bau des Petersdoms in Rom. Tetzel versprach, dass jede Geldspende die Tage im Fegefeuer verkürze. Sein Slogan :“ Wenn die Münz in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“.

Hinter dieser Drückerkolonne verbarg sich ein finanzieller Deal von drei mächtigen Beteiligten. Der Erzbischof von Mainz und Magdeburg schuldete dem Papst 20.000 Goldgulden. Jakob Fugger, der Bänker aus Augsburg, hatte dem Erzbischof das Geld vorgestreckt. Die Ablasstour sollte die Summe wieder einspielen. Papst und Erzbischof hatten vereinbart, die Einnahmen brüderlich teilen.

Luther kannte die Hintergründe nicht und schrieb empört an den Erzbischof, ob er überhaupt wisse, welches Unwesen da getrieben würde. Der Professor hatte in ein Wespennest gestochen. Sein Protest ging viral. Die Drucker schmissen ihre Pressen an und bald war Luther mit seinen 95 Thesen gegen den Ablass eine deutschlandweite Berühmtheit.

Wie sich aus der spontanen Empörung eine bahnbrechende neue Religion entwickelte, darüber spreche ich mit Volker Leppin, Professor für Kirchengeschichte an der Yale University.



Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier:

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    </item>
    <item>
      <title>#52 Welthandel aus Oberschwaben- Wer waren die Fugger?</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Mechthild Isenmann:</p>
<p>Jakob und Anton Fugger waren die Geldgeber der Kaiser und Päpste. Sie gehörten zu den reichsten Menschen der frühen Neuzeit. Aus einem florierenden Augsburger Tuchhandel formte Jakob Fugger ein global agierendes Unternehmen: Montanbergbau, Handelshaus, Bank und Transportunternehmen, alles in einer Hand. Den Habsburger Königen und Kaisern lieh Jakob Geld und forderte im Gegenzug Bergwerksrechte. Der Montanbergbau gehörte zu den neuen profitabelsten Geschäftsfeldern der frühen Neuzeut. Kupfer wurde weltweit gebraucht, um Kanonen zu giessen, und Quecksilber war für die Silberproduktion unerlässlich. Bald dominierten die Fugger diese Metallmärkte. Mit genialem Management bauten sie Wertschöpfungsketten vom Bergbau in Spanien, Ungarn und Tirol bis zur Auslieferung der Metalle nach Westafrika, Indien und Amerika auf. Aus den sprudelnden Gewinnen liehen Sie den Habsburgern erneut Geld, die ihnen dafür weitere Schürfrechte zugestanden. Selbst der Papst war ihr Schuldner. Jakob Fugger finanzierte die Bodyguards des Heiligen Vaters, die Schweizer Garde, und sorgte 1519 mit 860.000 Goldgulden dafür, dass Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt wurde.</p>
<p>Wie die Fugger den Aufstieg vom Textilunternehmen zu Kreditgebern von Königen, Kaisern und Päpsten gemanagt haben, darüber spreche ich mit Mechthild Isenmann, Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Uni Leipzig.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 18:51:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Mechthild Isenmann:</p>
<p>Jakob und Anton Fugger waren die Geldgeber der Kaiser und Päpste. Sie gehörten zu den reichsten Menschen der frühen Neuzeit. Aus einem florierenden Augsburger Tuchhandel formte Jakob Fugger ein global agierendes Unternehmen: Montanbergbau, Handelshaus, Bank und Transportunternehmen, alles in einer Hand. Den Habsburger Königen und Kaisern lieh Jakob Geld und forderte im Gegenzug Bergwerksrechte. Der Montanbergbau gehörte zu den neuen profitabelsten Geschäftsfeldern der frühen Neuzeut. Kupfer wurde weltweit gebraucht, um Kanonen zu giessen, und Quecksilber war für die Silberproduktion unerlässlich. Bald dominierten die Fugger diese Metallmärkte. Mit genialem Management bauten sie Wertschöpfungsketten vom Bergbau in Spanien, Ungarn und Tirol bis zur Auslieferung der Metalle nach Westafrika, Indien und Amerika auf. Aus den sprudelnden Gewinnen liehen Sie den Habsburgern erneut Geld, die ihnen dafür weitere Schürfrechte zugestanden. Selbst der Papst war ihr Schuldner. Jakob Fugger finanzierte die Bodyguards des Heiligen Vaters, die Schweizer Garde, und sorgte 1519 mit 860.000 Goldgulden dafür, dass Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt wurde.</p>
<p>Wie die Fugger den Aufstieg vom Textilunternehmen zu Kreditgebern von Königen, Kaisern und Päpsten gemanagt haben, darüber spreche ich mit Mechthild Isenmann, Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Uni Leipzig.</p>
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<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:title>Welthandel aus Oberschwaben - Wer waren die Fugger?</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Mechthild Isenmann:

Jakob und Anton Fugger waren die Geldgeber der Kaiser und Päpste. Sie gehörten zu den reichsten Menschen der frühen Neuzeit. Aus einem florierenden Augsburger Tuchhandel formte Jakob Fugger ein global agierendes Unternehmen: Montanbergbau, Handelshaus, Bank und Transportunternehmen, alles in einer Hand. Den Habsburger Königen und Kaisern lieh Jakob Geld und forderte im Gegenzug Bergwerksrechte. Der Montanbergbau gehörte zu den neuen profitabelsten Geschäftsfeldern der frühen Neuzeut. Kupfer wurde weltweit gebraucht, um Kanonen zu giessen, und Quecksilber war für die Silberproduktion unerlässlich. Bald dominierten die Fugger diese Metallmärkte. Mit genialem Management bauten sie Wertschöpfungsketten vom Bergbau in Spanien, Ungarn und Tirol bis zur Auslieferung der Metalle nach Westafrika, Indien und Amerika auf. Aus den sprudelnden Gewinnen liehen Sie den Habsburgern erneut Geld, die ihnen dafür weitere Schürfrechte zugestanden. Selbst der Papst war ihr Schuldner. Jakob Fugger finanzierte die Bodyguards des Heiligen Vaters, die Schweizer Garde, und sorgte 1519 mit 860.000 Goldgulden dafür, dass Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt wurde.

Wie die Fugger den Aufstieg vom Textilunternehmen zu Kreditgebern von Königen, Kaisern und Päpsten gemanagt haben, darüber spreche ich mit Mechthild Isenmann, Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Uni Leipzig.



Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

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    <item>
      <title>Hinter der Geschichte: Sissi, Otto und der Rosenmontag...</title>
      <description><![CDATA[<p>Ein Talk unter Geschichtspodcastern: Kathi von<em> Stories of Austria</em>, Jonas von <em>Deutschland 33/45</em> und Jan von <em>Wer wir sind und warum das nicht klappte</em>, plaudern über Shitstorms, veraltete Meistererzählungen und ihre Leidenschaft fürs Podcasten. Warum darf man den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer noch heute nicht vom Sockel stürzen? Eignet sich Martin Luther zum "Schrumpfgermanen"? Und warum wird das Grauen der Nazi-Zeit erträglicher, wenn man sich detailliert mit den Tätern befasst?</p>
<p></p>
<p>Verpasst keine Folge von "Hinter der Geschichte" und abonniert den Podcast direkt.</p>
<p>Beteiligte Podcasts:</p>
<p>Stories of Austria: <a href="https://www.im-auftrag-ihrer-majestaet.at/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.im-auftrag-ihrer-majestaet.at/</a></p>
<p>Deutschland 33/45:<a href="https://deutschland3345.podcaster.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://deutschland3345.podcaster.de/</a></p>
<p>Wer wir sind und warum das nicht klappte: <a href="http://www.99xgeschichte.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">www.99xgeschichte.de</a></p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Deutschland 33/45:<a href="https://deutschland3345.podcaster.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://deutschland3345.podcaster.de/</a></p>
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      <itunes:summary>Ein Talk unter Geschichtspodcastern: Kathi von Stories of Austria, Jonas von Deutschland 33/45 und Jan von Wer wir sind und warum das nicht klappte, plaudern über Shitstorms, veraltete Meistererzählungen und ihre Leidenschaft fürs Podcasten. Warum darf man den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer noch heute nicht vom Sockel stürzen? Eignet sich Martin Luther zum "Schrumpfgermanen"? Und warum wird das Grauen der Nazi-Zeit erträglicher, wenn man sich detailliert mit den Tätern befasst?



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Beteiligte Podcasts:

Stories of Austria: https://www.im-auftrag-ihrer-majestaet.at/

Deutschland 33/45:https://deutschland3345.podcaster.de/

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    <item>
      <title>#51 Jesus - Dürer - Superstar</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Daniel Hess:</p>
<p>Albrecht Dürer war 28 Jahre alt, als er sich als Jesus Christus portraitierte. Sein Messias war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das Ölgemälde diente wahrscheinlich als Probestück für solvente Kunden. Denn schon in jungen Jahren war Albrecht Dürer ein Superstar. Der Druck seiner Holzschnitte und Kupferstiche hatte ihn rasch reich und berühmt gemacht.</p>
<p>Die Apokalypse aus der „Offenbarung des Johannes“ war sein erstes erfolgreiches Druckprojekt mit hoher Auflage. Die &nbsp;Folge von 16 Blättern, basierend auf Holzschnitten, hatte einen enormen Eindruck auf die Menschen damals. Schauerliche dramatische Szenen mit den vier apokalyptischen Reitern, der Hure Babylon und dem heiligen Michael, der verzweifelt &nbsp;mit dem siebenköpfigen Drachen kämpft. Alles bedrohlich realistisch.</p>
<p>Viele seine heute berühmtesten Bilder hat Dürer zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht. Nicht nur sein Selbstportrait als Jesus, auch Zeichnungen und Aquarelle, die er zu Studienzwecken anfertigte, sind heute populärer als viele andere seiner damals offiziellen Werke.</p>
<p>Fast jede Hörerin und jeder Hörer wird schon mal den Hasen gesehen haben, den Albrecht Dürer nur für sich, als Fingerübung gezeichnet hat. Dieser hockende Feldhase ist das berühmteste Tier der Kunstgeschichte. Nie zuvor hat ein Künstler ein Tier so naturgetreu abgebildet. Mit einem Fell, dass man sofort streicheln möchte. Sein populärstes Bild wurde erst in seinem Nachlass gefunden<strong>.</strong></p>
<p>Dürers Lebensleistung ist die Entwicklung vom geschätzten mittelalterlichen Kunsthandwerker zum selbstbestimmten Malerstar der Renaissance, der seine Genialität mit wenigen Federstrichen beweist.</p>
<p>Über den Wegbereiter der deutschen Malerei spreche ich mit Prof. Dr. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p></p>
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<p><a href="https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw</a></p>
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<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 19:30:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Daniel Hess:</p>
<p>Albrecht Dürer war 28 Jahre alt, als er sich als Jesus Christus portraitierte. Sein Messias war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das Ölgemälde diente wahrscheinlich als Probestück für solvente Kunden. Denn schon in jungen Jahren war Albrecht Dürer ein Superstar. Der Druck seiner Holzschnitte und Kupferstiche hatte ihn rasch reich und berühmt gemacht.</p>
<p>Die Apokalypse aus der „Offenbarung des Johannes“ war sein erstes erfolgreiches Druckprojekt mit hoher Auflage. Die &nbsp;Folge von 16 Blättern, basierend auf Holzschnitten, hatte einen enormen Eindruck auf die Menschen damals. Schauerliche dramatische Szenen mit den vier apokalyptischen Reitern, der Hure Babylon und dem heiligen Michael, der verzweifelt &nbsp;mit dem siebenköpfigen Drachen kämpft. Alles bedrohlich realistisch.</p>
<p>Viele seine heute berühmtesten Bilder hat Dürer zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht. Nicht nur sein Selbstportrait als Jesus, auch Zeichnungen und Aquarelle, die er zu Studienzwecken anfertigte, sind heute populärer als viele andere seiner damals offiziellen Werke.</p>
<p>Fast jede Hörerin und jeder Hörer wird schon mal den Hasen gesehen haben, den Albrecht Dürer nur für sich, als Fingerübung gezeichnet hat. Dieser hockende Feldhase ist das berühmteste Tier der Kunstgeschichte. Nie zuvor hat ein Künstler ein Tier so naturgetreu abgebildet. Mit einem Fell, dass man sofort streicheln möchte. Sein populärstes Bild wurde erst in seinem Nachlass gefunden<strong>.</strong></p>
<p>Dürers Lebensleistung ist die Entwicklung vom geschätzten mittelalterlichen Kunsthandwerker zum selbstbestimmten Malerstar der Renaissance, der seine Genialität mit wenigen Federstrichen beweist.</p>
<p>Über den Wegbereiter der deutschen Malerei spreche ich mit Prof. Dr. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
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<p></p>
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<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:title>#51 Jesus - Dürer - Superstar</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Daniel Hess:

Albrecht Dürer war 28 Jahre alt, als er sich als Jesus Christus portraitierte. Sein Messias war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das Ölgemälde diente wahrscheinlich als Probestück für solvente Kunden. Denn schon in jungen Jahren war Albrecht Dürer ein Superstar. Der Druck seiner Holzschnitte und Kupferstiche hatte ihn rasch reich und berühmt gemacht.

Die Apokalypse aus der „Offenbarung des Johannes“ war sein erstes erfolgreiches Druckprojekt mit hoher Auflage. Die  Folge von 16 Blättern, basierend auf Holzschnitten, hatte einen enormen Eindruck auf die Menschen damals. Schauerliche dramatische Szenen mit den vier apokalyptischen Reitern, der Hure Babylon und dem heiligen Michael, der verzweifelt  mit dem siebenköpfigen Drachen kämpft. Alles bedrohlich realistisch.

Viele seine heute berühmtesten Bilder hat Dürer zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht. Nicht nur sein Selbstportrait als Jesus, auch Zeichnungen und Aquarelle, die er zu Studienzwecken anfertigte, sind heute populärer als viele andere seiner damals offiziellen Werke.

Fast jede Hörerin und jeder Hörer wird schon mal den Hasen gesehen haben, den Albrecht Dürer nur für sich, als Fingerübung gezeichnet hat. Dieser hockende Feldhase ist das berühmteste Tier der Kunstgeschichte. Nie zuvor hat ein Künstler ein Tier so naturgetreu abgebildet. Mit einem Fell, dass man sofort streicheln möchte. Sein populärstes Bild wurde erst in seinem Nachlass gefunden.

Dürers Lebensleistung ist die Entwicklung vom geschätzten mittelalterlichen Kunsthandwerker zum selbstbestimmten Malerstar der Renaissance, der seine Genialität mit wenigen Federstrichen beweist.

Über den Wegbereiter der deutschen Malerei spreche ich mit Prof. Dr. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

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      <title>#50 Glückliches Österreich heirate!  Managing Maximilian Teil 2</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:</h1><p>Mit seiner Heiratspolitik legte Maximilian den Grundstein für den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. War das Glück oder folgte er einem Masterplan? Und wer waren die Einflüsterer? Darüber wollen wir heute sprechen.</p>
<p>Für die Ehen seiner Kinder setzte er ganz auf die spanische Karte. Er verheiratet seine Tochter Margarete an den spanischen Thronfolger und seinen Sohn Philipp an dessen Schwester. Zwanzig Jahre später zog er ein ähnliches Modell mit seinen Enkelkindern durch. Wieder eine Doppelhochzeit, diesmal mit Ungarn. Zusammen mit überraschenden Todesfällen sorgten die beiden Doppelhochzeiten dafür, dass die Krone Spaniens mit ihren Überseekolonien und auch die Krone Ungarns an das Haus Österreich fiel. Maximilians Enkel Karl V. herrschte schließlich über ein Reich, in dem die Sonne nie unterging.</p>
<p>Wie Maximilian diesen Machtzuwachs für seine Familie organisierte obwohl er bei seiner eigenen ersten Brautfahrt nicht genug Geld hatte, um den Zug von Wiener Neustadt nach Gent zu bezahlen, darüber spreche ich in dieser Folge mit Christina Lutter und Andreas Zajic.</p>
<p>Christina Lutter ist Professorin für österreichische Geschichte an der Uni Wien und Privatdozent Andreas Zajic leitet und koordiniert den Sonderforschungsbereich "Managing Maximilian" an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 19:30:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:</h1><p>Mit seiner Heiratspolitik legte Maximilian den Grundstein für den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. War das Glück oder folgte er einem Masterplan? Und wer waren die Einflüsterer? Darüber wollen wir heute sprechen.</p>
<p>Für die Ehen seiner Kinder setzte er ganz auf die spanische Karte. Er verheiratet seine Tochter Margarete an den spanischen Thronfolger und seinen Sohn Philipp an dessen Schwester. Zwanzig Jahre später zog er ein ähnliches Modell mit seinen Enkelkindern durch. Wieder eine Doppelhochzeit, diesmal mit Ungarn. Zusammen mit überraschenden Todesfällen sorgten die beiden Doppelhochzeiten dafür, dass die Krone Spaniens mit ihren Überseekolonien und auch die Krone Ungarns an das Haus Österreich fiel. Maximilians Enkel Karl V. herrschte schließlich über ein Reich, in dem die Sonne nie unterging.</p>
<p>Wie Maximilian diesen Machtzuwachs für seine Familie organisierte obwohl er bei seiner eigenen ersten Brautfahrt nicht genug Geld hatte, um den Zug von Wiener Neustadt nach Gent zu bezahlen, darüber spreche ich in dieser Folge mit Christina Lutter und Andreas Zajic.</p>
<p>Christina Lutter ist Professorin für österreichische Geschichte an der Uni Wien und Privatdozent Andreas Zajic leitet und koordiniert den Sonderforschungsbereich "Managing Maximilian" an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:title>#50 Glückliches Österreich heirate! Managing Maximilian Teil 2</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:Mit seiner Heiratspolitik legte Maximilian den Grundstein für den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. War das Glück oder folgte er einem Masterplan? Und wer waren die Einflüsterer? Darüber wollen wir heute sprechen.

Für die Ehen seiner Kinder setzte er ganz auf die spanische Karte. Er verheiratet seine Tochter Margarete an den spanischen Thronfolger und seinen Sohn Philipp an dessen Schwester. Zwanzig Jahre später zog er ein ähnliches Modell mit seinen Enkelkindern durch. Wieder eine Doppelhochzeit, diesmal mit Ungarn. Zusammen mit überraschenden Todesfällen sorgten die beiden Doppelhochzeiten dafür, dass die Krone Spaniens mit ihren Überseekolonien und auch die Krone Ungarns an das Haus Österreich fiel. Maximilians Enkel Karl V. herrschte schließlich über ein Reich, in dem die Sonne nie unterging.

Wie Maximilian diesen Machtzuwachs für seine Familie organisierte obwohl er bei seiner eigenen ersten Brautfahrt nicht genug Geld hatte, um den Zug von Wiener Neustadt nach Gent zu bezahlen, darüber spreche ich in dieser Folge mit Christina Lutter und Andreas Zajic.

Christina Lutter ist Professorin für österreichische Geschichte an der Uni Wien und Privatdozent Andreas Zajic leitet und koordiniert den Sonderforschungsbereich "Managing Maximilian" an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>Sonderfolge: Das Skelett Otto des Großen</title>
      <description><![CDATA[<p>Diese Woche hatte Harald Meller der Landesarchäologe von Sachsen Anhalt in einen Hörsaal der Uni-Klinik Magdeburg geladen und ich dachte, ich guck nicht richtig: Auf einem langen weißen Tisch lag ein sehr altes und sehr gut erhaltenes Skelett. Sollten das wirklich die über 1000 Jahre alten Knochen des ersten römisch-deutschen Kaisers sein?</p>
<p>Seit der Graböffnung im Sommer 2025 haben sich über 50 international renommierte Wissenschaftler mit dem Grabinhalt und vor allem den menschlichen Überresten darin befasst.&nbsp;</p>
<p>Und was fand man: Ein Tuch aus roter Seide, eine blaue Decke mit eingewebten Silberfäden, Obstkerne, ein Stück Fensterglas, eine Münze, den sogenannten Moritzpfennig aus dem 13. Jahrhundert und ein Ei. Das alles gibt Rätsel auf. Aber der wichtigste Fund im Grab waren Knochen.</p>
<p>Zu der Frage, ob es sich bei diesen Gebeinen tatsächlich um die Überreste von Otto dem Großen handelt, entwickelte sich ein Wissenschaftskrimi.</p>
<p>Die aktuellen Bilder vom Skelett Otts findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 14:30:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche hatte Harald Meller der Landesarchäologe von Sachsen Anhalt in einen Hörsaal der Uni-Klinik Magdeburg geladen und ich dachte, ich guck nicht richtig: Auf einem langen weißen Tisch lag ein sehr altes und sehr gut erhaltenes Skelett. Sollten das wirklich die über 1000 Jahre alten Knochen des ersten römisch-deutschen Kaisers sein?</p>
<p>Seit der Graböffnung im Sommer 2025 haben sich über 50 international renommierte Wissenschaftler mit dem Grabinhalt und vor allem den menschlichen Überresten darin befasst.&nbsp;</p>
<p>Und was fand man: Ein Tuch aus roter Seide, eine blaue Decke mit eingewebten Silberfäden, Obstkerne, ein Stück Fensterglas, eine Münze, den sogenannten Moritzpfennig aus dem 13. Jahrhundert und ein Ei. Das alles gibt Rätsel auf. Aber der wichtigste Fund im Grab waren Knochen.</p>
<p>Zu der Frage, ob es sich bei diesen Gebeinen tatsächlich um die Überreste von Otto dem Großen handelt, entwickelte sich ein Wissenschaftskrimi.</p>
<p>Die aktuellen Bilder vom Skelett Otts findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:title>Sonderfolge: Das Skelett Otto des Großen</itunes:title>
      <itunes:summary>Diese Woche hatte Harald Meller der Landesarchäologe von Sachsen Anhalt in einen Hörsaal der Uni-Klinik Magdeburg geladen und ich dachte, ich guck nicht richtig: Auf einem langen weißen Tisch lag ein sehr altes und sehr gut erhaltenes Skelett. Sollten das wirklich die über 1000 Jahre alten Knochen des ersten römisch-deutschen Kaisers sein?

Seit der Graböffnung im Sommer 2025 haben sich über 50 international renommierte Wissenschaftler mit dem Grabinhalt und vor allem den menschlichen Überresten darin befasst. 

Und was fand man: Ein Tuch aus roter Seide, eine blaue Decke mit eingewebten Silberfäden, Obstkerne, ein Stück Fensterglas, eine Münze, den sogenannten Moritzpfennig aus dem 13. Jahrhundert und ein Ei. Das alles gibt Rätsel auf. Aber der wichtigste Fund im Grab waren Knochen.

Zu der Frage, ob es sich bei diesen Gebeinen tatsächlich um die Überreste von Otto dem Großen handelt, entwickelte sich ein Wissenschaftskrimi.

Die aktuellen Bilder vom Skelett Otts findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#50 Der letzte Ritter? Managing Maximilian Teil 1</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:</p>
<p>Den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit verkörpert kein römisch-deutscher Herrscher so gut, wie Maximilian. Die Zeitgenossen nannten ihn ehrfürchtig „den letzten Ritter“. Daran hört man schon, dass da etwas zu Ende geht und Maximilian das Ideal des Rittertums trotzdem hochhält. Und auf der anderen Seite zeigt sich ein moderner Herrscher, der mit dem neuen Massenmedium Buchdruck an seinem Image feilt und mit der Familie Thurn und Taxis die Post erfindet.</p>
<p>Meine Gesprächspartner sind Teil des Forschungsprojekts „Managing Maximilian“. Sie erforschen das vielfältige Netzwerk von Männern und Frauen, das Kaiser Maximilian umgab. Ihre These: Maximilians Politik, seine Kulturprojekte und der Machtausbau der Familie Habsburg waren nicht die Leistung eines einzelnen genialen Herrschers, sondern ein Gemeinschaftswerk.</p>
<p>Für Ihr Forschungsprojekt „Managing Maximilian“ haben Sie tausende von Urkunden ausgewertet: Also Briefe, Protokolle und Verträge aus dem Umfeld von Maximilian ausgewertet von seiner Familie, aber auch vom Chef der Hofkanzlei bis zur Gärtnerin.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 19:30:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:</p>
<p>Den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit verkörpert kein römisch-deutscher Herrscher so gut, wie Maximilian. Die Zeitgenossen nannten ihn ehrfürchtig „den letzten Ritter“. Daran hört man schon, dass da etwas zu Ende geht und Maximilian das Ideal des Rittertums trotzdem hochhält. Und auf der anderen Seite zeigt sich ein moderner Herrscher, der mit dem neuen Massenmedium Buchdruck an seinem Image feilt und mit der Familie Thurn und Taxis die Post erfindet.</p>
<p>Meine Gesprächspartner sind Teil des Forschungsprojekts „Managing Maximilian“. Sie erforschen das vielfältige Netzwerk von Männern und Frauen, das Kaiser Maximilian umgab. Ihre These: Maximilians Politik, seine Kulturprojekte und der Machtausbau der Familie Habsburg waren nicht die Leistung eines einzelnen genialen Herrschers, sondern ein Gemeinschaftswerk.</p>
<p>Für Ihr Forschungsprojekt „Managing Maximilian“ haben Sie tausende von Urkunden ausgewertet: Also Briefe, Protokolle und Verträge aus dem Umfeld von Maximilian ausgewertet von seiner Familie, aber auch vom Chef der Hofkanzlei bis zur Gärtnerin.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:title>#50 Der letzte Ritter? Managing Maximilian Teil 1</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:

Den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit verkörpert kein römisch-deutscher Herrscher so gut, wie Maximilian. Die Zeitgenossen nannten ihn ehrfürchtig „den letzten Ritter“. Daran hört man schon, dass da etwas zu Ende geht und Maximilian das Ideal des Rittertums trotzdem hochhält. Und auf der anderen Seite zeigt sich ein moderner Herrscher, der mit dem neuen Massenmedium Buchdruck an seinem Image feilt und mit der Familie Thurn und Taxis die Post erfindet.

Meine Gesprächspartner sind Teil des Forschungsprojekts „Managing Maximilian“. Sie erforschen das vielfältige Netzwerk von Männern und Frauen, das Kaiser Maximilian umgab. Ihre These: Maximilians Politik, seine Kulturprojekte und der Machtausbau der Familie Habsburg waren nicht die Leistung eines einzelnen genialen Herrschers, sondern ein Gemeinschaftswerk.

Für Ihr Forschungsprojekt „Managing Maximilian“ haben Sie tausende von Urkunden ausgewertet: Also Briefe, Protokolle und Verträge aus dem Umfeld von Maximilian ausgewertet von seiner Familie, aber auch vom Chef der Hofkanzlei bis zur Gärtnerin.

Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#49 Von der Burg zum Schloss</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Christian Karl Frey: Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption für den Wehrbau.</p>
<p>Noch so eine Erfindung, die die Weltgeschichte veränderte. Eine der ersten Kanonen der Welt hieß „die faule Grete“. Aus Bronze gegossen wog sie fünf Tonnen, wurde von 150 Pferden gezogen und&nbsp;verschoss einmal am Tag eine Steinkugel. Sie kam 1413 zum Einsatz als Friedrich von Hohenzollern die Mark Brandenburg unter seine Kontrolle brachte. 40 Jahre später schossen die Osmanen mit ihren Riesengeschützen Konstantinopel sturmreif.</p>
<p>Die althergebrachen Burgmauern hielten den Kanonenkugeln nicht mehr stand. Zusätzlich veränderte sich der Architekturgeschmack der Burgherren. Renaissancebauten verdrängten Felsenburgen. Die Albrechtsburg in Meißen, gebaut 1471, gilt als das erste Schloss in Deutschland.</p>
<p>Ich spreche mit Christian Karl Frey, dem Leiter des Europäischen Burgeninstitutes über die Entwicklung von der Burg zum Schloss.</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 19:30:00 +0100</pubDate>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Christian Karl Frey: Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption für den Wehrbau.</p>
<p>Noch so eine Erfindung, die die Weltgeschichte veränderte. Eine der ersten Kanonen der Welt hieß „die faule Grete“. Aus Bronze gegossen wog sie fünf Tonnen, wurde von 150 Pferden gezogen und&nbsp;verschoss einmal am Tag eine Steinkugel. Sie kam 1413 zum Einsatz als Friedrich von Hohenzollern die Mark Brandenburg unter seine Kontrolle brachte. 40 Jahre später schossen die Osmanen mit ihren Riesengeschützen Konstantinopel sturmreif.</p>
<p>Die althergebrachen Burgmauern hielten den Kanonenkugeln nicht mehr stand. Zusätzlich veränderte sich der Architekturgeschmack der Burgherren. Renaissancebauten verdrängten Felsenburgen. Die Albrechtsburg in Meißen, gebaut 1471, gilt als das erste Schloss in Deutschland.</p>
<p>Ich spreche mit Christian Karl Frey, dem Leiter des Europäischen Burgeninstitutes über die Entwicklung von der Burg zum Schloss.</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Christian Karl Frey: Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption für den Wehrbau.

Noch so eine Erfindung, die die Weltgeschichte veränderte. Eine der ersten Kanonen der Welt hieß „die faule Grete“. Aus Bronze gegossen wog sie fünf Tonnen, wurde von 150 Pferden gezogen und verschoss einmal am Tag eine Steinkugel. Sie kam 1413 zum Einsatz als Friedrich von Hohenzollern die Mark Brandenburg unter seine Kontrolle brachte. 40 Jahre später schossen die Osmanen mit ihren Riesengeschützen Konstantinopel sturmreif.

Die althergebrachen Burgmauern hielten den Kanonenkugeln nicht mehr stand. Zusätzlich veränderte sich der Architekturgeschmack der Burgherren. Renaissancebauten verdrängten Felsenburgen. Die Albrechtsburg in Meißen, gebaut 1471, gilt als das erste Schloss in Deutschland.

Ich spreche mit Christian Karl Frey, dem Leiter des Europäischen Burgeninstitutes über die Entwicklung von der Burg zum Schloss.

Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    </item>
    <item>
      <title>#48 Die Welt ohne Amerika - Der Behaimglobus</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Daniel Hess:</h1><p>Wer verstehen will, wie die Menschen am Beginn der Neuzeit auf die Welt geblickt haben, der sollte sich den Behaim-Globus anschauen.</p>
<p>1493 holte sich der Nürnberger Kaufmann Martin Behaim den Auftrag der Stadt Nürnberg, eine Weltkugel herzustellen.&nbsp;Der Globus hat einen Durchmesser von 51 cm. Darauf bildeten Nürnberger Experten die Geografie der damals bekannten Welt ab.</p>
<p>In dem Jahr, in dem der Behaim-Globus der Öffentlichkeit präsentiert wurde, teilten Portugal und Spanien die damals bekannte Welt unter sich auf. Der Papst protokollierte 1494 im Vertrag von Tordesillas die Aufteilung der Welt. Die Welt links eines bestimmten Längengrades stand Spanien zu (das war im Wesentlichen der amerikanische Kontinent) und die Welt rechts davon (Afrika, Asien und Indien) fiel an Portugal. Da hatte die Kolonialzeit schon begonnen. Der Behaimglobus zeigt, dass auch die deutschen Händler ihren Anteil daran hatten. Minutiös sind die Waren eingezeichnet, die man an den verschiedenen Orten der Welt kaufen erwerben kann.</p>
<p>Über die Anfangszeiten der europäischen Expansion und die Rolle Nürnbergs als europäischer Handelstadt spreche ich mit Prof. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.</p>
<p>Die handelnden Personen in dieser Folge:</p>
<p><strong>Martin Behaim (1449-1507)</strong>, Nürnberger Kaufmann, der am portugiesischen Hof Karriere machte, holte sich 1493 von der Stadt Nürnberg den Auftrag, einen Globus herstellen zu lassen und die Waren der Welt darain zu verzeichnen. Der Behaimglobus ist der Werke aus der Wiege des Buchdrucksälteste erhaltene Globus der Welt.</p>
<p><strong>Heinrich der Seefahrer (1394-1460), </strong>portugiesischer Prinz, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Westküse Afrikas mit Segelschiffen zu erkunden. Er selbst blieb immer am Land, war aber ein wichtiger Initiator der europäischen Expansion.</p>
<p><strong>Bartholomeu Dias (1450-1500)</strong>, portugiesischer Kapitän, der als erster Europäer die Südspitze Afrikas unsegelte und damit den Seeweg nach Indien entdeckte.</p>
<p><strong>Hartmann Schedel (1440-1514</strong>), deutscher Arzt und Gelehrter, der 1493 in Nürnberg eine Weltchronik publizierte. Sie erzählte die damals bekannte Geschichte der Welt bis in die Gegenwart. Die 700 Seiten starke illustrierte Weltgeschichte ist eines der bedeutensten Werke aus der Wiege des Buchdrucks.</p>
<p><strong>Albrecht Dürer (1471-1528), </strong>der berühmteste deutsche Renaissance-Künstler lebte in Nürnberg. Dort fertigte er den berühmten Holzschnitt eines Rhinozeros an, ohne ein solches Tier je gesehen zu haben.</p>
<p><strong>Christoph Columbus (1451-1506), </strong>im Auftrag der spanischen Krone entdeckte der Seefahrer 1492 Amerika. Bis zu seinem Tod wußte er nicht, dass es sich um einen unbekannten Kontinent handelte. Er starb in dem Glauben, den Seeweg nach Indien entdeckt zu haben.</p>
<p><strong>Amerigo Vespucci (1454-1512)</strong>, der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.</p>
<p><strong>Marco Polo (1254-1326)</strong>, venezianischer Reisekaufmann. Zwei Jahrzehnte lang bereiste er Asien. Seine Lebenserinnerungen inspirierten Kartographen und Entdecker noch viele Jahrhunderte später.</p>
<p><strong>Batholomé de las Casas (1484-1566)</strong>, spanischer Theologe, der als erster die Misshandlung der indigenen Völker in den spanischen Kolonien anprangerte.</p>
<p><strong>Michel de Montaigne (1533-1592)</strong>, französischer Philosoph und Schriftsteller.</p>
<p></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 19:30:00 +0100</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Daniel Hess:</h1><p>Wer verstehen will, wie die Menschen am Beginn der Neuzeit auf die Welt geblickt haben, der sollte sich den Behaim-Globus anschauen.</p>
<p>1493 holte sich der Nürnberger Kaufmann Martin Behaim den Auftrag der Stadt Nürnberg, eine Weltkugel herzustellen.&nbsp;Der Globus hat einen Durchmesser von 51 cm. Darauf bildeten Nürnberger Experten die Geografie der damals bekannten Welt ab.</p>
<p>In dem Jahr, in dem der Behaim-Globus der Öffentlichkeit präsentiert wurde, teilten Portugal und Spanien die damals bekannte Welt unter sich auf. Der Papst protokollierte 1494 im Vertrag von Tordesillas die Aufteilung der Welt. Die Welt links eines bestimmten Längengrades stand Spanien zu (das war im Wesentlichen der amerikanische Kontinent) und die Welt rechts davon (Afrika, Asien und Indien) fiel an Portugal. Da hatte die Kolonialzeit schon begonnen. Der Behaimglobus zeigt, dass auch die deutschen Händler ihren Anteil daran hatten. Minutiös sind die Waren eingezeichnet, die man an den verschiedenen Orten der Welt kaufen erwerben kann.</p>
<p>Über die Anfangszeiten der europäischen Expansion und die Rolle Nürnbergs als europäischer Handelstadt spreche ich mit Prof. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.</p>
<p>Die handelnden Personen in dieser Folge:</p>
<p><strong>Martin Behaim (1449-1507)</strong>, Nürnberger Kaufmann, der am portugiesischen Hof Karriere machte, holte sich 1493 von der Stadt Nürnberg den Auftrag, einen Globus herstellen zu lassen und die Waren der Welt darain zu verzeichnen. Der Behaimglobus ist der Werke aus der Wiege des Buchdrucksälteste erhaltene Globus der Welt.</p>
<p><strong>Heinrich der Seefahrer (1394-1460), </strong>portugiesischer Prinz, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Westküse Afrikas mit Segelschiffen zu erkunden. Er selbst blieb immer am Land, war aber ein wichtiger Initiator der europäischen Expansion.</p>
<p><strong>Bartholomeu Dias (1450-1500)</strong>, portugiesischer Kapitän, der als erster Europäer die Südspitze Afrikas unsegelte und damit den Seeweg nach Indien entdeckte.</p>
<p><strong>Hartmann Schedel (1440-1514</strong>), deutscher Arzt und Gelehrter, der 1493 in Nürnberg eine Weltchronik publizierte. Sie erzählte die damals bekannte Geschichte der Welt bis in die Gegenwart. Die 700 Seiten starke illustrierte Weltgeschichte ist eines der bedeutensten Werke aus der Wiege des Buchdrucks.</p>
<p><strong>Albrecht Dürer (1471-1528), </strong>der berühmteste deutsche Renaissance-Künstler lebte in Nürnberg. Dort fertigte er den berühmten Holzschnitt eines Rhinozeros an, ohne ein solches Tier je gesehen zu haben.</p>
<p><strong>Christoph Columbus (1451-1506), </strong>im Auftrag der spanischen Krone entdeckte der Seefahrer 1492 Amerika. Bis zu seinem Tod wußte er nicht, dass es sich um einen unbekannten Kontinent handelte. Er starb in dem Glauben, den Seeweg nach Indien entdeckt zu haben.</p>
<p><strong>Amerigo Vespucci (1454-1512)</strong>, der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.</p>
<p><strong>Marco Polo (1254-1326)</strong>, venezianischer Reisekaufmann. Zwei Jahrzehnte lang bereiste er Asien. Seine Lebenserinnerungen inspirierten Kartographen und Entdecker noch viele Jahrhunderte später.</p>
<p><strong>Batholomé de las Casas (1484-1566)</strong>, spanischer Theologe, der als erster die Misshandlung der indigenen Völker in den spanischen Kolonien anprangerte.</p>
<p><strong>Michel de Montaigne (1533-1592)</strong>, französischer Philosoph und Schriftsteller.</p>
<p></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#48 Die Welt ohne Amerika - Der Behaimglobus</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Daniel Hess:Wer verstehen will, wie die Menschen am Beginn der Neuzeit auf die Welt geblickt haben, der sollte sich den Behaim-Globus anschauen.

1493 holte sich der Nürnberger Kaufmann Martin Behaim den Auftrag der Stadt Nürnberg, eine Weltkugel herzustellen. Der Globus hat einen Durchmesser von 51 cm. Darauf bildeten Nürnberger Experten die Geografie der damals bekannten Welt ab.

In dem Jahr, in dem der Behaim-Globus der Öffentlichkeit präsentiert wurde, teilten Portugal und Spanien die damals bekannte Welt unter sich auf. Der Papst protokollierte 1494 im Vertrag von Tordesillas die Aufteilung der Welt. Die Welt links eines bestimmten Längengrades stand Spanien zu (das war im Wesentlichen der amerikanische Kontinent) und die Welt rechts davon (Afrika, Asien und Indien) fiel an Portugal. Da hatte die Kolonialzeit schon begonnen. Der Behaimglobus zeigt, dass auch die deutschen Händler ihren Anteil daran hatten. Minutiös sind die Waren eingezeichnet, die man an den verschiedenen Orten der Welt kaufen erwerben kann.

Über die Anfangszeiten der europäischen Expansion und die Rolle Nürnbergs als europäischer Handelstadt spreche ich mit Prof. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.

Die handelnden Personen in dieser Folge:

Martin Behaim (1449-1507), Nürnberger Kaufmann, der am portugiesischen Hof Karriere machte, holte sich 1493 von der Stadt Nürnberg den Auftrag, einen Globus herstellen zu lassen und die Waren der Welt darain zu verzeichnen. Der Behaimglobus ist der Werke aus der Wiege des Buchdrucksälteste erhaltene Globus der Welt.

Heinrich der Seefahrer (1394-1460), portugiesischer Prinz, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Westküse Afrikas mit Segelschiffen zu erkunden. Er selbst blieb immer am Land, war aber ein wichtiger Initiator der europäischen Expansion.

Bartholomeu Dias (1450-1500), portugiesischer Kapitän, der als erster Europäer die Südspitze Afrikas unsegelte und damit den Seeweg nach Indien entdeckte.

Hartmann Schedel (1440-1514), deutscher Arzt und Gelehrter, der 1493 in Nürnberg eine Weltchronik publizierte. Sie erzählte die damals bekannte Geschichte der Welt bis in die Gegenwart. Die 700 Seiten starke illustrierte Weltgeschichte ist eines der bedeutensten Werke aus der Wiege des Buchdrucks.

Albrecht Dürer (1471-1528), der berühmteste deutsche Renaissance-Künstler lebte in Nürnberg. Dort fertigte er den berühmten Holzschnitt eines Rhinozeros an, ohne ein solches Tier je gesehen zu haben.

Christoph Columbus (1451-1506), im Auftrag der spanischen Krone entdeckte der Seefahrer 1492 Amerika. Bis zu seinem Tod wußte er nicht, dass es sich um einen unbekannten Kontinent handelte. Er starb in dem Glauben, den Seeweg nach Indien entdeckt zu haben.

Amerigo Vespucci (1454-1512), der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.

Marco Polo (1254-1326), venezianischer Reisekaufmann. Zwei Jahrzehnte lang bereiste er Asien. Seine Lebenserinnerungen inspirierten Kartographen und Entdecker noch viele Jahrhunderte später.

Batholomé de las Casas (1484-1566), spanischer Theologe, der als erster die Misshandlung der indigenen Völker in den spanischen Kolonien anprangerte.

Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Philosoph und Schriftsteller.



Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa



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      <itunes:episode>48</itunes:episode>
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    <item>
      <title>#47 Schlafmütze oder Kaiser der Superlative - Wer war Friedrich III.</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Tobias Daniels:</h1><p>a.e.i.o.u. war sein rätselhaftes Markenzeichen. Kaiser Friedrich III. von Habsburg ließ die Buchstabenkombination überall anbringen. Schon seine Zeitgenossen rätselten warum. Bis heute weiß keiner, was sie genau bedeuten. Auch der Charakter des Kaisers bleibt rätselhaft. Jahrhundertelang schimpften ihn die Historiker die "Erzschlafmütze" des Heiligen Römischen Reiches, weil er sich selten blicken ließ. Tobias Daniels hält ihn dagegen für den Kaiser der Superlative. 53 Jahre lang hat er das römisch-deutsche Reich regiert. Die Rekordamtszeit in der deutschen Geschichte. Und obwohl die Kurfürsten unzufrieden mit ihm waren, wählten sie seinen Sohn Maximilian zu seinem Nachfolger. Damit legte Friedrich den Grundstein für die über 380 Jahre lange Herrschaft der Habsburger.</p>
<p>Über den rätselhaften Kaiser und die Frage, warum gerade unter seiner Herrschaft das Heilige Römische Reich den Namenszusatz "deutscher Nation" bekam, spreche ich mit Tobias Daniels von der Uni Heidelberg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr auf www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das "Personal" dieser Folge:</p>
<p><strong>Friedrich III. (1415-1493)</strong> aus dem Haus Habsburg, römisch-deutscher König seit 1440 und römisch-deutscher Kaiser seit 1452, hält mit seinen 53 Regierungsjahren den Rekord auf dem römisch-deutschen Thron.</p>
<p><strong>Eleonore von Portugal (1436-1467)</strong> heiratete Friedrich III. 1452 und wurde selbst zur Kaiserin gekrönt. Mutter von Maximilian I.</p>
<p><strong>Maximilian I. (1459-1519)</strong> Sohn von Friedrich III., römisch-deutscher König seit 1486 und Kaiser ab 1508. Durch die Heirat mit Maria von Burgund gewann er zusätzlich zu Österreich die Herrschaft über die Niederlande für das Haus Habsburg.</p>
<p><strong>Karl der Kühne (1433-1477)</strong>, seit 1467 Herzog von Burgund. Einer der reichsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Vater von Maria von Burgund. Forderte für die Eheschließung seiner Tochter mit Maximilian I. die Kaiserkrone von Friedrich III. Erfolglos. Karl starb in der Schlacht von Nancy 1477 und hinterließ seine Tochter Maria als Alleinerbin.</p>
<p><strong>Maria von Burgund (1457-1482)</strong>, seit 1477 Herzogin von Burgund. Heiratete nach dem Tod ihres Vaters Maximilian I. Zusammen bewahrten sie das Herzogtum Burgund vor dem Zugriff des französischen Königs. Fünf Jahre nach der Hochzeit starb Maria an den Folgen eines Reitunfalls.</p>
<p><strong>Sigismund (1368-1437)</strong> aus dem Haus Luxemburg war der Vorvorgänger von Friedrich III. als römisch-deutscher König und Kaiser.</p>
<p><strong>Jan Hus (1370-1415)</strong> tschechischer Prediger und Universitätsprofessor, der Missstände in der Kirche anprangerte. Er wurde 1415 als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz verbrannt. Nach seinem Tod revoltierten seine Anhänger, die Hussiten, in Böhmen. Die Hussitenkriege hielten Osteuropa und König Sigismund zwei Jahrzehnte in Atem.</p>
<p><strong>Matthias Corvinus (1443-1490)</strong>, König von Ungarn seit 1458. Eroberte 1485 Wiener Neustadt und Wien und vertrieb Friedrich III. zeitweise. In der Hofburg residierte er fünf Jahre bis zu seinem Tod.</p>
<p><strong>Enea Silvio Piccolomini (1405-1464), seit 1458 Papst Pius II. </strong>Berühmter Humanist und Dichter, der als Papst die Herrscher Europas erfolglos zu einem Kreuzug zur Befreiung Konstantinopels, Jerusalems und gegen die osmanische Invasion drängte</p>
<p><strong>Amerigo Vespucci (1454-1512)</strong>, der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.</p>
<p></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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]]></description>
      <pubDate>Wed, 25 Feb 2026 18:45:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Tobias Daniels:</h1><p>a.e.i.o.u. war sein rätselhaftes Markenzeichen. Kaiser Friedrich III. von Habsburg ließ die Buchstabenkombination überall anbringen. Schon seine Zeitgenossen rätselten warum. Bis heute weiß keiner, was sie genau bedeuten. Auch der Charakter des Kaisers bleibt rätselhaft. Jahrhundertelang schimpften ihn die Historiker die "Erzschlafmütze" des Heiligen Römischen Reiches, weil er sich selten blicken ließ. Tobias Daniels hält ihn dagegen für den Kaiser der Superlative. 53 Jahre lang hat er das römisch-deutsche Reich regiert. Die Rekordamtszeit in der deutschen Geschichte. Und obwohl die Kurfürsten unzufrieden mit ihm waren, wählten sie seinen Sohn Maximilian zu seinem Nachfolger. Damit legte Friedrich den Grundstein für die über 380 Jahre lange Herrschaft der Habsburger.</p>
<p>Über den rätselhaften Kaiser und die Frage, warum gerade unter seiner Herrschaft das Heilige Römische Reich den Namenszusatz "deutscher Nation" bekam, spreche ich mit Tobias Daniels von der Uni Heidelberg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr auf www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das "Personal" dieser Folge:</p>
<p><strong>Friedrich III. (1415-1493)</strong> aus dem Haus Habsburg, römisch-deutscher König seit 1440 und römisch-deutscher Kaiser seit 1452, hält mit seinen 53 Regierungsjahren den Rekord auf dem römisch-deutschen Thron.</p>
<p><strong>Eleonore von Portugal (1436-1467)</strong> heiratete Friedrich III. 1452 und wurde selbst zur Kaiserin gekrönt. Mutter von Maximilian I.</p>
<p><strong>Maximilian I. (1459-1519)</strong> Sohn von Friedrich III., römisch-deutscher König seit 1486 und Kaiser ab 1508. Durch die Heirat mit Maria von Burgund gewann er zusätzlich zu Österreich die Herrschaft über die Niederlande für das Haus Habsburg.</p>
<p><strong>Karl der Kühne (1433-1477)</strong>, seit 1467 Herzog von Burgund. Einer der reichsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Vater von Maria von Burgund. Forderte für die Eheschließung seiner Tochter mit Maximilian I. die Kaiserkrone von Friedrich III. Erfolglos. Karl starb in der Schlacht von Nancy 1477 und hinterließ seine Tochter Maria als Alleinerbin.</p>
<p><strong>Maria von Burgund (1457-1482)</strong>, seit 1477 Herzogin von Burgund. Heiratete nach dem Tod ihres Vaters Maximilian I. Zusammen bewahrten sie das Herzogtum Burgund vor dem Zugriff des französischen Königs. Fünf Jahre nach der Hochzeit starb Maria an den Folgen eines Reitunfalls.</p>
<p><strong>Sigismund (1368-1437)</strong> aus dem Haus Luxemburg war der Vorvorgänger von Friedrich III. als römisch-deutscher König und Kaiser.</p>
<p><strong>Jan Hus (1370-1415)</strong> tschechischer Prediger und Universitätsprofessor, der Missstände in der Kirche anprangerte. Er wurde 1415 als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz verbrannt. Nach seinem Tod revoltierten seine Anhänger, die Hussiten, in Böhmen. Die Hussitenkriege hielten Osteuropa und König Sigismund zwei Jahrzehnte in Atem.</p>
<p><strong>Matthias Corvinus (1443-1490)</strong>, König von Ungarn seit 1458. Eroberte 1485 Wiener Neustadt und Wien und vertrieb Friedrich III. zeitweise. In der Hofburg residierte er fünf Jahre bis zu seinem Tod.</p>
<p><strong>Enea Silvio Piccolomini (1405-1464), seit 1458 Papst Pius II. </strong>Berühmter Humanist und Dichter, der als Papst die Herrscher Europas erfolglos zu einem Kreuzug zur Befreiung Konstantinopels, Jerusalems und gegen die osmanische Invasion drängte</p>
<p><strong>Amerigo Vespucci (1454-1512)</strong>, der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.</p>
<p></p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#47 Schlafmütze oder Kaiser der Superlative - Wer war Friedrich III.</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Tobias Daniels:a.e.i.o.u. war sein rätselhaftes Markenzeichen. Kaiser Friedrich III. von Habsburg ließ die Buchstabenkombination überall anbringen. Schon seine Zeitgenossen rätselten warum. Bis heute weiß keiner, was sie genau bedeuten. Auch der Charakter des Kaisers bleibt rätselhaft. Jahrhundertelang schimpften ihn die Historiker die "Erzschlafmütze" des Heiligen Römischen Reiches, weil er sich selten blicken ließ. Tobias Daniels hält ihn dagegen für den Kaiser der Superlative. 53 Jahre lang hat er das römisch-deutsche Reich regiert. Die Rekordamtszeit in der deutschen Geschichte. Und obwohl die Kurfürsten unzufrieden mit ihm waren, wählten sie seinen Sohn Maximilian zu seinem Nachfolger. Damit legte Friedrich den Grundstein für die über 380 Jahre lange Herrschaft der Habsburger.

Über den rätselhaften Kaiser und die Frage, warum gerade unter seiner Herrschaft das Heilige Römische Reich den Namenszusatz "deutscher Nation" bekam, spreche ich mit Tobias Daniels von der Uni Heidelberg.

Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr auf www.99xgeschichte.de

Das "Personal" dieser Folge:

Friedrich III. (1415-1493) aus dem Haus Habsburg, römisch-deutscher König seit 1440 und römisch-deutscher Kaiser seit 1452, hält mit seinen 53 Regierungsjahren den Rekord auf dem römisch-deutschen Thron.

Eleonore von Portugal (1436-1467) heiratete Friedrich III. 1452 und wurde selbst zur Kaiserin gekrönt. Mutter von Maximilian I.

Maximilian I. (1459-1519) Sohn von Friedrich III., römisch-deutscher König seit 1486 und Kaiser ab 1508. Durch die Heirat mit Maria von Burgund gewann er zusätzlich zu Österreich die Herrschaft über die Niederlande für das Haus Habsburg.

Karl der Kühne (1433-1477), seit 1467 Herzog von Burgund. Einer der reichsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Vater von Maria von Burgund. Forderte für die Eheschließung seiner Tochter mit Maximilian I. die Kaiserkrone von Friedrich III. Erfolglos. Karl starb in der Schlacht von Nancy 1477 und hinterließ seine Tochter Maria als Alleinerbin.

Maria von Burgund (1457-1482), seit 1477 Herzogin von Burgund. Heiratete nach dem Tod ihres Vaters Maximilian I. Zusammen bewahrten sie das Herzogtum Burgund vor dem Zugriff des französischen Königs. Fünf Jahre nach der Hochzeit starb Maria an den Folgen eines Reitunfalls.

Sigismund (1368-1437) aus dem Haus Luxemburg war der Vorvorgänger von Friedrich III. als römisch-deutscher König und Kaiser.

Jan Hus (1370-1415) tschechischer Prediger und Universitätsprofessor, der Missstände in der Kirche anprangerte. Er wurde 1415 als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz verbrannt. Nach seinem Tod revoltierten seine Anhänger, die Hussiten, in Böhmen. Die Hussitenkriege hielten Osteuropa und König Sigismund zwei Jahrzehnte in Atem.

Matthias Corvinus (1443-1490), König von Ungarn seit 1458. Eroberte 1485 Wiener Neustadt und Wien und vertrieb Friedrich III. zeitweise. In der Hofburg residierte er fünf Jahre bis zu seinem Tod.

Enea Silvio Piccolomini (1405-1464), seit 1458 Papst Pius II. Berühmter Humanist und Dichter, der als Papst die Herrscher Europas erfolglos zu einem Kreuzug zur Befreiung Konstantinopels, Jerusalems und gegen die osmanische Invasion drängte

Amerigo Vespucci (1454-1512), der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.



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"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>#46 Was wäre Gutenberg ohne Papier? Die Medienrevolution</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Carla Meyer-Schlenkrich:</h1><p>Wir sind in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Mainzer Johannes Gutenberg hatte einen revolutionären Einfall. Er stellte einzelne Buchstaben aus Metall her, die er für jeden Text beliebig zu Wörtern, Sätzen und Absätzen zusammensetzen und wieder auseinandernehmen konnte. Von den Weinbauern seiner Gegend schaute er sich die Spindelpresse ab und mixte aus Leinöl und Ruß Druckerschwärze. Schon in seinen ersten Druckwerken entwickelte er eine Präzision, die noch heute bewundert wird. Um den Blocksatz akkurat herzustellen, goss er jeden Druckbuchstaben des Alphabets in zehn unterschiedlichen Breiten. Damit jede Zeile exakt gleichlang war, konnte er mit den unterschiedlich breiten Metallbuchstaben die Abstände haargenau anpassen. Sein erstes gedrucktes Buch war die Bibel mit einer Auflage von 180 Stück. 49 sind davon noch heute erhalten unter anderem in Berlin, New York oder Tokio. Kurze Zeit später schossen in ganz Europa Druckerpressen aus dem Boden und die Medienrevolution begann...</p>
<p>Aber stimmt die Geschichte der Medienrevolution aus Mainz eigentlich? Was hätte Gutenberg ohne Papier gemacht? Oder ohne Leser? Die Revolution, sagt Carla Meyer Schlenkrich, hat mindestens 100 Jahre früher eingesetzt, als immer mehr Menschen lesen und schreiben lernten und sich die Erfindung des Papiers langsam verbreitete. Ohne Papier kein Druck und ohne Leser keine Bücher. Die eigentliche Medienrevolution schlich auf leisen Sohlen durchs Spätmittelalter.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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      <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 19:30:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Carla Meyer-Schlenkrich:</h1><p>Wir sind in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Mainzer Johannes Gutenberg hatte einen revolutionären Einfall. Er stellte einzelne Buchstaben aus Metall her, die er für jeden Text beliebig zu Wörtern, Sätzen und Absätzen zusammensetzen und wieder auseinandernehmen konnte. Von den Weinbauern seiner Gegend schaute er sich die Spindelpresse ab und mixte aus Leinöl und Ruß Druckerschwärze. Schon in seinen ersten Druckwerken entwickelte er eine Präzision, die noch heute bewundert wird. Um den Blocksatz akkurat herzustellen, goss er jeden Druckbuchstaben des Alphabets in zehn unterschiedlichen Breiten. Damit jede Zeile exakt gleichlang war, konnte er mit den unterschiedlich breiten Metallbuchstaben die Abstände haargenau anpassen. Sein erstes gedrucktes Buch war die Bibel mit einer Auflage von 180 Stück. 49 sind davon noch heute erhalten unter anderem in Berlin, New York oder Tokio. Kurze Zeit später schossen in ganz Europa Druckerpressen aus dem Boden und die Medienrevolution begann...</p>
<p>Aber stimmt die Geschichte der Medienrevolution aus Mainz eigentlich? Was hätte Gutenberg ohne Papier gemacht? Oder ohne Leser? Die Revolution, sagt Carla Meyer Schlenkrich, hat mindestens 100 Jahre früher eingesetzt, als immer mehr Menschen lesen und schreiben lernten und sich die Erfindung des Papiers langsam verbreitete. Ohne Papier kein Druck und ohne Leser keine Bücher. Die eigentliche Medienrevolution schlich auf leisen Sohlen durchs Spätmittelalter.</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Carla Meyer-Schlenkrich:Wir sind in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Mainzer Johannes Gutenberg hatte einen revolutionären Einfall. Er stellte einzelne Buchstaben aus Metall her, die er für jeden Text beliebig zu Wörtern, Sätzen und Absätzen zusammensetzen und wieder auseinandernehmen konnte. Von den Weinbauern seiner Gegend schaute er sich die Spindelpresse ab und mixte aus Leinöl und Ruß Druckerschwärze. Schon in seinen ersten Druckwerken entwickelte er eine Präzision, die noch heute bewundert wird. Um den Blocksatz akkurat herzustellen, goss er jeden Druckbuchstaben des Alphabets in zehn unterschiedlichen Breiten. Damit jede Zeile exakt gleichlang war, konnte er mit den unterschiedlich breiten Metallbuchstaben die Abstände haargenau anpassen. Sein erstes gedrucktes Buch war die Bibel mit einer Auflage von 180 Stück. 49 sind davon noch heute erhalten unter anderem in Berlin, New York oder Tokio. Kurze Zeit später schossen in ganz Europa Druckerpressen aus dem Boden und die Medienrevolution begann...

Aber stimmt die Geschichte der Medienrevolution aus Mainz eigentlich? Was hätte Gutenberg ohne Papier gemacht? Oder ohne Leser? Die Revolution, sagt Carla Meyer Schlenkrich, hat mindestens 100 Jahre früher eingesetzt, als immer mehr Menschen lesen und schreiben lernten und sich die Erfindung des Papiers langsam verbreitete. Ohne Papier kein Druck und ohne Leser keine Bücher. Die eigentliche Medienrevolution schlich auf leisen Sohlen durchs Spätmittelalter.

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#45 Sigismund, Jan Hus und das Konzil von Konstanz</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Julia Burkhardt:</h1><p>Als Sigismund 1411 König wurde, war er 43 Jahre alt. Ein bewegtes Leben lag bereits hinter ihm. Seit 24 Jahren war er König von Ungarn und hatte gelernt sich machtpolitisch durchzusetzen.</p>
<p>Als römisch-deutscher König stellte er sich der Aufgabe, das große Schisma, also die Teilung der Kirche unter drei Päpste, zu überwinden.</p>
<p>Sigismund lud im November 1414 Vertreter der gesamten Christenheit zum Konzil nach Konstanz. Schätzungsweise waren es mehr als 50.000 Konzilsteilnehmer, die in die kleine Stadt am Bodensee strömten. 33 Kardinäle, 300 Bischöfe, 500 Äbte, Heerscharen von Gelehrten, Unterhändlern und Bodyguards. Sogar 700 Prostituierte wurden offiziell registriert. Die 50.000 Menschen blieben jahrelang. Konstanz war für diesen Andrang gar nicht geschaffen.&nbsp;</p>
<p>4 Jahre dauerte der Ausnahmezustand am Bodensee. Eine bewegte Verhandlungszeit. Der Papst aus Pisa floh nach 5 Monaten verkleidet als Stallknecht nach Freiburg. Der Papst aus Rom trat freiwillig zurück und der aus Avignon wurde abgesetzt. Damit war der Weg für eine neue Papstwahl frei. Die fand gleich in Konstanz am Hafen statt. Das Gebäude steht heute immer noch. Ein Warenlager funktionierte man zum Konklave um und einigte sich endlich auf nur einen Papst: Martin V. Das große Schisma war beendet. 7 Jahre nach seiner Königswahl hatte Sigismund sein Ziel erreicht. Er war auf dem Höhepunkt seiner Macht.</p>
<p>Umso erstaunlicher, dass das Schicksal eines einfachen tschechischen Predigers, das restliche Leben von Sigismund dominieren sollte. Die Kirche machte dem Reformgelehrten Jan Hus während des Konzils in Konstanz den Prozeß. Jan Hus starb auf dem Scheiterhaufen, obwohl König Sigismund ihm freies Geleit zugesichert hatte. Daraufhin brachen in Böhmen die Hussitenkriege aus, die Sigismund und die Reichspolitik Jahrzehnte in Atem hielten.</p>
<p></p>
<p>Ich spreche mit der Julia Brukhardt, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, über den zupackenden König- und Kaiser und die Voraussehbarkeit der Revolte in Böhmen.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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]]></description>
      <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 19:25:00 +0100</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Julia Burkhardt:</h1><p>Als Sigismund 1411 König wurde, war er 43 Jahre alt. Ein bewegtes Leben lag bereits hinter ihm. Seit 24 Jahren war er König von Ungarn und hatte gelernt sich machtpolitisch durchzusetzen.</p>
<p>Als römisch-deutscher König stellte er sich der Aufgabe, das große Schisma, also die Teilung der Kirche unter drei Päpste, zu überwinden.</p>
<p>Sigismund lud im November 1414 Vertreter der gesamten Christenheit zum Konzil nach Konstanz. Schätzungsweise waren es mehr als 50.000 Konzilsteilnehmer, die in die kleine Stadt am Bodensee strömten. 33 Kardinäle, 300 Bischöfe, 500 Äbte, Heerscharen von Gelehrten, Unterhändlern und Bodyguards. Sogar 700 Prostituierte wurden offiziell registriert. Die 50.000 Menschen blieben jahrelang. Konstanz war für diesen Andrang gar nicht geschaffen.&nbsp;</p>
<p>4 Jahre dauerte der Ausnahmezustand am Bodensee. Eine bewegte Verhandlungszeit. Der Papst aus Pisa floh nach 5 Monaten verkleidet als Stallknecht nach Freiburg. Der Papst aus Rom trat freiwillig zurück und der aus Avignon wurde abgesetzt. Damit war der Weg für eine neue Papstwahl frei. Die fand gleich in Konstanz am Hafen statt. Das Gebäude steht heute immer noch. Ein Warenlager funktionierte man zum Konklave um und einigte sich endlich auf nur einen Papst: Martin V. Das große Schisma war beendet. 7 Jahre nach seiner Königswahl hatte Sigismund sein Ziel erreicht. Er war auf dem Höhepunkt seiner Macht.</p>
<p>Umso erstaunlicher, dass das Schicksal eines einfachen tschechischen Predigers, das restliche Leben von Sigismund dominieren sollte. Die Kirche machte dem Reformgelehrten Jan Hus während des Konzils in Konstanz den Prozeß. Jan Hus starb auf dem Scheiterhaufen, obwohl König Sigismund ihm freies Geleit zugesichert hatte. Daraufhin brachen in Böhmen die Hussitenkriege aus, die Sigismund und die Reichspolitik Jahrzehnte in Atem hielten.</p>
<p></p>
<p>Ich spreche mit der Julia Brukhardt, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, über den zupackenden König- und Kaiser und die Voraussehbarkeit der Revolte in Böhmen.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#45 Sigismund, Jan Hus und das Konzil von Konstanz</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Julia Burkhardt:Als Sigismund 1411 König wurde, war er 43 Jahre alt. Ein bewegtes Leben lag bereits hinter ihm. Seit 24 Jahren war er König von Ungarn und hatte gelernt sich machtpolitisch durchzusetzen.

Als römisch-deutscher König stellte er sich der Aufgabe, das große Schisma, also die Teilung der Kirche unter drei Päpste, zu überwinden.

Sigismund lud im November 1414 Vertreter der gesamten Christenheit zum Konzil nach Konstanz. Schätzungsweise waren es mehr als 50.000 Konzilsteilnehmer, die in die kleine Stadt am Bodensee strömten. 33 Kardinäle, 300 Bischöfe, 500 Äbte, Heerscharen von Gelehrten, Unterhändlern und Bodyguards. Sogar 700 Prostituierte wurden offiziell registriert. Die 50.000 Menschen blieben jahrelang. Konstanz war für diesen Andrang gar nicht geschaffen. 

4 Jahre dauerte der Ausnahmezustand am Bodensee. Eine bewegte Verhandlungszeit. Der Papst aus Pisa floh nach 5 Monaten verkleidet als Stallknecht nach Freiburg. Der Papst aus Rom trat freiwillig zurück und der aus Avignon wurde abgesetzt. Damit war der Weg für eine neue Papstwahl frei. Die fand gleich in Konstanz am Hafen statt. Das Gebäude steht heute immer noch. Ein Warenlager funktionierte man zum Konklave um und einigte sich endlich auf nur einen Papst: Martin V. Das große Schisma war beendet. 7 Jahre nach seiner Königswahl hatte Sigismund sein Ziel erreicht. Er war auf dem Höhepunkt seiner Macht.

Umso erstaunlicher, dass das Schicksal eines einfachen tschechischen Predigers, das restliche Leben von Sigismund dominieren sollte. Die Kirche machte dem Reformgelehrten Jan Hus während des Konzils in Konstanz den Prozeß. Jan Hus starb auf dem Scheiterhaufen, obwohl König Sigismund ihm freies Geleit zugesichert hatte. Daraufhin brachen in Böhmen die Hussitenkriege aus, die Sigismund und die Reichspolitik Jahrzehnte in Atem hielten.



Ich spreche mit der Julia Brukhardt, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, über den zupackenden König- und Kaiser und die Voraussehbarkeit der Revolte in Böhmen.



Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

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    <item>
      <title>#44 Wie faul war Wenzel der Faule?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Christian Oertel</h1><p>Der römisch deutsche König Wenzel hält den Rekord an übler Nachrede unter den Königen und Kaisern in der deutschen Geschichte. Wenzel, der Sohn von Karl IV., regierte 22 Jahre lang das römisch-deutsche Reich. Zumindest sah er das so. Die Kurfürsten waren anderer Meinung und setzen Wenzel nach 22 Jahren ab. Wegen Untätigkeit. Sie nannten ihn „unwürdig“ und „unnütz“. Eine beispiellose Demütigung. Zusätzlich verunglimpfte ihn der Papst. Wenzel hätte nicht nur einen verdorbenen Charakter, sondern sei weitgehend untätig geblieben, schrieb er 50 Jahre nach Wenzels Tod. Mit dem vernichtenden Urteil des Papstes bekam Wenzel in der Geschichtsschreibung den Beinnamen: „der Faule“.</p>
<p>Schon zu seinen Lebzeiten häuften sich Horrogeschichten von Peitschen und Kampfhunden mit denen er auf Untergebene losgegangen sein soll. Er habe Löwen zur Einschüchterung seiner Gegner gehalten, Reliquien zerstört und Prag angezündet. Dabei wäre er der Völlerei und der Trunksucht verfallen.</p>
<p>Doch was ist dran an den Vorwürfen? Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stammen von seinen Gegnern. Der Papst verachtete ihn, weil Wenzel als König von Böhmen den Reformator Jan Hus unterstützte. Wenzel selber kümmerte sich nicht um breitenwirksame Gegen-PR sondern ließ erlesene Prachthandschriften herstellen, die seine Königswürde beweisen sollten.</p>
<p>Vielleicht war er kein "natural born leader" sagt der Historiker Christian Oertel, aber ganz so schlimm, wie ihn seine Gegner zeichneten, wird er wohl nicht gewesen sein. Im Gegenteil: Vielleicht war er seinen Zeitgenossen in manchen Punkten seiner Herrschaftspraxis einfach weit voraus...</p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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]]></description>
      <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 20:00:00 +0100</pubDate>
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<p>Schon zu seinen Lebzeiten häuften sich Horrogeschichten von Peitschen und Kampfhunden mit denen er auf Untergebene losgegangen sein soll. Er habe Löwen zur Einschüchterung seiner Gegner gehalten, Reliquien zerstört und Prag angezündet. Dabei wäre er der Völlerei und der Trunksucht verfallen.</p>
<p>Doch was ist dran an den Vorwürfen? Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stammen von seinen Gegnern. Der Papst verachtete ihn, weil Wenzel als König von Böhmen den Reformator Jan Hus unterstützte. Wenzel selber kümmerte sich nicht um breitenwirksame Gegen-PR sondern ließ erlesene Prachthandschriften herstellen, die seine Königswürde beweisen sollten.</p>
<p>Vielleicht war er kein "natural born leader" sagt der Historiker Christian Oertel, aber ganz so schlimm, wie ihn seine Gegner zeichneten, wird er wohl nicht gewesen sein. Im Gegenteil: Vielleicht war er seinen Zeitgenossen in manchen Punkten seiner Herrschaftspraxis einfach weit voraus...</p>
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Schon zu seinen Lebzeiten häuften sich Horrogeschichten von Peitschen und Kampfhunden mit denen er auf Untergebene losgegangen sein soll. Er habe Löwen zur Einschüchterung seiner Gegner gehalten, Reliquien zerstört und Prag angezündet. Dabei wäre er der Völlerei und der Trunksucht verfallen.

Doch was ist dran an den Vorwürfen? Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stammen von seinen Gegnern. Der Papst verachtete ihn, weil Wenzel als König von Böhmen den Reformator Jan Hus unterstützte. Wenzel selber kümmerte sich nicht um breitenwirksame Gegen-PR sondern ließ erlesene Prachthandschriften herstellen, die seine Königswürde beweisen sollten.

Vielleicht war er kein "natural born leader" sagt der Historiker Christian Oertel, aber ganz so schlimm, wie ihn seine Gegner zeichneten, wird er wohl nicht gewesen sein. Im Gegenteil: Vielleicht war er seinen Zeitgenossen in manchen Punkten seiner Herrschaftspraxis einfach weit voraus...

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      <title>#43 Die Vitalienbrüder - Wer war Klaus Störtebeker?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gregor Rohmann:</h1><p>Was bleibt von Klaus Störtebeker und der Seeräuberromantik des Mittelalters, wenn man zeitgenössische Quellen erforscht? Darüber sprechen wir heute.</p>
<p>Die Vitalienbrüder waren Gewaltunternehmer zur See und keine sozialromantischen Freibeuter sagt Gregor Rohmann, Professor für die regionale Kulturgeschichte Mecklenburgs in Rostock. Jede Konfliktpartei auf der Ostesee konnte sie engagieren. Die dänische Königin genauso, wie die Meckelnburger Herzöge oder die Hanse. Die Vitalienbrüder wechselten oft die Seiten. In einer Zeit ohne wirksames Gewaltmonopol waren sie legitime Unterstützer zur Durchsetzung des privaten Rechts. So jedenfalls, sah der jeweilige Auftraggeber seine Mitkombattanten. Für die jeweiligen Gegner waren die Vitalienbrüder meistens die "Piraten".</p>
<p>Erst durch die Geschichtsschreibung entsteht die Legende von Klaus Störtebeker, dem legendären Anführer. Gregor Rohmann erforscht seit Jahrzehnten die zeitgenössischen Quellen und fand keinen Hinweis auf einen "Klaus" Störtebeker im Zusammenhang mit den Söldnern zur See. Vielleicht war "Johannes" Störtebeker aus Danzig gemeint. Der wurde allerdings nie hingerichtet sondern am Ende seines Lebens, friedlich in Rostock eingebürgert.</p>
<p>Über die Fahndung nach Klaus Störtebker und was wir heute gesichert über die Vitalienbrüder wissen, darüber spreche ich mit dem Historiker Gregor Rohmann in dieser Episode.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 19:00:00 +0100</pubDate>
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<p>Die Vitalienbrüder waren Gewaltunternehmer zur See und keine sozialromantischen Freibeuter sagt Gregor Rohmann, Professor für die regionale Kulturgeschichte Mecklenburgs in Rostock. Jede Konfliktpartei auf der Ostesee konnte sie engagieren. Die dänische Königin genauso, wie die Meckelnburger Herzöge oder die Hanse. Die Vitalienbrüder wechselten oft die Seiten. In einer Zeit ohne wirksames Gewaltmonopol waren sie legitime Unterstützer zur Durchsetzung des privaten Rechts. So jedenfalls, sah der jeweilige Auftraggeber seine Mitkombattanten. Für die jeweiligen Gegner waren die Vitalienbrüder meistens die "Piraten".</p>
<p>Erst durch die Geschichtsschreibung entsteht die Legende von Klaus Störtebeker, dem legendären Anführer. Gregor Rohmann erforscht seit Jahrzehnten die zeitgenössischen Quellen und fand keinen Hinweis auf einen "Klaus" Störtebeker im Zusammenhang mit den Söldnern zur See. Vielleicht war "Johannes" Störtebeker aus Danzig gemeint. Der wurde allerdings nie hingerichtet sondern am Ende seines Lebens, friedlich in Rostock eingebürgert.</p>
<p>Über die Fahndung nach Klaus Störtebker und was wir heute gesichert über die Vitalienbrüder wissen, darüber spreche ich mit dem Historiker Gregor Rohmann in dieser Episode.</p>
<p></p>
<p>Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Gregor Rohmann:Was bleibt von Klaus Störtebeker und der Seeräuberromantik des Mittelalters, wenn man zeitgenössische Quellen erforscht? Darüber sprechen wir heute.

Die Vitalienbrüder waren Gewaltunternehmer zur See und keine sozialromantischen Freibeuter sagt Gregor Rohmann, Professor für die regionale Kulturgeschichte Mecklenburgs in Rostock. Jede Konfliktpartei auf der Ostesee konnte sie engagieren. Die dänische Königin genauso, wie die Meckelnburger Herzöge oder die Hanse. Die Vitalienbrüder wechselten oft die Seiten. In einer Zeit ohne wirksames Gewaltmonopol waren sie legitime Unterstützer zur Durchsetzung des privaten Rechts. So jedenfalls, sah der jeweilige Auftraggeber seine Mitkombattanten. Für die jeweiligen Gegner waren die Vitalienbrüder meistens die "Piraten".

Erst durch die Geschichtsschreibung entsteht die Legende von Klaus Störtebeker, dem legendären Anführer. Gregor Rohmann erforscht seit Jahrzehnten die zeitgenössischen Quellen und fand keinen Hinweis auf einen "Klaus" Störtebeker im Zusammenhang mit den Söldnern zur See. Vielleicht war "Johannes" Störtebeker aus Danzig gemeint. Der wurde allerdings nie hingerichtet sondern am Ende seines Lebens, friedlich in Rostock eingebürgert.

Über die Fahndung nach Klaus Störtebker und was wir heute gesichert über die Vitalienbrüder wissen, darüber spreche ich mit dem Historiker Gregor Rohmann in dieser Episode.



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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa







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    </item>
    <item>
      <title>#42 Die Hanse</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Angela Huang:</h1><p>Die Hanse war das größte Europäische Handelsnetzwerk im Mittelalter. Es erstreckte sich über den ganzen Ostseeraum und darüber hinaus. Die Hanse hatte Niederlassungen in Russland, Norwegen, London und Brügge. Den ersten Hansetag, das Treffen aller aktuellen Mitglieder der Hanse, datieren wir ins Jahr 1358. Auch nach 668 Jahren ist sie bis heute in vielen Fragen eine Black Box. Die Hanse führte kein Mitgliederverzeichnis. Es war nie ganz klar, wer außer Lübeck, Köln und Hamburg gerade mit an Bord war. &nbsp;Auch Paderborn, Soest oder Magdeburg gehörten ihr zeitweise an. Aber seit wann und wie lange? Kein Mitgliederverzeichnis, keine Angestellten und sowieso kein Organigramm...Und trotzdem wurde sie die Hanse die mächtigste Handelsorganisation des Mittelalters.</p>
<p></p>
<p>Ich spreche mit Dr. Angela Huang, der Leiterin der Forschungsstelle zur Geschichte der Hanse und des Ostseeraums am Europäischen Hansemuseum in Lübeck. Was war das Erfolgsrezept der verschwiegenen Kaufleute und warum hielt ihr Ostseemonopol 300 Jahre lang?</p>
<p></p>
<p>Das alles und wie jeder von uns sich an der aktuellen Hanseforschung beteiligen kann, hört ihr in dieser Folge.</p>
<p></p>
<p>Den link zum citizen science Projekt, die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 20:00:00 +0100</pubDate>
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<p></p>
<p>Ich spreche mit Dr. Angela Huang, der Leiterin der Forschungsstelle zur Geschichte der Hanse und des Ostseeraums am Europäischen Hansemuseum in Lübeck. Was war das Erfolgsrezept der verschwiegenen Kaufleute und warum hielt ihr Ostseemonopol 300 Jahre lang?</p>
<p></p>
<p>Das alles und wie jeder von uns sich an der aktuellen Hanseforschung beteiligen kann, hört ihr in dieser Folge.</p>
<p></p>
<p>Den link zum citizen science Projekt, die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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Ich spreche mit Dr. Angela Huang, der Leiterin der Forschungsstelle zur Geschichte der Hanse und des Ostseeraums am Europäischen Hansemuseum in Lübeck. Was war das Erfolgsrezept der verschwiegenen Kaufleute und warum hielt ihr Ostseemonopol 300 Jahre lang?



Das alles und wie jeder von uns sich an der aktuellen Hanseforschung beteiligen kann, hört ihr in dieser Folge.



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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa





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      <title>#41 Die Goldene Bulle</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Eva Schlotheuber: Karl IV. war hoch arlamiert:</h1><p>"<em>Besonders Du, Mißgunst, hast das christliche Kaisertum (…) mit dem altbösen Gift, das Du wie eine Schlange in verbrecherischer Untat auf die Zweige des Reiches und seine nächsten Glieder gespritzt hast, um nach Einsturz der Säulen das ganze Gebäude als Ruine zusammenstürzen zu lassen - so hast Du also mannigfach Spaltung unter die sieben Kurfürsten des Heiligen Reiches gebracht (…) durch die das Heilige Reich erleuchtet werden soll.“ </em>So beginnt der Text der Goldenen Bulle.</p>
<p>Karl IV. fürchtete den Kollaps des römisch-deutschen Reiches. Zerrieben zwischen den Interessen der Päpste und der Kurfürsten. Deshalb verhandelte und verfasste er die "Goldene Bulle". Das erste Grundgesetz des römisch-deutschen Reiches. Karl IV. schaffte es, die Mitspracheansprüche der Päpste bei Königswahlen zurückzudrängen und die Kurfürsten zur Einigkeit zu verpflichten. Ein Meisterstück der Diplomatie.</p>
<p>Ich spreche mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, über Karls hartnäckige Verhandlungen zur Entstehung der Goldenen Bulle und ihre jahrhundertelange Bedeutung für das Reich.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 20:00:00 +0100</pubDate>
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<p>Karl IV. fürchtete den Kollaps des römisch-deutschen Reiches. Zerrieben zwischen den Interessen der Päpste und der Kurfürsten. Deshalb verhandelte und verfasste er die "Goldene Bulle". Das erste Grundgesetz des römisch-deutschen Reiches. Karl IV. schaffte es, die Mitspracheansprüche der Päpste bei Königswahlen zurückzudrängen und die Kurfürsten zur Einigkeit zu verpflichten. Ein Meisterstück der Diplomatie.</p>
<p>Ich spreche mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, über Karls hartnäckige Verhandlungen zur Entstehung der Goldenen Bulle und ihre jahrhundertelange Bedeutung für das Reich.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#41 Die Goldene Bulle</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Eva Schlotheuber: Karl IV. war hoch arlamiert:"Besonders Du, Mißgunst, hast das christliche Kaisertum (…) mit dem altbösen Gift, das Du wie eine Schlange in verbrecherischer Untat auf die Zweige des Reiches und seine nächsten Glieder gespritzt hast, um nach Einsturz der Säulen das ganze Gebäude als Ruine zusammenstürzen zu lassen - so hast Du also mannigfach Spaltung unter die sieben Kurfürsten des Heiligen Reiches gebracht (…) durch die das Heilige Reich erleuchtet werden soll.“ So beginnt der Text der Goldenen Bulle.

Karl IV. fürchtete den Kollaps des römisch-deutschen Reiches. Zerrieben zwischen den Interessen der Päpste und der Kurfürsten. Deshalb verhandelte und verfasste er die "Goldene Bulle". Das erste Grundgesetz des römisch-deutschen Reiches. Karl IV. schaffte es, die Mitspracheansprüche der Päpste bei Königswahlen zurückzudrängen und die Kurfürsten zur Einigkeit zu verpflichten. Ein Meisterstück der Diplomatie.

Ich spreche mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, über Karls hartnäckige Verhandlungen zur Entstehung der Goldenen Bulle und ihre jahrhundertelange Bedeutung für das Reich.



Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa







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    <item>
      <title>#40 Karl IV. und sein goldenes Prag</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Eva Schlotheuber:</h1><p>Die Stadt seines Herzens war Prag. Fast alles, was wir an Sehenswürdigkeiten dort heute noch bewundern, geht auf Karl IV. zurück. Er ließ die Neustadt anlegen, die dreimal größer als die ursprüngliche Stadt war. Mit drei Märkten und 40 Kirchen. Er ließ die Karlsbrücke über die Moldau bauen. Er baute die damals abgebrannte Burg wieder auf und gründete 1348 in Prag die erste Universität im Reich nördlich der Alpen mit deutschsprachigen Gelehrten. Auch kirchenpolitisch war er aktiv. Er sorgte dafür, dass Prag ein eigenes Erzbistum wurde und engagierte den Dombaumeister Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd, der den Veitsdom schuf.&nbsp;</p>
<p>Zur Aufbewahrung der Reichsinsignien ließ er eine eigene Burg bauen. 35 km von Prag entfernt. Eine weit sichtbare Höhenburg auf einem Felsen. Hoch oben im Hauptturm ließ er eine mit Gold ausgeschmückte Kapelle errichten. Dort wurden die Krone, die Heilige Lanze, das Reichskreuz, das Zepter und der Reichsapfel verwahrt. Das war keine Burg für Gäste, dort durfte niemand übernachten. Nur das Wachpersonal und die Portraits von Karl an den Wänden beschützten die heiligen Symbole seiner Herrschaft.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;Karl kompensierte seine geringe reale kaiserliche Macht durch Symbolik. Er führte wenig Kriege, war aber ein erfahrener Verhandler und Dipolmat. Mit der Goldenen Bulle stabilisierte er das Reich indem er die erste geschriebene Verfassung schuf.</p>
<p>Mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, spreche ich über seine Autobiografie, sein Verhältnis zu seinem Vater und seine Angst vor dem Auseinanderbrechen des Reiches.</p>
<p>Personen:</p>
<p>Karl IV. (1316-1378), Herrscher der Luxemburgerdynastie, römisch-deutscher König seit 1346, Taufname Wenzel, König von Böhmen seit 1347 und römisch-deutscher Kaiser seit 1355. Karl IV. erließ 1356 auf den Hoftagen von Nürnberg und Metz → die Goldene Bulle #41</p>
<p>Ludwig IV. von Wittelsbach "der Bayer" (1286-1347), Herrscher aus der Dynastie der bayerischen Wittelsbacher, seit 1323/1324 bis zu seinem Tod von den Päpsten gebannt. Zu ihm auch: #36 Ludwig der Bayer, der dem Papst trotzt.</p>
<p>Johann von Luxemburg (1296-1346), Vater Kaiser Karls IV. aus der Dynastie der Luxemburger, von1311-1346 König von Böhmen, auch Johann der Blinde aufgrund seiner Augenerkrankung genannt.</p>
<p>Elisabeth von Böhmen (1392-1330), Königin von Böhmen seit 1310, Tochter des böhmischen und polnischen Königs Wenzels II., Gemahlin Johanns von Luxemburg und Mutter Kaiser Karls IV.</p>
<p>Blanca Margarete von Valois (1316/1317-1348), französische Prinzessin und Schwester des französischen Königs Philipp VI. von Valois, Blanca wurde 1323 in Paris mit Karl IV. vermählt, Königin von Böhmen 1347-1348.</p>
<p>Karl IV. von Frankreich (1294-1328), seit 1322 König von Frankreich aus der Dynastie der Kapetinger. Kaiser Karl IV., der damals noch seinen Taufnamen Wenzel trug, wurde an seinem Hof erzogen. Karl IV. verlieh ihm als sein Firmpate den eigenen Namen Karl. Als er 1328 ohne männlichen Erben starb, führte die Königserhebung Philipp VI. von Valois zum Ausbruch des Hundertjährigen Krieges, weil auch der englische König Eduard III. über seine Mutter Isabella von Frankreich Anspruch auf den französischen Thron erhob.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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]]></description>
      <pubDate>Wed, 07 Jan 2026 21:33:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Eva Schlotheuber:</h1><p>Die Stadt seines Herzens war Prag. Fast alles, was wir an Sehenswürdigkeiten dort heute noch bewundern, geht auf Karl IV. zurück. Er ließ die Neustadt anlegen, die dreimal größer als die ursprüngliche Stadt war. Mit drei Märkten und 40 Kirchen. Er ließ die Karlsbrücke über die Moldau bauen. Er baute die damals abgebrannte Burg wieder auf und gründete 1348 in Prag die erste Universität im Reich nördlich der Alpen mit deutschsprachigen Gelehrten. Auch kirchenpolitisch war er aktiv. Er sorgte dafür, dass Prag ein eigenes Erzbistum wurde und engagierte den Dombaumeister Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd, der den Veitsdom schuf.&nbsp;</p>
<p>Zur Aufbewahrung der Reichsinsignien ließ er eine eigene Burg bauen. 35 km von Prag entfernt. Eine weit sichtbare Höhenburg auf einem Felsen. Hoch oben im Hauptturm ließ er eine mit Gold ausgeschmückte Kapelle errichten. Dort wurden die Krone, die Heilige Lanze, das Reichskreuz, das Zepter und der Reichsapfel verwahrt. Das war keine Burg für Gäste, dort durfte niemand übernachten. Nur das Wachpersonal und die Portraits von Karl an den Wänden beschützten die heiligen Symbole seiner Herrschaft.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;Karl kompensierte seine geringe reale kaiserliche Macht durch Symbolik. Er führte wenig Kriege, war aber ein erfahrener Verhandler und Dipolmat. Mit der Goldenen Bulle stabilisierte er das Reich indem er die erste geschriebene Verfassung schuf.</p>
<p>Mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, spreche ich über seine Autobiografie, sein Verhältnis zu seinem Vater und seine Angst vor dem Auseinanderbrechen des Reiches.</p>
<p>Personen:</p>
<p>Karl IV. (1316-1378), Herrscher der Luxemburgerdynastie, römisch-deutscher König seit 1346, Taufname Wenzel, König von Böhmen seit 1347 und römisch-deutscher Kaiser seit 1355. Karl IV. erließ 1356 auf den Hoftagen von Nürnberg und Metz → die Goldene Bulle #41</p>
<p>Ludwig IV. von Wittelsbach "der Bayer" (1286-1347), Herrscher aus der Dynastie der bayerischen Wittelsbacher, seit 1323/1324 bis zu seinem Tod von den Päpsten gebannt. Zu ihm auch: #36 Ludwig der Bayer, der dem Papst trotzt.</p>
<p>Johann von Luxemburg (1296-1346), Vater Kaiser Karls IV. aus der Dynastie der Luxemburger, von1311-1346 König von Böhmen, auch Johann der Blinde aufgrund seiner Augenerkrankung genannt.</p>
<p>Elisabeth von Böhmen (1392-1330), Königin von Böhmen seit 1310, Tochter des böhmischen und polnischen Königs Wenzels II., Gemahlin Johanns von Luxemburg und Mutter Kaiser Karls IV.</p>
<p>Blanca Margarete von Valois (1316/1317-1348), französische Prinzessin und Schwester des französischen Königs Philipp VI. von Valois, Blanca wurde 1323 in Paris mit Karl IV. vermählt, Königin von Böhmen 1347-1348.</p>
<p>Karl IV. von Frankreich (1294-1328), seit 1322 König von Frankreich aus der Dynastie der Kapetinger. Kaiser Karl IV., der damals noch seinen Taufnamen Wenzel trug, wurde an seinem Hof erzogen. Karl IV. verlieh ihm als sein Firmpate den eigenen Namen Karl. Als er 1328 ohne männlichen Erben starb, führte die Königserhebung Philipp VI. von Valois zum Ausbruch des Hundertjährigen Krieges, weil auch der englische König Eduard III. über seine Mutter Isabella von Frankreich Anspruch auf den französischen Thron erhob.</p>
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<p>Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Eva Schlotheuber:Die Stadt seines Herzens war Prag. Fast alles, was wir an Sehenswürdigkeiten dort heute noch bewundern, geht auf Karl IV. zurück. Er ließ die Neustadt anlegen, die dreimal größer als die ursprüngliche Stadt war. Mit drei Märkten und 40 Kirchen. Er ließ die Karlsbrücke über die Moldau bauen. Er baute die damals abgebrannte Burg wieder auf und gründete 1348 in Prag die erste Universität im Reich nördlich der Alpen mit deutschsprachigen Gelehrten. Auch kirchenpolitisch war er aktiv. Er sorgte dafür, dass Prag ein eigenes Erzbistum wurde und engagierte den Dombaumeister Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd, der den Veitsdom schuf. 

Zur Aufbewahrung der Reichsinsignien ließ er eine eigene Burg bauen. 35 km von Prag entfernt. Eine weit sichtbare Höhenburg auf einem Felsen. Hoch oben im Hauptturm ließ er eine mit Gold ausgeschmückte Kapelle errichten. Dort wurden die Krone, die Heilige Lanze, das Reichskreuz, das Zepter und der Reichsapfel verwahrt. Das war keine Burg für Gäste, dort durfte niemand übernachten. Nur das Wachpersonal und die Portraits von Karl an den Wänden beschützten die heiligen Symbole seiner Herrschaft. 

 Karl kompensierte seine geringe reale kaiserliche Macht durch Symbolik. Er führte wenig Kriege, war aber ein erfahrener Verhandler und Dipolmat. Mit der Goldenen Bulle stabilisierte er das Reich indem er die erste geschriebene Verfassung schuf.

Mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, spreche ich über seine Autobiografie, sein Verhältnis zu seinem Vater und seine Angst vor dem Auseinanderbrechen des Reiches.

Personen:

Karl IV. (1316-1378), Herrscher der Luxemburgerdynastie, römisch-deutscher König seit 1346, Taufname Wenzel, König von Böhmen seit 1347 und römisch-deutscher Kaiser seit 1355. Karl IV. erließ 1356 auf den Hoftagen von Nürnberg und Metz → die Goldene Bulle #41

Ludwig IV. von Wittelsbach "der Bayer" (1286-1347), Herrscher aus der Dynastie der bayerischen Wittelsbacher, seit 1323/1324 bis zu seinem Tod von den Päpsten gebannt. Zu ihm auch: #36 Ludwig der Bayer, der dem Papst trotzt.

Johann von Luxemburg (1296-1346), Vater Kaiser Karls IV. aus der Dynastie der Luxemburger, von1311-1346 König von Böhmen, auch Johann der Blinde aufgrund seiner Augenerkrankung genannt.

Elisabeth von Böhmen (1392-1330), Königin von Böhmen seit 1310, Tochter des böhmischen und polnischen Königs Wenzels II., Gemahlin Johanns von Luxemburg und Mutter Kaiser Karls IV.

Blanca Margarete von Valois (1316/1317-1348), französische Prinzessin und Schwester des französischen Königs Philipp VI. von Valois, Blanca wurde 1323 in Paris mit Karl IV. vermählt, Königin von Böhmen 1347-1348.

Karl IV. von Frankreich (1294-1328), seit 1322 König von Frankreich aus der Dynastie der Kapetinger. Kaiser Karl IV., der damals noch seinen Taufnamen Wenzel trug, wurde an seinem Hof erzogen. Karl IV. verlieh ihm als sein Firmpate den eigenen Namen Karl. Als er 1328 ohne männlichen Erben starb, führte die Königserhebung Philipp VI. von Valois zum Ausbruch des Hundertjährigen Krieges, weil auch der englische König Eduard III. über seine Mutter Isabella von Frankreich Anspruch auf den französischen Thron erhob.



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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#39 Die Pest</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Stefan Leenen:</h1><p>1331 brach die Pest im heutigen China aus und wanderte von dort aus westwärts. Sie brauchte 15 Jahre bis sie die Küste der Krim erreichte. In Caffa betrieben Händler aus Genua einen Stützpunkt. Sie handelten mit Getreide und transportierten es über das Schwarze Meer nach Westeuropa. &nbsp;</p>
<p>1346 hatten12 genuesische Galeeren nicht nur Getreide, sondern auch die Pest an Bord und nahmen Kurs auf Süditalien. Sie verursachten die bisher größte medizinische Katastrophe in der europäischen Geschichte. Zwischen 20 und 50 Millionen Menschen fielen der Pest zum Opfer. Etwa ein Drittel der Bevölkerung.</p>
<p>Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 2 Kilometern pro Tag verbreitete sich die Pest in alle Richtungen: nach Spanien, Frankreich Deutschland.</p>
<p>Die Lungenpest führte innerhalb weniger Stunden nach der Ansteckung zum Tod. Die Beulenpest brauchte etwas länger. Die Patienten litten noch zwei bis drei Tage bevor sie starben.</p>
<p>Die Krankheit traf arme und reiche, junge und alte, Frauen und Männer gleichermaßen und breitete sich unaufhaltsam aus. Sie schob die Horrormeldungen vor sich her. Die lösten schon Massenhysterien aus, lange bevor die Pest tatsächlich zuschlug.</p>
<p>In vielen deutschen Städten brachen Judenpogrome aus. Die Verfolgung der jüdischen Einwohner durch aufgebrachte Massen trat das erste Mal in der Provence auf. Die Hysterie begann lange bevor die Seuche selbst das Land erreichte. Schon die Nachricht vom Schwarzen Tod und die Phantasie, dass Juden die Brunnen vergiftet hätten, reichte für tödliche Hetzjagden. In Basel und Straßburg töteten blutrünstige Bürger 1349 große Teile der jüdischen Bevölkerung. Stadträte, die mäßigend einwirken wollten, wurden von den aufgepeitschten Mordlustigen vertrieben. In Worms, Frankfurt und Mainz verübten die jüdischen Gemeinden nach anfänglicher Gegenwehr Massenselbstmorde.</p>
<p>Es waren die bis dahin schlimmsten Pogrome gegen Juden in Deutschland. In unserer Geschichte nur noch übertroffen vom Holocaust. Mit dem Auftreten der Pest wurden fast alle jüdischen Gemeinden in Deutschland vernichtet oder vertrieben. Damit war das jüdische Leben für fast 400 Jahre in Deutschland zerstört.</p>
<p>Über Flagellanten, die Ratlosigkeit der Gelehrten, das große Sterben und die anschließende Wirtschaftskrise spreche ich mit Dr. Stefan Leenen, dem Kurator der letzten großen Pestausstellung in Deutschland.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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]]></description>
      <pubDate>Thu, 01 Jan 2026 04:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Stefan Leenen:</h1><p>1331 brach die Pest im heutigen China aus und wanderte von dort aus westwärts. Sie brauchte 15 Jahre bis sie die Küste der Krim erreichte. In Caffa betrieben Händler aus Genua einen Stützpunkt. Sie handelten mit Getreide und transportierten es über das Schwarze Meer nach Westeuropa. &nbsp;</p>
<p>1346 hatten12 genuesische Galeeren nicht nur Getreide, sondern auch die Pest an Bord und nahmen Kurs auf Süditalien. Sie verursachten die bisher größte medizinische Katastrophe in der europäischen Geschichte. Zwischen 20 und 50 Millionen Menschen fielen der Pest zum Opfer. Etwa ein Drittel der Bevölkerung.</p>
<p>Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 2 Kilometern pro Tag verbreitete sich die Pest in alle Richtungen: nach Spanien, Frankreich Deutschland.</p>
<p>Die Lungenpest führte innerhalb weniger Stunden nach der Ansteckung zum Tod. Die Beulenpest brauchte etwas länger. Die Patienten litten noch zwei bis drei Tage bevor sie starben.</p>
<p>Die Krankheit traf arme und reiche, junge und alte, Frauen und Männer gleichermaßen und breitete sich unaufhaltsam aus. Sie schob die Horrormeldungen vor sich her. Die lösten schon Massenhysterien aus, lange bevor die Pest tatsächlich zuschlug.</p>
<p>In vielen deutschen Städten brachen Judenpogrome aus. Die Verfolgung der jüdischen Einwohner durch aufgebrachte Massen trat das erste Mal in der Provence auf. Die Hysterie begann lange bevor die Seuche selbst das Land erreichte. Schon die Nachricht vom Schwarzen Tod und die Phantasie, dass Juden die Brunnen vergiftet hätten, reichte für tödliche Hetzjagden. In Basel und Straßburg töteten blutrünstige Bürger 1349 große Teile der jüdischen Bevölkerung. Stadträte, die mäßigend einwirken wollten, wurden von den aufgepeitschten Mordlustigen vertrieben. In Worms, Frankfurt und Mainz verübten die jüdischen Gemeinden nach anfänglicher Gegenwehr Massenselbstmorde.</p>
<p>Es waren die bis dahin schlimmsten Pogrome gegen Juden in Deutschland. In unserer Geschichte nur noch übertroffen vom Holocaust. Mit dem Auftreten der Pest wurden fast alle jüdischen Gemeinden in Deutschland vernichtet oder vertrieben. Damit war das jüdische Leben für fast 400 Jahre in Deutschland zerstört.</p>
<p>Über Flagellanten, die Ratlosigkeit der Gelehrten, das große Sterben und die anschließende Wirtschaftskrise spreche ich mit Dr. Stefan Leenen, dem Kurator der letzten großen Pestausstellung in Deutschland.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Stefan Leenen:1331 brach die Pest im heutigen China aus und wanderte von dort aus westwärts. Sie brauchte 15 Jahre bis sie die Küste der Krim erreichte. In Caffa betrieben Händler aus Genua einen Stützpunkt. Sie handelten mit Getreide und transportierten es über das Schwarze Meer nach Westeuropa.  

1346 hatten12 genuesische Galeeren nicht nur Getreide, sondern auch die Pest an Bord und nahmen Kurs auf Süditalien. Sie verursachten die bisher größte medizinische Katastrophe in der europäischen Geschichte. Zwischen 20 und 50 Millionen Menschen fielen der Pest zum Opfer. Etwa ein Drittel der Bevölkerung.

Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 2 Kilometern pro Tag verbreitete sich die Pest in alle Richtungen: nach Spanien, Frankreich Deutschland.

Die Lungenpest führte innerhalb weniger Stunden nach der Ansteckung zum Tod. Die Beulenpest brauchte etwas länger. Die Patienten litten noch zwei bis drei Tage bevor sie starben.

Die Krankheit traf arme und reiche, junge und alte, Frauen und Männer gleichermaßen und breitete sich unaufhaltsam aus. Sie schob die Horrormeldungen vor sich her. Die lösten schon Massenhysterien aus, lange bevor die Pest tatsächlich zuschlug.

In vielen deutschen Städten brachen Judenpogrome aus. Die Verfolgung der jüdischen Einwohner durch aufgebrachte Massen trat das erste Mal in der Provence auf. Die Hysterie begann lange bevor die Seuche selbst das Land erreichte. Schon die Nachricht vom Schwarzen Tod und die Phantasie, dass Juden die Brunnen vergiftet hätten, reichte für tödliche Hetzjagden. In Basel und Straßburg töteten blutrünstige Bürger 1349 große Teile der jüdischen Bevölkerung. Stadträte, die mäßigend einwirken wollten, wurden von den aufgepeitschten Mordlustigen vertrieben. In Worms, Frankfurt und Mainz verübten die jüdischen Gemeinden nach anfänglicher Gegenwehr Massenselbstmorde.

Es waren die bis dahin schlimmsten Pogrome gegen Juden in Deutschland. In unserer Geschichte nur noch übertroffen vom Holocaust. Mit dem Auftreten der Pest wurden fast alle jüdischen Gemeinden in Deutschland vernichtet oder vertrieben. Damit war das jüdische Leben für fast 400 Jahre in Deutschland zerstört.

Über Flagellanten, die Ratlosigkeit der Gelehrten, das große Sterben und die anschließende Wirtschaftskrise spreche ich mit Dr. Stefan Leenen, dem Kurator der letzten großen Pestausstellung in Deutschland.



Seine Reisetipps und Bilder findet Ihr hier:

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"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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      <title>Leidenschaft für Geschichte: Übers Podcasten - Sonderfolge</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Simon Kellner:</h1><p>Simon von "Zeit für History" spricht mit mir über unsere gemeinsame Leidenschaft für Geschichte, was uns dazu bringt, aus ihr jeweils einen Podcast zu machen und was auf diesem Weg schieflaufen kann...</p>
<p>Eine Sonderfolge als Blick hinter die Kulissen.</p>
<p>Simons Podcast "Zeit für History" findet Ihr hier:</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/show/773867UfbsmIqhjeUMYVy9?si=f96f462992604400" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/773867UfbsmIqhjeUMYVy9?si=f96f462992604400</a></p>
<p>Oder überall, wo es Podcasts gibt....</p>
<p>#Geschichte #Podcasts #Nerds</p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 26 Dec 2025 02:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Eine Sonderfolge als Blick hinter die Kulissen.</p>
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<p><a href="https://open.spotify.com/show/773867UfbsmIqhjeUMYVy9?si=f96f462992604400" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/773867UfbsmIqhjeUMYVy9?si=f96f462992604400</a></p>
<p>Oder überall, wo es Podcasts gibt....</p>
<p>#Geschichte #Podcasts #Nerds</p>
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Eine Sonderfolge als Blick hinter die Kulissen.

Simons Podcast "Zeit für History" findet Ihr hier:

https://open.spotify.com/show/773867UfbsmIqhjeUMYVy9?si=f96f462992604400

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#Geschichte #Podcasts #Nerds

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      <title>#38 Juden und Christen im Mittelalter</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Eva Haverkamp-Rott:</h1><p>Vor der langen Geschichte der Unterdrückung, Vertreibung und Verfolgung der Juden in Europa gab es eine Zeit, in der Juden und Christen das Leben in unserem Land gemeinsam geprägt haben. Und über diese Zeit und ihr jähes Ende möchte ich heute sprechen.</p>
<p>Im frühen Mittelalter, ab dem 10. Jahrhundert begann die aktive Ansiedlung jüdischer Familien in den Städten entlang des Rheins. Die ottonischen und salischen Kaiser des römisch-deutschen Reiches hatten erkannt, dass die Ansiedlung von jüdischen Kaufleuten aus Italien oder Spanien wie ein Wirtschaftsmotor die Lebensverhältnisse der Menschen verbesserte.</p>
<p>Zu der Gründung einer Stadt gehörte die Ansiedlung von jüdischen Kaufleuten. Deshalb wurden die Wohnviertel der Juden oft in der Stadtmitte neben der Kirche gebaut. Viele jüdische Synagogen wurden von christlichen Dombaumeistern errichtet.</p>
<p>Mainz, Worms und Speyer waren die ersten Zentren des jüdischen Lebens nördlich der Alpen. Sie waren die größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden im frühen Mittelalter. Doch was gehörte zu einer jüdischen Gemeinde? Zuerst: die Selbstverwaltung. Die jüdischen Gemeinden hatten einen Rat und eine eigene Gerichtsbarkeit für die Streitigkeiten untereinander. Die Gemeinden waren meistens in der Innenstadt angesiedelt und hatten neben den Wohnvierteln Gemeinschaftseinrichtungen: Eine Synagoge, ein Ritualbad, der Mikwa die aus fließendem Wasser gespeist wird, und in die man mit dem ganzen Körper eintauchen kann, ein Tanzhaus, ein Backhaus, ein Hospital, ein Friedhof, und manche jüdische Gemeinden betrieben eine Hochschule mit angeschlossenem Studierendenwohnheim.</p>
<p>Über das jüdisch-christliche Zusammenleben im Mittelalter und die beginnende Verfolgung und Vertreibung spreche ich mit Eva Haverkamp-Rott, Professorin für jüdische Geschichte Kultur im Mittelalter an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 25 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Eva Haverkamp-Rott:</h1><p>Vor der langen Geschichte der Unterdrückung, Vertreibung und Verfolgung der Juden in Europa gab es eine Zeit, in der Juden und Christen das Leben in unserem Land gemeinsam geprägt haben. Und über diese Zeit und ihr jähes Ende möchte ich heute sprechen.</p>
<p>Im frühen Mittelalter, ab dem 10. Jahrhundert begann die aktive Ansiedlung jüdischer Familien in den Städten entlang des Rheins. Die ottonischen und salischen Kaiser des römisch-deutschen Reiches hatten erkannt, dass die Ansiedlung von jüdischen Kaufleuten aus Italien oder Spanien wie ein Wirtschaftsmotor die Lebensverhältnisse der Menschen verbesserte.</p>
<p>Zu der Gründung einer Stadt gehörte die Ansiedlung von jüdischen Kaufleuten. Deshalb wurden die Wohnviertel der Juden oft in der Stadtmitte neben der Kirche gebaut. Viele jüdische Synagogen wurden von christlichen Dombaumeistern errichtet.</p>
<p>Mainz, Worms und Speyer waren die ersten Zentren des jüdischen Lebens nördlich der Alpen. Sie waren die größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden im frühen Mittelalter. Doch was gehörte zu einer jüdischen Gemeinde? Zuerst: die Selbstverwaltung. Die jüdischen Gemeinden hatten einen Rat und eine eigene Gerichtsbarkeit für die Streitigkeiten untereinander. Die Gemeinden waren meistens in der Innenstadt angesiedelt und hatten neben den Wohnvierteln Gemeinschaftseinrichtungen: Eine Synagoge, ein Ritualbad, der Mikwa die aus fließendem Wasser gespeist wird, und in die man mit dem ganzen Körper eintauchen kann, ein Tanzhaus, ein Backhaus, ein Hospital, ein Friedhof, und manche jüdische Gemeinden betrieben eine Hochschule mit angeschlossenem Studierendenwohnheim.</p>
<p>Über das jüdisch-christliche Zusammenleben im Mittelalter und die beginnende Verfolgung und Vertreibung spreche ich mit Eva Haverkamp-Rott, Professorin für jüdische Geschichte Kultur im Mittelalter an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.</p>
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<p>Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#38 Juden und Christen im Mittelalter</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Eva Haverkamp-Rott:Vor der langen Geschichte der Unterdrückung, Vertreibung und Verfolgung der Juden in Europa gab es eine Zeit, in der Juden und Christen das Leben in unserem Land gemeinsam geprägt haben. Und über diese Zeit und ihr jähes Ende möchte ich heute sprechen.

Im frühen Mittelalter, ab dem 10. Jahrhundert begann die aktive Ansiedlung jüdischer Familien in den Städten entlang des Rheins. Die ottonischen und salischen Kaiser des römisch-deutschen Reiches hatten erkannt, dass die Ansiedlung von jüdischen Kaufleuten aus Italien oder Spanien wie ein Wirtschaftsmotor die Lebensverhältnisse der Menschen verbesserte.

Zu der Gründung einer Stadt gehörte die Ansiedlung von jüdischen Kaufleuten. Deshalb wurden die Wohnviertel der Juden oft in der Stadtmitte neben der Kirche gebaut. Viele jüdische Synagogen wurden von christlichen Dombaumeistern errichtet.

Mainz, Worms und Speyer waren die ersten Zentren des jüdischen Lebens nördlich der Alpen. Sie waren die größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden im frühen Mittelalter. Doch was gehörte zu einer jüdischen Gemeinde? Zuerst: die Selbstverwaltung. Die jüdischen Gemeinden hatten einen Rat und eine eigene Gerichtsbarkeit für die Streitigkeiten untereinander. Die Gemeinden waren meistens in der Innenstadt angesiedelt und hatten neben den Wohnvierteln Gemeinschaftseinrichtungen: Eine Synagoge, ein Ritualbad, der Mikwa die aus fließendem Wasser gespeist wird, und in die man mit dem ganzen Körper eintauchen kann, ein Tanzhaus, ein Backhaus, ein Hospital, ein Friedhof, und manche jüdische Gemeinden betrieben eine Hochschule mit angeschlossenem Studierendenwohnheim.

Über das jüdisch-christliche Zusammenleben im Mittelalter und die beginnende Verfolgung und Vertreibung spreche ich mit Eva Haverkamp-Rott, Professorin für jüdische Geschichte Kultur im Mittelalter an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.



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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

 

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    <item>
      <title>#37 Die Wittelsbacher</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Richard Loibl:</h1><p>Neben den Welfen und den Habsburgern waren die Wittelsbacher die dritte bedeutende Adelsfamilie, die unser Mittelalter nachhaltig geprägt hat. Und trotzdem hat es mit dem Griff zur Kaiserkrone nie dauerhaft geklappt.</p>
<p>Über Kaiser Ludwig „den Bayern“ haben wir in der letzten Folge gesprochen. 53 Jahre nach ihm wurde Ruprecht von der Pfalz -auch ein Wittelsbacher - &nbsp;zum Kaiser gekrönt. Er regierte 10 Jahre, konnte aber nicht viel ausrichten. Danach brauchte es über 330 Jahre bis wieder ein Wittelsbacher Kaiser wurde. Karl VII. regierte aber nur für drei Jahre meistens von Frankfurt aus, weil die Österreicher München besetzt hatten.&nbsp; Auch seine Kaiserherrschaft war eher glücklos.</p>
<p>Warum machte Barbarossa einen Wittelsbacher 1180 zum Herzog von Bayern? Und wie hat die Familie in den anschließenden 845 Jahren die deutsche Geschichte beeinflußt? Darüber spreche ich mit Dr. Richard Loibl, dem Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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      <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 20:00:00 +0100</pubDate>
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<p>Über Kaiser Ludwig „den Bayern“ haben wir in der letzten Folge gesprochen. 53 Jahre nach ihm wurde Ruprecht von der Pfalz -auch ein Wittelsbacher - &nbsp;zum Kaiser gekrönt. Er regierte 10 Jahre, konnte aber nicht viel ausrichten. Danach brauchte es über 330 Jahre bis wieder ein Wittelsbacher Kaiser wurde. Karl VII. regierte aber nur für drei Jahre meistens von Frankfurt aus, weil die Österreicher München besetzt hatten.&nbsp; Auch seine Kaiserherrschaft war eher glücklos.</p>
<p>Warum machte Barbarossa einen Wittelsbacher 1180 zum Herzog von Bayern? Und wie hat die Familie in den anschließenden 845 Jahren die deutsche Geschichte beeinflußt? Darüber spreche ich mit Dr. Richard Loibl, dem Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg.</p>
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Über Kaiser Ludwig „den Bayern“ haben wir in der letzten Folge gesprochen. 53 Jahre nach ihm wurde Ruprecht von der Pfalz -auch ein Wittelsbacher -  zum Kaiser gekrönt. Er regierte 10 Jahre, konnte aber nicht viel ausrichten. Danach brauchte es über 330 Jahre bis wieder ein Wittelsbacher Kaiser wurde. Karl VII. regierte aber nur für drei Jahre meistens von Frankfurt aus, weil die Österreicher München besetzt hatten.  Auch seine Kaiserherrschaft war eher glücklos.

Warum machte Barbarossa einen Wittelsbacher 1180 zum Herzog von Bayern? Und wie hat die Familie in den anschließenden 845 Jahren die deutsche Geschichte beeinflußt? Darüber spreche ich mit Dr. Richard Loibl, dem Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg.

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#36 Ludwig der Bayer - der dem Papst trotzt</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Ludwig hatte es besonders schwer. Er hatte nicht nur einen Gegenkönig, den er bekämpfte und einsperren ließ, sondern wurde vom Papst exkommuniziert. Der Bann traf nicht nur ihn persönlich sondern das ganze Reich nördlich der Alpen. Solange Ludwig regierte, verbot der Papst per Interdikt jegliche kirchliche Handlungen im Reich. Gottesdienste, Beerdigungen, Taufen oder Beichten… alles verboten. Über 20 Jahre lang. Aber nicht mit Ludwig dem Bayern: Mit Waffengewalt zwang er die Dominikaner ihre Kirchen für die Gläubigen offen zu halten.</p>
<p>Nachdem Ludwig seinen Gegenkönig besiegt hatte, kam er auf eine sehr besondere Idee. Er beschloss mit seinem Konkurrenten zusammen zu regieren. Die erste Doppelspitze in der deutschen Geschichte. Ein völlig neuer Gedanke: Ludwig wollte geeint mit Friedrich von Habsburg dem Papst entgegentreten. Doch das Politikexperiment scheiterte.</p>
<p>Der exkommunizierte König ritt 1328 über die Alpen und ließ sich in der Peterskirche zum Kaiser krönen.</p>
<p>Über das kämpferische Leben des ersten Wittelsbachers auf dem Königs- und Kaiserthron spreche ich in dieser Episode mit Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg.</p>
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      <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 11:41:00 +0100</pubDate>
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<p>Nachdem Ludwig seinen Gegenkönig besiegt hatte, kam er auf eine sehr besondere Idee. Er beschloss mit seinem Konkurrenten zusammen zu regieren. Die erste Doppelspitze in der deutschen Geschichte. Ein völlig neuer Gedanke: Ludwig wollte geeint mit Friedrich von Habsburg dem Papst entgegentreten. Doch das Politikexperiment scheiterte.</p>
<p>Der exkommunizierte König ritt 1328 über die Alpen und ließ sich in der Peterskirche zum Kaiser krönen.</p>
<p>Über das kämpferische Leben des ersten Wittelsbachers auf dem Königs- und Kaiserthron spreche ich in dieser Episode mit Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg.</p>
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Nachdem Ludwig seinen Gegenkönig besiegt hatte, kam er auf eine sehr besondere Idee. Er beschloss mit seinem Konkurrenten zusammen zu regieren. Die erste Doppelspitze in der deutschen Geschichte. Ein völlig neuer Gedanke: Ludwig wollte geeint mit Friedrich von Habsburg dem Papst entgegentreten. Doch das Politikexperiment scheiterte.

Der exkommunizierte König ritt 1328 über die Alpen und ließ sich in der Peterskirche zum Kaiser krönen.

Über das kämpferische Leben des ersten Wittelsbachers auf dem Königs- und Kaiserthron spreche ich in dieser Episode mit Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg.

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa









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    <item>
      <title>#35 Das Attentat von Anagni und der Aufstieg der Luxemburger</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Am 7. September 1303 gegen 15.00 Uhr ruft der Papst um Hilfe. Er bangt um sein Leben. Ein militärisches Überfallkommando belagert und beschießt sein Sommerhaus in Anagni. Hier in seinem Heimatort 70 km süd-östlich von Rom verbringt Papst Bonifaz VIII. seinen Sommer. Bis im Morgengrauen des 7. September eine bewaffnete Truppe in die Stadt einfällt und seinen Sommerpalast angreift.</p>
<p>Vergeblich flehte der Papst um Hilfe. Sein Palast wurde gestürmt. Die Angreifer&nbsp;verlangten seinen sofortigen Rücktritt. Doch der Papst schmetterte ihnen entgegen: „Ich verliere lieber den Kopf…Hier mein Hals, hier mein Haupt“. Daraufhin misshandelten sie ihn schwer. Drei Tage dauerte die Tortur, bis der alte Herr von den Bürgern der Stadt befreit wurde. Sie vertrieben das französische Überfallkommando und retteten ihren Papst. Doch die Wunden heilten nicht und Bonifaz starb vier Wochen später an den Folgen des Attentats.</p>
<p>Was hat diese Gewalttat mit der deutschen Geschichte zu tun? Die Macht des französischen Königs wuchs. Der nächste Papst war ein Franzose und wählte Avignon statt Rom als seine Residenz. Die Stadt in der Provence wurde die nächsten 70 Jahre der Sitz des Papstes. Der starke französische König hatte die französischstämmigen Päpste in Reichweite und dominiert die europäische Politik im Spätmittelalter.</p>
<p>Auch die Wahl des römisch-deutschen Königs wollte er beeinflussen. Er schlug seinen Bruder für den deutschen Thron vor. Doch die Kurfüsten einigten sich auf einen Kompromisskandidaten: Heinrich von Luxemburg. Heinrich war Vasall des französischen Königs, stammte aber aus einem Grafenhaus, das zum römisch-deutschen Reich gehörte. Der Graf aus der zweiten Reihe war frankophil und ausreichend machtlos, um sowohl vom französischen König als auch den deutschen Kurfürsten akzeptiert zu werden.</p>
<p>Wie Heinrich von Luxemburg seiner Familie das Königreich Böhmen sicherte und sie dadurch zu einer der mächtigsten Sippe im Reich machte, darüber spreche ich mit Martin Kaufhold, Professor für mittellaterliche Geschichte an der Uni Augsburg.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Fri, 05 Dec 2025 12:21:00 +0100</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Am 7. September 1303 gegen 15.00 Uhr ruft der Papst um Hilfe. Er bangt um sein Leben. Ein militärisches Überfallkommando belagert und beschießt sein Sommerhaus in Anagni. Hier in seinem Heimatort 70 km süd-östlich von Rom verbringt Papst Bonifaz VIII. seinen Sommer. Bis im Morgengrauen des 7. September eine bewaffnete Truppe in die Stadt einfällt und seinen Sommerpalast angreift.</p>
<p>Vergeblich flehte der Papst um Hilfe. Sein Palast wurde gestürmt. Die Angreifer&nbsp;verlangten seinen sofortigen Rücktritt. Doch der Papst schmetterte ihnen entgegen: „Ich verliere lieber den Kopf…Hier mein Hals, hier mein Haupt“. Daraufhin misshandelten sie ihn schwer. Drei Tage dauerte die Tortur, bis der alte Herr von den Bürgern der Stadt befreit wurde. Sie vertrieben das französische Überfallkommando und retteten ihren Papst. Doch die Wunden heilten nicht und Bonifaz starb vier Wochen später an den Folgen des Attentats.</p>
<p>Was hat diese Gewalttat mit der deutschen Geschichte zu tun? Die Macht des französischen Königs wuchs. Der nächste Papst war ein Franzose und wählte Avignon statt Rom als seine Residenz. Die Stadt in der Provence wurde die nächsten 70 Jahre der Sitz des Papstes. Der starke französische König hatte die französischstämmigen Päpste in Reichweite und dominiert die europäische Politik im Spätmittelalter.</p>
<p>Auch die Wahl des römisch-deutschen Königs wollte er beeinflussen. Er schlug seinen Bruder für den deutschen Thron vor. Doch die Kurfüsten einigten sich auf einen Kompromisskandidaten: Heinrich von Luxemburg. Heinrich war Vasall des französischen Königs, stammte aber aus einem Grafenhaus, das zum römisch-deutschen Reich gehörte. Der Graf aus der zweiten Reihe war frankophil und ausreichend machtlos, um sowohl vom französischen König als auch den deutschen Kurfürsten akzeptiert zu werden.</p>
<p>Wie Heinrich von Luxemburg seiner Familie das Königreich Böhmen sicherte und sie dadurch zu einer der mächtigsten Sippe im Reich machte, darüber spreche ich mit Martin Kaufhold, Professor für mittellaterliche Geschichte an der Uni Augsburg.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:title>#35 Das Attentat von Anagni und der Aufstieg der Luxemburger</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Martin Kaufhold:Am 7. September 1303 gegen 15.00 Uhr ruft der Papst um Hilfe. Er bangt um sein Leben. Ein militärisches Überfallkommando belagert und beschießt sein Sommerhaus in Anagni. Hier in seinem Heimatort 70 km süd-östlich von Rom verbringt Papst Bonifaz VIII. seinen Sommer. Bis im Morgengrauen des 7. September eine bewaffnete Truppe in die Stadt einfällt und seinen Sommerpalast angreift.

Vergeblich flehte der Papst um Hilfe. Sein Palast wurde gestürmt. Die Angreifer verlangten seinen sofortigen Rücktritt. Doch der Papst schmetterte ihnen entgegen: „Ich verliere lieber den Kopf…Hier mein Hals, hier mein Haupt“. Daraufhin misshandelten sie ihn schwer. Drei Tage dauerte die Tortur, bis der alte Herr von den Bürgern der Stadt befreit wurde. Sie vertrieben das französische Überfallkommando und retteten ihren Papst. Doch die Wunden heilten nicht und Bonifaz starb vier Wochen später an den Folgen des Attentats.

Was hat diese Gewalttat mit der deutschen Geschichte zu tun? Die Macht des französischen Königs wuchs. Der nächste Papst war ein Franzose und wählte Avignon statt Rom als seine Residenz. Die Stadt in der Provence wurde die nächsten 70 Jahre der Sitz des Papstes. Der starke französische König hatte die französischstämmigen Päpste in Reichweite und dominiert die europäische Politik im Spätmittelalter.

Auch die Wahl des römisch-deutschen Königs wollte er beeinflussen. Er schlug seinen Bruder für den deutschen Thron vor. Doch die Kurfüsten einigten sich auf einen Kompromisskandidaten: Heinrich von Luxemburg. Heinrich war Vasall des französischen Königs, stammte aber aus einem Grafenhaus, das zum römisch-deutschen Reich gehörte. Der Graf aus der zweiten Reihe war frankophil und ausreichend machtlos, um sowohl vom französischen König als auch den deutschen Kurfürsten akzeptiert zu werden.

Wie Heinrich von Luxemburg seiner Familie das Königreich Böhmen sicherte und sie dadurch zu einer der mächtigsten Sippe im Reich machte, darüber spreche ich mit Martin Kaufhold, Professor für mittellaterliche Geschichte an der Uni Augsburg.



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    <item>
      <title>#34 Ritter oder Mönche - Was ist der Deutsche Orden?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Jürgen Sarnowsky:</h1><p>Warum der geistliche Ritterorden 4000 Kilometer von seinem Gründungsort im Heiligen Land entfernt an der Ostseeküste seine neue Heimat fand, und wie daraus das Herzogtum Preußen entstand, das besprechen wir heute.</p>
<p>Der Deutsche Orden wurde 1190 im heutigen Israel in der Hafenstadt Akkon gegründet. Kaufleute aus Bremen und Lübeck wollten Pilgern Schutz, Unterkunft und vor allem Krankenversorgung bieten. Das war in der Zeit des dritten Kreuzzuges, bei dem Barbarossa&nbsp; schon auf dem Hinweg ums Leben gekommen war. Wir haben in der Folge #24 zu Richard Löwenherz über diesen dritten Kreuzzug gesprochen. Für die deutschen Kreuzfahrer war er ein Desaster. &nbsp;Die übriggebliebenen Deutschen, die es nach Palästina geschafft hatten, belagerten die Hafenstadt Akkon und brauchten diese medizinische Unterstützung dringend. Erst als der englische und der französische König eintrafen, wurde Akkon erobert.</p>
<p>Und aus dieser Keimzelle, eines Hospitals vor den Toren der belagerten Stadt, wurde ziemlich schnell eine große Organisation. Denn einerseits stifteten viele Menschen aus der Heimat an den Deutschen Orden um den Kreuzzug und die Versorgung der Pilger zu unterstützen, und andererseits gab es auch viele junge Männer, die sich dem Orden anschlossen.</p>
<p>1226 wurde der Deutsche Orden von Palästina an die Ostsee gerufen, um die heidnischen Prussen zu christianisieren. Mit einem jahrelangen Kreuzzug entlang der Ostseeküste unterwarf der deutsche Orden die Prussen und missionierte sie. 1309 verlegte der Hochmeister des Deutschen Ordens seinen Sitz von Venedig in die Marienburg bei Danzig. Er war der Regierungschef des Deutschordensstaates Preußen. Aber: Was war der Deutsche Orden überhaupt? Ritter oder Mönche. Und warum waren sie an so weit voneinander entfernten Orten gleichzeitig aktiv?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Jürgen Sarnowsky, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Hamburg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
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<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 20:00:00 +0100</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Jürgen Sarnowsky:</h1><p>Warum der geistliche Ritterorden 4000 Kilometer von seinem Gründungsort im Heiligen Land entfernt an der Ostseeküste seine neue Heimat fand, und wie daraus das Herzogtum Preußen entstand, das besprechen wir heute.</p>
<p>Der Deutsche Orden wurde 1190 im heutigen Israel in der Hafenstadt Akkon gegründet. Kaufleute aus Bremen und Lübeck wollten Pilgern Schutz, Unterkunft und vor allem Krankenversorgung bieten. Das war in der Zeit des dritten Kreuzzuges, bei dem Barbarossa&nbsp; schon auf dem Hinweg ums Leben gekommen war. Wir haben in der Folge #24 zu Richard Löwenherz über diesen dritten Kreuzzug gesprochen. Für die deutschen Kreuzfahrer war er ein Desaster. &nbsp;Die übriggebliebenen Deutschen, die es nach Palästina geschafft hatten, belagerten die Hafenstadt Akkon und brauchten diese medizinische Unterstützung dringend. Erst als der englische und der französische König eintrafen, wurde Akkon erobert.</p>
<p>Und aus dieser Keimzelle, eines Hospitals vor den Toren der belagerten Stadt, wurde ziemlich schnell eine große Organisation. Denn einerseits stifteten viele Menschen aus der Heimat an den Deutschen Orden um den Kreuzzug und die Versorgung der Pilger zu unterstützen, und andererseits gab es auch viele junge Männer, die sich dem Orden anschlossen.</p>
<p>1226 wurde der Deutsche Orden von Palästina an die Ostsee gerufen, um die heidnischen Prussen zu christianisieren. Mit einem jahrelangen Kreuzzug entlang der Ostseeküste unterwarf der deutsche Orden die Prussen und missionierte sie. 1309 verlegte der Hochmeister des Deutschen Ordens seinen Sitz von Venedig in die Marienburg bei Danzig. Er war der Regierungschef des Deutschordensstaates Preußen. Aber: Was war der Deutsche Orden überhaupt? Ritter oder Mönche. Und warum waren sie an so weit voneinander entfernten Orten gleichzeitig aktiv?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Jürgen Sarnowsky, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Hamburg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#34 Ritter oder Mönche - Was ist der Deutsche Orden?</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Jürgen Sarnowsky:Warum der geistliche Ritterorden 4000 Kilometer von seinem Gründungsort im Heiligen Land entfernt an der Ostseeküste seine neue Heimat fand, und wie daraus das Herzogtum Preußen entstand, das besprechen wir heute.

Der Deutsche Orden wurde 1190 im heutigen Israel in der Hafenstadt Akkon gegründet. Kaufleute aus Bremen und Lübeck wollten Pilgern Schutz, Unterkunft und vor allem Krankenversorgung bieten. Das war in der Zeit des dritten Kreuzzuges, bei dem Barbarossa  schon auf dem Hinweg ums Leben gekommen war. Wir haben in der Folge #24 zu Richard Löwenherz über diesen dritten Kreuzzug gesprochen. Für die deutschen Kreuzfahrer war er ein Desaster.  Die übriggebliebenen Deutschen, die es nach Palästina geschafft hatten, belagerten die Hafenstadt Akkon und brauchten diese medizinische Unterstützung dringend. Erst als der englische und der französische König eintrafen, wurde Akkon erobert.

Und aus dieser Keimzelle, eines Hospitals vor den Toren der belagerten Stadt, wurde ziemlich schnell eine große Organisation. Denn einerseits stifteten viele Menschen aus der Heimat an den Deutschen Orden um den Kreuzzug und die Versorgung der Pilger zu unterstützen, und andererseits gab es auch viele junge Männer, die sich dem Orden anschlossen.

1226 wurde der Deutsche Orden von Palästina an die Ostsee gerufen, um die heidnischen Prussen zu christianisieren. Mit einem jahrelangen Kreuzzug entlang der Ostseeküste unterwarf der deutsche Orden die Prussen und missionierte sie. 1309 verlegte der Hochmeister des Deutschen Ordens seinen Sitz von Venedig in die Marienburg bei Danzig. Er war der Regierungschef des Deutschordensstaates Preußen. Aber: Was war der Deutsche Orden überhaupt? Ritter oder Mönche. Und warum waren sie an so weit voneinander entfernten Orten gleichzeitig aktiv?

Darüber spreche ich mit Jürgen Sarnowsky, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Hamburg.

Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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      <title>#33 Rudolf von Habsburg</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Rudolf von Habsburg dachte hielt die Nachricht für einen Scherz. Er war ein Graf von regionaler Bedeutung. Seine Familie stammte aus der heutigen Nordschweiz. Rudolf belagerte gerade Basel, da erreichte ihn im Feldlager nachts die Nachricht: Die Kurfürsten wollten ihn zum König wählen. Nach einem Vierteljahrhundert ohne einen allseits akzeptierten Herrscher, einigten sich die Kurfürsten im Jahr 1273 auf diesen „armen Grafen“. Rudolf war so überrascht, dass er es selbst kaum glauben wollte. Wahrscheinlich haben sie gedacht, mit ihm als König hätte niemand etwas zu befürchten.</p>
<p>Wir sind im Jahr 1273.<strong> </strong>Das Hochmittelalter mit den mächtigen Kaisern des Heiligen Römischen Reiches war vorbei. Die Päpste hatten den Machtkampf gewonnen. Der letzte Staufer Konradin war auf dem Marktplatz von Neapel enthauptet worden. Die sieben deutschen Kurfürsten sollten einen neuen König zu küren. Doch das klappte nicht: Fast ein Viertaljahrhundert lang, konnten sie sich nicht einigen. 1273 war es so weit. Sie votierten für Rudolf von Habsburg.</p>
<p>Doch sollten sie ihn tatsächlich für schwach gehalten haben, dann haben sie sich gründlich verschätzt. Während seiner Könisgherrschaft sorgte Rudolf für den Aufstieg der Habsburger in Österreich und der Steiermark.</p>
<p>Über den konsequenten Machtausbau des Aufsteigers spreche ich mit Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 20:00:00 +0100</pubDate>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Rudolf von Habsburg dachte hielt die Nachricht für einen Scherz. Er war ein Graf von regionaler Bedeutung. Seine Familie stammte aus der heutigen Nordschweiz. Rudolf belagerte gerade Basel, da erreichte ihn im Feldlager nachts die Nachricht: Die Kurfürsten wollten ihn zum König wählen. Nach einem Vierteljahrhundert ohne einen allseits akzeptierten Herrscher, einigten sich die Kurfürsten im Jahr 1273 auf diesen „armen Grafen“. Rudolf war so überrascht, dass er es selbst kaum glauben wollte. Wahrscheinlich haben sie gedacht, mit ihm als König hätte niemand etwas zu befürchten.</p>
<p>Wir sind im Jahr 1273.<strong> </strong>Das Hochmittelalter mit den mächtigen Kaisern des Heiligen Römischen Reiches war vorbei. Die Päpste hatten den Machtkampf gewonnen. Der letzte Staufer Konradin war auf dem Marktplatz von Neapel enthauptet worden. Die sieben deutschen Kurfürsten sollten einen neuen König zu küren. Doch das klappte nicht: Fast ein Viertaljahrhundert lang, konnten sie sich nicht einigen. 1273 war es so weit. Sie votierten für Rudolf von Habsburg.</p>
<p>Doch sollten sie ihn tatsächlich für schwach gehalten haben, dann haben sie sich gründlich verschätzt. Während seiner Könisgherrschaft sorgte Rudolf für den Aufstieg der Habsburger in Österreich und der Steiermark.</p>
<p>Über den konsequenten Machtausbau des Aufsteigers spreche ich mit Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg.</p>
<p>Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Martin Kaufhold:Rudolf von Habsburg dachte hielt die Nachricht für einen Scherz. Er war ein Graf von regionaler Bedeutung. Seine Familie stammte aus der heutigen Nordschweiz. Rudolf belagerte gerade Basel, da erreichte ihn im Feldlager nachts die Nachricht: Die Kurfürsten wollten ihn zum König wählen. Nach einem Vierteljahrhundert ohne einen allseits akzeptierten Herrscher, einigten sich die Kurfürsten im Jahr 1273 auf diesen „armen Grafen“. Rudolf war so überrascht, dass er es selbst kaum glauben wollte. Wahrscheinlich haben sie gedacht, mit ihm als König hätte niemand etwas zu befürchten.

Wir sind im Jahr 1273. Das Hochmittelalter mit den mächtigen Kaisern des Heiligen Römischen Reiches war vorbei. Die Päpste hatten den Machtkampf gewonnen. Der letzte Staufer Konradin war auf dem Marktplatz von Neapel enthauptet worden. Die sieben deutschen Kurfürsten sollten einen neuen König zu küren. Doch das klappte nicht: Fast ein Viertaljahrhundert lang, konnten sie sich nicht einigen. 1273 war es so weit. Sie votierten für Rudolf von Habsburg.

Doch sollten sie ihn tatsächlich für schwach gehalten haben, dann haben sie sich gründlich verschätzt. Während seiner Könisgherrschaft sorgte Rudolf für den Aufstieg der Habsburger in Österreich und der Steiermark.

Über den konsequenten Machtausbau des Aufsteigers spreche ich mit Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg.

Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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      <title>#32 Die Schlacht von Worringen - Der Freiheitskampf der Kölner</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Willem Fromm: Jetzt betritt einen neue Gesellschaftsschicht die Bühne unserer Geschichte. Bisher haben wir über Kaiser, Könige, Päpste, Bischöfe und Herzöge gesprochen. In der Mitte des 13. Jahrhunderts, haben Menschen wie Du und ich Premiere: Die Bürger.</p>
<p>Durch den Wirtschaftsboom im Hochmittelalter und der damals neuen Geldwirtschaft wurden die Kaufleute und Handwerker in Köln so reich, dass sie alleine das Sagen in der Stadt haben wollten. Ohne ihren Landesherren, den Erzbischof.</p>
<p>Die Bürger dieser einzigen deutschen Großstadt im Mittelalter mit schätzungsweise 40.000 Einwohnern drangen auf Selbstverwaltung. Die Bürgerschaft bestand aus zwei großen Machtblöcken: Den Zünften der Handwerker und den Patriziern. Die Patrizier waren reiche Kaufleute, die in der "Richerzeche", der Bruderschaft der Reichen, organisiert waren.</p>
<p>Über den Freiheitskampf der Kölner Bürger und das Leben in der größten deutschen Stadt des Mittelalters spreche ich mit dem Podcaster Willem Fromm.</p>
<p>Seine Reisetipps und "Lümmelfotos" findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Zu Willems Podcast "Eine Geschichte der Stadt Köln" gehts hier lang:</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=8150896ee2274688" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=8150896ee2274688</a></p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Wed, 12 Nov 2025 21:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Willem Fromm: Jetzt betritt einen neue Gesellschaftsschicht die Bühne unserer Geschichte. Bisher haben wir über Kaiser, Könige, Päpste, Bischöfe und Herzöge gesprochen. In der Mitte des 13. Jahrhunderts, haben Menschen wie Du und ich Premiere: Die Bürger.</p>
<p>Durch den Wirtschaftsboom im Hochmittelalter und der damals neuen Geldwirtschaft wurden die Kaufleute und Handwerker in Köln so reich, dass sie alleine das Sagen in der Stadt haben wollten. Ohne ihren Landesherren, den Erzbischof.</p>
<p>Die Bürger dieser einzigen deutschen Großstadt im Mittelalter mit schätzungsweise 40.000 Einwohnern drangen auf Selbstverwaltung. Die Bürgerschaft bestand aus zwei großen Machtblöcken: Den Zünften der Handwerker und den Patriziern. Die Patrizier waren reiche Kaufleute, die in der "Richerzeche", der Bruderschaft der Reichen, organisiert waren.</p>
<p>Über den Freiheitskampf der Kölner Bürger und das Leben in der größten deutschen Stadt des Mittelalters spreche ich mit dem Podcaster Willem Fromm.</p>
<p>Seine Reisetipps und "Lümmelfotos" findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Zu Willems Podcast "Eine Geschichte der Stadt Köln" gehts hier lang:</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=8150896ee2274688" rel="noopener noreferrer nofollow">https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=8150896ee2274688</a></p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Willem Fromm: Jetzt betritt einen neue Gesellschaftsschicht die Bühne unserer Geschichte. Bisher haben wir über Kaiser, Könige, Päpste, Bischöfe und Herzöge gesprochen. In der Mitte des 13. Jahrhunderts, haben Menschen wie Du und ich Premiere: Die Bürger.

Durch den Wirtschaftsboom im Hochmittelalter und der damals neuen Geldwirtschaft wurden die Kaufleute und Handwerker in Köln so reich, dass sie alleine das Sagen in der Stadt haben wollten. Ohne ihren Landesherren, den Erzbischof.

Die Bürger dieser einzigen deutschen Großstadt im Mittelalter mit schätzungsweise 40.000 Einwohnern drangen auf Selbstverwaltung. Die Bürgerschaft bestand aus zwei großen Machtblöcken: Den Zünften der Handwerker und den Patriziern. Die Patrizier waren reiche Kaufleute, die in der "Richerzeche", der Bruderschaft der Reichen, organisiert waren.

Über den Freiheitskampf der Kölner Bürger und das Leben in der größten deutschen Stadt des Mittelalters spreche ich mit dem Podcaster Willem Fromm.

Seine Reisetipps und "Lümmelfotos" findet Ihr hier:

www.99xgeschichte.de

Zu Willems Podcast "Eine Geschichte der Stadt Köln" gehts hier lang:

https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=8150896ee2274688

"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#31 Der Kölner Dom - Wer war Meister Gerhard?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Barbara Schock-Werner:</h1><p>Der Kölner Dom war ein Jahrtausendprojekt im politischen Chaos. Mitten im Interregnum, der herrscherlosen Zeit, wollten die Kölner das größte Gebäude der Christenheit bauen.</p>
<p>In Frankreich war ein Baustil in Mode gekommen, der das Prinzip der dicken dunklen Wände durch eine neuartige Architektur ersetzte. Wändflächen bestanden jetzt aus großdimensionierten Fenstern, die den Kirchenraum in buntes Licht tauchten. Die Spitzbogenarchitektur verbesserte die Statik und gab den Baumeistern die Freiheit, die Gesamtkonstruktion des Gotteshauses als Skelett aus Pfeilern, Streben und Spitzbögen zu bauen. Statt Außenwänden setzten sie bunte Fenster ein, die mit den Sonnenstrahlen spielen.</p>
<p>Am Beginn der Geschichte des Kölner Doms steht sein erster Dombaumeister: Meister Gerhard. Über sein Leben vor dem Kölner Dom weiß man so gut wie nichts. Höchstwahrscheinlich hat er in Frankreich die damals neuen gotischen Bauten gesehen. Vielleicht hat er auch bei dem Bau der Kathedrale von Amiens mitgearbeitet. Jedenfalls war er der Kopf hinter dem Jahrtausendprojekt.</p>
<p>Über die Genialität von Meister Gerhard, die Geheimnisse der Steinmetzbruderschaften und die Schwierigkeit des Bauens im Mittelalter spreche ich mit Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, der ehemaligen Dombaumeisterin von Köln.</p>
<p>Die Reisetipps der Vorsitzenden des Zentralen Dombauvereins findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 20:18:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Barbara Schock-Werner:</h1><p>Der Kölner Dom war ein Jahrtausendprojekt im politischen Chaos. Mitten im Interregnum, der herrscherlosen Zeit, wollten die Kölner das größte Gebäude der Christenheit bauen.</p>
<p>In Frankreich war ein Baustil in Mode gekommen, der das Prinzip der dicken dunklen Wände durch eine neuartige Architektur ersetzte. Wändflächen bestanden jetzt aus großdimensionierten Fenstern, die den Kirchenraum in buntes Licht tauchten. Die Spitzbogenarchitektur verbesserte die Statik und gab den Baumeistern die Freiheit, die Gesamtkonstruktion des Gotteshauses als Skelett aus Pfeilern, Streben und Spitzbögen zu bauen. Statt Außenwänden setzten sie bunte Fenster ein, die mit den Sonnenstrahlen spielen.</p>
<p>Am Beginn der Geschichte des Kölner Doms steht sein erster Dombaumeister: Meister Gerhard. Über sein Leben vor dem Kölner Dom weiß man so gut wie nichts. Höchstwahrscheinlich hat er in Frankreich die damals neuen gotischen Bauten gesehen. Vielleicht hat er auch bei dem Bau der Kathedrale von Amiens mitgearbeitet. Jedenfalls war er der Kopf hinter dem Jahrtausendprojekt.</p>
<p>Über die Genialität von Meister Gerhard, die Geheimnisse der Steinmetzbruderschaften und die Schwierigkeit des Bauens im Mittelalter spreche ich mit Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, der ehemaligen Dombaumeisterin von Köln.</p>
<p>Die Reisetipps der Vorsitzenden des Zentralen Dombauvereins findet Ihr hier:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:summary>Mit Barbara Schock-Werner:Der Kölner Dom war ein Jahrtausendprojekt im politischen Chaos. Mitten im Interregnum, der herrscherlosen Zeit, wollten die Kölner das größte Gebäude der Christenheit bauen.

In Frankreich war ein Baustil in Mode gekommen, der das Prinzip der dicken dunklen Wände durch eine neuartige Architektur ersetzte. Wändflächen bestanden jetzt aus großdimensionierten Fenstern, die den Kirchenraum in buntes Licht tauchten. Die Spitzbogenarchitektur verbesserte die Statik und gab den Baumeistern die Freiheit, die Gesamtkonstruktion des Gotteshauses als Skelett aus Pfeilern, Streben und Spitzbögen zu bauen. Statt Außenwänden setzten sie bunte Fenster ein, die mit den Sonnenstrahlen spielen.

Am Beginn der Geschichte des Kölner Doms steht sein erster Dombaumeister: Meister Gerhard. Über sein Leben vor dem Kölner Dom weiß man so gut wie nichts. Höchstwahrscheinlich hat er in Frankreich die damals neuen gotischen Bauten gesehen. Vielleicht hat er auch bei dem Bau der Kathedrale von Amiens mitgearbeitet. Jedenfalls war er der Kopf hinter dem Jahrtausendprojekt.

Über die Genialität von Meister Gerhard, die Geheimnisse der Steinmetzbruderschaften und die Schwierigkeit des Bauens im Mittelalter spreche ich mit Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, der ehemaligen Dombaumeisterin von Köln.

Die Reisetipps der Vorsitzenden des Zentralen Dombauvereins findet Ihr hier:

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#30 Die herrscherlose Zeit - Das Interregnum</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Der absolute Tiefpunkt des deutschen Mittelalters. Das nackte Chaos. Ein Kaiserreich ohne Kaiser. Der letzte glanzvolle Stauferkaiser Friedrich II. war 1245 vom Papst abgesetzt worden. 5 Jahre später starb Friedrich II. in Süditalien. Damit endete Folge #28.</p>
<p>Jetzt mussten die deutschen Fürsten einen neuen König wählen und konnten sich aber nicht einigen. 23 Jahre lang. Sie waren zu verstritten und haben es 23 Jahre nicht auf die Reihe gekriegt. Fast ein Vierteljahrhundert hatte das Deutsche Reich keinen Kaiser und keinen König, der wirklich was zu sagen hatte. „Interregnum“ also „Zwischenregierungszeit“ wird diese Periode genannt.</p>
<p>Keiner sorgte für Recht und Ordnung. Fehden brachen aus, Raubritter machten das Land unsicher. Eine Phase von Stagnation, Chaos und Anarchie.</p>
<p>Aber stimmt das wirklich? Oder muss man das anders sehen? Vielleicht gab es gar kein Machtvakuum? Vielleicht kam man ganz gut ohne einen König aus?</p>
<p></p>
<p>Darüber spreche ich heute mit Martin Kaufhold. Er ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg und hat das Standardwerk über das Interregnum geschrieben.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und mher Infos findet Ihr unter</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 21:00:00 +0100</pubDate>
      <link>https://www.99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Martin Kaufhold:</h1><p>Der absolute Tiefpunkt des deutschen Mittelalters. Das nackte Chaos. Ein Kaiserreich ohne Kaiser. Der letzte glanzvolle Stauferkaiser Friedrich II. war 1245 vom Papst abgesetzt worden. 5 Jahre später starb Friedrich II. in Süditalien. Damit endete Folge #28.</p>
<p>Jetzt mussten die deutschen Fürsten einen neuen König wählen und konnten sich aber nicht einigen. 23 Jahre lang. Sie waren zu verstritten und haben es 23 Jahre nicht auf die Reihe gekriegt. Fast ein Vierteljahrhundert hatte das Deutsche Reich keinen Kaiser und keinen König, der wirklich was zu sagen hatte. „Interregnum“ also „Zwischenregierungszeit“ wird diese Periode genannt.</p>
<p>Keiner sorgte für Recht und Ordnung. Fehden brachen aus, Raubritter machten das Land unsicher. Eine Phase von Stagnation, Chaos und Anarchie.</p>
<p>Aber stimmt das wirklich? Oder muss man das anders sehen? Vielleicht gab es gar kein Machtvakuum? Vielleicht kam man ganz gut ohne einen König aus?</p>
<p></p>
<p>Darüber spreche ich heute mit Martin Kaufhold. Er ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg und hat das Standardwerk über das Interregnum geschrieben.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und mher Infos findet Ihr unter</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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Jetzt mussten die deutschen Fürsten einen neuen König wählen und konnten sich aber nicht einigen. 23 Jahre lang. Sie waren zu verstritten und haben es 23 Jahre nicht auf die Reihe gekriegt. Fast ein Vierteljahrhundert hatte das Deutsche Reich keinen Kaiser und keinen König, der wirklich was zu sagen hatte. „Interregnum“ also „Zwischenregierungszeit“ wird diese Periode genannt.

Keiner sorgte für Recht und Ordnung. Fehden brachen aus, Raubritter machten das Land unsicher. Eine Phase von Stagnation, Chaos und Anarchie.

Aber stimmt das wirklich? Oder muss man das anders sehen? Vielleicht gab es gar kein Machtvakuum? Vielleicht kam man ganz gut ohne einen König aus?



Darüber spreche ich heute mit Martin Kaufhold. Er ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Augsburg und hat das Standardwerk über das Interregnum geschrieben.



Seine Reisetipps und mher Infos findet Ihr unter

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"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#29 Der Sachsenspiegel</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Heiner Lück</h1><p>Wenn einem im Mittelalter Unrecht geschehen war, dann konnte man nirgendwo nachschauen, wie der Täter bestraft werden könnte und ob man Anspruch auf Schadensersatz hat. Denn Gesetzbücher gab es damals nicht. Die gesamte Vorstellung von Recht und Ordnung war mündlich überliefert. Was zu einer Hochzeit dazu gehört, wie ein Diebstahl bestraft wird, wer den König wählt, oder was passiert, wenn jemand im Badehaus die Klamotten verwechselt. Für all diese Fälle gab es zwar Regeln, die waren aber nirgendwo gesammelt aufgeschrieben.</p>
<p>&nbsp;Bis Graf Hoyer von Falkenstein um das Jahr 1220 herum Eike von Repgow bat, alle Regeln, aus dem Recht der Sachsen aufzuschreiben. Und zwar nicht auf Latein, sondern auf Deutsch: auf „Mittelniederdeutsch“ um genau zu sein. Diese Sammlung schrieb Eike von Repgow zum Teil aus dem Kopf auf, weil es sich um mündlich überlieferte Rechtssätze handelte. Andere Teile hat er aus unterschiedlichen Handschriften in Kloster- und Dombibliotheken zusammengestellt. Der Sachsenspiegel ist eine der ältesten Regelsammlungen Deutschlands. Strafrecht, Öffentliches Recht, Vertragsrecht, Prozessrecht … alles was Eike wusste und finden konnte.</p>
<p>Der Sachsensspiegel ist nicht nur eines der ältesten deutschen Rechtsbücher, er gibt auch einen Blick frei auf die Lebensverhältnisse vor 800 Jahren in unserem Land.</p>
<p>Darüber spreche ich mit dem Juristen und Rechtshistoriker Prof. Dr. Heiner Lück von der Universität Halle.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und Fotos von den Bilderhandschriften findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Der Podcast ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 21:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Heiner Lück</h1><p>Wenn einem im Mittelalter Unrecht geschehen war, dann konnte man nirgendwo nachschauen, wie der Täter bestraft werden könnte und ob man Anspruch auf Schadensersatz hat. Denn Gesetzbücher gab es damals nicht. Die gesamte Vorstellung von Recht und Ordnung war mündlich überliefert. Was zu einer Hochzeit dazu gehört, wie ein Diebstahl bestraft wird, wer den König wählt, oder was passiert, wenn jemand im Badehaus die Klamotten verwechselt. Für all diese Fälle gab es zwar Regeln, die waren aber nirgendwo gesammelt aufgeschrieben.</p>
<p>&nbsp;Bis Graf Hoyer von Falkenstein um das Jahr 1220 herum Eike von Repgow bat, alle Regeln, aus dem Recht der Sachsen aufzuschreiben. Und zwar nicht auf Latein, sondern auf Deutsch: auf „Mittelniederdeutsch“ um genau zu sein. Diese Sammlung schrieb Eike von Repgow zum Teil aus dem Kopf auf, weil es sich um mündlich überlieferte Rechtssätze handelte. Andere Teile hat er aus unterschiedlichen Handschriften in Kloster- und Dombibliotheken zusammengestellt. Der Sachsenspiegel ist eine der ältesten Regelsammlungen Deutschlands. Strafrecht, Öffentliches Recht, Vertragsrecht, Prozessrecht … alles was Eike wusste und finden konnte.</p>
<p>Der Sachsensspiegel ist nicht nur eines der ältesten deutschen Rechtsbücher, er gibt auch einen Blick frei auf die Lebensverhältnisse vor 800 Jahren in unserem Land.</p>
<p>Darüber spreche ich mit dem Juristen und Rechtshistoriker Prof. Dr. Heiner Lück von der Universität Halle.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps und Fotos von den Bilderhandschriften findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Der Podcast ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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 Bis Graf Hoyer von Falkenstein um das Jahr 1220 herum Eike von Repgow bat, alle Regeln, aus dem Recht der Sachsen aufzuschreiben. Und zwar nicht auf Latein, sondern auf Deutsch: auf „Mittelniederdeutsch“ um genau zu sein. Diese Sammlung schrieb Eike von Repgow zum Teil aus dem Kopf auf, weil es sich um mündlich überlieferte Rechtssätze handelte. Andere Teile hat er aus unterschiedlichen Handschriften in Kloster- und Dombibliotheken zusammengestellt. Der Sachsenspiegel ist eine der ältesten Regelsammlungen Deutschlands. Strafrecht, Öffentliches Recht, Vertragsrecht, Prozessrecht … alles was Eike wusste und finden konnte.

Der Sachsensspiegel ist nicht nur eines der ältesten deutschen Rechtsbücher, er gibt auch einen Blick frei auf die Lebensverhältnisse vor 800 Jahren in unserem Land.

Darüber spreche ich mit dem Juristen und Rechtshistoriker Prof. Dr. Heiner Lück von der Universität Halle.



Seine Reisetipps und Fotos von den Bilderhandschriften findet Ihr unter:

www.99xgeschichte.de

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#28 Friedrich II. - Das Staunen der Welt!</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Julia Becker:</h1><p>Friedrich II. den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches nannten seine Zeitgenossen bewundernd: Das Staunen der Welt. Wir sind im 13. Jahrhundert. Heinrich VI. hatte das deutsch-römische Reich von der Nordsee bis nach Sizilien ausgeweitet. Er starb allerdings mit Anfang 30. Sein Sohn Friedrich war mit zwei Jahren deutlich zu jung, um die Macht zu übernehmen. Daraufhin brach ein Thronstreit im deutsch-römischen Reich aus, der 14 Jahre dauerte. Nach drei Königen aus der Familie der Staufer wollte nun endlich die Familie der Welfen den Königs- und Kaiserthron für sich.</p>
<p>Otto IV. setzte sich schließlich durch. Aber er blieb der einzige Welfe auf dem Königsthron. Denn er hielt sich nicht an seine Wahlversprechen, und&nbsp; verlor bald den Rückhalt des Papstes und die Königskrone.</p>
<p>In dieser Situation wurde von der staufischen Partei Friedrich II. wiederentdeckt. Er war inzwischen 17 Jahre alt und fern vom deutsch-römischen Thronstreit als Vollwaise in Palermo aufgewachsen.</p>
<p>Über das schillernde Leben des letzten Kaisers aus der Familie der Staufer spreche ich in dieser Episode mit der Historikerin Dr. Julia Becker vom Schelling Forum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an der Uni Würzburg.</p>
<p>Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Otto IV. setzte sich schließlich durch. Aber er blieb der einzige Welfe auf dem Königsthron. Denn er hielt sich nicht an seine Wahlversprechen, und&nbsp; verlor bald den Rückhalt des Papstes und die Königskrone.</p>
<p>In dieser Situation wurde von der staufischen Partei Friedrich II. wiederentdeckt. Er war inzwischen 17 Jahre alt und fern vom deutsch-römischen Thronstreit als Vollwaise in Palermo aufgewachsen.</p>
<p>Über das schillernde Leben des letzten Kaisers aus der Familie der Staufer spreche ich in dieser Episode mit der Historikerin Dr. Julia Becker vom Schelling Forum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an der Uni Würzburg.</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Julia Becker:Friedrich II. den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches nannten seine Zeitgenossen bewundernd: Das Staunen der Welt. Wir sind im 13. Jahrhundert. Heinrich VI. hatte das deutsch-römische Reich von der Nordsee bis nach Sizilien ausgeweitet. Er starb allerdings mit Anfang 30. Sein Sohn Friedrich war mit zwei Jahren deutlich zu jung, um die Macht zu übernehmen. Daraufhin brach ein Thronstreit im deutsch-römischen Reich aus, der 14 Jahre dauerte. Nach drei Königen aus der Familie der Staufer wollte nun endlich die Familie der Welfen den Königs- und Kaiserthron für sich.

Otto IV. setzte sich schließlich durch. Aber er blieb der einzige Welfe auf dem Königsthron. Denn er hielt sich nicht an seine Wahlversprechen, und  verlor bald den Rückhalt des Papstes und die Königskrone.

In dieser Situation wurde von der staufischen Partei Friedrich II. wiederentdeckt. Er war inzwischen 17 Jahre alt und fern vom deutsch-römischen Thronstreit als Vollwaise in Palermo aufgewachsen.

Über das schillernde Leben des letzten Kaisers aus der Familie der Staufer spreche ich in dieser Episode mit der Historikerin Dr. Julia Becker vom Schelling Forum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an der Uni Würzburg.

Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#27 Die Nibelungen - Wer war Siegfried?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Tobias Enseleit:</h1><p>Die Nibelungensage war schon Jahrhunderte alt, als sie aufgeschrieben wurde. Das Drama um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Brünhild und Hagen von Tronje war im 13. Jahrhundert so populär, dass ein unbekannter Schreiber aus Passau sie auf Pergament festgehalten hat: 2400 Strophen nicht auf Latein, sondern auf deutsch, bzw. Mittelhochdeutsch. Damit lag sie im Trend. Seit Mitte des 12. Jahrhunderts hatten auf deutsch geschriebene Texte Konjunktur.</p>
<p>Über den Beginn der geschriebenen deutschen Sprache sprechen wir heute. Was faszinierte die Menschen im Mittelalter so sehr am Nibelungenlied? Steckt darin ein historischer Kern? Wer war zum Beispiel Siegfried?</p>
<p>In der Renaissance gerieten die Nibelungen in Vergessenheit. 250 Jahre lang, hat sich keiner mehr für sie interessiert, bis sie im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurden und zum Nationalepos aufstiegen.</p>
<p>Noch heute dient der Text als Vorlage für große Dramen. Was macht ihn so unkaputtbar?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Tobias Enseleit, Historiker und Germanist. Tobias ist einer der Köpfe hinter Mittelalter.digital, einer sehr empfehlenswerten Plattform, die Wissenschaftskommunikation mit Populärkultur zum Thema Mittelalter vernetzt. Hier der link:</p>
<p><a href="https://mittelalter.digital/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://mittelalter.digital/</a></p>
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<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 08 Oct 2025 21:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Tobias Enseleit:</h1><p>Die Nibelungensage war schon Jahrhunderte alt, als sie aufgeschrieben wurde. Das Drama um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Brünhild und Hagen von Tronje war im 13. Jahrhundert so populär, dass ein unbekannter Schreiber aus Passau sie auf Pergament festgehalten hat: 2400 Strophen nicht auf Latein, sondern auf deutsch, bzw. Mittelhochdeutsch. Damit lag sie im Trend. Seit Mitte des 12. Jahrhunderts hatten auf deutsch geschriebene Texte Konjunktur.</p>
<p>Über den Beginn der geschriebenen deutschen Sprache sprechen wir heute. Was faszinierte die Menschen im Mittelalter so sehr am Nibelungenlied? Steckt darin ein historischer Kern? Wer war zum Beispiel Siegfried?</p>
<p>In der Renaissance gerieten die Nibelungen in Vergessenheit. 250 Jahre lang, hat sich keiner mehr für sie interessiert, bis sie im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurden und zum Nationalepos aufstiegen.</p>
<p>Noch heute dient der Text als Vorlage für große Dramen. Was macht ihn so unkaputtbar?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Tobias Enseleit, Historiker und Germanist. Tobias ist einer der Köpfe hinter Mittelalter.digital, einer sehr empfehlenswerten Plattform, die Wissenschaftskommunikation mit Populärkultur zum Thema Mittelalter vernetzt. Hier der link:</p>
<p><a href="https://mittelalter.digital/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://mittelalter.digital/</a></p>
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      <itunes:summary>Mit Tobias Enseleit:Die Nibelungensage war schon Jahrhunderte alt, als sie aufgeschrieben wurde. Das Drama um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Brünhild und Hagen von Tronje war im 13. Jahrhundert so populär, dass ein unbekannter Schreiber aus Passau sie auf Pergament festgehalten hat: 2400 Strophen nicht auf Latein, sondern auf deutsch, bzw. Mittelhochdeutsch. Damit lag sie im Trend. Seit Mitte des 12. Jahrhunderts hatten auf deutsch geschriebene Texte Konjunktur.

Über den Beginn der geschriebenen deutschen Sprache sprechen wir heute. Was faszinierte die Menschen im Mittelalter so sehr am Nibelungenlied? Steckt darin ein historischer Kern? Wer war zum Beispiel Siegfried?

In der Renaissance gerieten die Nibelungen in Vergessenheit. 250 Jahre lang, hat sich keiner mehr für sie interessiert, bis sie im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurden und zum Nationalepos aufstiegen.

Noch heute dient der Text als Vorlage für große Dramen. Was macht ihn so unkaputtbar?

Darüber spreche ich mit Tobias Enseleit, Historiker und Germanist. Tobias ist einer der Köpfe hinter Mittelalter.digital, einer sehr empfehlenswerten Plattform, die Wissenschaftskommunikation mit Populärkultur zum Thema Mittelalter vernetzt. Hier der link:

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    </item>
    <item>
      <title>#26 Die Inquisition und das Ideal der Armut</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol und Sr. Jakoba Zöll:</h1><p>Die Armutsbewegung im Mittelalter war eine Gegenbewegung zu dem boomenden Fernhandel, den aufblühenden Städten und der neuen Geldwirtschaft. Die Einführung von Geld machte den Handel mit den Warenströmen viel effizienter. So wurden einige Wenige reich, der großen Teil der Bevölkerung blieb aber weiterhin bitterarm. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnete sich.</p>
<p>Auch das Gefälle zwischen den wachsenden Schätzen der Kirche und den mittellosen Gläubigen wurde immer steiler. Es gründete sich eine religiöse Gegenbewegung&nbsp; „ von unten“. Ihre Vertreter forderten die Rückbesinnung auf das christliche Gebot der Armut.</p>
<p>Dieser Konflikt zwischen der bitterarmen Basis und der reichen Kirche war die Ursache für Gegenkirchen, Ketzerkreuzzüge, die Gründung von Bettelorden und die Erfindung der Inquisition.</p>
<p>In unserer Geschichte verkörpert diesen Konflikt kein Mensch besser, als eine weitere starke Frau des Mittelalters: Elisabeth von Thüringen.</p>
<p>Mit Prof. Dr. Gisela Muschiol und Sr. Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn spreche ich über Elisabeth und die Welt, in der sie lebte.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Der Podcast ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Auch das Gefälle zwischen den wachsenden Schätzen der Kirche und den mittellosen Gläubigen wurde immer steiler. Es gründete sich eine religiöse Gegenbewegung&nbsp; „ von unten“. Ihre Vertreter forderten die Rückbesinnung auf das christliche Gebot der Armut.</p>
<p>Dieser Konflikt zwischen der bitterarmen Basis und der reichen Kirche war die Ursache für Gegenkirchen, Ketzerkreuzzüge, die Gründung von Bettelorden und die Erfindung der Inquisition.</p>
<p>In unserer Geschichte verkörpert diesen Konflikt kein Mensch besser, als eine weitere starke Frau des Mittelalters: Elisabeth von Thüringen.</p>
<p>Mit Prof. Dr. Gisela Muschiol und Sr. Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn spreche ich über Elisabeth und die Welt, in der sie lebte.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Gisela Muschiol und Sr. Jakoba Zöll:Die Armutsbewegung im Mittelalter war eine Gegenbewegung zu dem boomenden Fernhandel, den aufblühenden Städten und der neuen Geldwirtschaft. Die Einführung von Geld machte den Handel mit den Warenströmen viel effizienter. So wurden einige Wenige reich, der großen Teil der Bevölkerung blieb aber weiterhin bitterarm. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnete sich.

Auch das Gefälle zwischen den wachsenden Schätzen der Kirche und den mittellosen Gläubigen wurde immer steiler. Es gründete sich eine religiöse Gegenbewegung  „ von unten“. Ihre Vertreter forderten die Rückbesinnung auf das christliche Gebot der Armut.

Dieser Konflikt zwischen der bitterarmen Basis und der reichen Kirche war die Ursache für Gegenkirchen, Ketzerkreuzzüge, die Gründung von Bettelorden und die Erfindung der Inquisition.

In unserer Geschichte verkörpert diesen Konflikt kein Mensch besser, als eine weitere starke Frau des Mittelalters: Elisabeth von Thüringen.

Mit Prof. Dr. Gisela Muschiol und Sr. Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn spreche ich über Elisabeth und die Welt, in der sie lebte.



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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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    </item>
    <item>
      <title>#25 Die Ritter</title>
      <description><![CDATA[<p>Mit Andrej Pfeiffer-Perkuhn vom Geschichtsfenster:</p>
<p>Wir schreiten die rund 1000 Jahre ab, in denen es Ritter im heutigen Deutschland gab. Obwohl der „letzte Ritter“, Kaiser Maximilian wurde so genannt, &nbsp;vor über 500 Jahren starb, wird noch heute in Büchern, Filmen, Videospielen und Songs an diese Kämpfer auf dem Pferd erinnert.&nbsp;</p>
<p>Wir knüpfen an im Jahr 1184. Kaiser Friedrich Barbarossa lud auf die Rheinwiesen bei Mainz ein. Zum spektakulärsten Hoffest des Mittelalters. 70.000 Gäste aus dem ganzen Reich. Davon 20.000 Ritter, die für Turniere angereist waren…</p>
<p>Der Kult um die berittenen Kämpfer hatte seinen Höhepunkt erreicht mit Minnesang und Ritterlichkeit.</p>
<p>Ich will das Phänomen Ritter verstehen. Was war echt? Und was ist nur Mythos?&nbsp;</p>
<p></p>
<p>Darüber spreche ich mit dem Macher vom Geschichtsfenster Andrej Pfeiffer Perkuhn.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/geschichtsfenster" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.youtube.com/geschichtsfenster</a></p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 21:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Andrej Pfeiffer-Perkuhn vom Geschichtsfenster:</p>
<p>Wir schreiten die rund 1000 Jahre ab, in denen es Ritter im heutigen Deutschland gab. Obwohl der „letzte Ritter“, Kaiser Maximilian wurde so genannt, &nbsp;vor über 500 Jahren starb, wird noch heute in Büchern, Filmen, Videospielen und Songs an diese Kämpfer auf dem Pferd erinnert.&nbsp;</p>
<p>Wir knüpfen an im Jahr 1184. Kaiser Friedrich Barbarossa lud auf die Rheinwiesen bei Mainz ein. Zum spektakulärsten Hoffest des Mittelalters. 70.000 Gäste aus dem ganzen Reich. Davon 20.000 Ritter, die für Turniere angereist waren…</p>
<p>Der Kult um die berittenen Kämpfer hatte seinen Höhepunkt erreicht mit Minnesang und Ritterlichkeit.</p>
<p>Ich will das Phänomen Ritter verstehen. Was war echt? Und was ist nur Mythos?&nbsp;</p>
<p></p>
<p>Darüber spreche ich mit dem Macher vom Geschichtsfenster Andrej Pfeiffer Perkuhn.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/geschichtsfenster" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.youtube.com/geschichtsfenster</a></p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Der Podcast ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Andrej Pfeiffer-Perkuhn vom Geschichtsfenster:

Wir schreiten die rund 1000 Jahre ab, in denen es Ritter im heutigen Deutschland gab. Obwohl der „letzte Ritter“, Kaiser Maximilian wurde so genannt,  vor über 500 Jahren starb, wird noch heute in Büchern, Filmen, Videospielen und Songs an diese Kämpfer auf dem Pferd erinnert. 

Wir knüpfen an im Jahr 1184. Kaiser Friedrich Barbarossa lud auf die Rheinwiesen bei Mainz ein. Zum spektakulärsten Hoffest des Mittelalters. 70.000 Gäste aus dem ganzen Reich. Davon 20.000 Ritter, die für Turniere angereist waren…

Der Kult um die berittenen Kämpfer hatte seinen Höhepunkt erreicht mit Minnesang und Ritterlichkeit.

Ich will das Phänomen Ritter verstehen. Was war echt? Und was ist nur Mythos? 



Darüber spreche ich mit dem Macher vom Geschichtsfenster Andrej Pfeiffer Perkuhn.

https://www.youtube.com/geschichtsfenster



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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa





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    <item>
      <title>#24 Richard Löwenherz:  Ich bin ein King - Holt mich hier raus!</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Franziska Quaas:</h1><p>Es war die spektakulärste Gefangennahme des Mittelalters. Richard Löwenherz, König von England, Herrscher über halb Frankreich und berühmter Kreuzfahrer wollte sich inkognito an Wien vorbeischleichen. Als Händler verkleidet. Aber: Die Münzen, mit denen er seine Einkäufe bezahlte, erregten Aufsehen. Schließlich verriet ihn sein königlicher Ring, der unter dem zerschlissenen Ärmel hervorlugte.</p>
<p>Beim Hühnchenessen in einer heruntergekommenen Kaschemme wurde er im Dezember 1192 festgenommen. Diese Verhaftung übernahm der Herzog Leopold von Österreich persönlich. Er soll den berühmten Gefangenen voller Schadenfreude ausgelacht haben.</p>
<p>Wieso der König von England verhaftet wurde, wie sehr die anschließende Lösegeldforderung sein Land &nbsp;in den Ruin trieb und wie die 35 Tonnen Silber schließlich den Lauf unserer Geschichte beeinflussten, darüber spreche ich heute mit der Historikerin Dr. Franziska Quaas.</p>
<p>Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Der Podcast ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Beim Hühnchenessen in einer heruntergekommenen Kaschemme wurde er im Dezember 1192 festgenommen. Diese Verhaftung übernahm der Herzog Leopold von Österreich persönlich. Er soll den berühmten Gefangenen voller Schadenfreude ausgelacht haben.</p>
<p>Wieso der König von England verhaftet wurde, wie sehr die anschließende Lösegeldforderung sein Land &nbsp;in den Ruin trieb und wie die 35 Tonnen Silber schließlich den Lauf unserer Geschichte beeinflussten, darüber spreche ich heute mit der Historikerin Dr. Franziska Quaas.</p>
<p>Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>Der Podcast ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.</p>
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Beim Hühnchenessen in einer heruntergekommenen Kaschemme wurde er im Dezember 1192 festgenommen. Diese Verhaftung übernahm der Herzog Leopold von Österreich persönlich. Er soll den berühmten Gefangenen voller Schadenfreude ausgelacht haben.

Wieso der König von England verhaftet wurde, wie sehr die anschließende Lösegeldforderung sein Land  in den Ruin trieb und wie die 35 Tonnen Silber schließlich den Lauf unserer Geschichte beeinflussten, darüber spreche ich heute mit der Historikerin Dr. Franziska Quaas.

Ihre Reisetipps, Bilder und Zusatzinfos findet Ihr unter:

www.99xgeschichte.de

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#Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

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      <title>#23 Hildegard von Bingen</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol:</h1><h2>Während Barbarossa zusammen mit Heinrich dem Löwen das neue Machtzentrum im römisch-deutschen Reich bildete, war Hildegard von Bingen das Zentrum für Glaubens- und Gewissensfragen. </h2><p>Hoch über dem Rhein thronte das Orakel Gottes. Jeder Schifferjunge auf dem Fluss kannte Hildegard von Bingen. Wenn man von Mainz flussabwärts fährt, passiert man auf der linken Seite Ingelheim, dort stand die alte Kaiserpfalz. 10 Kilometer weiter mündet bei Bingen die Nahe in den Rhein. Hoch über Rhein und Nahe, residierte die Prophetin mit weitem Blick über die alten römischen Fernhandelswege nach Köln und Trier. Der mächtigste Kirchenfürst, der Erzbischof von Mainz, lebte in Reichweite und die Lieblingspfalz des Kaisers war zu Fuß zu erreichen.</p>
<p>Erzbischöfe, Bischöfe, Äbtissinnen und Äbte zog es zu ihr hinauf den Rupertsberg. Oft nahmen sie den beschwerlichen Weg persönlich auf sich, noch öfter schickten sie Briefboten. Nicht allen Bitten konnte sie entsprechen. Einige Briefe blieben trotz drängender Nachfragen unbearbeitet. Es waren einfach zu viele.</p>
<p>Mit Prof. Dr. Gisela Muschiol spreche ich über das Leben einer der stärksten Frauen des Mittelalters.</p>
<p>Ihre Reisetipps und mehr Infos findet Ihr unter:</p>
<p>www.99xGeschichte.de</p>
<p>Dieser Podcast ist Mitglied der Netzwerke #Historytelling und www.wissenschaftspodcasts.de</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Erzbischöfe, Bischöfe, Äbtissinnen und Äbte zog es zu ihr hinauf den Rupertsberg. Oft nahmen sie den beschwerlichen Weg persönlich auf sich, noch öfter schickten sie Briefboten. Nicht allen Bitten konnte sie entsprechen. Einige Briefe blieben trotz drängender Nachfragen unbearbeitet. Es waren einfach zu viele.</p>
<p>Mit Prof. Dr. Gisela Muschiol spreche ich über das Leben einer der stärksten Frauen des Mittelalters.</p>
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<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
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Erzbischöfe, Bischöfe, Äbtissinnen und Äbte zog es zu ihr hinauf den Rupertsberg. Oft nahmen sie den beschwerlichen Weg persönlich auf sich, noch öfter schickten sie Briefboten. Nicht allen Bitten konnte sie entsprechen. Einige Briefe blieben trotz drängender Nachfragen unbearbeitet. Es waren einfach zu viele.

Mit Prof. Dr. Gisela Muschiol spreche ich über das Leben einer der stärksten Frauen des Mittelalters.

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#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa

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      <title>#22 Barbarossa</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Knut Görich</h1><p></p>
<p>Friedrich Barbarossa war kein Königssohn. Er war der Neffe des amtierenden staufischen Königs. Als Konrad III. starb hatte er zwar einen Sohn, der war aber erst sieben Jahre alt. Und im Rennen um die Gunst der Königswähler setzte sich der Neffe durch: Friedrich Barbarossa. Ein machtpolitischer Coup und für alle etwas überraschend<strong>. </strong>Zum ersten Mal wurde ein existierender Königssohn übergangen und es wurde jemand auf den Thron gewählt, der nicht zum König erzogen war.</p>
<p>Barbarossa befriedete den Bürgerkrieg zwischen den Welfen und den Staufern. Er machte seinen mächtigen welfischen Cousin Heinrich den Löwen zu seinem Verbündeten. Sein Hauptaugenmerk richtete Barbarossa auf Norditalien. Das war inzwischen die Boomregion in Europa. Die norditalienischen Kaufleute ersetzten den Tauschhandel durch die Geldwirtschaft und erfanden den Wechselscheck. </p>
<p>Diese umwälzenden Neuerungen machten ihre Erfinder sehr schnell sehr reich. Natürlich wollten sie diesen Wohlstand mit niemandem teilen. Schon gar nicht mit einem neuen König.</p>
<p>Barbarossa beanspruchte die Oberhoheit in dem sogenannten „Reichsitalien“. Dazu gehörte, dass er der oberste Gerichtsherr auch in diesem Reichsteil war. Gleich bei seinem ersten Zug nach Norditalien kam es darüber zum Konflikt mit Mailand. Mailand war die größte und wohlhabendste Stadt des gesamten Reiches. Die reichen Mailänder Kaufleute zweifelten nicht an der königlichen Macht, sie wollten Barbarossa aber nicht als ihren Gerichtsherrn akzeptieren.</p>
<p>Über Barbarossas Streit mit Mailand, die "Erfindung" der Heiligen Drei Könige und seine Weigerung, dem Papst den Steigbügel zu halten, spreche ich mit Prof. Knut Görich. Seine Biografie über Friedrich Barbarossa ist das Standardwerk in der Geschichtsforschung.</p>
<p>Seine Reisetipps:</p>
<p>Top 3: Berg und Burg Hohenstaufen bei Göppingen</p>
<p><a href="https://www.burgruine-hohenstaufen.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.burgruine-hohenstaufen.de/</a></p>
<p>Top 2: Burg Gamburg im Taubertal</p>
<p><a href="https://burg-gamburg.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://burg-gamburg.de/</a></p>
<p>Top 1: Sankt Zeno in Bad Reichenhall. Achtung: Der Kreuzgang hat eingeschränkte Öffnungszeiten!</p>
<p><a href="https://www.bad-reichenhall.de/st-zeno" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bad-reichenhall.de/st-zeno</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa # Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Knut Görich</h1><p></p>
<p>Friedrich Barbarossa war kein Königssohn. Er war der Neffe des amtierenden staufischen Königs. Als Konrad III. starb hatte er zwar einen Sohn, der war aber erst sieben Jahre alt. Und im Rennen um die Gunst der Königswähler setzte sich der Neffe durch: Friedrich Barbarossa. Ein machtpolitischer Coup und für alle etwas überraschend<strong>. </strong>Zum ersten Mal wurde ein existierender Königssohn übergangen und es wurde jemand auf den Thron gewählt, der nicht zum König erzogen war.</p>
<p>Barbarossa befriedete den Bürgerkrieg zwischen den Welfen und den Staufern. Er machte seinen mächtigen welfischen Cousin Heinrich den Löwen zu seinem Verbündeten. Sein Hauptaugenmerk richtete Barbarossa auf Norditalien. Das war inzwischen die Boomregion in Europa. Die norditalienischen Kaufleute ersetzten den Tauschhandel durch die Geldwirtschaft und erfanden den Wechselscheck. </p>
<p>Diese umwälzenden Neuerungen machten ihre Erfinder sehr schnell sehr reich. Natürlich wollten sie diesen Wohlstand mit niemandem teilen. Schon gar nicht mit einem neuen König.</p>
<p>Barbarossa beanspruchte die Oberhoheit in dem sogenannten „Reichsitalien“. Dazu gehörte, dass er der oberste Gerichtsherr auch in diesem Reichsteil war. Gleich bei seinem ersten Zug nach Norditalien kam es darüber zum Konflikt mit Mailand. Mailand war die größte und wohlhabendste Stadt des gesamten Reiches. Die reichen Mailänder Kaufleute zweifelten nicht an der königlichen Macht, sie wollten Barbarossa aber nicht als ihren Gerichtsherrn akzeptieren.</p>
<p>Über Barbarossas Streit mit Mailand, die "Erfindung" der Heiligen Drei Könige und seine Weigerung, dem Papst den Steigbügel zu halten, spreche ich mit Prof. Knut Görich. Seine Biografie über Friedrich Barbarossa ist das Standardwerk in der Geschichtsforschung.</p>
<p>Seine Reisetipps:</p>
<p>Top 3: Berg und Burg Hohenstaufen bei Göppingen</p>
<p><a href="https://www.burgruine-hohenstaufen.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.burgruine-hohenstaufen.de/</a></p>
<p>Top 2: Burg Gamburg im Taubertal</p>
<p><a href="https://burg-gamburg.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://burg-gamburg.de/</a></p>
<p>Top 1: Sankt Zeno in Bad Reichenhall. Achtung: Der Kreuzgang hat eingeschränkte Öffnungszeiten!</p>
<p><a href="https://www.bad-reichenhall.de/st-zeno" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bad-reichenhall.de/st-zeno</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa # Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Knut Görich

Friedrich Barbarossa war kein Königssohn. Er war der Neffe des amtierenden staufischen Königs. Als Konrad III. starb hatte er zwar einen Sohn, der war aber erst sieben Jahre alt. Und im Rennen um die Gunst der Königswähler setzte sich der Neffe durch: Friedrich Barbarossa. Ein machtpolitischer Coup und für alle etwas überraschend. Zum ersten Mal wurde ein existierender Königssohn übergangen und es wurde jemand auf den Thron gewählt, der nicht zum König erzogen war.

Barbarossa befriedete den Bürgerkrieg zwischen den Welfen und den Staufern. Er machte seinen mächtigen welfischen Cousin Heinrich den Löwen zu seinem Verbündeten. Sein Hauptaugenmerk richtete Barbarossa auf Norditalien. Das war inzwischen die Boomregion in Europa. Die norditalienischen Kaufleute ersetzten den Tauschhandel durch die Geldwirtschaft und erfanden den Wechselscheck. 

Diese umwälzenden Neuerungen machten ihre Erfinder sehr schnell sehr reich. Natürlich wollten sie diesen Wohlstand mit niemandem teilen. Schon gar nicht mit einem neuen König.

Barbarossa beanspruchte die Oberhoheit in dem sogenannten „Reichsitalien“. Dazu gehörte, dass er der oberste Gerichtsherr auch in diesem Reichsteil war. Gleich bei seinem ersten Zug nach Norditalien kam es darüber zum Konflikt mit Mailand. Mailand war die größte und wohlhabendste Stadt des gesamten Reiches. Die reichen Mailänder Kaufleute zweifelten nicht an der königlichen Macht, sie wollten Barbarossa aber nicht als ihren Gerichtsherrn akzeptieren.

Über Barbarossas Streit mit Mailand, die "Erfindung" der Heiligen Drei Könige und seine Weigerung, dem Papst den Steigbügel zu halten, spreche ich mit Prof. Knut Görich. Seine Biografie über Friedrich Barbarossa ist das Standardwerk in der Geschichtsforschung.

Seine Reisetipps:

Top 3: Berg und Burg Hohenstaufen bei Göppingen

https://www.burgruine-hohenstaufen.de/

Top 2: Burg Gamburg im Taubertal

https://burg-gamburg.de/

Top 1: Sankt Zeno in Bad Reichenhall. Achtung: Der Kreuzgang hat eingeschränkte Öffnungszeiten!

https://www.bad-reichenhall.de/st-zeno

#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa # Europa



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      <title>#21 Die Welfen</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Bernd Schneidmüller</h1><p>Die Welfen waren im Mittelalter reicher und wahrscheinlich mächtiger als mancher König und der Kaiser selbst. Eine Familie, die häufig kurz davor war, die Herrschaft im deutsch-römischen Reich zu übernehmen, es aber nur einmal für wenige Jahre geschafft hat.</p>
<p>In dieser Folge unternehmen wir einen Ausflug von der Chronologie der Geschichte und fokussieren uns auf die älteste Adelsfamilie Deutschlands. Die Welfen sind heute besser bekannt als das „Haus Hannover“. </p>
<p>Die Familie ist mindestens 1280 Jahre alt und noch heute begegnet sie uns in der Berichterstattung. Schon im Mittelalter waren sie eine international vernetzte Familie mit Verwandten in Oberitalien, West- und Ostfranken.</p>
<p>Warum trotzdem die Aura des „Zukurzgekommenseins“ diese historische Familie umwehte, bespreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller in dieser Podcastfolge.</p>
<p>Mehr Infos: www.99xgeschichte.de</p>
<p>Die Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 1: Braunschweig: Die Burg Dankwarderode ist leider geschlossen. Das Ensemble mit dem Dom ist trotzdem sehr sehenswert.</p>
<p><a href="https://www.braunschweigerdom.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.braunschweigerdom.de/</a></p>
<p>Top 2: Hannover Herrenhausen</p>
<p><a href="https://herrenhaeuser-gaerten.hannover.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://herrenhaeuser-gaerten.hannover.de/</a></p>
<p>Top 3: Kloster Weingarten</p>
<p><a href="https://www.stadt-weingarten.de/kultur-freizeit-tourismus/tourismus/barock-basilika-blutfreitag/Klosteranlage" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.stadt-weingarten.de/kultur-freizeit-tourismus/tourismus/barock-basilika-blutfreitag/Klosteranlage</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p>In dieser Folge unternehmen wir einen Ausflug von der Chronologie der Geschichte und fokussieren uns auf die älteste Adelsfamilie Deutschlands. Die Welfen sind heute besser bekannt als das „Haus Hannover“. </p>
<p>Die Familie ist mindestens 1280 Jahre alt und noch heute begegnet sie uns in der Berichterstattung. Schon im Mittelalter waren sie eine international vernetzte Familie mit Verwandten in Oberitalien, West- und Ostfranken.</p>
<p>Warum trotzdem die Aura des „Zukurzgekommenseins“ diese historische Familie umwehte, bespreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller in dieser Podcastfolge.</p>
<p>Mehr Infos: www.99xgeschichte.de</p>
<p>Die Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 1: Braunschweig: Die Burg Dankwarderode ist leider geschlossen. Das Ensemble mit dem Dom ist trotzdem sehr sehenswert.</p>
<p><a href="https://www.braunschweigerdom.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.braunschweigerdom.de/</a></p>
<p>Top 2: Hannover Herrenhausen</p>
<p><a href="https://herrenhaeuser-gaerten.hannover.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://herrenhaeuser-gaerten.hannover.de/</a></p>
<p>Top 3: Kloster Weingarten</p>
<p><a href="https://www.stadt-weingarten.de/kultur-freizeit-tourismus/tourismus/barock-basilika-blutfreitag/Klosteranlage" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.stadt-weingarten.de/kultur-freizeit-tourismus/tourismus/barock-basilika-blutfreitag/Klosteranlage</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
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In dieser Folge unternehmen wir einen Ausflug von der Chronologie der Geschichte und fokussieren uns auf die älteste Adelsfamilie Deutschlands. Die Welfen sind heute besser bekannt als das „Haus Hannover“. 

Die Familie ist mindestens 1280 Jahre alt und noch heute begegnet sie uns in der Berichterstattung. Schon im Mittelalter waren sie eine international vernetzte Familie mit Verwandten in Oberitalien, West- und Ostfranken.

Warum trotzdem die Aura des „Zukurzgekommenseins“ diese historische Familie umwehte, bespreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller in dieser Podcastfolge.

Mehr Infos: www.99xgeschichte.de

Die Reisetipps:



Top 1: Braunschweig: Die Burg Dankwarderode ist leider geschlossen. Das Ensemble mit dem Dom ist trotzdem sehr sehenswert.

https://www.braunschweigerdom.de/

Top 2: Hannover Herrenhausen

https://herrenhaeuser-gaerten.hannover.de/

Top 3: Kloster Weingarten

https://www.stadt-weingarten.de/kultur-freizeit-tourismus/tourismus/barock-basilika-blutfreitag/Klosteranlage

#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa









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      <title>#20 Die Kreuzzüge</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Kristin Skottki</h1><p>Wir sind im Jahr 1095. Also am Ende des 11. Jahrhunderts. Der Gang nach Canossa war 18 Jahre her, und der Salier Heinrich IV. regierte immer noch. Allerdings hatte sein welthistorischer Konflikt mit Papst Gregor VII. einen Keil zwischen die deutschen Fürsten getrieben. Sie waren entweder Gegner oder Anhänger Heinrichs. Seine Gegner wählten einen deutschen Gegenkönig: Rudolf von Rheinfelden. Mit ihm lieferte sich Heinrich erbitterte Kämpfe. Heinrich wiederum, akzeptierte den Nachfolger von Papst Gregor nicht und ernannte einen Gegenpapst. Um es kurz zu machen: Maximales Chaos. &nbsp;</p>
<p>Ein Zeitgenosse schrieb: „Oh beklagenswertes Antliz des Reiches:“ … „`Alle sind wir doppelt`, so sind nun die Päpste verdoppelt, die Bischöfe verdoppelt, die Könige verdoppelt, die Herzöge verdoppelt.“</p>
<p>Und in dieses Chaos hinein verschaffte sich Papst Urban II. – das war nicht Heinrichs Papst, sondern sein Gegner - mit einer damals sensationellen Idee Gehör:</p>
<p>Er rief die Christenheit dazu auf, in einem militärischen Zug nach Palästina das Heilige Land vom Zugriff der Muslime zu befreien.</p>
<p>Mit Prof. Dr. Kristin Skottki spreche ich über die plötzlich aufkommende Begeisterung für diese Idee. Wer diesen Weg auf sich nahm und warum der amerikanische Verteidigungsminister "Deus vult" auf seinen rechten Oberarm tätowiert hat...</p>
<p>Drei Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 1: Jerusalem</p>
<p><a href="https://franziskaner.de/hueter-heiliger-staetten/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://franziskaner.de/hueter-heiliger-staetten/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Crac des Chevalier</p>
<p><a href="https://whc.unesco.org/en/list/1229/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://whc.unesco.org/en/list/1229/</a></p>
<p></p>
<p>Top 3: Antakya</p>
<p></p>
<p><a href="https://turkeyregional.com/de/hatay/antakya/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://turkeyregional.com/de/hatay/antakya/index.html</a></p>
<p>Fotos und mehr Infos zu dieser Folge findet Ihr auf meiner Website: </p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p> <br>
</p>
<hr><p></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 21 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Kristin Skottki</h1><p>Wir sind im Jahr 1095. Also am Ende des 11. Jahrhunderts. Der Gang nach Canossa war 18 Jahre her, und der Salier Heinrich IV. regierte immer noch. Allerdings hatte sein welthistorischer Konflikt mit Papst Gregor VII. einen Keil zwischen die deutschen Fürsten getrieben. Sie waren entweder Gegner oder Anhänger Heinrichs. Seine Gegner wählten einen deutschen Gegenkönig: Rudolf von Rheinfelden. Mit ihm lieferte sich Heinrich erbitterte Kämpfe. Heinrich wiederum, akzeptierte den Nachfolger von Papst Gregor nicht und ernannte einen Gegenpapst. Um es kurz zu machen: Maximales Chaos. &nbsp;</p>
<p>Ein Zeitgenosse schrieb: „Oh beklagenswertes Antliz des Reiches:“ … „`Alle sind wir doppelt`, so sind nun die Päpste verdoppelt, die Bischöfe verdoppelt, die Könige verdoppelt, die Herzöge verdoppelt.“</p>
<p>Und in dieses Chaos hinein verschaffte sich Papst Urban II. – das war nicht Heinrichs Papst, sondern sein Gegner - mit einer damals sensationellen Idee Gehör:</p>
<p>Er rief die Christenheit dazu auf, in einem militärischen Zug nach Palästina das Heilige Land vom Zugriff der Muslime zu befreien.</p>
<p>Mit Prof. Dr. Kristin Skottki spreche ich über die plötzlich aufkommende Begeisterung für diese Idee. Wer diesen Weg auf sich nahm und warum der amerikanische Verteidigungsminister "Deus vult" auf seinen rechten Oberarm tätowiert hat...</p>
<p>Drei Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 1: Jerusalem</p>
<p><a href="https://franziskaner.de/hueter-heiliger-staetten/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://franziskaner.de/hueter-heiliger-staetten/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Crac des Chevalier</p>
<p><a href="https://whc.unesco.org/en/list/1229/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://whc.unesco.org/en/list/1229/</a></p>
<p></p>
<p>Top 3: Antakya</p>
<p></p>
<p><a href="https://turkeyregional.com/de/hatay/antakya/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://turkeyregional.com/de/hatay/antakya/index.html</a></p>
<p>Fotos und mehr Infos zu dieser Folge findet Ihr auf meiner Website: </p>
<p>www.99xgeschichte.de</p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p> <br>
</p>
<hr><p></p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:title>#20 Die Kreuzzüge</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Mit Kristin Skottki</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Mit Kristin SkottkiWir sind im Jahr 1095. Also am Ende des 11. Jahrhunderts. Der Gang nach Canossa war 18 Jahre her, und der Salier Heinrich IV. regierte immer noch. Allerdings hatte sein welthistorischer Konflikt mit Papst Gregor VII. einen Keil zwischen die deutschen Fürsten getrieben. Sie waren entweder Gegner oder Anhänger Heinrichs. Seine Gegner wählten einen deutschen Gegenkönig: Rudolf von Rheinfelden. Mit ihm lieferte sich Heinrich erbitterte Kämpfe. Heinrich wiederum, akzeptierte den Nachfolger von Papst Gregor nicht und ernannte einen Gegenpapst. Um es kurz zu machen: Maximales Chaos.  

Ein Zeitgenosse schrieb: „Oh beklagenswertes Antliz des Reiches:“ … „`Alle sind wir doppelt`, so sind nun die Päpste verdoppelt, die Bischöfe verdoppelt, die Könige verdoppelt, die Herzöge verdoppelt.“

Und in dieses Chaos hinein verschaffte sich Papst Urban II. – das war nicht Heinrichs Papst, sondern sein Gegner - mit einer damals sensationellen Idee Gehör:

Er rief die Christenheit dazu auf, in einem militärischen Zug nach Palästina das Heilige Land vom Zugriff der Muslime zu befreien.

Mit Prof. Dr. Kristin Skottki spreche ich über die plötzlich aufkommende Begeisterung für diese Idee. Wer diesen Weg auf sich nahm und warum der amerikanische Verteidigungsminister "Deus vult" auf seinen rechten Oberarm tätowiert hat...

Drei Reisetipps:



Top 1: Jerusalem

https://franziskaner.de/hueter-heiliger-staetten/



Top 2: Crac des Chevalier

https://whc.unesco.org/en/list/1229/



Top 3: Antakya



https://turkeyregional.com/de/hatay/antakya/index.html

Fotos und mehr Infos zu dieser Folge findet Ihr auf meiner Website: 

www.99xgeschichte.de

#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa

 





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    <item>
      <title>#19 Der Gang nach Canossa - Heinrich IV.</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol </h1><p>Der Gang nach Canossa: die berühmteste Entschuldigung der in unserer Geschichte.&nbsp; Kein deutsch-römischer König oder Kaiser vor ihm oder nach ihm hat jemals wieder so eine Abbitte geleistet. Heinrich IV. stand barfuß im Schneegestöber vor den Toren der Burg Canossa und flehte um Verzeihung. Der Papst war so vergrätzt, dass er den bibbernden Heinrich ganze drei Tage lang im Schnee warten ließ. Warum machte sich der König im Januar 1077 so klein? Und war der Gang nach Canossa eine blamable Niederlage für Heinrich oder vielleicht ein genialer Schachzug?</p>
<p>Darüber spreche ich heute mit Prof. Dr. Gisela Muschiol. Sie lehrt Kirchengeschichte an der Uni Bonn.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 1: Canossa</p>
<p><a href="https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/canossa" rel="noopener noreferrer nofollow">https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/canossa</a></p>
<p>Top 2: Dom zu Speyer</p>
<p><a href="https://www.dom-zu-speyer.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.dom-zu-speyer.de/</a></p>
<p>Top 3: Kloster Cluny</p>
<p><a href="https://www.cluny-abbaye.fr/de" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.cluny-abbaye.fr/de</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 14 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol </h1><p>Der Gang nach Canossa: die berühmteste Entschuldigung der in unserer Geschichte.&nbsp; Kein deutsch-römischer König oder Kaiser vor ihm oder nach ihm hat jemals wieder so eine Abbitte geleistet. Heinrich IV. stand barfuß im Schneegestöber vor den Toren der Burg Canossa und flehte um Verzeihung. Der Papst war so vergrätzt, dass er den bibbernden Heinrich ganze drei Tage lang im Schnee warten ließ. Warum machte sich der König im Januar 1077 so klein? Und war der Gang nach Canossa eine blamable Niederlage für Heinrich oder vielleicht ein genialer Schachzug?</p>
<p>Darüber spreche ich heute mit Prof. Dr. Gisela Muschiol. Sie lehrt Kirchengeschichte an der Uni Bonn.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 1: Canossa</p>
<p><a href="https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/canossa" rel="noopener noreferrer nofollow">https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/canossa</a></p>
<p>Top 2: Dom zu Speyer</p>
<p><a href="https://www.dom-zu-speyer.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.dom-zu-speyer.de/</a></p>
<p>Top 3: Kloster Cluny</p>
<p><a href="https://www.cluny-abbaye.fr/de" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.cluny-abbaye.fr/de</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#19 Der Gang nach Canossa - Heinrich IV.</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Gisela Muschiol Der Gang nach Canossa: die berühmteste Entschuldigung der in unserer Geschichte.  Kein deutsch-römischer König oder Kaiser vor ihm oder nach ihm hat jemals wieder so eine Abbitte geleistet. Heinrich IV. stand barfuß im Schneegestöber vor den Toren der Burg Canossa und flehte um Verzeihung. Der Papst war so vergrätzt, dass er den bibbernden Heinrich ganze drei Tage lang im Schnee warten ließ. Warum machte sich der König im Januar 1077 so klein? Und war der Gang nach Canossa eine blamable Niederlage für Heinrich oder vielleicht ein genialer Schachzug?

Darüber spreche ich heute mit Prof. Dr. Gisela Muschiol. Sie lehrt Kirchengeschichte an der Uni Bonn.



Ihre Reisetipps:



Top 1: Canossa

https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/canossa

Top 2: Dom zu Speyer

https://www.dom-zu-speyer.de/

Top 3: Kloster Cluny

https://www.cluny-abbaye.fr/de



#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa

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      <title>#18 Die Salier treten an: Konrad II.</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Bernd Schneidmüller</h1><p>Der Dom zu Speyer und die Kaiserpfalz in Goslar sind beide Weltkuturerbe und erinnern an die Herrschaft der Salier im Mittelalter.</p>
<p>Im Jahr 1024 entschieden sie sich die Großen des Reiches für einen Neustart. Diesmal kein Norddeutscher Sachse, sondern ein Adeliger aus einer alten fränkischen Familie. Sie stammte vom Mittelrhein: Die Salier hatten in dem Dreieck zwischen Worms, Speyer und Lautern ihre Heimat.</p>
<p>Die Salier waren altehrwürdiger Adel, dem allerdings deutlich weniger eigenes Land, Gefolgsleute und Pfalzen zur Verfügung hatte, als die Sachsen. Mit einem Wort: Die Salier waren nicht so reich, wie ihre Vorgänger. Um zu regieren, waren sie auf die königliche Struktur aus Pfalzen und Bischofssitzen angewiesen, die die Ottonen aufgebaut hatten. Daraus entstand ein Dauerkonflikt. Was genau steht einem neugewählten König zu und was muss er selbst mitbringen? Und was darf er bestimmen?</p>
<p>Vier Könige stellten die Salier in ihrer hundertjährigen Regierungszeit. Von hünenhafter Gestalt waren sie als gnadenlose Machtmenschen verschrien, die durchsetzungsstark, humorlos und unerbittlich regierten.</p>
<p>Konrad II. schuf eine neue kaiserliche Grablege im Reich: Speyer. Zeitgenossen beschrieben es als "Kuhdorf". Die Salier bauten in ihrer Heimat die größte Kathedrale der Christenheit. In der Krypta kann man noch heute die Gräber der salischen Königs- und Kaiserpaare bestaunen.</p>
<p>Konrads Sohn, Heinrich III., hatte einen anderen Lieblingsort. Eine Pfalz im sächsischen Herzland: Goslar. Heinrich III. ließ die Kaiserpfalz, zum größten Profanbau jenseits der Alpen ausbauen. Doch auch diese Maßnahme festigte seine Herrschaft nicht. Er entkam nur knapp mehreren Mordanschlägen.</p>
<p>Der Sohn Heinrichs III., Heinrich IV., kam in der Kaiserpfalz in Goslar zur Welt. Im Alter von drei Jahren ließ sein Vater ihn&nbsp; von den Großen des Reiches zum zukünftigen König wählen. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich, wie misstrauisch bis zerrüttet Heinrichs III. Verhältnis zu seinem Hochadel inzwischen war. Die Großen des Reiches stellten eine Bedingung: Sie würden dem Jungen als König nur treu sein, wenn er „ein gerechter Herrscher werde“. Der Umkehrschluss macht deutlich, welche andere Erfahrungen sie mit dem Vater schon gemacht hatten.</p>
<p>Über die Schwierigkeiten, eine neue Königsdynastie aufzubauen, die gleichzeitig auf Kontinuität setzt, spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps:</p>
<p>Top1: Speyer</p>
<p><a href="https://www.dom-zu-speyer.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.dom-zu-speyer.de/</a></p>
<p>Top 2: Goslar</p>
<p><a href="https://www.welterbeimharz.de/welterbe-im-harz/altstadt-von-goslar/kaiserpfalz-goslar" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.welterbeimharz.de/welterbe-im-harz/altstadt-von-goslar/kaiserpfalz-goslar</a></p>
<p>Top 3: Limburg an der Haardt</p>
<p><a href="https://www.bad-duerkheim.de/kultur-tourismus/veranstaltungen-feste/1-000-jahre-limburg/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bad-duerkheim.de/kultur-tourismus/veranstaltungen-feste/1-000-jahre-limburg/</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 07 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Bernd Schneidmüller</h1><p>Der Dom zu Speyer und die Kaiserpfalz in Goslar sind beide Weltkuturerbe und erinnern an die Herrschaft der Salier im Mittelalter.</p>
<p>Im Jahr 1024 entschieden sie sich die Großen des Reiches für einen Neustart. Diesmal kein Norddeutscher Sachse, sondern ein Adeliger aus einer alten fränkischen Familie. Sie stammte vom Mittelrhein: Die Salier hatten in dem Dreieck zwischen Worms, Speyer und Lautern ihre Heimat.</p>
<p>Die Salier waren altehrwürdiger Adel, dem allerdings deutlich weniger eigenes Land, Gefolgsleute und Pfalzen zur Verfügung hatte, als die Sachsen. Mit einem Wort: Die Salier waren nicht so reich, wie ihre Vorgänger. Um zu regieren, waren sie auf die königliche Struktur aus Pfalzen und Bischofssitzen angewiesen, die die Ottonen aufgebaut hatten. Daraus entstand ein Dauerkonflikt. Was genau steht einem neugewählten König zu und was muss er selbst mitbringen? Und was darf er bestimmen?</p>
<p>Vier Könige stellten die Salier in ihrer hundertjährigen Regierungszeit. Von hünenhafter Gestalt waren sie als gnadenlose Machtmenschen verschrien, die durchsetzungsstark, humorlos und unerbittlich regierten.</p>
<p>Konrad II. schuf eine neue kaiserliche Grablege im Reich: Speyer. Zeitgenossen beschrieben es als "Kuhdorf". Die Salier bauten in ihrer Heimat die größte Kathedrale der Christenheit. In der Krypta kann man noch heute die Gräber der salischen Königs- und Kaiserpaare bestaunen.</p>
<p>Konrads Sohn, Heinrich III., hatte einen anderen Lieblingsort. Eine Pfalz im sächsischen Herzland: Goslar. Heinrich III. ließ die Kaiserpfalz, zum größten Profanbau jenseits der Alpen ausbauen. Doch auch diese Maßnahme festigte seine Herrschaft nicht. Er entkam nur knapp mehreren Mordanschlägen.</p>
<p>Der Sohn Heinrichs III., Heinrich IV., kam in der Kaiserpfalz in Goslar zur Welt. Im Alter von drei Jahren ließ sein Vater ihn&nbsp; von den Großen des Reiches zum zukünftigen König wählen. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich, wie misstrauisch bis zerrüttet Heinrichs III. Verhältnis zu seinem Hochadel inzwischen war. Die Großen des Reiches stellten eine Bedingung: Sie würden dem Jungen als König nur treu sein, wenn er „ein gerechter Herrscher werde“. Der Umkehrschluss macht deutlich, welche andere Erfahrungen sie mit dem Vater schon gemacht hatten.</p>
<p>Über die Schwierigkeiten, eine neue Königsdynastie aufzubauen, die gleichzeitig auf Kontinuität setzt, spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller.</p>
<p></p>
<p>Seine Reisetipps:</p>
<p>Top1: Speyer</p>
<p><a href="https://www.dom-zu-speyer.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.dom-zu-speyer.de/</a></p>
<p>Top 2: Goslar</p>
<p><a href="https://www.welterbeimharz.de/welterbe-im-harz/altstadt-von-goslar/kaiserpfalz-goslar" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.welterbeimharz.de/welterbe-im-harz/altstadt-von-goslar/kaiserpfalz-goslar</a></p>
<p>Top 3: Limburg an der Haardt</p>
<p><a href="https://www.bad-duerkheim.de/kultur-tourismus/veranstaltungen-feste/1-000-jahre-limburg/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bad-duerkheim.de/kultur-tourismus/veranstaltungen-feste/1-000-jahre-limburg/</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:subtitle>mit Bernd Schneidmüller</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Mit Bernd SchneidmüllerDer Dom zu Speyer und die Kaiserpfalz in Goslar sind beide Weltkuturerbe und erinnern an die Herrschaft der Salier im Mittelalter.

Im Jahr 1024 entschieden sie sich die Großen des Reiches für einen Neustart. Diesmal kein Norddeutscher Sachse, sondern ein Adeliger aus einer alten fränkischen Familie. Sie stammte vom Mittelrhein: Die Salier hatten in dem Dreieck zwischen Worms, Speyer und Lautern ihre Heimat.

Die Salier waren altehrwürdiger Adel, dem allerdings deutlich weniger eigenes Land, Gefolgsleute und Pfalzen zur Verfügung hatte, als die Sachsen. Mit einem Wort: Die Salier waren nicht so reich, wie ihre Vorgänger. Um zu regieren, waren sie auf die königliche Struktur aus Pfalzen und Bischofssitzen angewiesen, die die Ottonen aufgebaut hatten. Daraus entstand ein Dauerkonflikt. Was genau steht einem neugewählten König zu und was muss er selbst mitbringen? Und was darf er bestimmen?

Vier Könige stellten die Salier in ihrer hundertjährigen Regierungszeit. Von hünenhafter Gestalt waren sie als gnadenlose Machtmenschen verschrien, die durchsetzungsstark, humorlos und unerbittlich regierten.

Konrad II. schuf eine neue kaiserliche Grablege im Reich: Speyer. Zeitgenossen beschrieben es als "Kuhdorf". Die Salier bauten in ihrer Heimat die größte Kathedrale der Christenheit. In der Krypta kann man noch heute die Gräber der salischen Königs- und Kaiserpaare bestaunen.

Konrads Sohn, Heinrich III., hatte einen anderen Lieblingsort. Eine Pfalz im sächsischen Herzland: Goslar. Heinrich III. ließ die Kaiserpfalz, zum größten Profanbau jenseits der Alpen ausbauen. Doch auch diese Maßnahme festigte seine Herrschaft nicht. Er entkam nur knapp mehreren Mordanschlägen.

Der Sohn Heinrichs III., Heinrich IV., kam in der Kaiserpfalz in Goslar zur Welt. Im Alter von drei Jahren ließ sein Vater ihn  von den Großen des Reiches zum zukünftigen König wählen. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich, wie misstrauisch bis zerrüttet Heinrichs III. Verhältnis zu seinem Hochadel inzwischen war. Die Großen des Reiches stellten eine Bedingung: Sie würden dem Jungen als König nur treu sein, wenn er „ein gerechter Herrscher werde“. Der Umkehrschluss macht deutlich, welche andere Erfahrungen sie mit dem Vater schon gemacht hatten.

Über die Schwierigkeiten, eine neue Königsdynastie aufzubauen, die gleichzeitig auf Kontinuität setzt, spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller.



Seine Reisetipps:

Top1: Speyer

https://www.dom-zu-speyer.de/

Top 2: Goslar

https://www.welterbeimharz.de/welterbe-im-harz/altstadt-von-goslar/kaiserpfalz-goslar

Top 3: Limburg an der Haardt

https://www.bad-duerkheim.de/kultur-tourismus/veranstaltungen-feste/1-000-jahre-limburg/



#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#17 Bamberger Apokalypse und andere Meisterwerke</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Harald Wolter von dem Knesebeck</h1><p>In unserer Zeitreise sind wir an der ersten Jahrtausendwende nach Christus angekommen. Die einfachen Menschen führten ein karges Leben. Auf der Fläche des heutigen Deutschlands lebten ca. 4 Mio. Einwohner meistens in kleinen Siedlungen auf engem Raum. Und trotzdem gab es eine Art Aufschwung zu dieser Zeit.</p>
<p>Der wachsende Wohlstand kam vor allem einer Institution zugute: der Kirche. Die Menschen glaubten an das drohende Fegefeuer und wollten durch reiche Spenden an Kirchen und Klöster schon vorsorglich ihre Zeit im Fegefeuer reduzieren.</p>
<p>Die Kirche legte das Geld in Gotteshäuser an. An vielen Orten sprossen Dombauten aus der Erde. In Mainz, Trier und in Magdeburg, auch einige romanische Kirchen in Köln stammen aus dieser Zeit.</p>
<p>Plötzlich verbreiteten sich die Kirchenbauten in Kreuzform mit Längs- und Querschiff. Auch Kirchtürme waren eine Innovation. Die gab es vorher nicht.</p>
<p>Auch in den Schreibstuben der Klöster, den Skriptorien, wurden kleine (und große) Wunder vollbracht. Die Buchmalerei hatte um die Jahrtausendwende ihren ersten Höhepunkt. Kalligraphie geschmückt mit gemalten Miniaturen in glänzenden Farben. Das Ganze in kostbaren Einbänden mit Edelsteinen, Elfenbeinschnitzereien und Blattgold verziert.</p>
<p>Eine der berühmtesten Skulpturen jener Zeit steht in Hildesheim: Die Bernwardssäule. 3,80 Meter hoch, fast 60 cm Durchmesser. 28 Szenen aus dem Leben von Jesus Christus schrauben sich spiralförmig dem Himmel entgegen. Die Darsteller ragen halbplastisch aus der Skulptur heraus. Man muss die Säule siebenmal umrunden, um ihren Geschichten von Anfang bis Ende zu folgen.</p>
<p>Den Kunsthistoriker Prof. Dr. Harald Wolter von dem Knesebeck frage ich, wie die Künstler damals ihre Werke schufen und woher der Kreativitäsboost kam.</p>
<p></p>
<p>Seine Top 3 Reiseziele:</p>
<p></p>
<p>Top 3:</p>
<p>Insel Reichenau, Bodensee, St. Gallen</p>
<p><a href="https://www.reichenau-tourismus.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.reichenau-tourismus.de/</a></p>
<p><a href="https://www.stiftsbezirk.ch/de/kloster-st.gallen" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.stiftsbezirk.ch/de/kloster-st.gallen</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Bamberg</p>
<p><a href="https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top1: Hildesheim</p>
<p><a href="https://www.hildesheim-tourismus.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.hildesheim-tourismus.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 31 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Harald Wolter von dem Knesebeck</h1><p>In unserer Zeitreise sind wir an der ersten Jahrtausendwende nach Christus angekommen. Die einfachen Menschen führten ein karges Leben. Auf der Fläche des heutigen Deutschlands lebten ca. 4 Mio. Einwohner meistens in kleinen Siedlungen auf engem Raum. Und trotzdem gab es eine Art Aufschwung zu dieser Zeit.</p>
<p>Der wachsende Wohlstand kam vor allem einer Institution zugute: der Kirche. Die Menschen glaubten an das drohende Fegefeuer und wollten durch reiche Spenden an Kirchen und Klöster schon vorsorglich ihre Zeit im Fegefeuer reduzieren.</p>
<p>Die Kirche legte das Geld in Gotteshäuser an. An vielen Orten sprossen Dombauten aus der Erde. In Mainz, Trier und in Magdeburg, auch einige romanische Kirchen in Köln stammen aus dieser Zeit.</p>
<p>Plötzlich verbreiteten sich die Kirchenbauten in Kreuzform mit Längs- und Querschiff. Auch Kirchtürme waren eine Innovation. Die gab es vorher nicht.</p>
<p>Auch in den Schreibstuben der Klöster, den Skriptorien, wurden kleine (und große) Wunder vollbracht. Die Buchmalerei hatte um die Jahrtausendwende ihren ersten Höhepunkt. Kalligraphie geschmückt mit gemalten Miniaturen in glänzenden Farben. Das Ganze in kostbaren Einbänden mit Edelsteinen, Elfenbeinschnitzereien und Blattgold verziert.</p>
<p>Eine der berühmtesten Skulpturen jener Zeit steht in Hildesheim: Die Bernwardssäule. 3,80 Meter hoch, fast 60 cm Durchmesser. 28 Szenen aus dem Leben von Jesus Christus schrauben sich spiralförmig dem Himmel entgegen. Die Darsteller ragen halbplastisch aus der Skulptur heraus. Man muss die Säule siebenmal umrunden, um ihren Geschichten von Anfang bis Ende zu folgen.</p>
<p>Den Kunsthistoriker Prof. Dr. Harald Wolter von dem Knesebeck frage ich, wie die Künstler damals ihre Werke schufen und woher der Kreativitäsboost kam.</p>
<p></p>
<p>Seine Top 3 Reiseziele:</p>
<p></p>
<p>Top 3:</p>
<p>Insel Reichenau, Bodensee, St. Gallen</p>
<p><a href="https://www.reichenau-tourismus.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.reichenau-tourismus.de/</a></p>
<p><a href="https://www.stiftsbezirk.ch/de/kloster-st.gallen" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.stiftsbezirk.ch/de/kloster-st.gallen</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Bamberg</p>
<p><a href="https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top1: Hildesheim</p>
<p><a href="https://www.hildesheim-tourismus.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.hildesheim-tourismus.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa</p>
<p></p>
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      <itunes:title>#17 Bamberger Apokalypse und andere Meisterwerke</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Harald Wolter von dem KnesebeckIn unserer Zeitreise sind wir an der ersten Jahrtausendwende nach Christus angekommen. Die einfachen Menschen führten ein karges Leben. Auf der Fläche des heutigen Deutschlands lebten ca. 4 Mio. Einwohner meistens in kleinen Siedlungen auf engem Raum. Und trotzdem gab es eine Art Aufschwung zu dieser Zeit.

Der wachsende Wohlstand kam vor allem einer Institution zugute: der Kirche. Die Menschen glaubten an das drohende Fegefeuer und wollten durch reiche Spenden an Kirchen und Klöster schon vorsorglich ihre Zeit im Fegefeuer reduzieren.

Die Kirche legte das Geld in Gotteshäuser an. An vielen Orten sprossen Dombauten aus der Erde. In Mainz, Trier und in Magdeburg, auch einige romanische Kirchen in Köln stammen aus dieser Zeit.

Plötzlich verbreiteten sich die Kirchenbauten in Kreuzform mit Längs- und Querschiff. Auch Kirchtürme waren eine Innovation. Die gab es vorher nicht.

Auch in den Schreibstuben der Klöster, den Skriptorien, wurden kleine (und große) Wunder vollbracht. Die Buchmalerei hatte um die Jahrtausendwende ihren ersten Höhepunkt. Kalligraphie geschmückt mit gemalten Miniaturen in glänzenden Farben. Das Ganze in kostbaren Einbänden mit Edelsteinen, Elfenbeinschnitzereien und Blattgold verziert.

Eine der berühmtesten Skulpturen jener Zeit steht in Hildesheim: Die Bernwardssäule. 3,80 Meter hoch, fast 60 cm Durchmesser. 28 Szenen aus dem Leben von Jesus Christus schrauben sich spiralförmig dem Himmel entgegen. Die Darsteller ragen halbplastisch aus der Skulptur heraus. Man muss die Säule siebenmal umrunden, um ihren Geschichten von Anfang bis Ende zu folgen.

Den Kunsthistoriker Prof. Dr. Harald Wolter von dem Knesebeck frage ich, wie die Künstler damals ihre Werke schufen und woher der Kreativitäsboost kam.



Seine Top 3 Reiseziele:



Top 3:

Insel Reichenau, Bodensee, St. Gallen

https://www.reichenau-tourismus.de/

https://www.stiftsbezirk.ch/de/kloster-st.gallen



Top 2: Bamberg

https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/



Top1: Hildesheim

https://www.hildesheim-tourismus.de/



#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa



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      <title>#16 Heinrich II.  - Bamberg first!</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Bernd Schneidmüller</h1><p>Wie ein Wegelagerer überfiel er mit Waffengewalt den Leichenzug des toten Königs und riss die Krone an sich. Jahre später fiel er vor seinen Bischöfen weinend auf den Boden und flehte sie an, Bamberg zu einem Bistum zu machen. Und wieder 150 Jahre später werden seine Frau Kunigunde und er als einziges deutsches Kaiserpaar heiliggesprochen. Heinrich II. war einer der schillernsten Herrscher des Mittelalters.</p>
<p>Im Jahr 1002 stirbt das erste deutsche Königshaus in direkter Linie aus. Otto III war erst 21 Jahre alt, als er in Italien vom Fieber geschüttelt starb. Er hinterließ keine Erben. Das war die Stunde seines Cousins: Heinrich II. Heinrich war Herzog von Bayern und lauerte an der Landesgrenze dem Leichenzug des toten Kaiser auf. Der Tross&nbsp; war auf dem Weg von Italien nach Aachen zur Beerdigung. In Bayern riss Heinrich II. die Krone an sich und verfügte, dass die kaiserlichen Eingeweide in Augsburg zu bestatten seien.</p>
<p>Eine Machtübernahme, mit der keineswegs alle einverstanden waren. Das erste Mal in der Geschichte des jungen deutschen Reiches, dass die Krone nicht vom Vater auf den Sohn übergehen konnte, sondern ein „neuer“ König bestimmt werden musste.</p>
<p>Wie Heinrich sich durchsetzte, warum er die Politik seiner Vorgänger nahezu zurückdrehte und natürlich seine Bambergliebe, darüber spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller.</p>
<p></p>
<p>Seine Top Reisetipps:</p>
<p>Top 1: Bamberg</p>
<p><a href="https://www.bamberg.info/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bamberg.info/</a></p>
<p>Top 2: Merseburger Dom</p>
<p><a href="https://www.merseburger-dom.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.merseburger-dom.de/</a></p>
<p>Top 3: Basel</p>
<p><a href="https://www.basel.com/de/attraktionen/basler-muenster-d7074be3ab" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.basel.com/de/attraktionen/basler-muenster-d7074be3ab</a></p>
<p>Top 3 1/2: Stein am Rhein</p>
<p><a href="https://www.klostersanktgeorgen.ch/kstg/de/home.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.klostersanktgeorgen.ch/kstg/de/home.html</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Im Jahr 1002 stirbt das erste deutsche Königshaus in direkter Linie aus. Otto III war erst 21 Jahre alt, als er in Italien vom Fieber geschüttelt starb. Er hinterließ keine Erben. Das war die Stunde seines Cousins: Heinrich II. Heinrich war Herzog von Bayern und lauerte an der Landesgrenze dem Leichenzug des toten Kaiser auf. Der Tross&nbsp; war auf dem Weg von Italien nach Aachen zur Beerdigung. In Bayern riss Heinrich II. die Krone an sich und verfügte, dass die kaiserlichen Eingeweide in Augsburg zu bestatten seien.</p>
<p>Eine Machtübernahme, mit der keineswegs alle einverstanden waren. Das erste Mal in der Geschichte des jungen deutschen Reiches, dass die Krone nicht vom Vater auf den Sohn übergehen konnte, sondern ein „neuer“ König bestimmt werden musste.</p>
<p>Wie Heinrich sich durchsetzte, warum er die Politik seiner Vorgänger nahezu zurückdrehte und natürlich seine Bambergliebe, darüber spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller.</p>
<p></p>
<p>Seine Top Reisetipps:</p>
<p>Top 1: Bamberg</p>
<p><a href="https://www.bamberg.info/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bamberg.info/</a></p>
<p>Top 2: Merseburger Dom</p>
<p><a href="https://www.merseburger-dom.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.merseburger-dom.de/</a></p>
<p>Top 3: Basel</p>
<p><a href="https://www.basel.com/de/attraktionen/basler-muenster-d7074be3ab" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.basel.com/de/attraktionen/basler-muenster-d7074be3ab</a></p>
<p>Top 3 1/2: Stein am Rhein</p>
<p><a href="https://www.klostersanktgeorgen.ch/kstg/de/home.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.klostersanktgeorgen.ch/kstg/de/home.html</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
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      <itunes:summary>Mit Bernd SchneidmüllerWie ein Wegelagerer überfiel er mit Waffengewalt den Leichenzug des toten Königs und riss die Krone an sich. Jahre später fiel er vor seinen Bischöfen weinend auf den Boden und flehte sie an, Bamberg zu einem Bistum zu machen. Und wieder 150 Jahre später werden seine Frau Kunigunde und er als einziges deutsches Kaiserpaar heiliggesprochen. Heinrich II. war einer der schillernsten Herrscher des Mittelalters.

Im Jahr 1002 stirbt das erste deutsche Königshaus in direkter Linie aus. Otto III war erst 21 Jahre alt, als er in Italien vom Fieber geschüttelt starb. Er hinterließ keine Erben. Das war die Stunde seines Cousins: Heinrich II. Heinrich war Herzog von Bayern und lauerte an der Landesgrenze dem Leichenzug des toten Kaiser auf. Der Tross  war auf dem Weg von Italien nach Aachen zur Beerdigung. In Bayern riss Heinrich II. die Krone an sich und verfügte, dass die kaiserlichen Eingeweide in Augsburg zu bestatten seien.

Eine Machtübernahme, mit der keineswegs alle einverstanden waren. Das erste Mal in der Geschichte des jungen deutschen Reiches, dass die Krone nicht vom Vater auf den Sohn übergehen konnte, sondern ein „neuer“ König bestimmt werden musste.

Wie Heinrich sich durchsetzte, warum er die Politik seiner Vorgänger nahezu zurückdrehte und natürlich seine Bambergliebe, darüber spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Schneidmüller.



Seine Top Reisetipps:

Top 1: Bamberg

https://www.bamberg.info/

Top 2: Merseburger Dom

https://www.merseburger-dom.de/

Top 3: Basel

https://www.basel.com/de/attraktionen/basler-muenster-d7074be3ab

Top 3 1/2: Stein am Rhein

https://www.klostersanktgeorgen.ch/kstg/de/home.html

#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa

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    <item>
      <title>#15 Theophanu - Kaiserin mit Migrationshintergrund</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol</h1><p>Für sie muss es ein Kulturschock gewesen sein. Theophanu war eine junge byzantinische Prinzessin, als sie aus der glanzvollen Weltmetropole Konstantinopel (heute Istanbul) im Jahr 972 nach Westeuropa segelte, um einen „Barbaren“ (So nannten die Byzantiner unsere Vorfahren) &nbsp;zu heiraten. Ihr Bräutigam, Otto II. war der Sohn des ersten deutschen Kaisers. Trotzdem kann man sich das kulturelle Gefälle zwischen den beiden nicht steil genug vorstellen. Konstantinopel, die glanzvolle Hauptstadt des byzantinischen Reiches hatte damals schon 400.000 Einwohner, dagegen verfügte das Reich ihres Zukünftigen noch nicht mal über eine Hauptstadt. Wie Nomaden ritten der Kaiser und sein Gefolge von Pfalz zu Pfalz. Die Byzantiner blickten eigentlich mit Verachtung auf die neue Herrscherfamilie im Westen, die sich seit Kurzem, auch „Kaiser“ nannten.</p>
<p>Über das Leben der Theophanu, der Kaiserin mit Migrationshintergrund, spreche ich in dieser Folge mit Prof. Dr. Gisela Muschiol vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p>Top 1: Das Grab der Theophanu in St Pantaleon in Köln</p>
<p><a href="http://www.sankt-pantaleon.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">http://www.sankt-pantaleon.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Eine Tour entlang oder auf dem Rhein von Nijmegen nach Köln</p>
<p></p>
<p>Top 3: Das Grab ihres Mannes Otto II. im Petersdom in Rom</p>
<p>#Mittelalter 'Europa #Westeuropa #Deutschland</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 17 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Über das Leben der Theophanu, der Kaiserin mit Migrationshintergrund, spreche ich in dieser Folge mit Prof. Dr. Gisela Muschiol vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p>Top 1: Das Grab der Theophanu in St Pantaleon in Köln</p>
<p><a href="http://www.sankt-pantaleon.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">http://www.sankt-pantaleon.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Eine Tour entlang oder auf dem Rhein von Nijmegen nach Köln</p>
<p></p>
<p>Top 3: Das Grab ihres Mannes Otto II. im Petersdom in Rom</p>
<p>#Mittelalter 'Europa #Westeuropa #Deutschland</p>
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      <itunes:summary>Mit Gisela MuschiolFür sie muss es ein Kulturschock gewesen sein. Theophanu war eine junge byzantinische Prinzessin, als sie aus der glanzvollen Weltmetropole Konstantinopel (heute Istanbul) im Jahr 972 nach Westeuropa segelte, um einen „Barbaren“ (So nannten die Byzantiner unsere Vorfahren)  zu heiraten. Ihr Bräutigam, Otto II. war der Sohn des ersten deutschen Kaisers. Trotzdem kann man sich das kulturelle Gefälle zwischen den beiden nicht steil genug vorstellen. Konstantinopel, die glanzvolle Hauptstadt des byzantinischen Reiches hatte damals schon 400.000 Einwohner, dagegen verfügte das Reich ihres Zukünftigen noch nicht mal über eine Hauptstadt. Wie Nomaden ritten der Kaiser und sein Gefolge von Pfalz zu Pfalz. Die Byzantiner blickten eigentlich mit Verachtung auf die neue Herrscherfamilie im Westen, die sich seit Kurzem, auch „Kaiser“ nannten.

Über das Leben der Theophanu, der Kaiserin mit Migrationshintergrund, spreche ich in dieser Folge mit Prof. Dr. Gisela Muschiol vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.



Ihre Reisetipps:

Top 1: Das Grab der Theophanu in St Pantaleon in Köln

http://www.sankt-pantaleon.de/



Top 2: Eine Tour entlang oder auf dem Rhein von Nijmegen nach Köln



Top 3: Das Grab ihres Mannes Otto II. im Petersdom in Rom

#Mittelalter 'Europa #Westeuropa #Deutschland

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    <item>
      <title>#14 Die Nazis und das Mittelalter</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Ralf Grabuschnig</h1><p>Das hier ist die erste Sonderfolge, bei der ich die Chronologie der Geschichtserzählung für einen Moment verlasse, um ein besonderes Phänomen zu verstehen.</p>
<p>Bei den Recherchen zu den letzten beiden Folgen bin ich auf etwas gestoßen, dem ich nachgehen möchte. Als ich in Quedlinburg war, um mir die Heimat der Ottonen anzuschauen, erklärte mir die nette Domführerin, dass, die Krypta mit dem Heinrichsgrab für die Nationalsozialisten und insbesondere Heinrich Himmler zur Nazizeit ein ganz wichtiger Weiheort gewesen sei. Die Hakenkreuze, die damals in der Krypta angebracht wurden, sind &nbsp;inzwischen abgeschlagen.</p>
<p>Auch in Haitabu, der ehemaligen Wikingerzentrale an der Schlei, standen die Ausgrabungen ab 1934 unter der Schirmherrschaft von Heinrich Himmler. Die Nationalsozialisten ließen dort auch eine Freilichtbühne bauen, die es nocht heute gibt.</p>
<p>Warum war das frühe Mittelalter für die Nazis so wichtig? Und was bedeutet das für die Geschichtserzählung heute?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Ralf Grabuschnig. Er ist Historiker und betreibt den Geschichtspodcast "Déjà-Vu - Geschichte"</p>
<p>Seinen Podcast und seinen Newsletter, den "Geschichtshappen", findet Ihr hier:</p>
<p>https://linktr.ee/ralfgrabuschnig</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 10 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Bei den Recherchen zu den letzten beiden Folgen bin ich auf etwas gestoßen, dem ich nachgehen möchte. Als ich in Quedlinburg war, um mir die Heimat der Ottonen anzuschauen, erklärte mir die nette Domführerin, dass, die Krypta mit dem Heinrichsgrab für die Nationalsozialisten und insbesondere Heinrich Himmler zur Nazizeit ein ganz wichtiger Weiheort gewesen sei. Die Hakenkreuze, die damals in der Krypta angebracht wurden, sind &nbsp;inzwischen abgeschlagen.</p>
<p>Auch in Haitabu, der ehemaligen Wikingerzentrale an der Schlei, standen die Ausgrabungen ab 1934 unter der Schirmherrschaft von Heinrich Himmler. Die Nationalsozialisten ließen dort auch eine Freilichtbühne bauen, die es nocht heute gibt.</p>
<p>Warum war das frühe Mittelalter für die Nazis so wichtig? Und was bedeutet das für die Geschichtserzählung heute?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Ralf Grabuschnig. Er ist Historiker und betreibt den Geschichtspodcast "Déjà-Vu - Geschichte"</p>
<p>Seinen Podcast und seinen Newsletter, den "Geschichtshappen", findet Ihr hier:</p>
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<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Ralf GrabuschnigDas hier ist die erste Sonderfolge, bei der ich die Chronologie der Geschichtserzählung für einen Moment verlasse, um ein besonderes Phänomen zu verstehen.

Bei den Recherchen zu den letzten beiden Folgen bin ich auf etwas gestoßen, dem ich nachgehen möchte. Als ich in Quedlinburg war, um mir die Heimat der Ottonen anzuschauen, erklärte mir die nette Domführerin, dass, die Krypta mit dem Heinrichsgrab für die Nationalsozialisten und insbesondere Heinrich Himmler zur Nazizeit ein ganz wichtiger Weiheort gewesen sei. Die Hakenkreuze, die damals in der Krypta angebracht wurden, sind  inzwischen abgeschlagen.

Auch in Haitabu, der ehemaligen Wikingerzentrale an der Schlei, standen die Ausgrabungen ab 1934 unter der Schirmherrschaft von Heinrich Himmler. Die Nationalsozialisten ließen dort auch eine Freilichtbühne bauen, die es nocht heute gibt.

Warum war das frühe Mittelalter für die Nazis so wichtig? Und was bedeutet das für die Geschichtserzählung heute?

Darüber spreche ich mit Ralf Grabuschnig. Er ist Historiker und betreibt den Geschichtspodcast "Déjà-Vu - Geschichte"

Seinen Podcast und seinen Newsletter, den "Geschichtshappen", findet Ihr hier:

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      <title>#13 Otto der Große und Adelheid - Das Dreamteam</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol</h1><p>Willkommen am Anfang der deutschen Geschichte. Nicht irritiert sein: Ja es ist die Folge 13, aber trotzdem nimmt die Geschichte Deutschlands hier einen neuen Anlauf. Denn mit dem Ostfrankenreich und einer eigenen Königsfamilie bildet sich eine Struktur heraus, die man grob als Vorläufer des heutigen Deutschlands bezeichnen könnte.</p>
<p>Es waren ausgerechnet die Norddeutschen, die Niedersachsen, die die frühen Könige Deutschlands stellten. Karl der Große hatte sie erst 100 Jahre zuvor blutig unterworfen und zu Christen gemacht. Jetzt beherrschten sie das Ostfrankenreich, also das spätere Deutschland.</p>
<p>Wir sind im 10. Jahrhundert also kurz vor der Jahrtausendwende. Das große Frankenreich war praktisch unregierbar geworden. Zuerst hatten die Überfälle der Wikinger auf Köln, Trier, und Paris hatten bewiesen, wie wehrlos riesige fränkische Reich war. Dann kam eine noch viel größere Bedrohung aus dem Osten: Die Ungarn terrorisierten mit Pfeil und Bogen auf schnellen Pferden die Menschen zwischen Rhein und Elbe. Auf ihren jahrelangen Raubzügen verbreiteten die Magyaren Angst und Elend . Sie nahmen Geiseln und erpressten Lösegelder.&nbsp; Die Herrscher in den Regionen zwischen Rhein und Elbe einigten sich schließlich auf einen &nbsp;eigenen König, der stark genug war, die Ungarn zurückzudrängen. Das war ein Sachse, also ein Norddeutscher, aus dem Harz: Heinrich I.</p>
<p>Die Ungarn waren die existentielle Bedrohung des jungen Reiches. Die Magyaren unternahmen weitausgreifende Streifzüge tief in den Westen hinein. Sie plünderten, mordeten und waren kaum zu stoppen. Sie suchten jahrzehntelang das Reich heim, bis es im Jahr 955 zu der Entscheidungsschlacht kam. Inzwischen war Heinrich I. gestorben und sein Sohn Otto war zu seinem Nachfolger bestimmt worden. Die Schlacht auf dem Lechfeld war die wichtigste Bewährungsprobe für den König: Die Ungarn hatten ein beeindruckend übermächtiges Heer vor den Toren Augsburgs versammelt. König Otto I. verfügte dagegen nur über eine kleine Truppe, die aus Kriegern von unterschiedlichen Gefolgsleuten bestand. Keine eingeübte Armee. Er war praktisch chancenlos. Doch wie durch ein Wunder schlugen seine Soldaten die übermächtigen Magyaren für immer in die Flucht.</p>
<p>Seine zweite Frau, Adelheid, war die junge verwitwete Königin Norditaliens und der mutmaßliche Mörder ihres Mannes hielt sie in einer Burg über dem Gardasee gefangen. Otto eilte ihr mit einem Heer über die Alpen zur Hilfe. Und wie im Märchen, heirateten die beiden tatsächlich. Mit ihrem Ja-Wort machte Sie ihn 951 zum König Norditaliens. Als der Papst ihn neun Jahre später um Hilfe bat, überquerten Adelheid und Otto mit einem Heer die Alpen und retteten den bedrängten Papst. Voller Dankbarkeit salbte der Papst Adelheid zur Kaiserin und Otto zum Kaiser.</p>
<p>Über dieses Powerpaar in der deutschen Geschichte spreche ich mit der Historikerin Prof. Dr. Gisela Muschiol von der Uni Bonn.</p>
<p>Ihre Reiseziele:</p>
<p>Top 1: Quedlinburg</p>
<p><a href="https://www.quedlinburg-info.de/de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.quedlinburg-info.de/de/</a></p>
<p>Top 2: Kloster Cluny</p>
<p><a href="https://www.cluny-abbaye.fr/de/entdecken-sie/geschichte-der-abtei-von-cluny" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.cluny-abbaye.fr/de/entdecken-sie/geschichte-der-abtei-von-cluny</a></p>
<p>Top 3: Magdeburger Dom</p>
<p><a href="https://www.magdeburg-tourist.de/dom" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.magdeburg-tourist.de/dom</a></p>
<p>#Europa #Westeuropa #Deutschland #Mittelalter</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 03 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://99xgeschichte.de/</link>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
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<p>Es waren ausgerechnet die Norddeutschen, die Niedersachsen, die die frühen Könige Deutschlands stellten. Karl der Große hatte sie erst 100 Jahre zuvor blutig unterworfen und zu Christen gemacht. Jetzt beherrschten sie das Ostfrankenreich, also das spätere Deutschland.</p>
<p>Wir sind im 10. Jahrhundert also kurz vor der Jahrtausendwende. Das große Frankenreich war praktisch unregierbar geworden. Zuerst hatten die Überfälle der Wikinger auf Köln, Trier, und Paris hatten bewiesen, wie wehrlos riesige fränkische Reich war. Dann kam eine noch viel größere Bedrohung aus dem Osten: Die Ungarn terrorisierten mit Pfeil und Bogen auf schnellen Pferden die Menschen zwischen Rhein und Elbe. Auf ihren jahrelangen Raubzügen verbreiteten die Magyaren Angst und Elend . Sie nahmen Geiseln und erpressten Lösegelder.&nbsp; Die Herrscher in den Regionen zwischen Rhein und Elbe einigten sich schließlich auf einen &nbsp;eigenen König, der stark genug war, die Ungarn zurückzudrängen. Das war ein Sachse, also ein Norddeutscher, aus dem Harz: Heinrich I.</p>
<p>Die Ungarn waren die existentielle Bedrohung des jungen Reiches. Die Magyaren unternahmen weitausgreifende Streifzüge tief in den Westen hinein. Sie plünderten, mordeten und waren kaum zu stoppen. Sie suchten jahrzehntelang das Reich heim, bis es im Jahr 955 zu der Entscheidungsschlacht kam. Inzwischen war Heinrich I. gestorben und sein Sohn Otto war zu seinem Nachfolger bestimmt worden. Die Schlacht auf dem Lechfeld war die wichtigste Bewährungsprobe für den König: Die Ungarn hatten ein beeindruckend übermächtiges Heer vor den Toren Augsburgs versammelt. König Otto I. verfügte dagegen nur über eine kleine Truppe, die aus Kriegern von unterschiedlichen Gefolgsleuten bestand. Keine eingeübte Armee. Er war praktisch chancenlos. Doch wie durch ein Wunder schlugen seine Soldaten die übermächtigen Magyaren für immer in die Flucht.</p>
<p>Seine zweite Frau, Adelheid, war die junge verwitwete Königin Norditaliens und der mutmaßliche Mörder ihres Mannes hielt sie in einer Burg über dem Gardasee gefangen. Otto eilte ihr mit einem Heer über die Alpen zur Hilfe. Und wie im Märchen, heirateten die beiden tatsächlich. Mit ihrem Ja-Wort machte Sie ihn 951 zum König Norditaliens. Als der Papst ihn neun Jahre später um Hilfe bat, überquerten Adelheid und Otto mit einem Heer die Alpen und retteten den bedrängten Papst. Voller Dankbarkeit salbte der Papst Adelheid zur Kaiserin und Otto zum Kaiser.</p>
<p>Über dieses Powerpaar in der deutschen Geschichte spreche ich mit der Historikerin Prof. Dr. Gisela Muschiol von der Uni Bonn.</p>
<p>Ihre Reiseziele:</p>
<p>Top 1: Quedlinburg</p>
<p><a href="https://www.quedlinburg-info.de/de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.quedlinburg-info.de/de/</a></p>
<p>Top 2: Kloster Cluny</p>
<p><a href="https://www.cluny-abbaye.fr/de/entdecken-sie/geschichte-der-abtei-von-cluny" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.cluny-abbaye.fr/de/entdecken-sie/geschichte-der-abtei-von-cluny</a></p>
<p>Top 3: Magdeburger Dom</p>
<p><a href="https://www.magdeburg-tourist.de/dom" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.magdeburg-tourist.de/dom</a></p>
<p>#Europa #Westeuropa #Deutschland #Mittelalter</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#13 Otto der Große und Adelheid - Das Dreamteam</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Gisela MuschiolWillkommen am Anfang der deutschen Geschichte. Nicht irritiert sein: Ja es ist die Folge 13, aber trotzdem nimmt die Geschichte Deutschlands hier einen neuen Anlauf. Denn mit dem Ostfrankenreich und einer eigenen Königsfamilie bildet sich eine Struktur heraus, die man grob als Vorläufer des heutigen Deutschlands bezeichnen könnte.

Es waren ausgerechnet die Norddeutschen, die Niedersachsen, die die frühen Könige Deutschlands stellten. Karl der Große hatte sie erst 100 Jahre zuvor blutig unterworfen und zu Christen gemacht. Jetzt beherrschten sie das Ostfrankenreich, also das spätere Deutschland.

Wir sind im 10. Jahrhundert also kurz vor der Jahrtausendwende. Das große Frankenreich war praktisch unregierbar geworden. Zuerst hatten die Überfälle der Wikinger auf Köln, Trier, und Paris hatten bewiesen, wie wehrlos riesige fränkische Reich war. Dann kam eine noch viel größere Bedrohung aus dem Osten: Die Ungarn terrorisierten mit Pfeil und Bogen auf schnellen Pferden die Menschen zwischen Rhein und Elbe. Auf ihren jahrelangen Raubzügen verbreiteten die Magyaren Angst und Elend . Sie nahmen Geiseln und erpressten Lösegelder.  Die Herrscher in den Regionen zwischen Rhein und Elbe einigten sich schließlich auf einen  eigenen König, der stark genug war, die Ungarn zurückzudrängen. Das war ein Sachse, also ein Norddeutscher, aus dem Harz: Heinrich I.

Die Ungarn waren die existentielle Bedrohung des jungen Reiches. Die Magyaren unternahmen weitausgreifende Streifzüge tief in den Westen hinein. Sie plünderten, mordeten und waren kaum zu stoppen. Sie suchten jahrzehntelang das Reich heim, bis es im Jahr 955 zu der Entscheidungsschlacht kam. Inzwischen war Heinrich I. gestorben und sein Sohn Otto war zu seinem Nachfolger bestimmt worden. Die Schlacht auf dem Lechfeld war die wichtigste Bewährungsprobe für den König: Die Ungarn hatten ein beeindruckend übermächtiges Heer vor den Toren Augsburgs versammelt. König Otto I. verfügte dagegen nur über eine kleine Truppe, die aus Kriegern von unterschiedlichen Gefolgsleuten bestand. Keine eingeübte Armee. Er war praktisch chancenlos. Doch wie durch ein Wunder schlugen seine Soldaten die übermächtigen Magyaren für immer in die Flucht.

Seine zweite Frau, Adelheid, war die junge verwitwete Königin Norditaliens und der mutmaßliche Mörder ihres Mannes hielt sie in einer Burg über dem Gardasee gefangen. Otto eilte ihr mit einem Heer über die Alpen zur Hilfe. Und wie im Märchen, heirateten die beiden tatsächlich. Mit ihrem Ja-Wort machte Sie ihn 951 zum König Norditaliens. Als der Papst ihn neun Jahre später um Hilfe bat, überquerten Adelheid und Otto mit einem Heer die Alpen und retteten den bedrängten Papst. Voller Dankbarkeit salbte der Papst Adelheid zur Kaiserin und Otto zum Kaiser.

Über dieses Powerpaar in der deutschen Geschichte spreche ich mit der Historikerin Prof. Dr. Gisela Muschiol von der Uni Bonn.

Ihre Reiseziele:

Top 1: Quedlinburg

https://www.quedlinburg-info.de/de/

Top 2: Kloster Cluny

https://www.cluny-abbaye.fr/de/entdecken-sie/geschichte-der-abtei-von-cluny

Top 3: Magdeburger Dom

https://www.magdeburg-tourist.de/dom

#Europa #Westeuropa #Deutschland #Mittelalter

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    <item>
      <title>#12 Die Wikinger kommen</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Matthias Toplak</h1><p>Die Wikinger: "Vikings" oder "Hey, hey Wickie"...? Unser Ausgangspunkt ist der Winter des Jahres 881. Viele Skandinavier nahmen ihre Wikingertätigkeit auf und starteten einen Raubzug über Europas Flüsse. Sie fuhren den Rhein von der Mündung aus stromaufwärts und plünderten Neuss, Jülich, Köln, Bonn und Andernach. Dann verließen sie ihre Schiffe und zogen über Land weiter nach Aachen. Dort brannten sie die kaiserliche Pfalz von Karl dem Großen nieder und zündeten sein berühmtes Thermalbad an. Seine Grabstätte nutzten sie als Pferdestall. Und der Raubzug ging weiter: &nbsp;Zu Ostern brannten sie Trier nieder.&nbsp; Die Wikingerüberfälle zeigten den Menschen, wie wehrlos das riesige Frankenreich und ihr aktueller König und Kaiser war. Karl der Dicke, Urenkel von Karl dem Großen, hatte das Glück oder Pech, dass alle anderen männlichen Familienmitglieder der Karolinger ohne Erben starben. Das vorher mehrfach geteilte Reich übernahm Karl der Dicke nach und nach und wieder in eine Hand. Er war der letzte Herrscher der Karolinger, der über das vereinte ost- und westfränkische Reich herrschte.</p>
<p>Und dass er der Letzte war, das hat auch mit den Wikingern zu tun. Sie verstärkten das Chaos in seinem Riesenreich . Die Wikingerüberfälle zeigten dem Adel, wie wenig wehrhaft das große Frankenreich war. Mit ihren Raubzügen legten die Wikinger ihre Finger auf die Schwachstellen.</p>
<p>Mit Matthias Toplak dem Museumdirektor der einzigen Wikingersiedlung in Deutschland, Haithabu, spreche ich über das "Winkinger-Leben" und wie der skandinavische "Raubhandel" die europäische Entwicklung disruptiv beschleunigte.</p>
<p></p>
<p>Seine Top 3 Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 3 : Wikingerregion Oslo</p>
<p><a href="https://www.visitoslo.com/de/artikel/wikinger/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.visitoslo.com/de/artikel/wikinger/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Birka im Mälarensee, Schweden</p>
<p><a href="https://www.birkavikingastaden.se/?utm" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.birkavikingastaden.se/?utm</a><em>medium=organic&amp;utm</em>source=google-my-business&amp;utm_campaign=sv-se-google.my.business.birka-birka.the.viking.city-stockholm-awareness</p>
<p></p>
<p>Top1: Haitabu</p>
<p>https://haithabu.de</p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Und dass er der Letzte war, das hat auch mit den Wikingern zu tun. Sie verstärkten das Chaos in seinem Riesenreich . Die Wikingerüberfälle zeigten dem Adel, wie wenig wehrhaft das große Frankenreich war. Mit ihren Raubzügen legten die Wikinger ihre Finger auf die Schwachstellen.</p>
<p>Mit Matthias Toplak dem Museumdirektor der einzigen Wikingersiedlung in Deutschland, Haithabu, spreche ich über das "Winkinger-Leben" und wie der skandinavische "Raubhandel" die europäische Entwicklung disruptiv beschleunigte.</p>
<p></p>
<p>Seine Top 3 Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 3 : Wikingerregion Oslo</p>
<p><a href="https://www.visitoslo.com/de/artikel/wikinger/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.visitoslo.com/de/artikel/wikinger/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2: Birka im Mälarensee, Schweden</p>
<p><a href="https://www.birkavikingastaden.se/?utm" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.birkavikingastaden.se/?utm</a><em>medium=organic&amp;utm</em>source=google-my-business&amp;utm_campaign=sv-se-google.my.business.birka-birka.the.viking.city-stockholm-awareness</p>
<p></p>
<p>Top1: Haitabu</p>
<p>https://haithabu.de</p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:title>#12 Die Wikinger kommen</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Matthias ToplakDie Wikinger: "Vikings" oder "Hey, hey Wickie"...? Unser Ausgangspunkt ist der Winter des Jahres 881. Viele Skandinavier nahmen ihre Wikingertätigkeit auf und starteten einen Raubzug über Europas Flüsse. Sie fuhren den Rhein von der Mündung aus stromaufwärts und plünderten Neuss, Jülich, Köln, Bonn und Andernach. Dann verließen sie ihre Schiffe und zogen über Land weiter nach Aachen. Dort brannten sie die kaiserliche Pfalz von Karl dem Großen nieder und zündeten sein berühmtes Thermalbad an. Seine Grabstätte nutzten sie als Pferdestall. Und der Raubzug ging weiter:  Zu Ostern brannten sie Trier nieder.  Die Wikingerüberfälle zeigten den Menschen, wie wehrlos das riesige Frankenreich und ihr aktueller König und Kaiser war. Karl der Dicke, Urenkel von Karl dem Großen, hatte das Glück oder Pech, dass alle anderen männlichen Familienmitglieder der Karolinger ohne Erben starben. Das vorher mehrfach geteilte Reich übernahm Karl der Dicke nach und nach und wieder in eine Hand. Er war der letzte Herrscher der Karolinger, der über das vereinte ost- und westfränkische Reich herrschte.

Und dass er der Letzte war, das hat auch mit den Wikingern zu tun. Sie verstärkten das Chaos in seinem Riesenreich . Die Wikingerüberfälle zeigten dem Adel, wie wenig wehrhaft das große Frankenreich war. Mit ihren Raubzügen legten die Wikinger ihre Finger auf die Schwachstellen.

Mit Matthias Toplak dem Museumdirektor der einzigen Wikingersiedlung in Deutschland, Haithabu, spreche ich über das "Winkinger-Leben" und wie der skandinavische "Raubhandel" die europäische Entwicklung disruptiv beschleunigte.



Seine Top 3 Reisetipps:



Top 3 : Wikingerregion Oslo

https://www.visitoslo.com/de/artikel/wikinger/



Top 2: Birka im Mälarensee, Schweden

https://www.birkavikingastaden.se/?utmmedium=organic&amp;utmsource=google-my-business&amp;utm_campaign=sv-se-google.my.business.birka-birka.the.viking.city-stockholm-awareness



Top1: Haitabu

https://haithabu.de



#Mittelalter #Deutschland #Westeuropa #Europa

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    </item>
    <item>
      <title>#11 Karl der Große - Aachen die Zentrale der Macht</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol</h1><p>Karl der Große oder Charlemagne ist einer der Gründerväter Europas. Aachen war die Zentrale seiner Macht im frühen Mittelalter. Ein ambivalenter Charakter. Gnadenlos brutal bei der Durchsetzung des Glaubens und einfühlsam in der Förderung der Kultur.</p>
<p>Wir befinden uns im 8. Jahrhundert nach Christus. Das Römische Reich ist im Westen untergegangen. Von den vielen kleinen mitteleuropäischen Völkern haben sich die Franken zur dominierenden Macht entwickelt. Karl, 747 als fränkischer Königssohn geboren, wurde ihr berühmtester Anführer.&nbsp; Er regierte 46 Jahre und entwickelte sich zum mächtigsten Herrscher Europas. &nbsp;</p>
<p>Das, woran die Römer 700 Jahre vor ihm gescheitert waren, gelang Karl dem Großen. Er eroberte die ehemaligen germanischen Gebiete rechts des Rheins. Westfalen, Nord- und Mitteldeutschland bis an die Elbe. Die Menschen, die dort lebten, nannten sich Sachsen. Bis sich die letzten Sachsen in Norddeutschland taufen ließen, brauchte Karl 32 Jahre und viele blutige Feldzüge.</p>
<p>Andererseits setze er als Herrscher auf Kultur, umgab sich mit Gelehrten aus ganz Europa und kämpfte gegen den Verfall des Wissens. Sogar um die richtige Art zu Schreiben kümmerte er sich: &nbsp;Ihm verdanken wir die einheitliche Groß- und Kleinschreibung in Europa.</p>
<p>Neben dem Ausbau der Verwaltungsstrukturen förderte Karl Kunst, Bildung und Wissenschaft. Er löste einen regelrechten Aufschwung der Kultur im ganzen Reich aus.</p>
<p>Warum er vor dem hilfesuchenden Papst nach Paderborn auswich und Weihnachten 800 n. Chr. eigentlich nicht auf diese Weise zum Kaiser gekrönt werden wollte, bespreche ich mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn.</p>
<p>Ihr Top 3 Reiseziele:</p>
<p>Top 3</p>
<p>Die Kaiserpfalz in Ingelheim</p>
<p><a href="https://kaiserpfalz-ingelheim.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://kaiserpfalz-ingelheim.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2</p>
<p>Ravenna</p>
<p><a href="https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/ravenna" rel="noopener noreferrer nofollow">https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/ravenna</a></p>
<p></p>
<p>Top 1</p>
<p>Aachen</p>
<p><a href="https://www.aachenerdom.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.aachenerdom.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 19 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Gisela Muschiol</h1><p>Karl der Große oder Charlemagne ist einer der Gründerväter Europas. Aachen war die Zentrale seiner Macht im frühen Mittelalter. Ein ambivalenter Charakter. Gnadenlos brutal bei der Durchsetzung des Glaubens und einfühlsam in der Förderung der Kultur.</p>
<p>Wir befinden uns im 8. Jahrhundert nach Christus. Das Römische Reich ist im Westen untergegangen. Von den vielen kleinen mitteleuropäischen Völkern haben sich die Franken zur dominierenden Macht entwickelt. Karl, 747 als fränkischer Königssohn geboren, wurde ihr berühmtester Anführer.&nbsp; Er regierte 46 Jahre und entwickelte sich zum mächtigsten Herrscher Europas. &nbsp;</p>
<p>Das, woran die Römer 700 Jahre vor ihm gescheitert waren, gelang Karl dem Großen. Er eroberte die ehemaligen germanischen Gebiete rechts des Rheins. Westfalen, Nord- und Mitteldeutschland bis an die Elbe. Die Menschen, die dort lebten, nannten sich Sachsen. Bis sich die letzten Sachsen in Norddeutschland taufen ließen, brauchte Karl 32 Jahre und viele blutige Feldzüge.</p>
<p>Andererseits setze er als Herrscher auf Kultur, umgab sich mit Gelehrten aus ganz Europa und kämpfte gegen den Verfall des Wissens. Sogar um die richtige Art zu Schreiben kümmerte er sich: &nbsp;Ihm verdanken wir die einheitliche Groß- und Kleinschreibung in Europa.</p>
<p>Neben dem Ausbau der Verwaltungsstrukturen förderte Karl Kunst, Bildung und Wissenschaft. Er löste einen regelrechten Aufschwung der Kultur im ganzen Reich aus.</p>
<p>Warum er vor dem hilfesuchenden Papst nach Paderborn auswich und Weihnachten 800 n. Chr. eigentlich nicht auf diese Weise zum Kaiser gekrönt werden wollte, bespreche ich mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn.</p>
<p>Ihr Top 3 Reiseziele:</p>
<p>Top 3</p>
<p>Die Kaiserpfalz in Ingelheim</p>
<p><a href="https://kaiserpfalz-ingelheim.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://kaiserpfalz-ingelheim.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2</p>
<p>Ravenna</p>
<p><a href="https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/ravenna" rel="noopener noreferrer nofollow">https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/ravenna</a></p>
<p></p>
<p>Top 1</p>
<p>Aachen</p>
<p><a href="https://www.aachenerdom.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.aachenerdom.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa</p>
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      <itunes:summary>Mit Gisela MuschiolKarl der Große oder Charlemagne ist einer der Gründerväter Europas. Aachen war die Zentrale seiner Macht im frühen Mittelalter. Ein ambivalenter Charakter. Gnadenlos brutal bei der Durchsetzung des Glaubens und einfühlsam in der Förderung der Kultur.

Wir befinden uns im 8. Jahrhundert nach Christus. Das Römische Reich ist im Westen untergegangen. Von den vielen kleinen mitteleuropäischen Völkern haben sich die Franken zur dominierenden Macht entwickelt. Karl, 747 als fränkischer Königssohn geboren, wurde ihr berühmtester Anführer.  Er regierte 46 Jahre und entwickelte sich zum mächtigsten Herrscher Europas.  

Das, woran die Römer 700 Jahre vor ihm gescheitert waren, gelang Karl dem Großen. Er eroberte die ehemaligen germanischen Gebiete rechts des Rheins. Westfalen, Nord- und Mitteldeutschland bis an die Elbe. Die Menschen, die dort lebten, nannten sich Sachsen. Bis sich die letzten Sachsen in Norddeutschland taufen ließen, brauchte Karl 32 Jahre und viele blutige Feldzüge.

Andererseits setze er als Herrscher auf Kultur, umgab sich mit Gelehrten aus ganz Europa und kämpfte gegen den Verfall des Wissens. Sogar um die richtige Art zu Schreiben kümmerte er sich:  Ihm verdanken wir die einheitliche Groß- und Kleinschreibung in Europa.

Neben dem Ausbau der Verwaltungsstrukturen förderte Karl Kunst, Bildung und Wissenschaft. Er löste einen regelrechten Aufschwung der Kultur im ganzen Reich aus.

Warum er vor dem hilfesuchenden Papst nach Paderborn auswich und Weihnachten 800 n. Chr. eigentlich nicht auf diese Weise zum Kaiser gekrönt werden wollte, bespreche ich mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn.

Ihr Top 3 Reiseziele:

Top 3

Die Kaiserpfalz in Ingelheim

https://kaiserpfalz-ingelheim.de/



Top 2

Ravenna

https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/ravenna



Top 1

Aachen

https://www.aachenerdom.de/



#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa

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    <item>
      <title>#10 Lioba und Bonifatius: Die Engländer missionieren die Deutschen</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Schwester Jakoba Zöll und Gisela Muschiol</h1><p>Man weiß nicht, ob sie 25 oder 35 Jahre alt war. Jedenfalls war sie eine Frau voller Tatkraft. 735 n. Chr. reiste Lioba von der englischen Südküste nach Mainfranken, um die Süddeutschen zu missionieren. Sie verließ ihr Heimatkloster in Wessex, fuhr und wanderte 1000 km bis nach Tauber-Bischofsheim. Dort gründete sie mehrere Klöster und brachte jungen Mädchen lesen und schreiben bei.</p>
<p>Sie gehörte zu einer ganzen Gruppe englischer Nonnen und Mönche, die die Bayern, Thüringer und die Friesen zu Christen machten. Allen voran ihr Onkel Winfrid, besser bekannt als Bonifatius, ein hochgebildeter englischer Geistlicher, dessen Lebensziel es war, die ehemaligen Germanen zu bekehren.</p>
<p>Wir befinden uns im frühen Mittelalter im Jahr 735. Die Römer hatten seit 200 Jahren die Kontrolle über das Rheinland, Frankreich und Britannien verloren. Auf dem Kontinent sprang ein brutaler Clan in diese Machtlücke: Die Merowinger. Die herrschten über Frankreich, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Ihre Führungselite war zum Christentum konvertiert, deshalb unterstützten sie die englischen Missionare.</p>
<p>Die Idee eines Deutschlands gab es damals noch nicht. Auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik herrschten 735 n. Chr. eher chaotische Zustände.</p>
<p>Liobas Onkel, Bonifatius, wurde 754 auf einer Missionsreise nach Friesland in Dokkum, im heutigen Holland, erschlagen.</p>
<p>Lioba baute nicht nur ein Netzwerk von Klöstern auf sondern beriet die Bischöfe bei der Etablierung der römischen Kirche in Deutschland.</p>
<p>Als Seniorin verließ Lioba Tauberbischofsheim. Sie verbrachte ihren Lebensabend nicht in einem ihrer Klöster. Stattdessen schenkte ihr Karl der Große Gut Schornsheim in der Nähe von Mainz.</p>
<p>Über diese Frauenpower im frühen Mittelalter spreche ich mit Gisela Muschiol und Schwester Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p>Top 3</p>
<p>Kloster St. Walburg in Eichstätt</p>
<p><a href="https://www.abtei-st-walburg.de/startseite/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.abtei-st-walburg.de/startseite/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2</p>
<p>Fulda Dom und Domschatz</p>
<p><a href="https://www.bistum-fulda.de/bistum" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bistum-fulda.de/bistum</a><em>fulda/kunst</em>musik/kunst/dommuseum/</p>
<p><a href="https://www.tourismus-fulda.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.tourismus-fulda.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top 1</p>
<p>Petersberg bei Fulda, Liobas Grabeskirche</p>
<p><a href="https://www.rhoenfuehrer.de/ausflugsziele/sehenswuerdigkeiten/kirchen-kloester/grabeskirche-st-peter-liobakirche/3076" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.rhoenfuehrer.de/ausflugsziele/sehenswuerdigkeiten/kirchen-kloester/grabeskirche-st-peter-liobakirche/3076</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://99xgeschichte.de/</link>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Sie gehörte zu einer ganzen Gruppe englischer Nonnen und Mönche, die die Bayern, Thüringer und die Friesen zu Christen machten. Allen voran ihr Onkel Winfrid, besser bekannt als Bonifatius, ein hochgebildeter englischer Geistlicher, dessen Lebensziel es war, die ehemaligen Germanen zu bekehren.</p>
<p>Wir befinden uns im frühen Mittelalter im Jahr 735. Die Römer hatten seit 200 Jahren die Kontrolle über das Rheinland, Frankreich und Britannien verloren. Auf dem Kontinent sprang ein brutaler Clan in diese Machtlücke: Die Merowinger. Die herrschten über Frankreich, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Ihre Führungselite war zum Christentum konvertiert, deshalb unterstützten sie die englischen Missionare.</p>
<p>Die Idee eines Deutschlands gab es damals noch nicht. Auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik herrschten 735 n. Chr. eher chaotische Zustände.</p>
<p>Liobas Onkel, Bonifatius, wurde 754 auf einer Missionsreise nach Friesland in Dokkum, im heutigen Holland, erschlagen.</p>
<p>Lioba baute nicht nur ein Netzwerk von Klöstern auf sondern beriet die Bischöfe bei der Etablierung der römischen Kirche in Deutschland.</p>
<p>Als Seniorin verließ Lioba Tauberbischofsheim. Sie verbrachte ihren Lebensabend nicht in einem ihrer Klöster. Stattdessen schenkte ihr Karl der Große Gut Schornsheim in der Nähe von Mainz.</p>
<p>Über diese Frauenpower im frühen Mittelalter spreche ich mit Gisela Muschiol und Schwester Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p>Top 3</p>
<p>Kloster St. Walburg in Eichstätt</p>
<p><a href="https://www.abtei-st-walburg.de/startseite/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.abtei-st-walburg.de/startseite/</a></p>
<p></p>
<p>Top 2</p>
<p>Fulda Dom und Domschatz</p>
<p><a href="https://www.bistum-fulda.de/bistum" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bistum-fulda.de/bistum</a><em>fulda/kunst</em>musik/kunst/dommuseum/</p>
<p><a href="https://www.tourismus-fulda.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.tourismus-fulda.de/</a></p>
<p></p>
<p>Top 1</p>
<p>Petersberg bei Fulda, Liobas Grabeskirche</p>
<p><a href="https://www.rhoenfuehrer.de/ausflugsziele/sehenswuerdigkeiten/kirchen-kloester/grabeskirche-st-peter-liobakirche/3076" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.rhoenfuehrer.de/ausflugsziele/sehenswuerdigkeiten/kirchen-kloester/grabeskirche-st-peter-liobakirche/3076</a></p>
<p>#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa</p>
<p></p>
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      <itunes:title>#10 Lioba und Bonifatius: Die Engländer missionieren die Deutschen</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Schwester Jakoba Zöll und Gisela MuschiolMan weiß nicht, ob sie 25 oder 35 Jahre alt war. Jedenfalls war sie eine Frau voller Tatkraft. 735 n. Chr. reiste Lioba von der englischen Südküste nach Mainfranken, um die Süddeutschen zu missionieren. Sie verließ ihr Heimatkloster in Wessex, fuhr und wanderte 1000 km bis nach Tauber-Bischofsheim. Dort gründete sie mehrere Klöster und brachte jungen Mädchen lesen und schreiben bei.

Sie gehörte zu einer ganzen Gruppe englischer Nonnen und Mönche, die die Bayern, Thüringer und die Friesen zu Christen machten. Allen voran ihr Onkel Winfrid, besser bekannt als Bonifatius, ein hochgebildeter englischer Geistlicher, dessen Lebensziel es war, die ehemaligen Germanen zu bekehren.

Wir befinden uns im frühen Mittelalter im Jahr 735. Die Römer hatten seit 200 Jahren die Kontrolle über das Rheinland, Frankreich und Britannien verloren. Auf dem Kontinent sprang ein brutaler Clan in diese Machtlücke: Die Merowinger. Die herrschten über Frankreich, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Ihre Führungselite war zum Christentum konvertiert, deshalb unterstützten sie die englischen Missionare.

Die Idee eines Deutschlands gab es damals noch nicht. Auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik herrschten 735 n. Chr. eher chaotische Zustände.

Liobas Onkel, Bonifatius, wurde 754 auf einer Missionsreise nach Friesland in Dokkum, im heutigen Holland, erschlagen.

Lioba baute nicht nur ein Netzwerk von Klöstern auf sondern beriet die Bischöfe bei der Etablierung der römischen Kirche in Deutschland.

Als Seniorin verließ Lioba Tauberbischofsheim. Sie verbrachte ihren Lebensabend nicht in einem ihrer Klöster. Stattdessen schenkte ihr Karl der Große Gut Schornsheim in der Nähe von Mainz.

Über diese Frauenpower im frühen Mittelalter spreche ich mit Gisela Muschiol und Schwester Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.



Ihre Reisetipps:

Top 3

Kloster St. Walburg in Eichstätt

https://www.abtei-st-walburg.de/startseite/



Top 2

Fulda Dom und Domschatz

https://www.bistum-fulda.de/bistumfulda/kunstmusik/kunst/dommuseum/

https://www.tourismus-fulda.de/



Top 1

Petersberg bei Fulda, Liobas Grabeskirche

https://www.rhoenfuehrer.de/ausflugsziele/sehenswuerdigkeiten/kirchen-kloester/grabeskirche-st-peter-liobakirche/3076

#Mittelalter #Deutschland #Europa #Westeuropa



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      <title>#9 Die Merowinger gründen Bayern</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Brigitte Haas-Gebhard</h1><p>Als die Römer ihre Macht in West- und Mitteleuropa verloren, sprang eine damals unbedeutende fränkische Herrscherfamilie in das Vakuum: Die Merowinger. Eigentlich waren sie nur eine von vielen fränkischen Familien. Die Merowinger waren – wie viele Franken -irgendwann vom Niederrhein ins heutige Belgien eingewandert. Dort herrschten sie anfangs nur über eine kleine Region. Konsequent und skrupellos bauten sie in 50 Jahren ein europäisches Reich auf. Sie waren clevere Politiker und brutale Krieger, die auch vor den eigenen Verwandten nicht Halt machten, wenn sie ihnen im Weg standen.</p>
<p>Chlodwig I. war ihr berühmtester Anführer. Er kam 481 an die Macht und hat aus seinem Minikönigreich eine Herrschaft über weite Teile Frankreichs, die Niederlande, Teile Südwestdeutschlands und das Rheinland aufgebaut. Er machte Paris zu seiner Haupstadt. Seine merowingischen Nachfolger erobern das Königreich Thüringen und gründen Bayern. "Mord und Totschlag als Mittel der Politik war eine zeitübliche Verhaltensweise" sagt Brigitte Haas Gebhard von der Archäologischen Staatssammlung München. Mit ihr spreche ich über den Aufstieg der Merowinger, die Gründung Bayerns und wie aus den "Findelkindern der Völkerwanderung" die Bajuwaren wurden.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p>Bajuwarenmuseum Waging am See</p>
<p><a href="https://www.waginger-see.de/urlaubsplanung/kultur-handwerk/museen-ausstellungen/baiuvarenmuseum" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.waginger-see.de/urlaubsplanung/kultur-handwerk/museen-ausstellungen/baiuvarenmuseum</a></p>
<p>Paris</p>
<p><a href="https://www.saint-denis-basilique.fr/en" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.saint-denis-basilique.fr/en</a></p>
<p></p>
<p>Archäologische Staatssammlung München</p>
<p><a href="https://www.archaeologie.bayern/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.archaeologie.bayern/</a></p>
<p>#Mittelalter #Europa #Deutschland #Westeuropa</p>
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      <pubDate>Thu, 05 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p>Chlodwig I. war ihr berühmtester Anführer. Er kam 481 an die Macht und hat aus seinem Minikönigreich eine Herrschaft über weite Teile Frankreichs, die Niederlande, Teile Südwestdeutschlands und das Rheinland aufgebaut. Er machte Paris zu seiner Haupstadt. Seine merowingischen Nachfolger erobern das Königreich Thüringen und gründen Bayern. "Mord und Totschlag als Mittel der Politik war eine zeitübliche Verhaltensweise" sagt Brigitte Haas Gebhard von der Archäologischen Staatssammlung München. Mit ihr spreche ich über den Aufstieg der Merowinger, die Gründung Bayerns und wie aus den "Findelkindern der Völkerwanderung" die Bajuwaren wurden.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p>Bajuwarenmuseum Waging am See</p>
<p><a href="https://www.waginger-see.de/urlaubsplanung/kultur-handwerk/museen-ausstellungen/baiuvarenmuseum" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.waginger-see.de/urlaubsplanung/kultur-handwerk/museen-ausstellungen/baiuvarenmuseum</a></p>
<p>Paris</p>
<p><a href="https://www.saint-denis-basilique.fr/en" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.saint-denis-basilique.fr/en</a></p>
<p></p>
<p>Archäologische Staatssammlung München</p>
<p><a href="https://www.archaeologie.bayern/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.archaeologie.bayern/</a></p>
<p>#Mittelalter #Europa #Deutschland #Westeuropa</p>
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Chlodwig I. war ihr berühmtester Anführer. Er kam 481 an die Macht und hat aus seinem Minikönigreich eine Herrschaft über weite Teile Frankreichs, die Niederlande, Teile Südwestdeutschlands und das Rheinland aufgebaut. Er machte Paris zu seiner Haupstadt. Seine merowingischen Nachfolger erobern das Königreich Thüringen und gründen Bayern. "Mord und Totschlag als Mittel der Politik war eine zeitübliche Verhaltensweise" sagt Brigitte Haas Gebhard von der Archäologischen Staatssammlung München. Mit ihr spreche ich über den Aufstieg der Merowinger, die Gründung Bayerns und wie aus den "Findelkindern der Völkerwanderung" die Bajuwaren wurden.



Ihre Reisetipps:

Bajuwarenmuseum Waging am See

https://www.waginger-see.de/urlaubsplanung/kultur-handwerk/museen-ausstellungen/baiuvarenmuseum

Paris

https://www.saint-denis-basilique.fr/en



Archäologische Staatssammlung München

https://www.archaeologie.bayern/

#Mittelalter #Europa #Deutschland #Westeuropa

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      <title>#8 Die Völkerwanderung - Völker...? Wanderung...?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Mischa Meier</h1><p>Es ist die Zeit des Untergangs. Das große Römische Reich zerfällt und mit ihm gehen unschätzbare kulturelle Errungenschaften für immer verloren oder werden für die nächsten 1500 Jahre vergessen. Es ist aber auch die Zeit des Neuanfangs: Die Alemannen, die Franken, die Burgunder und viele mehr suchen ihren Platz im neuen Europa. Früher nannte man das „Völkerwanderung“ und malte mit dicken Pfeilen, die Start- und Zielpunkte der mobilen „Volkskörper“ in den historischen Weltatlas. Heute ist man sich nicht mehr so sicher, ob das wirklich ganze Völker waren, und wo die hergekommen sein sollen.</p>
<p>Gallien war inzwischen seit 300 Jahren eine römische Provinz. Die Römer lebten nicht mehr in Heereslagern, sondern haben Städte gebaut, ein Straßennetz angelegt, es gab Wasserleitungen, Heizungen und Bäder, eine top organisierte Armee, Theater und Philosophen.</p>
<p>Das Gebiet östlich des Rheins, also der größte Teil des heutigen Deutschlands, hatte bei den Römern einen Namen: Das Barbaricum. Jeder der kein Römer war, war für sie nur ein Barbar, also auch unsere Vorfahren.</p>
<p>Das Römische Reich war riesig. Die Römer herrschten rund um das Mittelmeer - von Mauretanien bis Schottland, vom Atlantik bis an den Rhein.</p>
<p>In Europa begann die Erosion der römischen Macht mit einem Aufstand in Köln: Der Befehlshaber der Rheingrenze, Postumus, rebellierte und rief Gallien zum Sonderreich aus und sich selbst zum Kaiser. Es dauerte 14 Jahre bis die Römer, die Lage wieder im Griff hatten. Allerdings mussten sie dafür auf den germanisch-rätischen Limes verzichten und sich hinter Rhein und Donau zurückziehen. Sie gaben das Dreieck dazwischen auf. Heute nennen wir das Gebiet "Baden-Württemberg". Das lag ab 274 nach Christus außerhalb des RR. Die übriggebliebenen Bewohner dieses Landstriches bezeichneten sie als „Alemannen“.</p>
<p>Wer waren die Alemannen? Wer waren die Franken? Und was hatten die Burgunder mit der Nibelungensage zu tun? Auch über die Blütezeit Triers unter Konstantin dem Großen spreche ich mit dem Professor für alte Geschichte an der Uni Tübingen: Mischa Meier.</p>
<p>Sein Reisetipp: Der Juthungenstein im Römischen Museum Augsburg:</p>
<p><a href="https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/roemerlager" rel="noopener noreferrer nofollow">https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/roemerlager</a></p>
<p>#Frühzeit #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 29 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Gallien war inzwischen seit 300 Jahren eine römische Provinz. Die Römer lebten nicht mehr in Heereslagern, sondern haben Städte gebaut, ein Straßennetz angelegt, es gab Wasserleitungen, Heizungen und Bäder, eine top organisierte Armee, Theater und Philosophen.</p>
<p>Das Gebiet östlich des Rheins, also der größte Teil des heutigen Deutschlands, hatte bei den Römern einen Namen: Das Barbaricum. Jeder der kein Römer war, war für sie nur ein Barbar, also auch unsere Vorfahren.</p>
<p>Das Römische Reich war riesig. Die Römer herrschten rund um das Mittelmeer - von Mauretanien bis Schottland, vom Atlantik bis an den Rhein.</p>
<p>In Europa begann die Erosion der römischen Macht mit einem Aufstand in Köln: Der Befehlshaber der Rheingrenze, Postumus, rebellierte und rief Gallien zum Sonderreich aus und sich selbst zum Kaiser. Es dauerte 14 Jahre bis die Römer, die Lage wieder im Griff hatten. Allerdings mussten sie dafür auf den germanisch-rätischen Limes verzichten und sich hinter Rhein und Donau zurückziehen. Sie gaben das Dreieck dazwischen auf. Heute nennen wir das Gebiet "Baden-Württemberg". Das lag ab 274 nach Christus außerhalb des RR. Die übriggebliebenen Bewohner dieses Landstriches bezeichneten sie als „Alemannen“.</p>
<p>Wer waren die Alemannen? Wer waren die Franken? Und was hatten die Burgunder mit der Nibelungensage zu tun? Auch über die Blütezeit Triers unter Konstantin dem Großen spreche ich mit dem Professor für alte Geschichte an der Uni Tübingen: Mischa Meier.</p>
<p>Sein Reisetipp: Der Juthungenstein im Römischen Museum Augsburg:</p>
<p><a href="https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/roemerlager" rel="noopener noreferrer nofollow">https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/roemerlager</a></p>
<p>#Frühzeit #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Mischa MeierEs ist die Zeit des Untergangs. Das große Römische Reich zerfällt und mit ihm gehen unschätzbare kulturelle Errungenschaften für immer verloren oder werden für die nächsten 1500 Jahre vergessen. Es ist aber auch die Zeit des Neuanfangs: Die Alemannen, die Franken, die Burgunder und viele mehr suchen ihren Platz im neuen Europa. Früher nannte man das „Völkerwanderung“ und malte mit dicken Pfeilen, die Start- und Zielpunkte der mobilen „Volkskörper“ in den historischen Weltatlas. Heute ist man sich nicht mehr so sicher, ob das wirklich ganze Völker waren, und wo die hergekommen sein sollen.

Gallien war inzwischen seit 300 Jahren eine römische Provinz. Die Römer lebten nicht mehr in Heereslagern, sondern haben Städte gebaut, ein Straßennetz angelegt, es gab Wasserleitungen, Heizungen und Bäder, eine top organisierte Armee, Theater und Philosophen.

Das Gebiet östlich des Rheins, also der größte Teil des heutigen Deutschlands, hatte bei den Römern einen Namen: Das Barbaricum. Jeder der kein Römer war, war für sie nur ein Barbar, also auch unsere Vorfahren.

Das Römische Reich war riesig. Die Römer herrschten rund um das Mittelmeer - von Mauretanien bis Schottland, vom Atlantik bis an den Rhein.

In Europa begann die Erosion der römischen Macht mit einem Aufstand in Köln: Der Befehlshaber der Rheingrenze, Postumus, rebellierte und rief Gallien zum Sonderreich aus und sich selbst zum Kaiser. Es dauerte 14 Jahre bis die Römer, die Lage wieder im Griff hatten. Allerdings mussten sie dafür auf den germanisch-rätischen Limes verzichten und sich hinter Rhein und Donau zurückziehen. Sie gaben das Dreieck dazwischen auf. Heute nennen wir das Gebiet "Baden-Württemberg". Das lag ab 274 nach Christus außerhalb des RR. Die übriggebliebenen Bewohner dieses Landstriches bezeichneten sie als „Alemannen“.

Wer waren die Alemannen? Wer waren die Franken? Und was hatten die Burgunder mit der Nibelungensage zu tun? Auch über die Blütezeit Triers unter Konstantin dem Großen spreche ich mit dem Professor für alte Geschichte an der Uni Tübingen: Mischa Meier.

Sein Reisetipp: Der Juthungenstein im Römischen Museum Augsburg:

https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/roemerlager

#Frühzeit #Deutschland #Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#7 Der Limes - Die erste Mauer zwischen Ost und West</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Alexandra Busch</h1><p>Der Limes der Römer: Fast 1000 km Grenze quer durch das heutige Deutschland. Erst der Rhein, als bewachter Grenzfluss: 400 km von der Nordsee bis nach Bonn. Daran schlossen sich 550 km lange Palisadenzäune und Mauern an. 900 Wachtürme und ein 6 Meter breiter und 2 Meter tiefer Graben von Rheinbrohl erstreckten sich südlich von Bonn quer durchs Land bis nach Regensburg. Das war die römische Antwort auf den Aufstand der Germanen. Die erste Mauer in Deutschland. Sie trennte die römischen Provinzen im Westen von den Regionen, die die Römer Germanien nannten.</p>
<p>Wir starten im Rheinland im ersten Jahrhundert nach der Geburt Christi. Die Römer herrschen über das Gebiet links des Rheins. Ihre Ambitionen auf die Gebiete rechts des Rheins hatten sie Jahre nach der Varusschlacht aufgegeben. Das Christentum war in Mitteleuropa noch lange nicht angekommen. Die Römer glauben noch an ihre Götter und die Einheimischen an ihre. Die Römer bauten erste Militärlager. Aus ihnen entwickleten sich Städte. Köln wurde die Hauptstadt der niedergermanischen Provinz und Mainz die Provinzhauptstadt von Obergermanien. Tempel und Villen aus Stein, Amphitheater, Straßennetze und Badeanlagen... Wie lebten die Menschen unter der römischen Herrschaft? Eine aktuelle Studie behauptet, noch heute lebten die Menschen in den ehemals von Römern besetzten Gebieten glücklicher als an Orten, wo die Römer nicht waren. Auch nach 2000 Jahren. Kann das sein?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Alexandra Busch der Generaldirektorin des Leibnizzentrum für Archäologie in Mainz.</p>
<p>Ihre Top Reisetipps sind:</p>
<p>Xanten</p>
<p><a href="https://apx.lvr.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://apx.lvr.de/de/index.html</a></p>
<p>Köln</p>
<p><a href="https://miqua.lvr.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://miqua.lvr.de/de/index.html</a></p>
<p>Trier</p>
<p><a href="https://www.trier-info.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.trier-info.de/</a></p>
<p>Mainz</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-mainz.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-mainz.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühzeit #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 22 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Alexandra Busch</h1><p>Der Limes der Römer: Fast 1000 km Grenze quer durch das heutige Deutschland. Erst der Rhein, als bewachter Grenzfluss: 400 km von der Nordsee bis nach Bonn. Daran schlossen sich 550 km lange Palisadenzäune und Mauern an. 900 Wachtürme und ein 6 Meter breiter und 2 Meter tiefer Graben von Rheinbrohl erstreckten sich südlich von Bonn quer durchs Land bis nach Regensburg. Das war die römische Antwort auf den Aufstand der Germanen. Die erste Mauer in Deutschland. Sie trennte die römischen Provinzen im Westen von den Regionen, die die Römer Germanien nannten.</p>
<p>Wir starten im Rheinland im ersten Jahrhundert nach der Geburt Christi. Die Römer herrschen über das Gebiet links des Rheins. Ihre Ambitionen auf die Gebiete rechts des Rheins hatten sie Jahre nach der Varusschlacht aufgegeben. Das Christentum war in Mitteleuropa noch lange nicht angekommen. Die Römer glauben noch an ihre Götter und die Einheimischen an ihre. Die Römer bauten erste Militärlager. Aus ihnen entwickleten sich Städte. Köln wurde die Hauptstadt der niedergermanischen Provinz und Mainz die Provinzhauptstadt von Obergermanien. Tempel und Villen aus Stein, Amphitheater, Straßennetze und Badeanlagen... Wie lebten die Menschen unter der römischen Herrschaft? Eine aktuelle Studie behauptet, noch heute lebten die Menschen in den ehemals von Römern besetzten Gebieten glücklicher als an Orten, wo die Römer nicht waren. Auch nach 2000 Jahren. Kann das sein?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Alexandra Busch der Generaldirektorin des Leibnizzentrum für Archäologie in Mainz.</p>
<p>Ihre Top Reisetipps sind:</p>
<p>Xanten</p>
<p><a href="https://apx.lvr.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://apx.lvr.de/de/index.html</a></p>
<p>Köln</p>
<p><a href="https://miqua.lvr.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://miqua.lvr.de/de/index.html</a></p>
<p>Trier</p>
<p><a href="https://www.trier-info.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.trier-info.de/</a></p>
<p>Mainz</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-mainz.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-mainz.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühzeit #Deutschland #Westeuropa #Europa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Alexandra BuschDer Limes der Römer: Fast 1000 km Grenze quer durch das heutige Deutschland. Erst der Rhein, als bewachter Grenzfluss: 400 km von der Nordsee bis nach Bonn. Daran schlossen sich 550 km lange Palisadenzäune und Mauern an. 900 Wachtürme und ein 6 Meter breiter und 2 Meter tiefer Graben von Rheinbrohl erstreckten sich südlich von Bonn quer durchs Land bis nach Regensburg. Das war die römische Antwort auf den Aufstand der Germanen. Die erste Mauer in Deutschland. Sie trennte die römischen Provinzen im Westen von den Regionen, die die Römer Germanien nannten.

Wir starten im Rheinland im ersten Jahrhundert nach der Geburt Christi. Die Römer herrschen über das Gebiet links des Rheins. Ihre Ambitionen auf die Gebiete rechts des Rheins hatten sie Jahre nach der Varusschlacht aufgegeben. Das Christentum war in Mitteleuropa noch lange nicht angekommen. Die Römer glauben noch an ihre Götter und die Einheimischen an ihre. Die Römer bauten erste Militärlager. Aus ihnen entwickleten sich Städte. Köln wurde die Hauptstadt der niedergermanischen Provinz und Mainz die Provinzhauptstadt von Obergermanien. Tempel und Villen aus Stein, Amphitheater, Straßennetze und Badeanlagen... Wie lebten die Menschen unter der römischen Herrschaft? Eine aktuelle Studie behauptet, noch heute lebten die Menschen in den ehemals von Römern besetzten Gebieten glücklicher als an Orten, wo die Römer nicht waren. Auch nach 2000 Jahren. Kann das sein?

Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Alexandra Busch der Generaldirektorin des Leibnizzentrum für Archäologie in Mainz.

Ihre Top Reisetipps sind:

Xanten

https://apx.lvr.de/de/index.html

Köln

https://miqua.lvr.de/de/index.html

Trier

https://www.trier-info.de/

Mainz

https://www.landesmuseum-mainz.de/



#Frühzeit #Deutschland #Westeuropa #Europa



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    <item>
      <title>#6 Die Varusschlacht - Wer war Hermann der Cherusker?</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Heidrun Derks</h1><p>Varusschlacht, Schlacht am Teutoburger Wald oder die Hermannsschlacht... viele Namen für ein Ereignis. Auch der "Held" auf der germanischen Seite trägt gleich zwei Namen: Aber keiner von ihnen ist sein ursprünglicher. Den einen, Arminius, haben ihm die Römer gegeben. Den anderen, Hermann, bekam er von Martin Luther, 1500 Jahre nach der Schlacht. Wie er wirklich hieß, weiß heute keiner mehr. Mit seinem vernichtenden Guerilla-Angriff auf die römische Armee 9 n. Chr. lenkte er die Aufmerksamkeit der römischen Geschichtsschreiber auf die Ansammlung von Familienclans, die rechts des Rheins lebten. Caesar hatte sie schon 60 Jahre zuvor „Germanen“ getauft. Wie sah das Leben rechts des Rheins vor 2000 Jahren tatsächlich aus? Warum wollten die Römer die „Provinz Germanien“ erobern und beherrschen? Wie lebte man als Einheimischer in dem Netz aus römischen Militärlagern? Und wie sah es in den römischen Camps aus? Die Varusschlacht war der Anfang vom Ende der römischen Expansion. Die siegreiche römische Armee von „Hinterwäldlern“ geschlagen? Die Überraschung in Rom kannte keine Grenzen.</p>
<p>Darüber spreche ich mit Dr. Heidrun Derks, der Direktorin des Museums und Park Kalkriese, dem Ort der Varusschlacht im Osnabrücker Land.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 3: Trier</p>
<p><a href="https://www.trier-info.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.trier-info.de/</a></p>
<p>Top 2: Römerlager Haltern</p>
<p><a href="https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/</a></p>
<p>Top 1: Kalkriese, Varusschlacht im Osnabrücker Land</p>
<p><a href="https://www.kalkriese-varusschlacht.de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.kalkriese-varusschlacht.de/</a></p>
<p>Der Podcast gehört zum Netzwerk der Geschichtspodcasts #Historytelling</p>
<p></p>
<p>#Frühzeit #Europa #Deutschland #Westeuropa</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 15 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Heidrun Derks</h1><p>Varusschlacht, Schlacht am Teutoburger Wald oder die Hermannsschlacht... viele Namen für ein Ereignis. Auch der "Held" auf der germanischen Seite trägt gleich zwei Namen: Aber keiner von ihnen ist sein ursprünglicher. Den einen, Arminius, haben ihm die Römer gegeben. Den anderen, Hermann, bekam er von Martin Luther, 1500 Jahre nach der Schlacht. Wie er wirklich hieß, weiß heute keiner mehr. Mit seinem vernichtenden Guerilla-Angriff auf die römische Armee 9 n. Chr. lenkte er die Aufmerksamkeit der römischen Geschichtsschreiber auf die Ansammlung von Familienclans, die rechts des Rheins lebten. Caesar hatte sie schon 60 Jahre zuvor „Germanen“ getauft. Wie sah das Leben rechts des Rheins vor 2000 Jahren tatsächlich aus? Warum wollten die Römer die „Provinz Germanien“ erobern und beherrschen? Wie lebte man als Einheimischer in dem Netz aus römischen Militärlagern? Und wie sah es in den römischen Camps aus? Die Varusschlacht war der Anfang vom Ende der römischen Expansion. Die siegreiche römische Armee von „Hinterwäldlern“ geschlagen? Die Überraschung in Rom kannte keine Grenzen.</p>
<p>Darüber spreche ich mit Dr. Heidrun Derks, der Direktorin des Museums und Park Kalkriese, dem Ort der Varusschlacht im Osnabrücker Land.</p>
<p></p>
<p>Ihre Reisetipps:</p>
<p></p>
<p>Top 3: Trier</p>
<p><a href="https://www.trier-info.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.trier-info.de/</a></p>
<p>Top 2: Römerlager Haltern</p>
<p><a href="https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/</a></p>
<p>Top 1: Kalkriese, Varusschlacht im Osnabrücker Land</p>
<p><a href="https://www.kalkriese-varusschlacht.de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.kalkriese-varusschlacht.de/</a></p>
<p>Der Podcast gehört zum Netzwerk der Geschichtspodcasts #Historytelling</p>
<p></p>
<p>#Frühzeit #Europa #Deutschland #Westeuropa</p>
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      <itunes:author>Jan Schulte-Kellinghaus</itunes:author>
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      <itunes:title>#6 Die Varusschlacht - Wer war Hermann der Cherusker?</itunes:title>
      <itunes:summary>Mit Heidrun DerksVarusschlacht, Schlacht am Teutoburger Wald oder die Hermannsschlacht... viele Namen für ein Ereignis. Auch der "Held" auf der germanischen Seite trägt gleich zwei Namen: Aber keiner von ihnen ist sein ursprünglicher. Den einen, Arminius, haben ihm die Römer gegeben. Den anderen, Hermann, bekam er von Martin Luther, 1500 Jahre nach der Schlacht. Wie er wirklich hieß, weiß heute keiner mehr. Mit seinem vernichtenden Guerilla-Angriff auf die römische Armee 9 n. Chr. lenkte er die Aufmerksamkeit der römischen Geschichtsschreiber auf die Ansammlung von Familienclans, die rechts des Rheins lebten. Caesar hatte sie schon 60 Jahre zuvor „Germanen“ getauft. Wie sah das Leben rechts des Rheins vor 2000 Jahren tatsächlich aus? Warum wollten die Römer die „Provinz Germanien“ erobern und beherrschen? Wie lebte man als Einheimischer in dem Netz aus römischen Militärlagern? Und wie sah es in den römischen Camps aus? Die Varusschlacht war der Anfang vom Ende der römischen Expansion. Die siegreiche römische Armee von „Hinterwäldlern“ geschlagen? Die Überraschung in Rom kannte keine Grenzen.

Darüber spreche ich mit Dr. Heidrun Derks, der Direktorin des Museums und Park Kalkriese, dem Ort der Varusschlacht im Osnabrücker Land.



Ihre Reisetipps:



Top 3: Trier

https://www.trier-info.de/

Top 2: Römerlager Haltern

https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/

Top 1: Kalkriese, Varusschlacht im Osnabrücker Land

https://www.kalkriese-varusschlacht.de/

Der Podcast gehört zum Netzwerk der Geschichtspodcasts #Historytelling



#Frühzeit #Europa #Deutschland #Westeuropa

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      <title># 5 Die Kelten</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Carola Metzner Nebelsick</h1><p>Asterix und Obelix sind nicht frei erfunden. Sie gehören auch zur deutschen Geschichte, der Eisenzeit:&nbsp;Die&nbsp;furchtlosen Kämpfer, die&nbsp;zaubernden Druiden,&nbsp;die poetischen Barden und&nbsp;die Mistelzweige&nbsp;mit angeblichen &nbsp;Wunderkräften&nbsp;existierten tatsächlich, nicht nur in Gallien sondern auch in Süddeutschland. Natürlich haben&nbsp;sich&nbsp;die Erfinder des Comics&nbsp;viele Späße ausgedacht, aber die&nbsp;Grundkonstellation einer Kultur&nbsp;nördlich der Alpen, die ganz anders als die römische war,&nbsp;die&nbsp;stimmt.&nbsp;Und wir können&nbsp;die Spuren unserer keltischen Vorfahren&nbsp;in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen noch heute besichtigen.</p>
<p>Wir beginnen diese Folge 400 Jahre vor der Geburt Christi. Das römische Reich gab es damals noch nicht. Rom war zwar eine große, aber noch ziemlich wehrlose Stadt. Nördlich der Alpen, in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, siedelten zu dieser Zeit die Kelten und weiter nördlich die Germanen. Aber die Römer interessierten sich für die Menschen jenseits der Alpen nicht. Ein großer Fehler, den sie schrecklich bereuten. 387 v. Chr. überfielen keltische Kämpfer aus dem Norden Rom. Nur gegen ein enormes Lösegeld vom 1000 Pfund Gold konnten sich die Römer freikaufen. Um sie noch mehr auszubeuten und weiter zu demütigen warf der Anführer der Kelten, Brennus, zusätzlich sein Schwert in die Waagschale, und ließ es in Gold aufwiegen. Sein Triumphruf: „Wehe den Besiegten“ brannte sich den Römern ein.&nbsp;</p>
<p>Mit diesen Ereignissen tauchen unsere keltischen Vorfahren 387 v. Chr. plötzlich in der Weltgeschichte auf.</p>
<p>Die Römer brauchten einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen und eine eigene Armee aufzustellen. Ihre systematische Aufrüstung und der Drill ihrer Soldaten machte sie bald zu einer unschlagbaren Weltmacht.</p>
<p>Manching, bei Ingolstadt, ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Ein "Oppidum" der Kelten. Vier Quadratkilometer umfasst die Fläche. Die Stadt war doppelt so groß, wie das heutige Fürstentum Monaco.&nbsp;</p>
<p>Die Kelten bewegten sich an der Schwelle zur Hochkultur, waren bei Ihren Feinden schwer gefürchtet und lebten fast 800 Jahre in Süddeutschland. Gleichwohl verschwanden &nbsp;sie innerhalb weniger Jahrzehnte. Als die Römer das Alpenvorland 15 v. Chr. eroberten, trafen sie dort wo die Kelten gelebt hatten, auf ein fast menschenleeres Land.&nbsp;Wo sind sie geblieben? Welche Spuren finden wir heute von Ihnen? Und was haben wir von unseren keltischen Vorfahren geerbt?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick , sie ist Professorin für Vor- und Frühgeschichte an der Uni München.</p>
<p>Bilder zu Manching findet Ihr auf meiner Website: www.99xgeschichte.de</p>
<p>Ich freue mich über Eure Kommtentare. Ihr könnt mich auch über Instagram oder facebook erreichen. Ich findet mich unter Jan Schulte-Kellinghaus.</p>
<p>Hier die drei Reisetipps von Frau Metzner-Nebelsick:</p>
<p>Top 1: Manching</p>
<p><a href="https://www.museum-manching.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.museum-manching.de/</a></p>
<p>Top 2: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart und Rheinsches Landesmuseum Bonn</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-stuttgart.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-stuttgart.de/</a></p>
<p><a href="https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html</a></p>
<p>Top 3: Oppidum Heidengraben</p>
<p><a href="https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/</a></p>
<p>#Frühgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa</p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 08 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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      <dc:creator>Jan Schulte-Kellinghaus</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit Carola Metzner Nebelsick</h1><p>Asterix und Obelix sind nicht frei erfunden. Sie gehören auch zur deutschen Geschichte, der Eisenzeit:&nbsp;Die&nbsp;furchtlosen Kämpfer, die&nbsp;zaubernden Druiden,&nbsp;die poetischen Barden und&nbsp;die Mistelzweige&nbsp;mit angeblichen &nbsp;Wunderkräften&nbsp;existierten tatsächlich, nicht nur in Gallien sondern auch in Süddeutschland. Natürlich haben&nbsp;sich&nbsp;die Erfinder des Comics&nbsp;viele Späße ausgedacht, aber die&nbsp;Grundkonstellation einer Kultur&nbsp;nördlich der Alpen, die ganz anders als die römische war,&nbsp;die&nbsp;stimmt.&nbsp;Und wir können&nbsp;die Spuren unserer keltischen Vorfahren&nbsp;in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen noch heute besichtigen.</p>
<p>Wir beginnen diese Folge 400 Jahre vor der Geburt Christi. Das römische Reich gab es damals noch nicht. Rom war zwar eine große, aber noch ziemlich wehrlose Stadt. Nördlich der Alpen, in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, siedelten zu dieser Zeit die Kelten und weiter nördlich die Germanen. Aber die Römer interessierten sich für die Menschen jenseits der Alpen nicht. Ein großer Fehler, den sie schrecklich bereuten. 387 v. Chr. überfielen keltische Kämpfer aus dem Norden Rom. Nur gegen ein enormes Lösegeld vom 1000 Pfund Gold konnten sich die Römer freikaufen. Um sie noch mehr auszubeuten und weiter zu demütigen warf der Anführer der Kelten, Brennus, zusätzlich sein Schwert in die Waagschale, und ließ es in Gold aufwiegen. Sein Triumphruf: „Wehe den Besiegten“ brannte sich den Römern ein.&nbsp;</p>
<p>Mit diesen Ereignissen tauchen unsere keltischen Vorfahren 387 v. Chr. plötzlich in der Weltgeschichte auf.</p>
<p>Die Römer brauchten einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen und eine eigene Armee aufzustellen. Ihre systematische Aufrüstung und der Drill ihrer Soldaten machte sie bald zu einer unschlagbaren Weltmacht.</p>
<p>Manching, bei Ingolstadt, ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Ein "Oppidum" der Kelten. Vier Quadratkilometer umfasst die Fläche. Die Stadt war doppelt so groß, wie das heutige Fürstentum Monaco.&nbsp;</p>
<p>Die Kelten bewegten sich an der Schwelle zur Hochkultur, waren bei Ihren Feinden schwer gefürchtet und lebten fast 800 Jahre in Süddeutschland. Gleichwohl verschwanden &nbsp;sie innerhalb weniger Jahrzehnte. Als die Römer das Alpenvorland 15 v. Chr. eroberten, trafen sie dort wo die Kelten gelebt hatten, auf ein fast menschenleeres Land.&nbsp;Wo sind sie geblieben? Welche Spuren finden wir heute von Ihnen? Und was haben wir von unseren keltischen Vorfahren geerbt?</p>
<p>Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick , sie ist Professorin für Vor- und Frühgeschichte an der Uni München.</p>
<p>Bilder zu Manching findet Ihr auf meiner Website: www.99xgeschichte.de</p>
<p>Ich freue mich über Eure Kommtentare. Ihr könnt mich auch über Instagram oder facebook erreichen. Ich findet mich unter Jan Schulte-Kellinghaus.</p>
<p>Hier die drei Reisetipps von Frau Metzner-Nebelsick:</p>
<p>Top 1: Manching</p>
<p><a href="https://www.museum-manching.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.museum-manching.de/</a></p>
<p>Top 2: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart und Rheinsches Landesmuseum Bonn</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-stuttgart.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-stuttgart.de/</a></p>
<p><a href="https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html</a></p>
<p>Top 3: Oppidum Heidengraben</p>
<p><a href="https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/</a></p>
<p>#Frühgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa</p>
<p></p>
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      <itunes:summary>Mit Carola Metzner NebelsickAsterix und Obelix sind nicht frei erfunden. Sie gehören auch zur deutschen Geschichte, der Eisenzeit: Die furchtlosen Kämpfer, die zaubernden Druiden, die poetischen Barden und die Mistelzweige mit angeblichen  Wunderkräften existierten tatsächlich, nicht nur in Gallien sondern auch in Süddeutschland. Natürlich haben sich die Erfinder des Comics viele Späße ausgedacht, aber die Grundkonstellation einer Kultur nördlich der Alpen, die ganz anders als die römische war, die stimmt. Und wir können die Spuren unserer keltischen Vorfahren in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen noch heute besichtigen.

Wir beginnen diese Folge 400 Jahre vor der Geburt Christi. Das römische Reich gab es damals noch nicht. Rom war zwar eine große, aber noch ziemlich wehrlose Stadt. Nördlich der Alpen, in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, siedelten zu dieser Zeit die Kelten und weiter nördlich die Germanen. Aber die Römer interessierten sich für die Menschen jenseits der Alpen nicht. Ein großer Fehler, den sie schrecklich bereuten. 387 v. Chr. überfielen keltische Kämpfer aus dem Norden Rom. Nur gegen ein enormes Lösegeld vom 1000 Pfund Gold konnten sich die Römer freikaufen. Um sie noch mehr auszubeuten und weiter zu demütigen warf der Anführer der Kelten, Brennus, zusätzlich sein Schwert in die Waagschale, und ließ es in Gold aufwiegen. Sein Triumphruf: „Wehe den Besiegten“ brannte sich den Römern ein. 

Mit diesen Ereignissen tauchen unsere keltischen Vorfahren 387 v. Chr. plötzlich in der Weltgeschichte auf.

Die Römer brauchten einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen und eine eigene Armee aufzustellen. Ihre systematische Aufrüstung und der Drill ihrer Soldaten machte sie bald zu einer unschlagbaren Weltmacht.

Manching, bei Ingolstadt, ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Ein "Oppidum" der Kelten. Vier Quadratkilometer umfasst die Fläche. Die Stadt war doppelt so groß, wie das heutige Fürstentum Monaco. 

Die Kelten bewegten sich an der Schwelle zur Hochkultur, waren bei Ihren Feinden schwer gefürchtet und lebten fast 800 Jahre in Süddeutschland. Gleichwohl verschwanden  sie innerhalb weniger Jahrzehnte. Als die Römer das Alpenvorland 15 v. Chr. eroberten, trafen sie dort wo die Kelten gelebt hatten, auf ein fast menschenleeres Land. Wo sind sie geblieben? Welche Spuren finden wir heute von Ihnen? Und was haben wir von unseren keltischen Vorfahren geerbt?

Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick , sie ist Professorin für Vor- und Frühgeschichte an der Uni München.

Bilder zu Manching findet Ihr auf meiner Website: www.99xgeschichte.de

Ich freue mich über Eure Kommtentare. Ihr könnt mich auch über Instagram oder facebook erreichen. Ich findet mich unter Jan Schulte-Kellinghaus.

Hier die drei Reisetipps von Frau Metzner-Nebelsick:

Top 1: Manching

https://www.museum-manching.de/

Top 2: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart und Rheinsches Landesmuseum Bonn

https://www.landesmuseum-stuttgart.de/

https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html

Top 3: Oppidum Heidengraben

https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/

#Frühgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa



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    </item>
    <item>
      <title>#4 Das älteste Schlachtfeld Europas- Tollensetal</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Thomas Terberger</h1><p>Aus der Bronzezeit finden sich in Deutschland die ersten Spuren einer Schlacht in Europa: vor 3300 Jahren kämpften tausende Menschen in einem einsamen Tal in MV gegeneinander. Hunderte fanden den Tod. Heute, drei Jahrtausende später, graben Archäologen die Opfer aus. Bis vor wenigen Jahren hielt man die Bronzezeit für eine friedliche Periode. Bis im Tollenestal Schädel gefunden wurden, in denen noch Pfeilspitzen aus Feuerstein steckten. Seitdem wird hier getaucht, gegraben und geforscht. Aber warum kämpften die Menschen gerade hier? Wo kamen sie her? Was trieb sie an? Ein Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Terberger über die Spurensuche zu der vergessenen Schlacht.</p>
<p></p>
<p>Hier seine Reisetipps:</p>
<p>Dänisches Nationalmuseum:</p>
<p><a href="https://en.natmus.dk/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://en.natmus.dk/</a></p>
<p>Schiffswrack von Uluburun:</p>
<p><a href="https://www.bodrumpages.com/deutsch/uluburun.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bodrumpages.com/deutsch/uluburun.html</a></p>
<p>Tollensetal:</p>
<p><a href="https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Forschung/Tollensetal%E2%80%93Projekt/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Forschung/Tollensetal%E2%80%93Projekt/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühgeschichte #Vorgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa #Archäologie #Geschichte #deutsche Geschichte #Bronzezeit #Gewalt</p>
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      <pubDate>Thu, 01 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>janschultekellinghaus@gmail.com (Jan Schulte-Kellinghaus)</author>
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<p></p>
<p>Hier seine Reisetipps:</p>
<p>Dänisches Nationalmuseum:</p>
<p><a href="https://en.natmus.dk/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://en.natmus.dk/</a></p>
<p>Schiffswrack von Uluburun:</p>
<p><a href="https://www.bodrumpages.com/deutsch/uluburun.html" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.bodrumpages.com/deutsch/uluburun.html</a></p>
<p>Tollensetal:</p>
<p><a href="https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Forschung/Tollensetal%E2%80%93Projekt/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Forschung/Tollensetal%E2%80%93Projekt/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühgeschichte #Vorgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa #Archäologie #Geschichte #deutsche Geschichte #Bronzezeit #Gewalt</p>
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      <itunes:subtitle>Der erste Krieg?</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Mit Thomas TerbergerAus der Bronzezeit finden sich in Deutschland die ersten Spuren einer Schlacht in Europa: vor 3300 Jahren kämpften tausende Menschen in einem einsamen Tal in MV gegeneinander. Hunderte fanden den Tod. Heute, drei Jahrtausende später, graben Archäologen die Opfer aus. Bis vor wenigen Jahren hielt man die Bronzezeit für eine friedliche Periode. Bis im Tollenestal Schädel gefunden wurden, in denen noch Pfeilspitzen aus Feuerstein steckten. Seitdem wird hier getaucht, gegraben und geforscht. Aber warum kämpften die Menschen gerade hier? Wo kamen sie her? Was trieb sie an? Ein Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Terberger über die Spurensuche zu der vergessenen Schlacht.



Hier seine Reisetipps:

Dänisches Nationalmuseum:

https://en.natmus.dk/

Schiffswrack von Uluburun:

https://www.bodrumpages.com/deutsch/uluburun.html

Tollensetal:

https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Forschung/Tollensetal%E2%80%93Projekt/



#Frühgeschichte #Vorgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa #Archäologie #Geschichte #deutsche Geschichte #Bronzezeit #Gewalt

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    <item>
      <title>#3 Die Himmelsscheibe und der vergessene Despot</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Harald Meller</h1><p>Bronzezeit in Deutschland: Die Himmelsscheibe von Nebra ist der Schlüssel zu einer beinahe vergessenen Herrschaft in der deutschen Geschichte vor 3800 Jahren. Wer die Scheibe beherrschte, war Herr über die Zeit. Die Bronze mit dem Himmelsbild aus Gold beweist "internationale" Beziehungen, astronomisches Know-How und die Geburtsstunde des Despotismus. Wie vor 4000 Jahren aus einer gleichberechtigten Gesellschaft von Heldinnen und Helden dank Herrschaftswissen ein Rangfolgesystem mit einer Armee zwischen Harz und Elbe wird, schildert der "Herr der Himmelsscheibe" Prof. Dr. Harald Meller.</p>
<p></p>
<p>Seine Top3 Reiseziele:</p>
<p>Top 3: Ringheiligtum Pömmelte:</p>
<p><a href="https://www.himmelswege.de/orte/ringheiligtum-poemmelte" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.himmelswege.de/orte/ringheiligtum-poemmelte</a></p>
<p>Top 2: Arche Nebra, Fundstelle der Himmelsscheibe:</p>
<p><a href="https://www.himmelsscheibe-erleben.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.himmelsscheibe-erleben.de/</a></p>
<p>Top 1: Die neue Heimat der Himmelsscheibe: das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühgeschichte #Deutschland</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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<p></p>
<p>Seine Top3 Reiseziele:</p>
<p>Top 3: Ringheiligtum Pömmelte:</p>
<p><a href="https://www.himmelswege.de/orte/ringheiligtum-poemmelte" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.himmelswege.de/orte/ringheiligtum-poemmelte</a></p>
<p>Top 2: Arche Nebra, Fundstelle der Himmelsscheibe:</p>
<p><a href="https://www.himmelsscheibe-erleben.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.himmelsscheibe-erleben.de/</a></p>
<p>Top 1: Die neue Heimat der Himmelsscheibe: das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühgeschichte #Deutschland</p>
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      <itunes:summary>Mit Harald MellerBronzezeit in Deutschland: Die Himmelsscheibe von Nebra ist der Schlüssel zu einer beinahe vergessenen Herrschaft in der deutschen Geschichte vor 3800 Jahren. Wer die Scheibe beherrschte, war Herr über die Zeit. Die Bronze mit dem Himmelsbild aus Gold beweist "internationale" Beziehungen, astronomisches Know-How und die Geburtsstunde des Despotismus. Wie vor 4000 Jahren aus einer gleichberechtigten Gesellschaft von Heldinnen und Helden dank Herrschaftswissen ein Rangfolgesystem mit einer Armee zwischen Harz und Elbe wird, schildert der "Herr der Himmelsscheibe" Prof. Dr. Harald Meller.



Seine Top3 Reiseziele:

Top 3: Ringheiligtum Pömmelte:

https://www.himmelswege.de/orte/ringheiligtum-poemmelte

Top 2: Arche Nebra, Fundstelle der Himmelsscheibe:

https://www.himmelsscheibe-erleben.de/

Top 1: Die neue Heimat der Himmelsscheibe: das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle

https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/



#Frühgeschichte #Deutschland

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      <title>#2 Cold Case Ötzi</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Albert Zink</h1><p>Ötzi ist der einzige gefriergetrocknete Zeuge der Jungsteinzeit weltweit. Seit über 20 Jahre erforscht Albert Zink die Mumie. Ötzi litt unter Karies, Aterienverkalkung und Magenschleimhautentzündung. Er war glatzköpfig, hatte dunkle Haut und wurde hinterrücks erschossen. Ein Fall für die Kripo Bozen?</p>
<p>Deine Top 3 Reiseziele:</p>
<p>Ötzi selbst ist im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen zu sehen:</p>
<p><a href="https://www.iceman.it/de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.iceman.it/de/</a></p>
<p>Schnalstal und Archeoparc:</p>
<p><a href="https://www.archeoparc.it/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.archeoparc.it/</a></p>
<p>Ötzi Bergtour aufs Tisenjoch:</p>
<p><a href="https://www.archeoparc.it/oetzi-glacier-tour/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.archeoparc.it/oetzi-glacier-tour/</a></p>
<p>#Frühgeschichte #Westeuropa</p>
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      <pubDate>Thu, 17 Apr 2025 11:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Deine Top 3 Reiseziele:</p>
<p>Ötzi selbst ist im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen zu sehen:</p>
<p><a href="https://www.iceman.it/de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.iceman.it/de/</a></p>
<p>Schnalstal und Archeoparc:</p>
<p><a href="https://www.archeoparc.it/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.archeoparc.it/</a></p>
<p>Ötzi Bergtour aufs Tisenjoch:</p>
<p><a href="https://www.archeoparc.it/oetzi-glacier-tour/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.archeoparc.it/oetzi-glacier-tour/</a></p>
<p>#Frühgeschichte #Westeuropa</p>
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Deine Top 3 Reiseziele:

Ötzi selbst ist im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen zu sehen:

https://www.iceman.it/de/

Schnalstal und Archeoparc:

https://www.archeoparc.it/

Ötzi Bergtour aufs Tisenjoch:

https://www.archeoparc.it/oetzi-glacier-tour/

#Frühgeschichte #Westeuropa

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      <title>#1 Neandertaler - Elefantenjagd in Sachsen-Anhalt</title>
      <description><![CDATA[<h1>Mit Sabine Gaudzinski Windheuser</h1><p>Vor 125.000 Jahren in Deutschland: Neandertaler jagen Waldelefanten. Archäologen haben Elefantenknochen und Holzspeere aus der Steinzeit ausgegraben. Die Waldelefanten wogen jeweils 14 Tonnen und waren die größten Tiere an Land. Um sie zu erlegen, brauchte es Erfahrung, Kommunikation und einen Plan. Klingt mehr nach den cleveren Flintstones als nach tumben Höhlenmenschen. Die Neandertaler waren kompetenter, schlauer, und empathischer als wir bisher dachten sagt die Archäologin Sabine Gauszinski Windheuser. Ich frage sie, was wir von den Neandertaler-Genen in uns, noch heute merken.</p>
<p>Ihre Top 3 Reisetipps:</p>
<p>Das Neandertalmuseum in Mettmann ist ein "must see":</p>
<p><a href="https://neanderthal.de/de" rel="noopener noreferrer nofollow">https://neanderthal.de/de</a></p>
<p>Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist ihr Platz 2:</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de</a></p>
<p>Top1: Das Museum und Forschungszentrum, das sie selbst leitet: Monrepos in Neuwied:</p>
<p><a href="https://monrepos.leiza.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://monrepos.leiza.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühgeschichte #Deutschland #Neandertaler</p>
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      <pubDate>Thu, 10 Apr 2025 11:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Ihre Top 3 Reisetipps:</p>
<p>Das Neandertalmuseum in Mettmann ist ein "must see":</p>
<p><a href="https://neanderthal.de/de" rel="noopener noreferrer nofollow">https://neanderthal.de/de</a></p>
<p>Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist ihr Platz 2:</p>
<p><a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de</a></p>
<p>Top1: Das Museum und Forschungszentrum, das sie selbst leitet: Monrepos in Neuwied:</p>
<p><a href="https://monrepos.leiza.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://monrepos.leiza.de/</a></p>
<p></p>
<p>#Frühgeschichte #Deutschland #Neandertaler</p>
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Ihre Top 3 Reisetipps:

Das Neandertalmuseum in Mettmann ist ein "must see":

https://neanderthal.de/de

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist ihr Platz 2:

https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de

Top1: Das Museum und Forschungszentrum, das sie selbst leitet: Monrepos in Neuwied:

https://monrepos.leiza.de/



#Frühgeschichte #Deutschland #Neandertaler

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      <title>Der Anfang</title>
      <description><![CDATA[<p>Bald geht sie los. Die Reise durch die deutsche Geschichte in 99 Folgen. Den Anfang macht ein Besuch bei den Schöninger Speeren. Sie wurden vor 300.000 Jahren von Menschen in Niedersachsen geschnitzt und benutzt. Doch wozu?</p>
<p>In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Schließe Deine Wissenslücken! Die Podcastserie liefert einen Überblick von den Neandertalern bis Angela Merkel.</p>
<hr><p></p>
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      <pubDate>Mon, 07 Apr 2025 09:51:24 +0200</pubDate>
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<p>In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Schließe Deine Wissenslücken! Die Podcastserie liefert einen Überblick von den Neandertalern bis Angela Merkel.</p>
<hr><p></p>
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In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Schließe Deine Wissenslücken! Die Podcastserie liefert einen Überblick von den Neandertalern bis Angela Merkel.
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